Hallo zusammen.
Ich möchte hier nur meine eigenen Erfahrungen wiedergeben.
Verzinnt habe ich noch nie, es ergab sich nie die Notwendigkeit.
In unseren 'dynamischen, jungen Jahren' waren wir so verwegen,
unsere Platinen zu versilbern!
Nur vorab: Anfragen zwecklos! Niemand Normalsterblicher wird
die Ingredienzien zusammen bekommen.
Selbst dann werde ich die Rezeptur nicht preisgeben.
> Kolophonium in iso geht gut. Wer nicht lange warten möchte bis es
> trocken ist: Mit dem Fön nachhelfen. Ca. eine Minute trocken fönen und
> gut is...
Es helfen auch ein paar Stunden auf der Heizung.
Wem Isoprop zu teuer ist, Brennspiritus tut es auch; es riecht
nur unangenehmer. Man munkelt von Rückständen auf der Platine.
Kann ich nicht bestätigen.
Jack schrieb:
> Gut lüften oder besser noch, dass mit dem Fön lassen. Wenn man Pech hat
> erzeugt man ein zündbares Alkohol-Luft Gemisch und der Fön (entweder die
> Heizwendel, die Motorkontakte oder der Schalter) zündet das Gemisch.
Wer hat dir denn diese Latrinenparolen nahe gebracht?
Überlege dir mal die Mengen:
Kolophonium Iprop 1:1
Das ergibt eine Pampe von in etwa der Konsistenz von flüssigem
Honig vom ALDI. Eigentlich für den praktischen Gebrauch schon zu dick.
Wir rechnen ja nur, sind wir grosszügig: 1 Teil Kolophonium, 2 Teile
Iprop.
Von dieser Mischung tust du nun 1ml auf ein Wattepad, dass das
Meisste davon aufnimmt. Und das schmierst du auf deine Platine.
Mal abgesehen davon, dass Kolophonium auch brennt..
> zündbares Alkohol-Luft Gemisch
Du bist heute morgen unfallfrei aufgestanden, das Licht im Bad
hast du ohne Schaden einschalten können, die Kaffeemaschine
eingeschaltet?...
Das ist das Problem der Laien: Wo es sinnlos ist, machen sie sich
Gedanken; wo es sinnvoll wäre, haben sie das Problem nicht verstanden.
Aus dem Rheinland:
'Nix für ungut'
73
Wilhelm
PS:
Mein Beitrag war ja an der Überschrift 'Platinen konservieren'
etwas vorbei.
Trotzdem:
Einschmieren mit Kolophoniumpampe, that's it.
Beizeiten macht man Platinen und sie verschwinden in der Versenkung.
Irgendwann findet sie man wieder; sie sehen aus, wie frisch aus
dem Ätzbad.