Sozialwissenschaften... auch als Geschwätzwissenschaften bekannt. Ich
empfehle danach mal zu googeln. Durch solche Vorgänge (wie in obigem
Link beschrieben) werden akademische Abschlüsse entwertet!
Was gibt dir das Recht darüber zu Entscheiden wie gut oder schlecht die
Lehre an der entsprechenden FH ist?
Der akademische Grad wird schon gerechtfertigt sein...
Dazu passt ganz gut Murphys Gesetz, die Definition eines Spezialisten
:-)
Ein Spezialist ist jemand, der viel über wenig weiß,
bis er schließlich alles über nichts weiß
Ben schrieb:> Was gibt dir das Recht darüber zu Entscheiden wie gut oder> schlecht die> Lehre an der entsprechenden FH ist?
Was hat Lehre mit akademischen Leistungen zu tun?
> Der akademische Grad wird schon gerechtfertigt sein...
"wird schon gerechtfertigt sein"? Eine eigene Meinung sieht anders aus.
Im Gegenteil zu Natur- oder Ingenieurswissenschaften bieten
Sozialwissenschaften keinen Nutzen für die Gesellschaft. Erste haben
entscheident zum Wohlstand und Fortschritt der Gesellschaft beigetragen.
Sozialwissenschaften dagegen sind ein Sammelbecken für Leute, die sich
gerne mit akademischen Titeln schmücken und sich gerne einen
akademischen Anstreich verleihen möchten, aber völlig unnütz sind.
Aktuell betreiben Vertreter der Sozialwissenschaften die Zersetzung der
Universitäten.
Stay MAD! schrieb:> Test schrieb:>>> Durch solche Vorgänge werden akademische Abschlüsse entwertet!>> In wessen Augen?
Schon allein, durch die Zunahme der Anzahl an Dr.-Graden. Wenn jeder
einen Dr. hat, ist er nichts mehr Wert.
Außerdem, wenn die Anzahl dieser Schmalspurdoktoren (wie gesagt, Leute
die sich gerne einen akademischen Anstrich verleihen) zunimmt, sinkt der
Respekt vor Leuten, die ernsthaftig Wissenschaft betrieben haben.
Ich vermiss die Zeiten als es noch den Faust gab.
Die ganzen Master von der Uni die noch in die Windeln scheissen und
Hausaufgaben machen müssen erinnern eher an den Zauberlehrling als an
einen Ingenieur aber beim Titel verstehen sie keinen Spass, wie darf ich
euch anreden ihr Obergescheiten. Titel und Geld das sind die zwei
grössten Sinnlosthemen hier in diesem Forum.
Das Unheil nahm bereits vor ein paar Jahrzehnten seinen Lauf, als der
Nobelpreis für "Wirtschaftswissenschaften" ins Leben gerufen wurde, auch
wenn es nach wie vor kein offizieller Nobelpreis ist - aber trotzdem dem
selben Prozedere folgt und in den Nachrichten auch so proklamiert wird.
Es gibt ja auch schon Doktoren der Wirtschaftswissenschaften.
Hammerhart!
Vielleicht gibt es den Nobelpreis irgendwann auch für
"Sozialwissenschaften"?
Dann wird auch noch "Sportwissenschaften" dazu kommen und
"Gleichstellungswissenschaften" und
"Selbstverwirklichungswissenschaften" und und und.
Der Mensch ist eben kreativ!
D. I. schrieb:> Endlich ist es soweit, eine FH darf eigenständig den Dr. rer. soc.> verleihen für Studien im Bereich der Sozialwissenschaften:>> http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/fulda-ers...
Das War doch schon seit Anbeginn eine Schmalspurpromotion, oder soll
das der peinliche Versuch eines FH-bash sein?
Btw, so sieht berechtigte Kritik aus:
https://blog.fefe.de/?ts=a905014b
Einen sachlichen Grund, den FHs mit eigenem Forschungsinstitut das
Promotiosrecht zu verweigern gibt es hingegen nicht.
Ich finde man sollte endlich einen Nobelpreis für Besserwissenschaften
etablieren.
Wenn ich sehe, wie bei uns die Doktoranden reinhauen müssen, während der
Medizinmann diesen so nebenbei (während des Normalstudiums) ins Rektum
geschoben bekommt...
Das der Bachelor nichts als ein Light-Abschluss ist, sollte sich wohl
mittlerweile überall herumgesprochen haben.
In diesem Sinne:
Also lasst den Würstelverkäufer nebenan, die Titel neben dem Senf
auslegen. Oft weis der sehr genau, was er tut und ist kompetenter als
viele der etablierten Abschreiber.
Test schrieb:> Durch solche Vorgänge (wie in obigem> Link beschrieben) werden akademische Abschlüsse entwertet!
Ganz so extrem sehe ich es nicht.
Dennoch halte ich es für einen Irrweg, eine FH Doktorgrade verleihen zu
lassen.
Der Doktorgrad bescheinigt eine WISSENSCHAFTLICHE Leistung. Die FH ist
meist nicht-wissenschaftlich ausgelegt.
Aber Achtung! Es geht mir hier um die FH, nicht um die FHler! Diese, das
halte ich weiterhin für sehr sinnvoll, sollen die Möglichkeit weiterhin
haben (bzw. sollte das sogar weiter gefördert werden!), dass sie
mithilfe einer Uni zu ihrem Doktorgrad kommen können. Aber eben nach den
Richtlinien und Anforderungen einer Uni!
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass das Bildungssystem so geändert
werden soll,
dass das Abitur so schwierig gestaltet wird, dass nur noch mehr 1% ein
Abitur bzw. eine Hochschulzugangsberechtigung erhalten sollen. Das
Studium muss auch so anspruchsvoll sein, dass von diesem 1% wiederum nur
noch mehr 1% einen Hochschulabschluss erhalten. D.h., es sollten nur 1%
von 1%, also 0,01% einen Hochschulabschluss erhalten.
Der Rest sollte dann eine Ausbildung machen als Gebäudereiniger,
Friseur, Handelsfachpacker, etc..
Hallo Test.
Test schrieb:> Sozialwissenschaften... auch als Geschwätzwissenschaften bekannt. Ich> empfehle danach mal zu googeln. Durch solche Vorgänge (wie in obigem> Link beschrieben) werden akademische Abschlüsse entwertet!
Wenn die vernünftige Arbeit liefern sicher nicht.
Akademische Abschlüsse haben wegen diverser Plagiate, "Ghostwriter" ec.
ein Geschmäckle bekommen. Leider nicht zu Unrecht.
http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home
Das wird sich aber in Zukunft sicher wieder ändern. Die Plagiate wurden
ja getätigt, weil man mit den akademischen Graden für sich Werben
wollte.
Mittlerweile findest Du viele Leute, die Führungspositionen entweder
ohne akademischen Grad erlangt haben, oder aber diesen nicht plakativ
vor sich hertragen.
Das ganze entspannt sich etwas, weil sich herumgesprochen hat, dass
Werben mit akademischen Graden heutzutage oft unangemessen wirkt.
Von daher wird es dann auch nicht mehr so verlockend sein, das es sich
lohnt, dafür Plagiate anzulegen.
Es werden also wieder mehr Leute wissenschaftliche Arbeiten verfassen,
die sich für das Thema interessieren, und weniger, weil sie damit reich
werden wollen. Weil letzteres kaum noch geht.
Das wird die Qualität wieder steigern.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
meckerziege schrieb:> Dennoch halte ich es für einen Irrweg, eine FH Doktorgrade verleihen zu> lassen.> Der Doktorgrad bescheinigt eine WISSENSCHAFTLICHE Leistung. Die FH ist> meist nicht-wissenschaftlich ausgelegt.
Es gibt an den FHs mittlerweile auch Forschungsinstitute, von daher
trifft deine behauptung nicht (mehr) zu.
Beispiel:
http://www.hs-esslingen.de/de/forschung-transfer/institute-fuer-angewandte-forschung/institut-fuer-energetische-systeme.html
Von daher spricht nicht dagegen, diese FH mit ensprechend ausgerichteten
Fakultäten mit einem Promotionsrecht zu versehen.
Test schrieb:> Sozialwissenschaften... auch als Geschwätzwissenschaften bekannt.
Ich habe an dieser Hochschule ET studiert und kann daher eine
qualifizierte Meinung über den Fachbereich Sozialwesen verkünden:
Wir ETler haben uns immer über die lustig gemacht. :D
Wir durften mal Vorlesungen bei denen besuchen. Gott war das ein
chaotischer Haufen...
Ich frag mich echt, was das soll. Wenn jetzt auch noch Hochschulen das
Promotionsrecht kriegen, sollte man die Unterscheidung Uni/FH komplett
abschaffen. Dann ist ja letztendlich alles dasselbe. Irgendwann geht
dieser ganze Gleichstellungsblödsinn auch zu weit.
meckerziege schrieb:> Der Doktorgrad bescheinigt eine WISSENSCHAFTLICHE Leistung. Die FH ist> meist nicht-wissenschaftlich ausgelegt.
Das ist jetzt aber nicht abhängig von der Hochschule sondern vom
verantwortlichen Professor. In meiner Zeit am FB ET (und vermutlich
immer noch) waren die Automatisierungstechniker sehr aktiv im Bereich
Klimatisierung von historischen Gebäuden. Die Forschungen dort hatten
imho Hand und Fuß und wurden auch regelmäßig in wissenschaftlichen
Magazinen veröffentlicht. Dem gegenüber haben wir im Betrieb jetzt einen
Masteranden einer FH, dessen Prof in der Masterthesis der praktische
Aufbau von irgendwas ausreicht. Keine wissenschaftliche Untersuchung,
keine Erarbeitung neuer Erkenntnisse. Bau System X und brings zum
Laufen. Äh, ja... das ist für mich eine Bachelorthesis mit verlängerter
Laufzeit. Für uns als Betrieb ist das natürlich super, aber ich frag
mich trotzdem wofür er dann den Master kriegt. ;)
Test schrieb:> Im Gegenteil zu Natur- oder Ingenieurswissenschaften bieten> Sozialwissenschaften keinen Nutzen für die Gesellschaft. Erste haben> entscheident zum Wohlstand und Fortschritt der Gesellschaft beigetragen.> Sozialwissenschaften dagegen sind ein Sammelbecken für Leute, die sich> gerne mit akademischen Titeln schmücken und sich gerne einen> akademischen Anstreich verleihen möchten, aber völlig unnütz sind.
wie arrogant muss man eigentlich sein, um zu einer solchen Aussage zu
kommen?
Irgendwer muss sich doch mal mit den Ursachen und Auswirkungen der
Selbstverherrlichung von Natur- und Ingenieurswissenschaftler sowie dem
Zeugs, welches sie auf die Menschheit loslassen, beschäftigen.
"Junge, was möchtest Du denn eigentlich studieren ?"
"Ganz klar, Veterinärtheologie !"
"Und was kannst Du später damit anfangen ?!?"
"Na ich werde SCHWEINEPRIESTER !!!"
Lu R. schrieb:> Bau System X und brings zum> Laufen. Äh, ja... das ist für mich eine Bachelorthesis mit verlängerter> Laufzeit. Für uns als Betrieb ist das natürlich super, aber ich frag> mich trotzdem wofür er dann den Master kriegt. ;)
Nun gut, dass ist aber genau das was die Industrie will und braucht und
womit das Gros der Absolventen später sein Geld verdienen wird.
Die Uni-Abgänger die später wirklich wissenschaftlich arbeiten und an
Instituten forschen liegen gefühlt eher im niedrigen einstelligen
Prozentbereich.
Wieso also nicht gezielt auf die spätere Karriere ausbilden?
Du beweist, dass du ein fachliches Thema, z.B: eine Neuentwicklung
selbstständig umsetzen und dir notwendiges Wissen gezielt aneignen
kannst.
Genau das was du brauchst.
Ich hab eh nie verstanden was dieser "Wissenschaftliche Anspruch" immer
soll. Damit lügt man sich doch selbst in die Tasche.
Ein Ingenieur ist heute kein Wissenschaftler sondern ein technischer
Spezialist in der Industrie.
Vor 100 Jahren mag das anders ausgesehen haben...
(Jaja ich weiß, es gibt Einzelfälle wo's anders aussieht. Ich rede hier
von der breiten Masse)
Bernd W. schrieb:> Mittlerweile findest Du viele Leute, die Führungspositionen entweder> ohne akademischen Grad erlangt haben, oder aber diesen nicht plakativ> vor sich hertragen.
Ohne Studienabschluß bekommt man keine Stelle als Sachbearbeiter.
Komisch was?
Gerald B. schrieb:> Ein Spezialist ist jemand, der viel über wenig weiß,> bis er schließlich alles über nichts weiß
Der Bundestag hat nach vielen Klagen und Anfragen mal definieren müssen,
was ein "Experte" ist - und ist zu dem Schluss gekommen, dass ein
Experte jemand ist, der nicht im Bundestag sitzt.
Denn sonst hätten sie begründen müssen, wen sie als Experten einladen
und warum.
Thomas1 schrieb:> Ohne Studienabschluß bekommt man keine Stelle als Sachbearbeiter.> Komisch was?
Ich kenne genug, die den nicht haben.
Und ich hatte auch genug Cheffs, die lediglich Hauptschule hatten.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Thomas1 schrieb:>>> Ohne Studienabschluß bekommt man keine Stelle als Sachbearbeiter.>> Komisch was?>> Ich kenne genug, die den nicht haben.> Und ich hatte auch genug Cheffs, die lediglich Hauptschule hatten.>> Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic> http://www.l02.de
Die Zeiten ändern sich. Ohne duales Studium Foodmanagement hast du es
heute schon langsam schwer bei McDonalds Restaurant-"Manager" zu werden.
Test schrieb:> Im Gegenteil zu Natur- oder Ingenieurswissenschaften bieten> Sozialwissenschaften keinen Nutzen für die Gesellschaft.
Wie kommst Du auf das schmale Brett?
Pädagogik zum Beispiel gehört auch in diesen Bereich. Zu erforschen, wie
man Wissen (besser) vermitteln kann, kann man doch wohl nicht im Ernst
als nutzlos bezeichnen.
Student schrieb:> "Junge, was möchtest Du denn eigentlich studieren ?">> "Ganz klar, Veterinärtheologie !">> "Und was kannst Du später damit anfangen ?!?">> "Na ich werde SCHWEINEPRIESTER !!!"
:)))
+50
Danke für diesen Lichtblick!
mfG Paul
> Ich behaupte mal, dass viele Ingenieure an einem Studium im sozialen> Bereich eiskalt scheitern würden.
Es gibt aber auch zahlreiche Ausnahmen. In meinem Freundeskreis hängten
immerhin zwei Leute nach einem abgeschlossen Ingenieursstudium (FH)
noch ein erfolgreiches Zweitstudium dran: Sozialpädagogik bzw Theologie.
> Der Anteil sozial behinderter Autisten ist offenbar auch nicht> gering.
Autisten weisen grundsätzlich immer massive Defekte in ihrem Sozial-
verhalten auf. Dies macht ja das Wesen dieser Behinderung aus. Manche
haben es aber ganz gut im Griff, wie bisweilen intelligente
Asperger-Austisten.
Mark B. schrieb:> Test schrieb:>> Im Gegenteil zu Natur- oder Ingenieurswissenschaften bieten>> Sozialwissenschaften keinen Nutzen für die Gesellschaft.>> Wie kommst Du auf das schmale Brett?>> Pädagogik zum Beispiel gehört auch in diesen Bereich. Zu erforschen, wie> man Wissen (besser) vermitteln kann, kann man doch wohl nicht im Ernst> als nutzlos bezeichnen.
Selbstverständlich ist Pädagogik, wenn es denn richtig betrieben wird,
gut und nützlich. Und natürlich gibt es überall und in jeder
sozialwissenschaftlichen Disziplin auch anständige Leute, die ordentlich
Wissenschaft betreiben und die auch von Nutzen sein können. Im Vergleich
zu den großen Errungenschaften der Natur- und Ingenieurswissenschaften
in der Vergangenheit ist dieser Nutzen für die Gesellschaft aber einfach
nur minimal. Was sind denn die großen Erfindungen, die das menschliche
Leben und Zusammenleben revolutioniert haben? Letzteres ist meine
Meinung und man kann selbstverständlich auch eine andere Meinung darüber
haben. Was mich aber an den Sozialwissenschaften und der Möglichkeit
eines Schmalspurdoktors stört, sind folgende Sachen:
1. Sozialwissenschaften ist für viele Leute ein Sammelbecken, um auch
irgendwie beschäftigt zu sein. Die Karrierechancen sind nicht wirklich
gut. So viele Leute in die Sozialwissenschaften zu pumpen, stellt also
einen echten volkswirtschaftlichen Schaden dar. Es gibt doch
Wohnungsmangel? Warum bildet man die Leute nicht entsprechend aus?
2. Die ganze Entwicklung wird "richtige" Doktorgrade immer mehr
entwerten, genauso wie es teilweise schon mit dem Diplom (jetzt Master)
passiert ist, weil einfach eine zu hohe Anzahl diesen Titel führt.
Genauso werden auch im gleichen Maße immer mehr Leute in den
Naturwissenschaften promovieren und dadurch das Niveau senken. Es ist
heutzutage schon teilweise erschreckend niedrig!
3. Am Ende führt es dazu, dass sich exakte Wissenschaften nicht mehr vor
Leuten schützen können, die meinen durch Reden und Worte Realität
erzeugen zu können (Stichwort "Kompetenzen"). Quotenprofessorinnen sind
die ersten Auswüchse dieser Entwicklung, die eine Vielzahl an weiteren
Problemen nach sich ziehen. In jedem Fall, die Leistung und
Wettbewerbsfähigkeit wird sinken.
Und am Ende des Tages ist der Wirtschaftsstandort Deutschland erledigt,
weil wir uns nicht mehr gegen die Konkurrenz aus dem Ausland durchsetzen
können. Deshalb: Diese ganze Verwässerung und Inflation von Abschlüssen
sollte man aufhalten. Wir hatten ein Bildungssystem, um das uns die
ganze Welt beneidet hat und zerstören es momentan.
Hallo Jack.
Jack schrieb:>> Ich kenne genug, die den nicht haben.>> Und ich hatte auch genug Cheffs, die lediglich Hauptschule hatten.> Die Zeiten ändern sich. Ohne duales Studium Foodmanagement hast du es> heute schon langsam schwer bei McDonalds Restaurant-"Manager" zu werden.
Das erwähnte ist nicht lange her, und die Firmen existieren noch.
Sowas schliesst sich gegenseitig aber nicht aus. Ich kenne auch Leute,
die heutzutage von einer Supermarktkassiererin mindestens einen Bachelor
in Betriebswirtschaft erwarten.
Dafür arbeiten dann im benachbarten Großlager ungelernte Kräfte als
Disponenten und Apteilungsleiter und Netzwerk/Datenbankadministrator.
Ein Arzt fährt einen Gabelstapler, und ein Jurist zählt die Fracht. Das
Knowhow für Sicherheitsfragen und Gefahrgut wird extern eingekauft.
Wie einer meiner Ex-Cheffs meinte: Nur die Leute, die keinen
Ausbildungsplatz bekommen haben, müssen studieren. Der Master ist halt
heutzutage oft eine Art Facharbeiterbrief, nur ohne Praxis.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Test schrieb:> Teilweise schon mit dem Diplom (jetzt Master)> passiert ist, weil einfach eine zu hohe Anzahl diesen Titel führt.
Weder Diplom, Master noch Doktor sind Titel, sondern akademische Grade.
Wer das schon mal nicht auf die Reihe kriegt, sollte nicht so viel über
Feinheiten schwadronieren.
Und bevor man irgendwas von "entwerten" schwafelt, sollte man vielleicht
erstmal ein Maß für diesen "Wert" definieren. Allein daran scheitert es
bei euch Schwätzern schon.
Wert im Sinne von gesellschaftlichem Ansehen? Wert im Sinne von
Mehrverdienst? Wert im Sinne von Respekt in der Fachwelt? Wert im Sinne
von besseren beruflichen Chancen?
Im Endeffekt ist es eh alles nur Eitelkeit. Wenn es den Leuten wirklich
um die Wissenschaft geht, brauchen sie keinen "Namenszusatz", der aller
Welt Können suggeriert.
Hallo test.
Test schrieb:> Und am Ende des Tages ist der Wirtschaftsstandort Deutschland erledigt,> weil wir uns nicht mehr gegen die Konkurrenz aus dem Ausland durchsetzen> können. Deshalb: Diese ganze Verwässerung und Inflation von Abschlüssen> sollte man aufhalten. Wir hatten ein Bildungssystem, um das uns die> ganze Welt beneidet hat und zerstören es momentan.
Das mag so sein, aber das ist auch dem geschuldet, dass sich das ganze
Bildungssystem kaum noch finanzieren lässt.
Letztlich schaffwen wir es nicht, auf Dauer mit "Qualität" der Konkurenz
davonzulaufen. Die Margen sinken, die Leute sind überfordert, und
irgendwann ist dann die Leistungsgesellschaft am Ende.
Letztlich sind wir gezwungen, uns dem Standard der restlichen Welt
anzupassen. Die werden immer besser, und wir werden uns auf Dauer damit
überfordern, noch besser sein zu wollen.
Das Gegenteil ist der Fall, wir müssen runter mit unseren Standards.
Eine Leistungsgesellschaft ist in erster Linie immer eine
Verlierergesellschaft, weil die meisten Leute eben nicht zur Spitze
gehören, sondern "normal" sind. "Gewinner" sind nur die oberen 10%. Wie
groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass man selber dazugehört?
Ein Drittel unserer Gesellschaft findet letztlich überhaupt keine Arbeit
mehr, und muss mühsam in der Statistik versteckt werden, damit das nicht
auffällt.
Es gibt die Todesspirale der Leistungsgesellschaft:
Es muss die Leistung gesteigert werden, um Konkurenzfähig gegenüber dem
Ausland zu bleiben
Dadurch fallen Leute weg, weil sie nicht Leistungsfähig genug sind.
Die Leistung muss von den verbliebenen alleine geschafft werden.
Zusätlich müssen über Staat und Sozialabgaben die schon ausgefallenen
finanziert werden, um politische Ruhe zu garantieren.
Wegen der höheren Leistungsanforderungen fallen noch mehr Leute Weg...
Und so dreht sich das ganze im Kreis.
Ich persönlich habe das füher auch mal anders gesehen, und es war ein
langer und schmerzvoller Reifeprozess, die bittere Realität zu
aktzeptieren.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Debattengewinner.
Debattengewinner schrieb:> Im Endeffekt ist es eh alles nur Eitelkeit. Wenn es den Leuten wirklich> um die Wissenschaft geht, brauchen sie keinen "Namenszusatz", der aller> Welt Können suggeriert.
Daumen rauf! Einen Pluspunkt für Dich!
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Im Gegensatz zu so manchem Kommentar hier gefällt mir der Kommentar von
Danisch sehr gut. Ich weiß daß es gute und fähige Sozialwissenschaftler
gibt (die auch mit Fug und Recht so genannt werden), auch wenn es von
allen im Sozialwissenschaftsbetrieb Tätigen nur ein paar ganz wenige
sind.
Die Tatsache, daß sich vor allem die Grünen (die, die mit ihrem
"Gymnasium für alle" das heutige Chaos erst herbeigeführt haben)
besonders darüber freuen spricht für sich.
Bernd W. schrieb:> Letztlich schaffwen wir es nicht, auf Dauer mit "Qualität" der Konkurenz> davonzulaufen.
Doch...würden wir schaffen, da bin ich gewiß. Das Problem ist vielmehr,
daß es heute nicht mehr notwendig ist, mit den ersten Schritt zu halten.
Für den größten Teil der Menschheit sind unsere Technisierung eher ein
Problem als ein Segen. Wenn ich mir ansehe wie in vielen Teilen der Welt
mit den negativen Seiten des Fortschritts umgegangen wird...in Gegenden
wie Afrika oder Osteuropa wären die Menschen besser auf den Bäumen
geblieben bzw. man hätte ihnen verpackte Lebensmittel, Autos,
Elektrogeräte und dergleichen lieber vorenthalten.
Zugegeben, auch in unseren Breiten ist ein Umweltbewußtsein noch nicht
alt, aber das ist ein anderes Thema.
In der Zeit, wo die meisten Entdeckungen und Entwicklungen gemacht
wurden, wurde die Entwicklung noch nicht so stark von der Wirtschaft
geprägt-so denk ich mir zumindest. Früher wurde vieles weitaus
aufwändiger gebaut als man es heute tut...weil viel Entwicklungswissen
eben "Allgemeingut" geworden ist. Was wir früher alleine konnten, kann
heute jeder. Und gerade heute ist ein hohes Maß an Qualität so schwer
wie nie zuvor zu erreichen...weil es heute kaum noch jemand bezahlen
will. (Siehe typische, vor allem staatliche, Ausschreibungen.)
Hallo Wühlhase.
Wühlhase schrieb:> Für den größten Teil der Menschheit sind unsere Technisierung eher ein> Problem als ein Segen.
Eigentlich ist es für alle ein Problem. Weil die kulturelle Entwicklung
der Menscheit nicht mit der technischen Schritt gehalten hat. Wir
verpassen uns selber einen Kulturschock.
> Wenn ich mir ansehe wie in vielen Teilen der Welt> mit den negativen Seiten des Fortschritts umgegangen wird...in Gegenden> wie Afrika oder Osteuropa wären die Menschen besser auf den Bäumen> geblieben bzw. man hätte ihnen verpackte Lebensmittel, Autos,> Elektrogeräte und dergleichen lieber vorenthalten.
Naja, das ist wohl eine etwas elitäre Denkweise. Hier ist das eigentlich
auch ein Problem. Unsere westliche Zivilisation ist der bei weitem
größte Energie- und Ressourcenverbraucher.
Eigentlich haben wir kein Recht, fast alles alleine zu Verbrauchen, und
dann dem Rest der Welt das verbieten zu wollen, weil er (noch) nicht so
effizient ist. Mal abgesehen, das beim Abschätzen des ökologischen
Footprint und von Technikfolgen viele "Trade offs", die man hinterfragen
kann und Unklarheiten sind.
> Zugegeben, auch in unseren Breiten ist ein Umweltbewußtsein noch nicht> alt, aber das ist ein anderes Thema.
Genaugenommen sind wir Menschen von der Evolution her auch nicht für die
Ökologie gemacht. Naturvöker sind eigentlich Wegwerfgesellschaften
reinsten Wassers. Zum Einpacken wickeln die z.B. vieles einfach in große
Blätter, die sie anschliessend einfach wegwerfen.
Bei einem Blatt ist das aber auch kein Problem, bei einer Plastiktüte
schon.
Wir sind aber auch nicht viel besser. Scharfe Umweltgesetzgebung wird
auch von mir als unzulässiger Eingriff in die Privatsphäre empfunden.
> Früher wurde vieles weitaus> aufwändiger gebaut als man es heute tut...weil viel Entwicklungswissen> eben "Allgemeingut" geworden ist.
....und wieder vergessen wurde. Bei dem ganzen Kram, den man z.B. als
Gartenmögel im Baumarkt kaufen kann, meint man, die Konstrukteure
könnten sich unter dem Begriff "Korrosionsreserve" nichts vorstellen.
Abgesehen davon ist es lange vor durchrosten nicht mehr "hip" und muss
ersetzt werden. Statussymbol eben.
Ausserdem kommen kürzere Produktlebenszyklen hinzu. Ich habe mal eins
der ersten Wählscheibentelephone aus den 20ern (W28 Wandausführung) mit
einer Ersatzwählscheibe repariert, die ich einem FeTAp 611 oder FeTAp
615 entnommen habe. Passte alles, mechanisch und elektrisch, nur für die
Verbindungsstecker musste ich mir was einfallen lassen.
Wo gibt es das sonst, das man über 70 Jahre "Ersatzteile" kriegen
konnte?
Die meisten Handys gehen heute voll funktionsfähig in den Müll. Die
"geplante Obszoleszenz" kann man sich dabei schenken.
> Was wir früher alleine konnten, kann> heute jeder. Und gerade heute ist ein hohes Maß an Qualität so schwer> wie nie zuvor zu erreichen...weil es heute kaum noch jemand bezahlen> will. (Siehe typische, vor allem staatliche, Ausschreibungen.)
Nach "Hanlons Rasiermesser" soll man nie Böswilligkeit unterstellen,
wenn Ungeschick und Dummheit ausreichen, das etwas schiefläuft. (
https://de.wikipedia.org/wiki/Hanlon%E2%80%99s_Razor ). Wenn es aber um
viel Geld oder Macht geht, meine ich dagegen, dass man dieses Prinzip
umdrehen müsste, und vermutlich eher Absicht dahinter steht.
Anders kann ich mir vieles nicht erklären.
https://de.wikipedia.org/wiki/Imtech_Deutschland#Kritik
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de