Hallo zusammen,
bin gerade dabei eine Platine zu bestücken, bzw. bin eigentlich fertig.
Irgendwie liefen die nicht wie sie sollten,
und da ist mit aufgefallen, das einige Vias tot sind,
d.h. nicht durchkontaktiert sind.
Nun habe ich die Platine aus der Uni bezogen,
die werden "hergestellt", aber es werden keine weiteren Tests
durchgeführt. Reklamieren ist nicht drinne,
bzw. ich müsste die kompletten Bauteile neubestellen...
Meine Frage an Euch ist, wie kann ich am besten selbst,
die Vias durchkontaktieren?
Oder wie kann ich am besten "durchlöten"?
Es ist nervig alleine Vias einzelnt zu prüfen,
sodass ich prinzipiell alle befüllen möchte
Danke schonmal für die Hilfe
Florian schrieb:> Meine Frage an Euch ist, wie kann ich am besten selbst,> die Vias durchkontaktieren?> Oder wie kann ich am besten "durchlöten"?
Oh Mann, einen Draht durchstecken und auf beiden Seiten anlöten.
Florian schrieb:> Es ist nervig alleine Vias einzelnt zu prüfen,> sodass ich prinzipiell alle befüllen möchte
Das würde sowieso nicht gehen, weil die Kapillarwirkung fehlen
wird, damit das Lötzinn durchfließt. Da bleibt nur, bei bestehenden
Platinen mit Draht oder Nieten den Vias eine Duko so aufzwingen.
Bei der nächsten Beschaffung eben den Elektrotest mit in den Auftrag
nehmen.
Mitlesa schrieb:> Florian schrieb:>> Meine Frage an Euch ist, wie kann ich am besten selbst,>> die Vias durchkontaktieren?>> Oder wie kann ich am besten "durchlöten"?>> Oh Mann, einen Draht durchstecken und auf beiden Seiten anlöten.
Durchmesser sind zu klein, habe einige 0.3 Bohrungen.
Oh Mann... pfffCyborg schrieb:> Das würde sowieso nicht gehen, weil die Kapillarwirkung fehlen> wird, damit das Lötzinn durchfließt. Da bleibt nur, bei bestehenden> Platinen mit Draht oder Nieten den Vias eine Duko so aufzwingen.> Bei der nächsten Beschaffung eben den Elektrotest mit in den Auftrag> nehmen.
:( Käse
Hatte gehofft, die Vias mit irgendwas (außer Draht) zu stopfen.
Gut, dann hab ich die AKarte gezogen, und muss wohl einzelnt testen und
Leitungen legen -_-
Wie gesagt Elektrotest ist nicht möglich.
Normalerweise arbeiten die auch sehr zuverlässig.
Danke für die Antworten
Florian schrieb:> Durchmesser sind zu klein, habe einige 0.3 Bohrungen.
Oh Mann, es gibt auch Draht der dünner ist als die Bohrungen,
also Draht, der durchpasst!
Oh Mann, oh Mann ....
Florian schrieb:> Also extra ausgelegt für Durchkontaktierungen?
Gibts irgendwo, aber jeder dünne Draht tuts genauso.
> und elektrisch Leitend?
Sollte man doch annehmen !
Florian schrieb:> Reden wir hier von bestimmten Draht?
Natürlich spezieller Duko-Draht. Bekommt man aber nur bei der NASA.
Oh Mann, oh Mann, oh Mann ....
Georg
PS
Florian schrieb:> die werden "hergestellt", aber es werden keine weiteren Tests> durchgeführt. Reklamieren ist nicht drinne
Das ist keine Entschuldigung für fehlende Durchkontaktierungen,
natürlich wurde unbrauchbarer Schrott geliefert, auch ohne Test. Aber
vermutlich handelt es sich um geschenkte Gäule, da kann man halt nichts
brauchbares verlangen. Ist aber für eine Uni ein jämmerliches Bild.
Georg
PS PS
Jetzt wissen wir wenigstens, warum deutsche Unis nicht mit dem Silicon
Valley mithalten können - u.a. weil man keine funktionsfähigen
Leiterplatten zustande bringt.
Georg
Florian schrieb:> Oder 0815 Draht mit kleinem Durchmesser und elektrisch Leitend?
Ich würde eher elektrisch nichtleitenden Draht verwenden,
das bringt mehr Abwechslung ins Alltagsleben.
Ach was, der Trennt geht eh weg von Kupferleitungen hin zu Glasfaser. :)
Zu meiner Studienzeit gab es noch keine fertigen Platinen von der Uni.
Es gab aber ein Laborraum mit Belichter und Ätzbad zum Selbermachen.
Merk schon, ganz viele Schlaue hier... -_-
Hätte ich das elektrisch Leitend nicht hingeschrieben,
hätte man mich damit aufgezogen
Das Labor bei uns bekommt definitiv eine Mail von mir.
Denke dass die Galvanik-Chemie schon arg gebraucht ist,
und spätenstens jetzt gewechselt werden müsste.
Mir ansich gings nur darum, dass ich schon bereits
die Platinen bestückt habe, und ich eigentlich keine Lust habe
auf Ersatz zu warten, und dann alles entlöten und dann neu löten...
In der Zeit kann ich auch die Vias selbst reparieren...
Die Frage ist, was geht am schnellsten.
Auch wenn ich mich gerade über die Seitenhiebe ärgere...
Danke für die Antworten
Florian schrieb:> Auch wenn ich mich gerade über die Seitenhiebe ärgere...
Soweit es die LP-Herstellung betrifft, gib sie ruhig an die zuständigen
Herren weiter.
Georg
Florian schrieb:> Hallo zusammen,> bin gerade dabei eine Platine zu bestücken, bzw. bin eigentlich fertig.> Irgendwie liefen die nicht wie sie sollten,> und da ist mit aufgefallen, das einige Vias tot sind,> d.h. nicht durchkontaktiert sind.>> Nun habe ich die Platine aus der Uni bezogen,> die werden "hergestellt", aber es werden keine weiteren Tests> durchgeführt. Reklamieren ist nicht drinne,> bzw. ich müsste die kompletten Bauteile neubestellen...>> Meine Frage an Euch ist, wie kann ich am besten selbst,> die Vias durchkontaktieren?> Oder wie kann ich am besten "durchlöten"?>> Es ist nervig alleine Vias einzelnt zu prüfen,> sodass ich prinzipiell alle befüllen möchte>> Danke schonmal für die Hilfe
von LPKF gibt/gab es eine Paste, die für sowas verwendbar ist. Die wird
in die DK gedrückt und dann wieder herausgezogen. Das was am Bohrrand
haftet wird dann im Backrohr gehärtet.
Ruf dort an, Fragen kostet nix.
Und beim nächsten mal wendest Du dich an Ätzwerk oder so, kostet nicht
viel und wird ordentlcih geliefert. (Ja, ich bin dort Kunde)
MiWi
Florian schrieb:> n der Zeit kann ich auch die Vias selbst reparieren...> Die Frage ist, was geht am schnellsten.
Draht (z. B. aus Litze) und anlöten. Das mit dem Durchdrücken der Paste
geht auch nur, wenn noch ausreichend Durchmesser gegebn und die Platine
noch nicht bestückt ist (was ich vermute).
Leitfähiger Kleber (z.B. MGChemicals 8330 oder 8330S, Silber-Epoxidharz)
wäre vielleicht eine Option (relativ teuer). Normaler Silberleitlack?
Würde da aber nicht allzu viel erwarten...
Dünnen Draht gibt's in alten IDE-Kabel, 80-poligen (keine Litzen,
zumindest in denen, die ich hier habe). "Gern" genutzt, um an Prototypen
rumzuflicken...
Arc N. schrieb:> Leitfähiger Kleber (z.B. MGChemicals 8330 oder 8330S, Silber-Epoxidharz)
Oha - Danke für die Vorschläge - werde das bei Gelgenheit mit meinen
2Layer-Boards von der LPKF testen, denn das Drahtstücke löten nervt...
MiWi
Georg schrieb:> Aber> vermutlich handelt es sich um geschenkte Gäule, da kann man halt nichts> brauchbares verlangen. Ist aber für eine Uni ein jämmerliches Bild.
full ack!
lg Heiner
Arc N. schrieb:> Dünnen Draht gibt's in alten IDE-Kabel, 80-poligen (keine Litzen,> zumindest in denen, die ich hier habe). "Gern" genutzt, um an Prototypen> rumzuflicken...
Jede handelsübliche Litze besteht aus einzelnen, dünnen Äderchen. Da
hier keine Isolation gebraucht wird nimmt man sich einfach ein Stück
solches Material, Isoliert vielleicht 10cm ab und dröselt dann das
Aderbündel auf. Schon hat man genug Kupferdrähtchen für 2 Platinen und
Löten lässt es sich auch super, wenn die Litze nicht in den letzten 10
Jahren im feuchten Keller lag und bereits komplett schwarz, oder noch
besser, grün, ist.
Nieten oder Leitlacke kann man alles vergessen, wenn es lange halten
soll. Für einen Prototypen zur Not mal okay, für alles andere Schrott.
Draht durch und auf beiden Seiten verlöten ist noch die beste
Alternative zu einem ordentlichen galvanischen Via.
Und was du jetzt suchst nennt man Schaltdraht und sollte am besten
versilbertes Kupfer sein, damit man den auch gut löten kann. Geht bei
0,05 im Durchmesser los, damit passt der locker in deine Vias.