Gast
#4725784
Hallo zusammen, ich schreibe hier wegen eines Problemes mit LTSpice, und zwar der Suche nach dem DC-Betriebspunkt vor jeder AC- und Tran-Simulation. Meine Anwendung in diesem Fall ist die Open-Loop-Simulation von Regelschleifen. Um den DC-Betriebspunkt richtig einzustellen, aber die Kleinsignal-AC-Analyse nicht zu beeinflussen, wird die Regelschleife hier generell mit einem Filter aus einer sehr großen Induktivität und einer sehr großen Kapazität geschlossen. Beim durchführen der .op sollte dann LTSpice nach Standardvorgehen eigentlich, auch laut der Anleitung, alle Kondensatoren auftrennen und alle Induktivitäten kurzschließen. Damit wäre für DC die Regelschleife zu, der Regler würde über seinen integrator seinen Betriebspunkt richtig einstellen, und auf dem Punkt würde edie Kleinsignal-AC-Analyse aufsetzen. Allerdings passiert das offensichtlich nicht immer, die Regelschleife bleibt für DC "offen", und es steht im DC-Betriebspunkt (sichtbar über die .op-labels) eine große Spannung von teilweise über 100V über den "kurzgeschlossenen" Induktivitäten. Der .op-Strom in ihnen beträgt aber gleichzeitig nur ein paar µA. Meine Fragen hierzu wären: Was passiert wirklich beim .op wirklich? Werden Induktivitäten in der Netlist kurzgeschlossen, oder wird nur eine Analysevariante verwendet, die quasi auf diesen Zustand hinauslaufen würde (Zeit gegen "unendlich" oder ähnliches)? Wenn das der Fall ist, wie "dämpft" Spice dann entsprechende Oszillationen...und woher will es wissen wann "unendlich" ausreichend lang war? Kann ich die Findung des Betriebspunktes beeinflussen, abgesehen von .ic und .nodeset und den Standard-Einstellungen im Menü, wie z.B. den Toleranzen? Vielen Dank schon mal! Grüße, Tobias