FTDI stürzt ab bei Arduino-nano3

OP #4752403
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meine Arduino-Nano3-Platine hat FTDI bestückt. Normalerweise klappt der 
Zugriff damit. Programme kann ich hineinladen und über HTERM Ausgaben 
ansehen. So weit so gut.

Nur kommt es leider zu Abstürzen in Verbindung mit Laptop und dessen 
Lader. Es ist ein Lader der nur 2 Pole hat. Eine Erdung ist dabei also 
nicht angeschlossen.

Offenbar werden Störungen eingekoppelt über diesen Lader.

Wenn ich an den Arduino nano3-Massepin eine GND-Leitung anstecke vom 
Labornetzteil stürzt der FTDI einfach ab. Wer kennt dieses Verhalten? 
Was kann man als Abhilfe machen?

Gibt es eine Möglichkeit daß der FTDI störungsunempfindlicher wird?
OP #4752446
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Mitlesa schrieb:
> Wie stellst du das fest?

im Arduino läuft ein Programm das vom AD-Wandler ständig Daten ausliest 
und diese über den FTDI zum Rechner schickt. Hterm zeigt mir an wenn 
Daten kommen. Am Zähler sehe ich wieviele kommen.

Wenn ich den Massepin mit dem Kabel berühre so bleibt der Zähler im 
Hterm stehen. Es werden also keine Daten mehr geschickt.

Ein Reset am Arduino ändert daran auch nichts. Normalerweise müsste das 
Programm mit dem Wandler wieder anlaufen und neue Daten senden. Dies 
passiert nicht. Ein Verbinden mit Hterm klappt ebenfalls nicht. Der FTDI 
stellt sich einfach tot. Erst nach Wegnehmen Versorgung und 
wiederanlegen klappt es wieder.
Gast #4752455
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Matthias W. schrieb:
> Wenn ich den Massepin mit dem Kabel berühre so bleibt der Zähler im
> Hterm stehen. Es werden also keine Daten mehr geschickt.

Du kannst damit nicht unterscheiden ob der Datenstrom vom Arduino
gestoppt ist oder vom FTDI Baustein. Es ist also leicht möglich
dass der Arduino "steht" und der FTDI durchaus noch Daten senden
könnte.
Gast #4752598
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Matthias W. schrieb:
> Offenbar werden Störungen eingekoppelt über diesen Lader.
>
Nein.

> Wenn ich an den Arduino nano3-Massepin eine GND-Leitung anstecke vom
> Labornetzteil stürzt der FTDI einfach ab. Wer kennt dieses Verhalten?
Das Verhalten ist mir bekannt... Kapazitivekopplung ist das Zauberwort.

Ein Koppelkondensator (CY1) zwischen Primärer und Sekundärer Seite des 
Netzteil um HF-Störungen zu unterdrücken ist eingebaut.

Beim anstecken an das Labornetzteil fließt dieser Strom nach Erde ab.
Die Spannung entspricht in etwa die der Netzspannung.
Bricht dann aber zufallen. Das der Koppelkondensator eine Stromquelle 
darstellt, ähnlich wie ein  Kondensatornetzteil.

Das bring dann deine(n) zum Absturz. Das ist dann vergleichbar als wenn 
du mit Spannungsimpulse auf die Schaltung los gehst.

> Was kann man als Abhilfe machen?
Die Verbindung vor den Anstecken an das Labornetzteil herstellen oder 
geerdetes Netzteil für den Laptop verwenden.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/287704/charger-kms-schematic-label.png
OP #4753613
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Jannyboy schrieb:
> Ein Koppelkondensator (CY1) zwischen Primärer und Sekundärer Seite des
> Netzteil um HF-Störungen zu unterdrücken ist eingebaut.

ja genau. Das wird es sein. Fragt sich warum solche Netzteile in Verkehr 
gebracht werden. Denn durch diese kapazitive Kopplung gelangt ja auch 
Störstrahlung aufs Display. Ein Feldstärkemesser zeigt ein riesiges 
E-Feld an. Der Spuk ist weg wenn man das Netzteil abklemmt.
Gast #4753940
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Aber Gleichfelder können deinen FTDI zum Absturz bringen,
weil die Energie ja nicht abgeleitet wird. Da reicht schon,
Synthetik zu tragen oder mit Gummisohlen über einen passenden
Teppich zu schlurfen. Schon mal an einer Türklinke einen
gewischt bekommen? Bei so empfindlichen Schaltungen, vor allem
wenn offene Eingänge vorhanden sind, fängt man sich leicht
Probleme dieser Art ein.
OP #4753969
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Cyborg schrieb:
> Gleichfelder können deinen FTDI zum Absturz bringen

wenn Gleichfelder einen Kondensator auf hohe Spannung laden und sich 
dieser dann schlagartig in einen Pin entlädt so kann das Teil defekt 
werden. Dazu baut man ja ESD-Schutz ggf. ein.

Zum Thema statische Entladungen finden sich Maßnahmen wie antistatische 
Teppiche, ESD-Armbänder mit Ableitwiderstand. Gehen auf synthet. 
Teppich, unbehandeltem Vinylboden, Bewegen eines Plastikbeutels, Reiben 
Haare am Kamm erzeugt ggf. statische Elektrizität.

Ein Wechselfeld jedoch ist etwas anderes. Da finden ständig Umladungen 
und eben keine klassischen statischen Entladungen statt.
OP #4753974
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> David P. schrieb:
>> Original Arduino mit original FTDI. Wenn nein ist das gleichzeitig die
>> Antwort warum du Ärger hast.

http://hackaday.com/2016/02/01/ftdi-drivers-break-fake-chips-again/
"Just over a year ago, FTDI, manufacturers of the most popular USB to 
serial conversion chip on the market, released an update to their 
drivers that bricked FTDI clones."
"Connecting a fake FTDI serial chip to a computer running the latest 
Windows driver will output “NON GENUINE DEVICE FOUND!”.."

solche Meldungen bekomme ich nicht. Mein Arduino ist schon ein paar 
Jahre alt und war damals auch nicht so billig.

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