Es gibt viele Menschen, die träumen davon, alles stehen zu lassen und
einfach ihr Glück in der Ferne zu suchen & zu finden. Das Gras ist immer
etwas grüner auf der anderen Seite und das Wetter oft sehr viel besser.
Doch wer auswandern will, muss erst mal wissen, wohin! Was wären eure
primären Auswanderungsziele?
Ich würde nach Australien oder Kanada Auswandern.
Ja ich könnte auch manchmal alles hinschmeißen auf der Arbeit. Gerade
rein Zuhaus und heute ist wieder so ein Tag gewesen.
Max Bode schrieb:> Es gibt viele Menschen, die träumen davon, alles stehen zu lassen> und einfach ihr Glück in der Ferne zu suchen & zu finden.
Davon habe ich bisher nur welche auf dem Fernsehsender VOX gesehen
(Goodbye Deutschland).
Ich war schon in einigen Ländern der Welt, daher weiß ich mittlerweile,
dass ich auf jeden Fall hier bleibe; in Deutschland ist es wunderschön,
man ist sicher, der Verdienst für ein gutes Leben mehr als ausreichend.
> Das Gras ist> immer etwas grüner auf der anderen Seite und das Wetter oft sehr viel> besser.
Das Gras ist überhaupt nicht grüner, vielleicht für 3 Wochen im Urlaub,
aber nicht im Alltag.
Der positive Effekt durch besseres Wetter hat sich nach ein paar Monaten
Gewöhnung verflüchtigt.
> Doch wer auswandern will, muss erst mal wissen, wohin! Was wären> eure primären Auswanderungsziele?
Deutschland!
Schweden / Norwegen halte ich für die einzigen Länder mit (für Deutsche)
besseren Arbeitsbedingungen. Dafür nimmt man ein schlechteres Klima in
Kauf...
Die Schweiz wäre nicht uninteressant, aber dort "Untermensch" zu sein
muss man sich nicht antun.
STM32 schrieb im Beitrag #4770241:
> Die Schweiz wäre nicht uninteressant, aber dort "Untermensch" zu sein> muss man sich nicht antun.
Wie kommst Du auf dieses schmale Brett?
Habe einige Zeit in der Schweiz gearbeitet (CS), mit den
Schweizern hatte ich keine Probleme. Und als Untermensch hatte ich mich
auch nicht gefühlt.
Zur Eingangsfrage:
Südamerika, Paraguay!
Lebe hier nun schon mehr als 7 Jahre.
Mit der spanischen Sprache habe ich lange gekämpft.
Die ist inzwischen kein Problem mehr.
Und zurück nach DE kann ich mir nicht mehr vorstellen.
War zwischendurch einige Male in DE. NEIN DANKE!
Das geht für mich garnicht mehr. Die die in DE leben merken garnicht,
wie
sehr sie in ihrer Freiheit eingeschränkt sind.
Da ist doch alles, aber alles, mit Verordnungen und Gesetzen
überreguliert.
Von der (sinnlosen) Hektik die sie an den Tag legen, mal ganz abgesehen.
Ein kleiner Schwank zu "Goodbye Deutschland" oder aehnlichen Formaten.
Meine Frau und ich sind 2006 nach Australien ausgewandert und haben uns
spasseshalber bei einer Produktionsfirma beworben.
Bild und ein bischen Text gesendet und ueberraschenderweise wurden wir
auch recht schnell angerufen. Bei dem Telefoninterview kam folgendes
rum:
* Meine Frau kommt aus Singapur, spricht 5 Sprachen, incl Englisch
* Sie hat 5 Jahre im Ausland (Deutschland) gelebt und gearbeitet
* Ich spreche fliessend Englisch
* Habe 5 Jahre im Ausland (Singapur) gelebt und gearbeitet
Wir hatten Startkapital, meine Berufsanerkennung war durch und hatten
alle notwendigen Papiere fertig. Haben von Deutschland aus schon eine
Wohnung gemietet, Krankenversicherung abgeschlossen, Mietwagen
organisiert, usw.
Da sagt uns der Agent... Glueckwunsch und alles Gute. Aber wir waeren
fuer die Sendung ueberhaupt nicht geeignet. Die Sendung lebt von Drama,
Katastrophen, Schweiss, Blut und Traenen und wir waeren einfach zu gut
vorbereitet. Was soll denn da noch schief gehen? Das waere interessant
als wenn Familie Mueller von Muenchen nach Stuttgart umziehen wuerde.
Sie brauchen naive Leute die ohne Kapital, Berufsanerkennung und
Sprachkentnisse irgendwo stranden. Wo Leute abgezockt werden und Paare
sich trennen.
Soviel zu "Goodbye Deutschland". Ich seh die Sendung ab und zu immer
noch gern.
Ach ja... als Arbeitnehmer im technischen Bereich macht bitte einen
grossen Bogen um Australien. Hier passiert nicht wirklich viel in diesem
Bereich.
CSIRO (aehnlich wie Fraunhofer) wird kaputtgespart, Autoindustrie wurde
komplett eingestellt, es vergeht kaum eine Woche ohne das eine Firma die
Tueren schliesst. Der Trend ist ein wenig besser dieses Jahr aber alles
andere als gut.
Wer sich umschauen moechte.... https://www.seek.com.au/
LG
Deutschland ist wunderschön :)
Auch wenn es hier manchmal anstrengend ist und man sich durchbeißen muss
- ich würde diesem Land nie meinen Rücken zukehren! Für einen Exilhessen
in NRW ist das schon schockierend genug ;)
Wenn es die Möglichkeit gäbe, dann würde ich eventuell folgende
Prioritäten setzen:
Norwegen/Schweden > Frankreich > UK > USA > Kanada > A/NZ > restl. EU >>
Japan > Südkorea >> Südamerika >> Asien/Ozeanien >>>>>>>> naher
Osten/arabische Länder >>>>>>>>>>>>>>>> Afrika = Schweiz = Österreich
Sorry wegen Schweiz und Österreich, aber aufgrund von persönlichen
Erfahrungen halte ich von diesen Ländern als Auswanderungsziele nicht
sehr viel. Ich würde mich dort nicht sehr wohl fühlen. Ansonsten sind
die oben aufgeführten Länder/Kontinente sehr hübsche Reiseziele.
qsxdrthn schrieb:> Ich habe ein paar Jahre USA hinter mir. Seitdem sind solche Gedanken> wesentlich seltener geworden.
Erzähl mal mehr.
Farin U. schrieb:> Sie brauchen naive Leute die ohne Kapital, Berufsanerkennung und> Sprachkentnisse irgendwo stranden. Wo Leute abgezockt werden und Paare> sich trennen.>> Soviel zu "Goodbye Deutschland". Ich seh die Sendung ab und zu immer> noch gern.
Wundert dich das?
In einem Forum gab es dazu auch einen Beitrag, da ist ein
Handwerks-Meister nach Dänemark ausgewandert, im realen Leben recht
harmlos, Sprache wird gesprochen, Job vor Ort vorhanden, Wohnung bereits
angemietet. ...
Im Fernsehen sind die dann auf Glück und ohne Sprachkenntnisse
ausgewandert. Wird ja sonst langweilig, mit wenig Unterhaltungswert
USA würde mich interessieren, aber nicht auf Dauer.
Skandinavien eher nur für März-September.
Komplett die Koffer für immer packen, eher nicht.
Kanada würde mich reizen, vor allem wegen der Natur, sonst vielleicht
allerhöchstens noch Australien.
US hat mir einen zu perversen Kapitalismus, UK bietet eigentlich nichts
was Deutschland nicht auch hätte, Neuseeland ist am Arsch der Welt...
Und für den Rest bin ich zu faul eine neue Sprache zu lernen. ;)
In Kanada muss Elektronik CSA zerifiziert sein. Das bedeutet die Tests
machen. Keine Selbstdekalration.
Zum Einen ist der Markt fuer Spezialitaeten ausgetrocknet, zum Anderen
muss man fuer die Tests auch happig abdruecken.
Heisst fuer mich - Kanada wuerd ich deswegen nicht beruecksichtigen. Die
Natur dort kann ich auch so anschauen.
Farin U. schrieb:> Ein kleiner Schwank zu "Goodbye Deutschland" oder aehnlichen Formaten.> ...> Da sagt uns der Agent... Glueckwunsch und alles Gute. Aber wir waeren> fuer die Sendung ueberhaupt nicht geeignet. Die Sendung lebt von Drama,> Katastrophen, Schweiss, Blut und Traenen und wir waeren einfach zu gut> vorbereitet. Was soll denn da noch schief gehen? Das waere interessant> als wenn Familie Mueller von Muenchen nach Stuttgart umziehen wuerde.>> Sie brauchen naive Leute die ohne Kapital, Berufsanerkennung und> Sprachkentnisse irgendwo stranden. Wo Leute abgezockt werden und Paare> sich trennen.>> Soviel zu "Goodbye Deutschland". Ich seh die Sendung ab und zu immer> noch gern.
Ja, aber das war zu erwarten. Erfreulicherweise haben sie aber auch
einige genommen, die gut vorbereitet waren ;-) Und wenn sie etwas in
Richtung Hotel etc. unternommen haben, dann profitieren sie natürlich
massiv von der Werbung bei VOX.
Aber selbst mit diesem Hintergrund sieht man einige Dinge (die mir von
meinen Kontakten im Ausland im Grunde bestätigt werden):
1.) die, die es schaffen, haben sich gründlich vorbereitet und hatten
vor allem hier schon ein leidliches Auskommen.
2.) Sie sprechen bereits die Sprache oder beginnen sofort damit, sie zu
lernen
3.) Diese Leute arbeiten mindestens so viel wie wir hier - eher
deutlich mehr.
4.) Selbst diese Leute haben große Probleme mit Bürokratie und
Mentalität.
Mein Fazit: wer es hier nicht schafft, schafft es woanders auch nicht.
Denn dort sind die Bedingungen deutlich härter.
Ich kenne ja schon einige Länder und liebe sie teilweise auch - aber man
sollte öfter mal die rosarote Brille ablegen. Insbesondere wird es dann
interessant, wenn es dort mal nicht mehr so rund läuft, sprich
medizinische Versorgung und die Versorgung im Alter.
Ich könnte mir vorstellen, später vielleicht über den Winter 3-4 Monate
irgendwo im Süden (Mittelmeer/Afrika etc.) zu residieren - mit nettem
Häuschen.
Aber dauerhaft auswandern? Nein. Hier habe ich mein soziales Umfeld,
meine Verwandten und Freunde, spreche die Sprache perfekt, habe dieselbe
Mentalität - und einen funktionierenden Staat mit sehr guter
Infrastruktur. Ich kann mir momentan kein besseres Land für mein Leben
vorstellen. Ja, es gibt auch hier Probleme - aber die gibt es woanders
auch - und noch mehr davon.
Wunderbaren und preiswerten Urlaub kann man übrigens auch in DE machen.
Habe ich erst dieses Jahr wieder erfahren dürfen :-)
P.S.: Unsere Tochter ist wirklich sehr großer Spanienfan, war dort ein
Jahr im Erasmus-Programm. Und nein, die war dort nicht zum Saufen und
F..... sondern um tatsächlich die Spanier kennenzulernen (daher auch ein
Provinznest als Unistandort) und die Sprache zu lernen - und sie war
danach auf C2. Und selbst sie sagt, dass sie dort erst gemerkt hat, wie
unterschiedlich bereits dort die Mentalität im Vergleich zur hiesigen
ist. "Mañana, mañana" war anfangs noch lustig, alles schön locker. Aber
irgendwann ging ihr das dann doch sehr auf den Wecker, wenn
Verabredungen und Termine einfach überhaupt nicht eingehalten wurden
oder man gerne mal zwei Stunden zu spät kam. Natürlich gilt das nicht
für alle spanischen Regionen, aber das einfache Beispiel zeigt, dass
das, was einem im Urlaub vielleicht gefällt, im Alltag sehr zermürbend
werden kann. Und das war "bloß" Spanien, also Europa.
USA oder Kanada, nicht weil ich glaube, dass es besser wäre, aber
anders im Sinne, dass es meinen Grundüberzeugungen deutlich näher
steht als die deutsche Mentalität.
Oh D. schrieb:>> .. dass es meinen Grundüberzeugungen deutlich näher> steht als die deutsche Mentalität.>> Zum Beispiel ?
Hast du noch nie einen politischen Beitrag von D.I. gelesen? Dagegen ist
The Donald ein radikaler Linker.
Oh D. schrieb:> Zum Beispiel ?
Im Wesentlichen der Vollkaskogedanke, der Gedanke der Staat müsse alles
regeln, usw. ich bin mehr ein Freund von Eigenverantwortung und dem
Leitsatz "Soviel Staat wie nötig, sowenig Staat wie möglich".
Ludwig schrieb:> Hast du noch nie einen politischen Beitrag von D.I. gelesen? Dagegen ist> The Donald ein radikaler Linker.
Na das ist ein bisschen übertrieben, dass ich wertetechnisch der FDP am
nächsten stehe, ist wahrlich kein Geheimnis, die praktische Ausführung
der Partei als Lobbypartei im politischen Alltag ist jedoch leider ein
Desaster.
In Amerika würde ich die Libertären wählen ;)
Stefan schrieb:> Ja ich könnte auch manchmal alles hinschmeißen auf der Arbeit.qsxdrthn schrieb:> Ich habe ein paar Jahre USA hinter mir. Seitdem sind solche Gedanken> wesentlich seltener geworden.
Ist leider beides richtig. Oft enden Wunschvorstellungen im Gegenteil
von dem was man erreichen wollte.
USA, bestimmt nicht.
50.000.000 keine Krankenversicherung
40.000.000 leben in Armut
Mehr Tote in den letzten 50 Jahren durch Schusswaffen als in allen
Kriegen, die die USA geführt oder teilgenommen hat (Incl. des Civil
Wars!). Siehe:
http://www.jetzt.de/usa/statistik-anzahl-der-toten-durch-schusswaffen-in-den-usa-hoerer-als-zahl-von-kriegsopfern
In 9 Monaten alleine über 700 Erschossene durch die Polizei.
Dagagen ist die Gefahr durch Terrorismus der so gehypt wird geradezu
lächerlich.
Ohne das jetzt versucht zu haben auszurechnen ist es sehr wahrscheinlich
ein höheres Risiko 4 Wochen Urlaub in USA zu machen als hier in
Deutschland übers ganze Jahr einem Terrorangriff zum Opfer zu fallen.
Einzelne Amerikaner sind nett, ich habe Freunde drüben, aber der
Business dort ist völlig durchgeknallt, genauso wie das Rechtssystem!
Chris D. schrieb:> "Mañana, mañana" war anfangs noch lustig, alles schön locker. Aber> irgendwann ging ihr das dann doch sehr auf den Wecker, wenn> Verabredungen und Termine einfach überhaupt nicht eingehalten wurden> oder man gerne mal zwei Stunden zu spät kam. Natürlich gilt das nicht> für alle spanischen Regionen, aber das einfache Beispiel zeigt, dass> das, was einem im Urlaub vielleicht gefällt, im Alltag sehr zermürbend> werden kann. Und das war "bloß" Spanien, also Europa.
Du musst im Urlaub in solchen Regionen gleich am ersten Tag
prophylaktisch meckern und reklamieren.
In der Zwischenzeit fallen Dir dann die Dinge auf,
um die Du feilschen kannst ;)
Der Andere schrieb:> USA, bestimmt nicht.>> 50.000.000 keine Krankenversicherung> 40.000.000 leben in Armut
Fühlst du dich dieser Gruppe zugehörig? Dann ist Hartz 4 natürlich
besser.
Der Andere schrieb:> In 9 Monaten alleine über 700 Erschossene durch die Polizei.
Hast du vor kriminell zu sein?
In Berlin werden tagtäglich Autos abgefackelt und im Görlitzer Park
findet man alles für berauschende Erlebnistrips, aber das mindert meine
Lebensqualität hier zu leben in keinster Weise und das ist vermutlich
auch bei allen andern so die nicht in Berlin leben.
Ich habe jedenfalls nicht vor in den USA im Slum zu leben und mich einer
Bande anzuschließen.
qsxdrthn schrieb:> Ich habe ein paar Jahre USA hinter mir. Seitdem sind solche> Gedanken> wesentlich seltener geworden.>> qsxdrthn
Wenn ich in den USA leben würde, dann würde ich mir auch keine Gedanken
darüber machen auszuwandern. Oder war die Antwort anders zu verstehen?
D. I. schrieb:> Der Andere schrieb:>> In 9 Monaten alleine über 700 Erschossene durch die Polizei.>> Hast du vor kriminell zu sein?
Klar, es werden nur Kriminelle erschossen. Hast du deinen Kopf im Sand,
nimmst du Nachrichten nur selektiv wahr?
Wahrscheinlicher ist, dir fehlen einfach sachliche Argumente gegen meine
Aussagen.
Das ist schwach, auf der Ebene brauchen wir nicht weiter zu diskutieren
:-)
Max Bode schrieb:> Was wären eure primären Auswanderungsziele?
Australien. Das Land, die Menschen, die Natur und die Tiere sind einfach
fantastisch.
Freilich steht und fällt das Ganze mit einem gescheiten Job. Und da
sieht es in Europa in Sachen Softwareentwicklung einfach besser aus.
Der Andere schrieb:> Klar, es werden nur Kriminelle erschossen.
Von der Polizei? Ja meistens schon. Die allermeisten tödlichen Schüsse
galten natürlich kriminellen. Auch die welche kontrovers diskutiert
wurden. Zwar waren die oftmals nicht bewaffnet sind aber bei Kontrollen
vor der Polizei geflüchtet und waren auch tatsächlich kriminell.
Kein Szenario wo ein unbescholtener Bürger so einfach hineingeraten
kann.
Cyblord -. schrieb:> Zwar waren die oftmals nicht bewaffnet sind aber bei Kontrollen> vor der Polizei geflüchtet
Das ist ja gerade die Perversion: Jemandem in den Rücken zu schießen,
der vor Dir flieht und der absolut gar keine Bedrohung für Dich ist.
> und waren auch tatsächlich kriminell.
Ja, er hatte zum Beispiel den Unterhalt an seine Ex-Frau nicht gezahlt.
Dafür verdient man es natürlich erschossen zu werden. :-(
In Ausland (auch in Amiland)
habe ich viel öfters aufgeschlossenere Leute getroffen als in D.
Kroatien, da sind die Leute öfters nur bescheuert.
Aber:
Fragt hier einer einen Ausländer aus freien Stücken, woher man kommt?
selbst in der UBahn wird man schon mal angesprochen.
In USA wird schon mal ein Augenblick an der Kasse inne gehalten:
"hey cool ur German - my Daddy served there"
-ja ich weiss man ist dort ziemlich deutschaffin,
gegenüber anderen mag es anders sein.
hier in D kommt es mir so vor als "Dümpelt" jeder am liebsten
nur so vor sich hin, so in der Art von:
"halt die Fresse, lass mich bloss in Ruhe" (á la Schildkröte)
Ein Ausländer hier an einer Kasse:
schnell schnell mach hin und sieh zu dass Du weg kommst.
● J-A V. schrieb:> Aber:> Fragt hier einer einen Ausländer aus freien Stücken, woher man kommt?> selbst in der UBahn wird man schon mal angesprochen.> In USA wird schon mal ein Augenblick an der Kasse inne gehalten:> "hey cool ur German - my Daddy served there"> -ja ich weiss man ist dort ziemlich deutschaffin,> gegenüber anderen mag es anders sein.>> hier in D kommt es mir so vor als "Dümpelt" jeder am liebsten> nur so vor sich hin, so in der Art von:> "halt die Fresse, lass mich bloss in Ruhe" (á la Schildkröte)>> Ein Ausländer hier an einer Kasse:> schnell schnell mach hin und sieh zu dass Du weg kommst.
Das ist etwas, das mich an Deutschland tatsächlich sehr stört. Die Leute
sind so isoliert voneinander. Das ist in vielen anderen Ländern wirklich
besser.
Mark B. schrieb:> Das ist ja gerade die Perversion: Jemandem in den Rücken zu schießen,> der vor Dir flieht und der absolut gar keine Bedrohung für Dich ist.
Tja nicht überall kann man halt mit Polizisten machen was man will und
dafür völlig straffrei ausgehen. Das geht nur bei uns.
Da kommt dann in Nachrichten: "Polizei von 100 Mitgliedern ein
Großfamilie umringt und bedroht. Keine Festnahmen."
Da wundert man sich schon.
Auch wenn die Polizei in den USA oftmals über die Stränge schlägt,
funktioniert das dort mit dem Respekt vor der Staatsmacht doch noch
deutlich besser. Eben weil die nicht lange Fackeln und sich nicht von
jedem auf der Nase rumtanzen lassen.
> Ja, er hatte zum Beispiel den Unterhalt an seine Ex-Frau nicht gezahlt.> Dafür verdient man es natürlich erschossen zu werden. :-(
Nein, aber du wirst zugeben, dass Flucht vor der Polizei schon nicht so
der normale Alltag darstellt oder? Und darum geht's ja.
Ich hatte mal in einer Ami-Talkshow im Hotel so ein Letterman-Zeugs o.ä.
gesehen, da hatten die erklärt das die Polizei in Deutschland in einem
Jahr 90 scharfe Schüsse abgegeben hatte.
Danach kam dann ein Bericht über einen Fall wo 4 Polizisten einen
Drogendealer in einem Vorort von einer Ami-Großstadt mit 90 Schüssen
zersiebt hatten.
Was man den Amis aber lassen muss: die haben weniger Gesprächstabus und
einen anderen Debattierstil. Da kann man auch mit jemandem der total
andere Ansichten hat heftig über Politik, Religion und sonstwas streiten
und nachher noch ein Bier trinken gehen und super zusammenarbeiten. Es
gibt auch keine Hemmungen direkt mal zu sagen wie hoch das eigene
Familienjahresbruttoeinkommen ist.
Chris F. schrieb:> Danach kam dann ein Bericht über einen Fall wo 4 Polizisten einen> Drogendealer in einem Vorort von einer Ami-Großstadt mit 90 Schüssen> zersiebt hatten.
Und der Drogendealer war sicher unbewaffnet und unschuldig.
Familienvater von 4 kranken Kindern und durch die Umstände des miesen
Sozialsystems praktisch gezwungen Drogen zu verhökern und sich tief im
kriminellen Milieu zu suhlen.
In D hätte man ihn zu 9 Monaten auf Bewährung verurteilt, mit
anschließender Therapie und Gesprächskreis und praktisch zum Opfer
stilisiert.
PS: 90 Schüsse kommt mir jetzt aber ein wenig viel vor. Aber es gab
Fälle wo man schon den Kopf schütteln konnte, wie viele Schüsse da
abgefeuert wurden um jemanden zur Strecke zu bringen.
Chris F. schrieb:> Es> gibt auch keine Hemmungen direkt mal zu sagen wie hoch das eigene> Familienjahresbruttoeinkommen ist.
Das ist sehr regionabhängig, aber ja ich weiß was du meinst und stimme
da Mark auch zu.
Immerhin in meinem direkt Umfeld konnte ich dieses Pseudotabu einreißen
:)
>Wahrscheinlicher ist, dir fehlen einfach sachliche Argumente gegen meine>Aussagen.
Hier ein sachliches Argument, was das Bild von Schusswaffen in den USA
etwas abmildert...
>Die allermeisten tödlichen Schüsse>galten natürlich kriminellen.
Eben nicht. Zwischen 2004 und 2014 gab es rund 350000 Tote durch
Schusswaffen in den USA, davon aber 207502 Selbstmorde! Also 60% der
Toten sind Selbstmorde!
Wenn du nicht vor hast, Selbstmord zu begehen und auch nicht vor hast
kriminell zu werden, dann musst du ehrlicherweise die Zahl der
Schusswaffentoten um diese Effekte bereinigen um zu einer Aussage zu
kommen, wie hoch dein persönliches Risiko ist, von einer Schusswaffe
getötet zu werden.
D. I. schrieb:> Leitsatz "Soviel Staat wie nötig, sowenig Staat wie möglich"
Das interessante bei Leuten mit diesem Leitsatz ist ja, dass sie extrem
flexibel sind wo die Grenze zwischen Statt und nicht Staat liegen soll.
Wem es heute gut geht, der argumentiert mit dem Satz dafür, dass er
egoistisch alles behalten kann. Wenn er dann plötzlich (das plötzlich
ist wichtig) nächste Woche unverschuldet in die Armut abrutscht dann
wird die Grenze fix dahin verschoben, dass für DIESE Situation dann doch
der Staat zu helfen hat. Wo kämen wir sonst hin?!
Das "plötzlich" ist wichtig, weil der Unterschied dann auffällt. Wer
langsam abrutscht bleibt beim neoliberalen Glauben, wie der Frosch der
im Wasser langsam verkocht. So werden in Amerika weiterhin 1,5 Millionen
Kinder obdachlos sein weil es einfach keinen juckt. Die sind nach dem
wahren neoliberalen Glauben nämlich alles selber schuld.
Cyblord -. schrieb:> Familienvater von 4 kranken Kindern und durch die Umstände des miesen> Sozialsystems praktisch gezwungen Drogen zu verhökern und sich tief im> kriminellen Milieu zu suhlen.
millionen andere "tief unten" machen das aber nicht...
Cyblord -. schrieb:> In D hätte man ihn zu 9 Monaten auf Bewährung verurteilt, mit> anschließender Therapie und Gesprächskreis und praktisch zum Opfer> stilisiert.
Jugendliche Straftäter (schwer erziehbar, ADHS etcpp)
werden noch mit ein paar "Sozialen Wochen" in finnischen Wäldern
belohnt.
wenn ich so dort leben wollen würde, müsste ich einiges bezahlen.
wat kost 'ne Waldhütte...
Bernhard schrieb:>>Wahrscheinlicher ist, dir fehlen einfach sachliche Argumente gegen meine>>Aussagen.>> Hier ein sachliches Argument, was das Bild von Schusswaffen in den USA> etwas abmildert...>>>Die allermeisten tödlichen Schüsse>>galten natürlich kriminellen.>> Eben nicht. Zwischen 2004 und 2014 gab es rund 350000 Tote durch> Schusswaffen in den USA, davon aber 207502 Selbstmorde! Also 60% der> Toten sind Selbstmorde!
Ich schrieb das obige Zitat mit dem Zusatz "Von der Polizei?".
Wenn schon zitieren, dann bitte mit Kontext.
Jack schrieb:> Wenn er dann plötzlich (das plötzlich> ist wichtig) nächste Woche unverschuldet in die Armut abrutscht dann> wird die Grenze fix dahin verschoben, dass für DIESE Situation dann doch> der Staat zu helfen hat.
Es gibt international allerlei kulturelle Unterschiede. Darunter auch in
der Frage, ob man ein Scheitern eher sich selbst oder eher anderen
zuschreibt. Dein "unschuldig" ist oft ein recht subjektives Kriterium.
Und es gibt sehr wohl Unterschiede, ob man bei Problemen automatisch
Anspruch an den Staat erhebt.
... Übrigens: Wenn man die Nicht-Selbstmord Schusswaffentoten der USA
auf die Einwohner von Deutschland herunterrechnet, dann ergeben sich
etwa 3600 Tote pro Jahr, das entspricht etwa der Anzahl an Verkehrstoten
in Deutschland.
Bernhard schrieb:>>Wenn schon zitieren, dann bitte mit Kontext.>> OK sorry das ist mir auf die Schnelle entgangen
Das liegt aber auch daran, da0 er von den über 30000 Toten durch
Schusswaffen pro jahr sich einfach nur die 700 raussucht für seine
Argumentation.
Cyblord, warst du überhaupt schon mal in den USA? Falls ja auch
ausserhalb von All inclusive und Reisegruppe?
>Äpfel und Birnen...
Trotzdem geeignet, um sich die Größenordnung klar zu machen. Wer Angst
vor Schusswaffen in den USA hat, sollte eine gleich große Angst vor
jeder Autofahrt in D haben.
Dass ein Auto einen Nutzwert hat, der höher ist als der einer
Schusswaffe in Privathaushalten ist natürlich korrekt.
Der Andere schrieb:> Cyblord, warst du überhaupt schon mal in den USA? Falls ja auch> ausserhalb von All inclusive und Reisegruppe?
Ja und Ja.
Nur was soll das überhaupt aussagen? Ich wurde offensichtlich nicht
erschossen. Stützt also meine Argumentation. Auch wenn diese Sichtweise
natürlich quatsch wäre.
Oder beziehst du dich auf den Respekt vor der Polizei? Nun dann mache
mal den Selbstversuch und pöble in den USA einen Polizisten an.
Das subjektive Empfinden über die Situation beim (Dauer-) Aufenthalt in
einem Staat deckt sich nicht notwendigerweise mit den Meldungen, die man
über diesen Staat im Ausland lesen kann.
Wo man lebt, dort erlebt man den Alltag. Wovon man liest, davon erfährt
man praktisch nur die Extreme.
Mark B. schrieb:> Das ist etwas, das mich an Deutschland tatsächlich sehr stört. Die Leute> sind so isoliert voneinander. Das ist in vielen anderen Ländern wirklich> besser.
Offenheit ist aber auch sehr regionenabhängig. In Köln muss man sich
bspw. schon sehr anstrengen, nicht mit Nachbarn oder Fremden in Kontakt
zu kommen. Die Eifel hier ist ein anderes Thema ;-)
Als wir im Sommer in Ostfriedland unterwegs waren, da wurden wir fast
permanent von Fremden angesprochen und uns Hilfe angeboten. Das hätte
ich nicht erwartet, weil irgendwie das Vorurteil existiert, das wären
Eigenbrötler. Aber es ist genau andersherum: ich kenne sonst keine
Gegend hier in DE, in der die Leute so offen auf einen zugehen und so
hilfsbereit sind. Das gibt es also auch hier in DE :-)
Davon abgesehen muss man auch oberflächliche Höflichkeit von echtem
Interesse unterscheiden. Ersteres mag ich bspw. gar nicht - dann lieber
etwas distanzierter, aber ehrlich.
Ich habe festgestellt: es liegt zum großen Teil auch an einem selbst.
Wenn niemand einen ersten Schritt wagt und alle jammern, wie
unpersönlich es doch zugeht, dann wird das auch nix :-)
Wir haben bspw. viel Besuch aller Altersklassen, oft auch mal über
Nacht. Und so etwas entwickelt sich dann auch weiter: man besucht sich
gegenseitig, knüpft mehr und mehr, durchaus innige Kontakte.
Selbstverständlich kriegen die auch unseren Hausschlüssel, wenn sie hier
Urlaub machen möchten, während wir selbst weg sind. Ist auch praktisch:
Haus ist bewohnt, Pflanzen versorgt und die haben eine kostenlose
Bleibe.
Ähnlich läuft es andersrum.
Oder auch einfach mal die Nachbarn fragen, ob sie zum Grillen/Glühwein
rüberkommen.
Sehr gut kommt es auch immer an, wenn man sich als neuer Nachbar kurz
vorstellt. Man kennt sich dann direkt, grüßt sich, kann den anderen
etwas einordnen usw.
Nicht auf andere warten - selbst anfangen! Dann hat man auch Kontakt.
Ich bin Schweizer, lebe in der Schweiz. Am liebsten würde ich nach
Deutschland auswandern.
Ich hatte 1.5 Jahre in San Francisco gelebt und gearbeitet. Nie wieder!
Grüsse,
René
René H. schrieb:> Ich bin Schweizer, lebe in der Schweiz. Am liebsten würde ich nach> Deutschland auswandern.
Da würde mich die Begründung doch sehr interessieren.
> Ich hatte 1.5 Jahre in San Francisco gelebt und gearbeitet. Nie wieder!
Hier auch!
Cyblord -. schrieb:> Nun dann mache> mal den Selbstversuch und pöble in den USA einen Polizisten an.
Dann werde ich mit Gewaltanwendung verhaftet und lande erst mal zwischen
Schwerverbrechern. Ist es das was du möchtest?
Möchtest du in einem Land leben in dem man eingetrichtert bekommt: Wenn
dich die Polizei anhält, lege deine Hände aufs lenkrad und bleibe rugig
sitzen, nicht daß du von einem nervösen polizisten erschossen wirst?
Prima, dann wandere aus.
Übrigens daß bei Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr oder Sanitäter nicht
besser durchgegriffen wird ist auch mir zuwieder, siehe auch:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article152465749/Schaulustige-bejubeln-Brand-in-Asylheim-in-Bautzen.html
> ansonsten bleibe ich wo mein Hintern grad ist, kann mir nicht> vorstellen, dass es irgendwo besser sein sollte...
das liegt daran, daß Du andere Länder nicht kennst bzw. deren Vorzüge -
natürlich gibt auch Nachteile.
Cyblord -. schrieb:> René H. schrieb:>> Ich bin Schweizer, lebe in der Schweiz. Am liebsten würde ich nach>> Deutschland auswandern.>> Da würde mich die Begründung doch sehr interessieren.
Nicht nur Dich. Es ist interessant, mal die Meinung von jemandem mit
einem Blick von außen auf unser Land zu lesen.
>> Ich hatte 1.5 Jahre in San Francisco gelebt und gearbeitet. Nie wieder!>> Hier auch!
Hier ebenso! :-)
Der Andere schrieb:> Dann werde ich mit Gewaltanwendung verhaftet und lande erst mal zwischen> Schwerverbrechern. Ist es das was du möchtest?
Klar. Das wird dir eine Lehre sein. Es kann nicht sein, dass man völlig
straf- du folgenlos so was tun darf. Und wenn eine Strafe folgt, dann
Monate später und nicht mehr als ein Witz.
> Möchtest du in einem Land leben in dem man eingetrichtert bekommt: Wenn> dich die Polizei anhält, lege deine Hände aufs lenkrad und bleibe rugig> sitzen, nicht daß du von einem nervösen polizisten erschossen wirst?
Habe ich das gesagt? Natürlich ist in den USA nicht alles besser. Aber
die Polizei kann sich auf jeden Fall besser durchsetzen. Du solltest mal
lernen auf differenzierte Aussagen einzugehen, statt bei kleinsten
Stichwort die "wandere-doch-aus-Keule" zu zücken.
> Übrigens daß bei Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr oder Sanitäter nicht> besser durchgegriffen wird ist auch mir zuwieder, siehe auch:> https://www.welt.de/politik/deutschland/article152465749/Schaulustige-bejubeln-Brand-in-Asylheim-in-Bautzen.html
Ach? Habe ICH was anderes geschrieben? Und WIE willst du das tun ohne
härter durchzugreifen?
warm muss es sein, das ganze Jahr über.
Und wenn ich die meiste Energie brauche,
darf die so gut es geht gerne von der Sonne kommen.
mich würde eine wüstenartige Gegend reizen.
Cyblord -. schrieb:> as wird dir eine Lehre sein. Es kann nicht sein, dass man völlig> straf- du folgenlos so was tun darf.
Was tun darf? Falsch abgebogen sein? 10mph zu schnell gefahren?
Cyblord -. schrieb:> Ach? Habe ICH was anderes geschrieben? Und WIE willst du das tun ohne> härter durchzugreifen?
Lesen hilft, ich hatte dir in dem Punkt grundsätzlich ZUGESTIMMT!
Jack schrieb:> Das interessante bei Leuten mit diesem Leitsatz ist ja, dass sie extrem> flexibel sind wo die Grenze zwischen Statt und nicht Staat liegen soll.>> Wem es heute gut geht, der argumentiert mit dem Satz dafür, dass er> egoistisch alles behalten kann. Wenn er dann plötzlich (das plötzlich> ist wichtig) nächste Woche unverschuldet in die Armut abrutscht dann> wird die Grenze fix dahin verschoben, dass für DIESE Situation dann doch> der Staat zu helfen hat. Wo kämen wir sonst hin?!>> Das "plötzlich" ist wichtig, weil der Unterschied dann auffällt. Wer> langsam abrutscht bleibt beim neoliberalen Glauben, wie der Frosch der> im Wasser langsam verkocht. So werden in Amerika weiterhin 1,5 Millionen> Kinder obdachlos sein weil es einfach keinen juckt. Die sind nach dem> wahren neoliberalen Glauben nämlich alles selber schuld.
Das ist ein durchaus berechtigter Einwand. Bigotterie ist aber auf kein
konkretes Leitbild beschränkt. Bigotterie wirst du immer dort finden wo
Menschen am Werk sind, egal ob Kapitalismus, Liberalismus, Sozialismus,
Kommunismus, etc., das liegt erstmal in der menschlichen Natur.
Ich persönlich bin der Meinung, der Staat soll sich um Themen kümmern
die man nicht 100% unter ein wirtschaftliches Diktat stellen kann (also
zwingend gewinnbringend sein müssen). Das sind für mich die Themen
Gesundheit, Bildung, innere & äußere Sicherheit und Infrastruktur, dort
muss kontinuierlich investiert werden um am Ball zu bleiben ohne einen
sofortigen ROI zu erwarten, das ist für mich Staatsaufgabe und dafür
sind Steuern gedacht. Darüberhinaus bin ich der Meinung, dass wir
fortschrittlich genug sind, dass wir es uns leisten können, niemanden
verhungern zu lassen und ein Dach über den Kopf zu bieten (ja ich bin
ein Freund des Solidarprinzips). Ab dann beginnt für mich die
Eigenverantwortlichkeit.
Cyblord -. schrieb:> Habe ich das gesagt? Natürlich ist in den USA nicht alles besser. Aber> die Polizei kann sich auf jeden Fall besser durchsetzen. Du solltest mal> lernen auf differenzierte Aussagen einzugehen, statt bei kleinsten> Stichwort die "wandere-doch-aus-Keule" zu zücken.>
Wenn sie das kann, fragt man sich natürlich schon, warum die
Kriminalitätsrate deutlich höher ist als bei uns. Ich glaube da nicht
dran, die Polizei in den USA hat lediglich deutlich mehr Angst als bei
uns und greift deswegen so hart durch.
>> Übrigens daß bei Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr oder Sanitäter nicht>> besser durchgegriffen wird ist auch mir zuwieder, siehe auch:>>> https://www.welt.de/politik/deutschland/article152465749/Schaulustige-bejubeln-Brand-in-Asylheim-in-Bautzen.html>> Ach? Habe ICH was anderes geschrieben? Und WIE willst du das tun ohne> härter durchzugreifen?
Siehe oben. Das Eine hat mit dem Anderen nicht allzu viel zu tun.
Gruss
Axel
Spaminator schrieb:> qsxdrthn schrieb:>> Ich habe ein paar Jahre USA hinter mir. Seitdem sind solche>> Gedanken>> wesentlich seltener geworden.>>>> qsxdrthn>> Wenn ich in den USA leben würde, dann würde ich mir auch keine Gedanken> darüber machen auszuwandern. Oder war die Antwort anders zu verstehen?
Nein, ich bin seit über 10 Jahren wieder in D und hier ist es in vieler
Hinsicht besser. Aber zu Einzelheiten äußere ich mich nicht in
Internetforen.
qsxdrthn
@J-A VdH ? (Firma: On The Heath) (desinfector)
>warm muss es sein, das ganze Jahr über.>Und wenn ich die meiste Energie brauche,>darf die so gut es geht gerne von der Sonne kommen.>mich würde eine wüstenartige Gegend reizen.
Dann geh in den Sinai und arbeite am Roten Meer in der Touribranche.
Been there, done that. War ne Superzeit, aber halt auch endlich (ca. 9
Monate).
Kerbela schrieb:> Nur 75 Morde in D-Land? Kaum zu glauben.
Durch Schusswaffen! Ich hatte die Quellen verlinkt. Keine Garantie auf
Fehlerfreiheit, ich hatte nur mal kurz im Internet recherchiert. Du
darfst gerne bessere Zahlen und Quellen präsentieren.
Glauben hilft hier wenig.
Axel L. schrieb:> Wenn sie das kann, fragt man sich natürlich schon, warum die> Kriminalitätsrate deutlich höher ist als bei uns. Ich glaube da nicht> dran, die Polizei in den USA hat lediglich deutlich mehr Angst als bei> uns und greift deswegen so hart durch.
Weil das durchschnittliche Lebensniveau dort niedriger ist als bei uns;
mehr Armut bedeutet höhere Tendenz zur Kriminalität.
Ansonsten kann ich durchaus Verständnis haben für eine erhöhte
Sensibilität seitens der Polizei. Ich habe mich schon unwohl gefühlt,
als ich mal unwissender Weise in einem nicht so guten Viertel abends im
Walmart einkaufen war.
Das ist was für mich charakteristisch in Amerika ist, die Extreme in
alle Richtungen schlagen viel weiter aus als bei uns. Wir sind in weiten
Teilen sowohl nach unten als auch oben gemäßigtes Mittelmaß im Vergleich
dazu. Da du nun als Polizist eher seltener mit der Oberschicht im
Streifenalltag zu tun hast, besteht der Arbeitsalltag aus vielen richtig
kaputten Typen.
D. I. schrieb:> Das ist was für mich charakteristisch in Amerika ist, die Extreme in> alle Richtungen schlagen viel weiter aus als bei uns.
Genau das wollte ich oben darstellen und ist ein Grund warum ich in so
einer Gesellschaft nicht dauerhaft leban möchte.
Zumal dort
D. I. schrieb:> Ich persönlich bin der Meinung, der Staat soll sich um Themen kümmern> die man nicht 100% unter ein wirtschaftliches Diktat stellen kann (also> zwingend gewinnbringend sein müssen). Das sind für mich die Themen> Gesundheit, Bildung, innere & äußere Sicherheit und Infrastruktur, dort> muss kontinuierlich investiert werden um am Ball zu bleiben ohne einen> sofortigen ROI zu erwarten, das ist für mich Staatsaufgabe und dafür> sind Steuern gedacht. Darüberhinaus bin ich der Meinung, dass wir> fortschrittlich genug sind, dass wir es uns leisten können, niemanden> verhungern zu lassen und ein Dach über den Kopf zu bieten (ja ich bin> ein Freund des Solidarprinzips).
genau das zu einem Großteil nicht erfüllt ist.
D. I. schrieb:> Axel L. schrieb:>> Wenn sie das kann, fragt man sich natürlich schon, warum die>> Kriminalitätsrate deutlich höher ist als bei uns. Ich glaube da nicht>> dran, die Polizei in den USA hat lediglich deutlich mehr Angst als bei>> uns und greift deswegen so hart durch.>> Weil das durchschnittliche Lebensniveau dort niedriger ist als bei uns;> mehr Armut bedeutet höhere Tendenz zur Kriminalität.
Das durchschnittliche Lebensniveau ist im Gegenteil deutlich höher als
bei uns. Aber ich gebe Dir recht, dass die Ausreisser drastischer sind.
> Ansonsten kann ich durchaus Verständnis haben für eine erhöhte> Sensibilität seitens der Polizei. Ich habe mich schon unwohl gefühlt,> als ich mal unwissender Weise in einem nicht so guten Viertel abends im> Walmart einkaufen war.
Natürlich habe ich da Verständnis für, jeder angehaltene Autofahrer
könnte eine Waffe haben, das ist in Deutschland eher unwarscheinlich.
Aber all dieses marxialische Auftreten, die extrem hohen Strafen haben
nicht zu einer niedrigeren Kriminalitätsrate geführt. Da finde ich es
schon deutlich besser, dass die Polizei in Deutschland die Dinge eher
ruhiger angeht.
Gruss
Axel
Kerbela schrieb:> Nur 75 Morde in D-Land? Kaum zu glauben.
viele werden systembedingt* garnicht erst als Morde erkannt.
* = kaputtgespart, zu wenig Personal etcp
Der Andere schrieb:> Bernhard schrieb:>> Trotzdem geeignet, um sich die Größenordnung klar zu machen. Wer Angst>> vor Schusswaffen in den USA hat, sollte eine gleich große Angst vor>> jeder Autofahrt in D haben.>> Das Äpfel mit Birnen kommt jetzt aber von dir! Seiöser wäre:>> In USA ca. 320.000.000 Einwohner, in D ca. 80.000.000 also 4:1> Tote Polizisten durch Schusswaffen p.A.: USA: > 100 D: ca.2 50:1> Tote durch Verkehrsunfälle p.A. : USA: ca. 30.000 D: ca. 3500 10:1> Tote durch Schusswaffen p.A.: USA: ca. 30000 D: 70 (+750) ca. 40:1>> (Die 750 sind Selbstmorde, laut Angabe von dir in USA ca 20000> Selbstmorde)> Also bleiben Morde:> USA 10000 D: 75 also > 100:1
Du hast jetzt glaube ich Schusswaffenmorde USA gegen Schusswaffenmorde
in D verglichen, aus Mangel an Schusswaffen in D werden die Morde hier
halt anders durchgeführt.
Die USA haben laut Wikipedia in 2012 14827 Morde und Deutschland 662 in
2011 also einwohnerbereinigt liegt Faktor 5 dazwischen.
Ansonsten stimme ich deinen Zahlen zu.
Der Andere schrieb:> Genau das wollte ich oben darstellen und ist ein Grund warum ich in so> einer Gesellschaft nicht dauerhaft leban möchte.> Zumal dort
Im Alltag lebst du ja nicht in der Gesellschaft als abstraktes Gebilde
sondern hast ein konkretes Umfeld und das ist was zu einem Großteil
relevant ist. Ob das nun der Slum, der piefige Vorort, ein New Yorker
Szeneviertel, eine Mormonengemeinschaft, etc. ist liegt ja in deiner
Hand. Ost/Westküste und Mittlerer Westen sind zwei völlig
unterschiedliche Welten beispielsweise.
Der Andere schrieb:> genau das zu einem Großteil nicht erfüllt ist.
Das ist richtig, dafür gibts ja noch Kanada. ;) Nein im Ernst, wenn der
Staat dies nicht erfüllt, dann muss man aber immer noch betrachten was
für Möglichkeiten es gibt dies anderweitig zu bedienen. Für
Hochqualifizierte sind das keine wirklich relevanten Themen, da läuft
das und die Firma blecht und man hat die Mittel für private Vorsorge.
Axel L. schrieb:> Das durchschnittliche Lebensniveau ist im Gegenteil deutlich höher als> bei uns. Aber ich gebe Dir recht, dass die Ausreisser drastischer sind.
Woran machst du das fest, vielleicht gehen wir von unterschiedlichen
Standpunkten aus?
Axel L. schrieb:> Natürlich habe ich da Verständnis für, jeder angehaltene Autofahrer> könnte eine Waffe haben, das ist in Deutschland eher unwarscheinlich.> Aber all dieses marxialische Auftreten, die extrem hohen Strafen haben> nicht zu einer niedrigeren Kriminalitätsrate geführt. Da finde ich es> schon deutlich besser, dass die Polizei in Deutschland die Dinge eher> ruhiger angeht.
Ich glaube niemand glorifiziert das Auftreten der dortigen Polizei.
Justiz und Polizei sind ja auch keine Präventionswerkzeuge gegen
Kriminalität. Und Strafmaße spielen in Momenten in denen eine Affekttat
ausgeführt wird eher keine Rolle.
> Cyblord -. schrieb:>> as wird dir eine Lehre sein. Es kann nicht sein, dass man völlig>> straf- du folgenlos so was tun darf.> Was tun darf? Falsch abgebogen sein? 10mph zu schnell gefahren?
Es ging doch ums anpöbeln auf offener Straße.
> Lesen hilft, ich hatte dir in dem Punkt grundsätzlich ZUGESTIMMT!
Und mir gleichzeitig zum auswandern geraten.
> Ich glaube niemand glorifiziert das Auftreten der dortigen Polizei.> Justiz und Polizei sind ja auch keine Präventionswerkzeuge gegen> Kriminalität. Und Strafmaße spielen in Momenten in denen eine Affekttat> ausgeführt wird eher keine Rolle.
Genau. Niemand hat behauptet dass dies Auswirkungen auf die Kriminalität
hat.
In den USA wird auch von Seiten der Justiz viel weniger auf das WARUM
eingegangen. Einerseits müsste bei uns zwar auch das Motiv des Täters
und sonstige Kindheitstraumata bei der Urteilsfindung etwas in den
Hintergrund treten, andererseits finde ich es gut, dass bei uns immer
ermittelt wird was wirklich passierte. Auch bei einem frühen Geständnis.
Wer sich in den USA schuldig bekennt skipped sozusagen die
Beweisaufnahme.
Ich würde ganz gerne mit einem großem Budget etwas an der Grenze des
elektronisch Machbaren entwickeln.
Dazu müßt ich wohl in die USA gehen und dort in den Bereich Avionik,
Radar, SIGINT einsteigen. Oder in Deutschland bleiben - allerdings bei
kleineres Budget und immer nur zweiter auf diesem Gebiet.
Ordner schrieb:> Dazu müßt ich wohl in die USA gehen und dort in den Bereich Avionik,> Radar, SIGINT einsteigen. Oder in Deutschland bleiben - allerdings bei> kleineres Budget und immer nur zweiter auf diesem Gebiet.
In dem Gebiet könnte evt. Israel auch noch eine Option sein.
Auch nicht gerade ruhiger dort :-)
Der Andere schrieb:> In dem Gebiet könnte evt. Israel auch noch eine Option sein.> Auch nicht gerade ruhiger dort :-)
Israel hat aber auch eine rigide Einwanderungspolitik :) Das gehts
gleich mal los mit ordentlich Hebräisch pauken.
Michael B. schrieb:> ● J-A V. schrieb:>> Fragt hier einer einen Ausländer aus freien Stücken, woher man kommt?>> Nein, das ist politically incorrect.
häh? warum sollte es das sein?
D. I. schrieb:> Der Andere schrieb:>> In dem Gebiet könnte evt. Israel auch noch eine Option sein.>> Auch nicht gerade ruhiger dort :-)>> Israel hat aber auch eine rigide Einwanderungspolitik :) Das gehts> gleich mal los mit ordentlich Hebräisch pauken.
Nicht für Orthodoxe, die lehnen Ivrit ab. Bei der Einwanderung ist der
Stammbaum der Ehefrau wichtiger. Deshalb kommt Israel nicht in Frage.
D. I. schrieb:> Der Andere schrieb:>> genau das zu einem Großteil nicht erfüllt ist.>> Das ist richtig, dafür gibts ja noch Kanada. ;) Nein im Ernst, wenn der> Staat dies nicht erfüllt, dann muss man aber immer noch betrachten was> für Möglichkeiten es gibt dies anderweitig zu bedienen. Für> Hochqualifizierte sind das keine wirklich relevanten Themen, da läuft> das und die Firma blecht und man hat die Mittel für private Vorsorge.
Hallo D. I., du bist doch angeblich für das Solidarprinzip?
Wenn du das Thema ausschließlich für deine persönliche Situation
bewertest (Hochqualifizierte), könntest du ja gleich in einen
Unrechtsstaat auswandern, solange du nur zu den Privilegierten zählst.
Würdest du das wirklich? Nein, ich glaube nicht. Man muss schon das
gesamte Bild einer Gesellschaft betrachten, nicht nur einen kleinen
Ausschnitt. Bei dieser Betrachtungsweise schneiden dann nämlich auch die
meisten europäischen Länder wesentlich besser ab als die USA.
René H. schrieb:
Grüess di René,
> Ich bin Schweizer, lebe in der Schweiz. Am liebsten würde ich nach> Deutschland auswandern.>
Am besten mit einer schweizer Rente, die dreimal höher ist, als ein
durchschnittliches deutsches Nettoeinkommen. ;) :)
Zum Vergleich: In D bekommen Neurentner im Durchschnitt 1.050 €
Altersrente.
Mit hohem, gesichertem Einkommen läßt sich´s überall gut leben.
Zur Sinnfrage: CH ---> D Gründe?
> Ich hatte 1.5 Jahre in San Francisco gelebt und gearbeitet. Nie wieder!
Waren die Mieten zu hoch? :)
Salut
Jo S
Ordner schrieb:> D. I. schrieb:>> Der Andere schrieb:>>> In dem Gebiet könnte evt. Israel auch noch eine Option sein.>>> Auch nicht gerade ruhiger dort :-)>>>> Israel hat aber auch eine rigide Einwanderungspolitik :) Das gehts>> gleich mal los mit ordentlich Hebräisch pauken.>> Nicht für Orthodoxe, die lehnen Ivrit ab. Bei der Einwanderung ist der> Stammbaum der Ehefrau wichtiger. Deshalb kommt Israel nicht in Frage.
Naja Israel ist halt ultra rassistisch und faschistoid. Ich war ja nun
wegen meiner Bekannten ein paar mal dort, also Leben will ich da nicht
unbedingt.
Henry G. schrieb:> Naja Israel ist halt ultra rassistisch und faschistoid. Ich war ja nun> wegen meiner Bekannten ein paar mal dort, also Leben will ich da nicht> unbedingt.
Wo wart Ihr da?
Tel Aviv soll nicht ultra rassistisch und faschistoid sein.
@Rick McGlenn (rick-nrw)
>> Naja Israel ist halt ultra rassistisch und faschistoid. Ich war ja nun>> wegen meiner Bekannten ein paar mal dort, also Leben will ich da nicht>> unbedingt.>Wo wart Ihr da?>Tel Aviv soll nicht ultra rassistisch und faschistoid sein.
Auch der Rest des Landes ist es nicht mal ansatzweise. Been there, seen
it.
Aber leider neigt der Durchschnittsdeutsche gern und oft zur
Übertreibung, vor allem wenn eine Sache seinen kleinen, linksdrehenden,
politischen Horizont übersteigt (was nur allzuschnell erreicht ist). Da
ist auch Polen mal ganz fix rechtsradikal ;-)
René H. schrieb:> Ich hatte 1.5 Jahre in San Francisco gelebt und gearbeitet. Nie wieder!
Du hast Dich wahrtscheinlich nicht an die Bedienungsanleitung für San
Francisco gehalten, die Scott McKenzie verfasst hat:
For those who come to San Francisco
Be sure to wear some flowers in their hair
If you come to San Francisco
Summertime will be a love-in there
https://www.youtube.com/watch?v=bch1_Ep5M1s
------------------------------------------------------------------------
-
Ich würde, wenn ich jetzt auswandern wollte, versuchen, nach Chile zu
kommen. Als ich damals die Möglichkeit hatte, sah ich keinen Grund.
Heute sieht das anders aus. In den USA allerdings würde ich nicht einmal
tot über dem Gartenzaun hängen wollen.
MfG Paul
Falk B. schrieb:> linksdrehenden, politischen Horizont
Sorry aber völlig unnötiger politisierender Kommentar.
Es ist ziemlich egal, ob du auf dem linken oder dem rechten Auge blind
bist, beides ist Scheiße!
Der Andere schrieb:> Es ist ziemlich egal, ob du auf dem linken oder dem rechten Auge blind> bist, beides ist Scheiße!
Wohl dem, der da ausgebildeter Zyklop ist.
:)
mfG Paul
1991 oder xxx waren mit unserem Kind und Wohnwagen in Österreich
unterwegs.
Spät am Abend am Campingplatz eingetroffen ca. 20.00--> kleinerer
Campingplatz am Attersee und sollten einen der letzten Plätze beziehen.
Alle umgebenden Stellplatzinhaber haben uns ohne Aufforderung sofort
geholfen den Wohnwagen an den richtigen Platz zu schaffen.
btw. ein älterer Österreicher sagte damals zu uns " es freut Ihn, das
endlich die Grenzen offen sind und man sich zwischen Bayern und
Österreich einfach überall ohne diverse Kontrollen sich bewegen kann".
Dieser Mann war zur damaligen Zeit 78 Jahre alt.
Mein Respekt dem älteren Herren gegenüber.
Und Ja Austria ist für Münchner eigentlich Heimat und so werden wir auch
behandelt.
Großes Lob an unser Nachbarland
>Cyblord :>>Der Andere schrieb:>> Klar, es werden nur Kriminelle erschossen.>Von der Polizei? Ja meistens schon. Die allermeisten tödlichen Schüsse
galten natürlich kriminellen. Auch die welche kontrovers diskutiert
wurden. Zwar waren die oftmals nicht bewaffnet sind aber bei Kontrollen
vor der Polizei geflüchtet und waren auch tatsächlich kriminell.
Kein Szenario wo ein unbescholtener Bürger so einfach hineingeraten
kann.
Der Cyblord ist am Traeumen. Eine Schlagzeile waere zB : Schwarzer hatte
das absolut unwahrscheinliche Glueck zweimal ueber dieselbe Strasse zu
gehen, ohne erschossen zu werden. Die Polizei ist sehr schiesswuetig.
Speziell gegenueber Schwarzen. Auch wenn man nicht Schwarz ist, gibt's
immer wieder aeh, Sekundaerschaeden.
Erst schiessen, nachher fragen. Der Begriff sich bedroht fuehlen ist
eher weit gefasst. Ein Polizist, oder auch eine Gruppe Polizisten
duerfen sich auch von einem Wegrennenden oder am Boden liegenden bedroht
fuehlen, und den dann Platt machen. Wie auch immer.
Eigentlich darf man sich nur in Gruppen bewegen, wobei jeder eine oder
zwei Go-Pro laufen hat. Die Ueberlebenden haben's dann auf Video
festgehalten.
JJ schrieb:> Irgendwo Richtung Skandinavien; oder Island vielleicht.
Wenn der lange dunkle Winter dort nicht wäre und die doch relativ schwer
zu lernende Sprache.
Island wäre mir doch zu weit ab vom Schuss, ist eher was für den Urlaub
:-)
radiostar schrieb:> Daß US-Polizisten oft zu drastischen Mitteln greifen,> liegt an ihrer extrem schlechten Ausbildung.
Ach, das will ich nicht mal sagen. Es gibt durchaus sympathische Leute,
die sich ausbilden lassen. Als Beispiel nenne ich einmal "Sad" und ich
glaube fest, daß es hier im Forum von Leuten mit der gleichen Mentalität
nur so wimmelt:
https://www.youtube.com/watch?v=0OnEsRiWLd0#t=1m55s
MfG Paul
Bin nach Schweden gegangen. Kein Stress, bessere work-life Balance,
bessere Familienunterstützung und einfach kein hierarchisches
arbeitsprinzip.
Ich komme nicht mehr wieder
Falk B. schrieb:> @Rick McGlenn (rick-nrw)>>>> Naja Israel ist halt ultra rassistisch und faschistoid. Ich war ja nun>>> wegen meiner Bekannten ein paar mal dort, also Leben will ich da nicht>>> unbedingt.>>>Wo wart Ihr da?>>Tel Aviv soll nicht ultra rassistisch und faschistoid sein.>> Auch der Rest des Landes ist es nicht mal ansatzweise. Been there, seen> it.> Aber leider neigt der Durchschnittsdeutsche gern und oft zur> Übertreibung, vor allem wenn eine Sache seinen kleinen, linksdrehenden,> politischen Horizont übersteigt (was nur allzuschnell erreicht ist). Da> ist auch Polen mal ganz fix rechtsradikal ;-)
Schließe mich deinem Beitrag an.
GermanIngAbroad schrieb:> Bin nach Schweden gegangen. Kein Stress, bessere work-life Balance,> bessere Familienunterstützung und einfach kein hierarchisches> arbeitsprinzip.>> Ich komme nicht mehr wieder
Darf ich fragen wo in Schweden? Zur Zeit ist auffällig wenig
Berichterstattung zu lesen über das Vorbildland, das war vor einigen
Monaten noch anders.
Qwertz schrieb:> Hallo D. I., du bist doch angeblich für das Solidarprinzip?
Das bin ich.
>> Wenn du das Thema ausschließlich für deine persönliche Situation> bewertest (Hochqualifizierte), könntest du ja gleich in einen> Unrechtsstaat auswandern, solange du nur zu den Privilegierten zählst.> Würdest du das wirklich? Nein, ich glaube nicht. Man muss schon das> gesamte Bild einer Gesellschaft betrachten, nicht nur einen kleinen> Ausschnitt. Bei dieser Betrachtungsweise schneiden dann nämlich auch die> meisten europäischen Länder wesentlich besser ab als die USA.
Ich fühle mich nicht priviligiert, da ich nicht mit dem goldenen Löffel
im Mund geboren wurde, und in was für einen Unrechtsstaat sollte ich
auswandern wollen?
Tatsache ist, USA ist ein IT-Land und einer der besten Orte für
Informatiker zum Arbeiten in Bezug aufs Angebot, ähnlich wie es
Deutschland für Ings. ist. Außerdem mache ich keinen Hehl daraus, dass
ich zunächst einmal daran arbeite, dass es meiner Familie und mir gut
geht und für mich bedeutet das, das Maximale aus meiner Profession
rauszuholen, da fallen für mich so Punkte ob jemand über den Haufen
geschossen wird erstmal nicht sehr stark ins Gewicht. Dies hat aber
überhaupt nichts damit zu tun, dass ich ein Freund des Solidarprinzips
bin (welches die USA in der Tat nicht in diesem Maße bietet wie D), ich
passe mich lediglich den Gegebenheiten des Landes an, da ich nicht in
der Position bin diese zu ändern.
Ich sage weder das D schlecht ist, noch dass die USA besser seien, aber
für mich sehe ich jenseits des Teichs das größere Potenzial, das
beinhaltet natürlich auch, dass ich mich irren kann mit dieser Annahme.
Der Andere schrieb:> JJ schrieb:>> Irgendwo Richtung Skandinavien; oder Island vielleicht.>> Wenn der lange dunkle Winter dort nicht wäre und die doch relativ schwer> zu lernende Sprache.
Die skandinavischen Sprachen und die deutsche Sprache sind nicht soooooo
weit entfernt voneinander. Viele Wörter sind ähnlich, die Satzstellung
auch.
https://hejsweden.com/schwedisch-lernen-faq/
D. I. schrieb:> für mich sehe ich jenseits des Teichs das größere Potenzial
Ich warte ganz ungeduldig auf dich. Jeden Tag gehe ich zum
Einreiseschalter am Flughafen und halte stundenlang ein Schild "D. I.
grotesque" hoch. Niemand kommt. Gehe immer ganz traurig nach Hause...
Mark B. schrieb:> Die skandinavischen Sprachen und die deutsche Sprache sind nicht soooooo> weit entfernt voneinander. Viele Wörter sind ähnlich, die Satzstellung> auch.
Richtig. Auch die finnische Sprache ist recht logisch aufgebaut:
z.B. Sonnenuntergang -> Hell sinki
MfG Paul
Dipl.- G. schrieb:> D. I. schrieb:>>> für mich sehe ich jenseits des Teichs das größere Potenzial>> Ich warte ganz ungeduldig auf dich. Jeden Tag gehe ich zum> Einreiseschalter am Flughafen und halte stundenlang ein Schild "D. I.> grotesque" hoch. Niemand kommt. Gehe immer ganz traurig nach Hause...
Er sagt ja auch direkt "das beinhaltet natürlich auch, dass ich mich
irren kann mit dieser Annahme".
Von Dir hat man solche Worte noch nie gehört ;-)
@ Mark Brandis (markbrandis)
>Die skandinavischen Sprachen und die deutsche Sprache sind nicht soooooo>weit entfernt voneinander. Viele Wörter sind ähnlich, die Satzstellung>auch.
Stimmt!
http://wanderclub.net/Schwedisch-Lexikon.htm
Orakel Debakel
Dipl.- G. schrieb:> Ich warte ganz ungeduldig auf dich. Jeden Tag gehe ich zum> Einreiseschalter am Flughafen und halte stundenlang ein Schild "D. I.> grotesque" hoch. Niemand kommt. Gehe immer ganz traurig nach Hause...
Das glaube ich dir sofort :) Leider erkennen die Amis das in Deutschland
bewährte Modell des Passwegwerfens nach Grenzübertritt nicht an
(populistisch!), daher schauen wir mal welche der drei für mich
realistischsten Optionen als Erste eintritt: DV, H-1B oder E-2 (mh
andererseits hat unsere Nachbarin nen USA-Pass, aber ob diese Option
meiner Frau taugt, da bin ich mir unsicher)
D. I. schrieb:>> Darf ich fragen wo in Schweden? Zur Zeit ist auffällig wenig> Berichterstattung zu lesen über das Vorbildland, das war vor einigen> Monaten noch anders.
Grossstadt an der Westküste. Arbeite beim OEM. Gut hier hat man 40h
Wochen, aber dennoch ganz anderes Arbeitsklima. Naja was meinst du? Hier
diskutiert man immer noch die Flüchtlingskrise und die
Schwedendemokraten sind immer noch bei 20%. Gibt immer noch keine klaren
Mehrheitsverhältnisse und wird es auch nicht geben.
Dann will ich die Fragen beantworten.
Meine Partnerin ist aus Deutschland, ich verbringe praktisch jedes
Wochenende in Deutschland. Mir sind also die Löhne und
"Lebensgewohnheiten" durch Verwandte und Bekannte bekannt.
Mein Freundeskreis besteht fast nur aus Deutschen.
Weshalb also Deutschland. Die Deutschen haben eine sehr offene
Lebensart, man kann mit ihnen einfach mal einen Spass haben. Für uns
Schweizer ist das praktisch nicht möglich. Ich weiss, dass viele das
hier nicht so sehen, aber ihr wisst gar nicht wie friedlich das ist.
Natürlich habe ich auch Idioten erlebt, die habe ich aber hier auch.
Jo S schrieb:> Am besten mit einer schweizer Rente, die dreimal höher ist, als ein> durchschnittliches deutsches Nettoeinkommen. ;) :)>> Zum Vergleich: In D bekommen Neurentner im Durchschnitt 1.050 €> Altersrente.>> Mit hohem, gesichertem Einkommen läßt sich´s überall gut leben.
Monetäres interessiert mich bei dem Entscheid erst mal nicht. Dafür gibt
es immer eine Lösung.
Jo S schrieb:>> Ich hatte 1.5 Jahre in San Francisco gelebt und gearbeitet. Nie wieder!>> Waren die Mieten zu hoch? :)
Die Mieten waren damals noch in Ordnung (das war vor 25 Jahren). Nein,
die einzigen Zeitgenossen mit denen man sich vernünftig Unterhalten
konnte, waren die Tunten (das soll jetzt nicht despektierlich sein,
zumindest nicht gegenüber den Tunten).
René H. schrieb:> Dann will ich die Fragen beantworten.> Meine Partnerin ist aus Deutschland, ich verbringe praktisch jedes> Wochenende in Deutschland. Mir sind also die Löhne und> "Lebensgewohnheiten" durch Verwandte und Bekannte bekannt.>> Mein Freundeskreis besteht fast nur aus Deutschen.>> Weshalb also Deutschland. Die Deutschen haben eine sehr offene> Lebensart, man kann mit ihnen einfach mal einen Spass haben. Für uns> Schweizer ist das praktisch nicht möglich. Ich weiss, dass viele das> hier nicht so sehen, aber ihr wisst gar nicht wie friedlich das ist.> Natürlich habe ich auch Idioten erlebt, die habe ich aber hier auch.
Wirklich interessant, das mal von "draußen" zu hören. Das Bild ist dann
oftmals ein ganz anderes als das vieler Landsleute hier (allerdings sind
das auch üblicherweise diejenigen, die nicht viel in der Welt
rumgekommen sind).
Die Kontakte, die ich bisher mit Schweizern hatte, waren fast alle sehr
nett und die wirklich persönlichen auch herzlich und humorvoll.
Ich weiss aber wohl, dass die Schweizer selbst über diejenigen in der
"deutschen Schweiz" sagen, sie wären extrem steif.
Grundsätzlich ist das Bild Deutschlands in anderen Ländern fast gar
nicht negativ besetzt und witzigerweise werden immer die Dinge genannt,
die viel hier als die Verkörperung des Spießigen gelten: Sauberkeit,
Ordnung, Pünktlichkeit, Fleiß, funktionierende Verwaltung und
Infrastruktur.
Man selbst würde - wohl auch typisch deutsch ;-) - sagen: "Ja, aber ..."
> Monetäres interessiert mich bei dem Entscheid erst mal nicht. Dafür gibt> es immer eine Lösung.
Eine sehr erfreuliche Ansicht - gefällt mir :-)
Vielleicht noch zu Schweden:
Kein Vorteil ohne Nachteil - die medizinische Versorgung bspw. ist
schlechter als hier. Ein ausgewanderter Arzt (war das auch bei Vox?)
drückte es mal so aus: "Arzt bin ich lieber hier, Patient wäre ich ganz
klar lieber in Deutschland".
Und dann natürlich Dunkelheit + Kälte :-/
Schön finde ich aber den Brauch, zusammen mit Freunden/Nachbarn ins Fass
zu steigen :-)
René H. schrieb:> Weshalb also Deutschland. Die Deutschen haben eine sehr offene> Lebensart, man kann mit ihnen einfach mal einen Spass haben. Für uns> Schweizer ist das praktisch nicht möglich. Ich weiss, dass viele das> hier nicht so sehen, aber ihr wisst gar nicht wie friedlich das ist.> Natürlich habe ich auch Idioten erlebt, die habe ich aber hier auch.
Wenn ich mir die Schweizer ansehe, die im Sommer in Basel im Rhein
schwimmen, dann habe ich nicht den Eindruck dass die keinen Spaß haben
können.
Im Gegenteil: Diese Art von Spaß ist in Deutschland undenkbar. "Das geht
doch nicht, einfach so im Fluss schwimmen, das ist doch gefährlich,
Gesetze Verbote Regelungen bla bla..." :-(
Ich habe mich zwar noch nicht ernsthaft mit dem Gedanken getragen
auszuwandern aber für mich wäre Irland die erste Wahl.
Die Leute dort sind angenehm, Sprache ist englisch, EU Mitglied,
Bezahlung sollte auch OK sein. Vom Wetter würde ich die Wahl am
wenigsten abhängig machen, dort ist es allerdings auch recht angenehm
und bisschen Regen stört mich nicht.
Das einzig negative sind deren komische Wasserarmaturen.
Mark B. schrieb:> Im Gegenteil: Diese Art von Spaß ist in Deutschland undenkbar. "Das geht> doch nicht, einfach so im Fluss schwimmen, das ist doch gefährlich,> Gesetze Verbote Regelungen bla bla..." :-(
Nö, hier schwimmen viele in Rhein und Mosel (und in der Weser hab ich es
auch schon öfter gesehen) - und nicht nur im Sommer. Das Schwimmen ist
auch nur an wenigen Plätzen verboten. Wir sind da sehr oft mit dem
Tandem unterwegs und das sind keine Einzelfälle.
OT: Was wir aber für Spaß wirklich nicht empfehlen können ist der
Bodenseeradweg ab Konstanz Richtung Österreich auf der Schweizer Seite.
Ich habe ja Verständnis dafür, dass sie ihre Bahn lieben, aber der
Radweg muss dann nicht gefühlte 30km an der Bahnlinie entlanglaufen. Das
sind vielleicht 2-3 km, in denen man in der Nähe des Ufers fährt.
Richtiggehend steril und echt tote Hose - wir dachten zuerst, wir hätten
irgendeinen Schweizer Feiertag verpasst. War aber nicht so :-/ Da ist
die Spaßseite definitiv im Norden (bzw. dann ab Rheinzuflussdelta auf
der österreichischen Seite). Das sehen übrigens auch die meisten
Schweizer so und kommen zum Feiern alle rüber :-)
Chris D. schrieb:> Mark B. schrieb:>> Im Gegenteil: Diese Art von Spaß ist in Deutschland undenkbar. "Das geht>> doch nicht, einfach so im Fluss schwimmen, das ist doch gefährlich,>> Gesetze Verbote Regelungen bla bla..." :-(>> Nö, hier schwimmen viele in Rhein und Mosel (und in der Weser hab ich es> auch schon öfter gesehen) - und nicht nur im Sommer.
Direkt im Schiffsverkehr? Oder ist da eine Bahn für die Schwimmer
abgetrennt :-)
Mark B. schrieb:> Wenn ich mir die Schweizer ansehe, die im Sommer in Basel im Rhein> schwimmen, dann habe ich nicht den Eindruck dass die keinen Spaß haben> können.
Wenn man den Hochrhein entlang schippert findet man Badende zu beiden
Seiten. Der ist in weiten Teilen die Grenze zwischen D und CH.
Haie gibts dort zwar keine, aber Regeln schon:
http://www.kapo.tg.ch/xml_42/internet/de/application/d5385/f10078.cfm
Mark B. schrieb:>> Nö, hier schwimmen viele in Rhein und Mosel (und in der Weser hab ich es>> auch schon öfter gesehen) - und nicht nur im Sommer.>> Direkt im Schiffsverkehr?
Eine Spezialität der von Schweizern betriebenen Touristendampfer auf dem
Hochrhein ist Nudeln mit Hackfleisch.
Mark B. schrieb:> Chris D. schrieb:>> Mark B. schrieb:>>> Im Gegenteil: Diese Art von Spaß ist in Deutschland undenkbar. "Das geht>>> doch nicht, einfach so im Fluss schwimmen, das ist doch gefährlich,>>> Gesetze Verbote Regelungen bla bla..." :-(>>>> Nö, hier schwimmen viele in Rhein und Mosel (und in der Weser hab ich es>> auch schon öfter gesehen) - und nicht nur im Sommer.>> Direkt im Schiffsverkehr? Oder ist da eine Bahn für die Schwimmer> abgetrennt :-)
Man lässt sich gerne ein Stück des Weges ziehen ;-)
Nein, ernsthaft: das geht schon ganz gut im Uferbereich. Oftmals hat man
am Rhein auch Buhnen etc. - an der Mosel gerne mal Inseln, wo dann eh
nur an einer Seite vorbeigefahren werden kann. Es gibt natürlich auch
mit Bojen abgetrennte offizielle Badezonen mit Strandbereich.
Chris D. schrieb:> Das Schwimmen ist> auch nur an wenigen Plätzen verboten. Wir sind da sehr oft mit dem> Tandem unterwegs und das sind keine Einzelfälle.
Das ist ja noch anstrengender. Vor Allem, wenn das Wasser > 1,50 Meter
tief ist.
MfG Paul
> Autor: Max Bode (Gast)> Datum: 26.10.2016 23:06
Hi Mr. Troll
> In welche Länder könntet ihr euch vorstellen auszuwandern um dort> beruflich tätig zu werden?
Aha, Kopplung: logischerweise nur die Länder, wo Du nach Steuern
deutlich mehr verdienst als in Deutschland, also z.B. Schweiz, Norwegen,
etc.
> Was wären eure primären Auswanderungsziele?
da gibt es dann noch andere Länder
S. B. schrieb:>> Autor: Max Bode (Gast)>> Datum: 26.10.2016 23:06> Hi Mr. Troll>>> In welche Länder könntet ihr euch vorstellen auszuwandern um dort>> beruflich tätig zu werden?> Aha, Kopplung: logischerweise nur die Länder, wo Du nach Steuern> deutlich mehr verdienst als in Deutschland, also z.B. Schweiz, Norwegen,> etc.
Wie kommst Du auf die Idee, dass Du in Norwegen mehr vom Brutto übrig
hast? In den skandinavischen Ländern ist die Steuer- und Abgabenquote
traditionell hoch.
> In den skandinavischen Ländern ist die Steuer- und Abgabenquote> traditionell hoch.
In Deutschland ist die Steuer- und insbesondere Abgabenquote auch extrem
hoch; deswegen wollen sie alle nach Deutschland und Schweden, um
abzukassieren.
Die Nettolöhne müßte man dann noch genau vergleichen.
Wenn überhaupt dann ist der Mietspiegel in Skandinavien, etc. höher -
das kann gut sein.
Deswegen ist Auswandern ja auch so schwierig - wenn Du hier und jetzt
auch eine neue Wohnung suchen müßtest, würdest Du auch abkotzen bei den
jetzigen Preisen.
Auswandern ist ein Neustart - d.h. Du mußt mit Verlust hier alles
abbauen.
Und anderswo kommst Du ohne Geld gar nicht erst rein - das geht nur in
Deutschland.
S. B. schrieb:>> In den skandinavischen Ländern ist die Steuer- und Abgabenquote>> traditionell hoch.> In Deutschland ist die Steuer- und insbesondere Abgabenquote auch extrem> hoch; deswegen wollen sie alle nach Deutschland und Schweden, um> abzukassieren.> Die Nettolöhne müßte man dann noch genau vergleichen.> Wenn überhaupt dann ist der Mietspiegel in Skandinavien, etc. höher -> das kann gut sein.> Deswegen ist Auswandern ja auch so schwierig - wenn Du hier und jetzt> auch eine neue Wohnung suchen müßtest, würdest Du auch abkotzen bei den> jetzigen Preisen.> Auswandern ist ein Neustart - d.h. Du mußt mit Verlust hier alles> abbauen.> Und anderswo kommst Du ohne Geld gar nicht erst rein - das geht nur in> Deutschland.
In Schweden bezahlt man je nach Kommune in der man wohnt. Im Schnitt so
32%. Ab ca 36000 sek stattlig skatt 20% mehr und ab 50000 sek?! 50%
mehr.
Dafür zahlt der Arbeitgeber alle sozialbeiträge. Hinzu kommt noch die
Mehrwertsteuer von 25% und Nahrung ist auch um die 15%?!
Der Mietspiegel ist geringer als in Deutschland doch die letzten Jahre
auch ordentlich gestiegen. Das Problem ist, dass es ein zentrales
wartesystem für jede Stadt gibt für Mietwohnungen. In Stockholm kannst
du locker 10 Jahre auf ne Wohnung warten. Daher kaufen die Schweden
Wohnungen wie verrückt. Doch auch hier sind die Preise extrem
explodiert. Unter 300k Euro für ne 2 Zimmer Wohnung wird schwierig bis
unmöglich.
Um mal ein paar zu nennen, in denen einfach etwas fehlt:
Afghanistan
Albania
Algeria
American Samoa
Andorra
Angola
Anguilla
Antarctica
Antigua and Barbuda
Argentina
Armenia
Aruba
Azerbaijan
Bahamas
Bahrain
Bangladesh
Barbados
Belarus
Belize
Benin
Bermuda
Bhutan
Bolivia
Bosnia-Herzegovina
Botswana
Bouvet Island
Brazil
British Indian Ocean Territory
Brunei Darussalam
Burkina Faso
Burundi
Cambodia
Cameroon
Cape Verde
Cayman Islands
Central African Republic
Chad
Chile
China
Christmas Island
Cocos (Keeling) Islands
Colombia
Comoros
Congo
Cook Islands
Costa Rica
Cote D Ivoire
Djibouti
Dominica
Dominican Republic
East Timor
Ecuador
Egypt
El Salvador
Equatorial Guinea
Eritrea
Estonia
Falkland Islands (Malvinas)
Faroe Islands
Fiji
French Guiana
French Polynesia
French Southern Territories
Gabon
Gambia
Georgia, Republic of
Ghana
Gibraltar
Greenland
Grenada
Guadeloupe
Guam
Guatemala
Guinea
Guinea-bissau
Guyana
Haiti
Heard and Mc Donald Islands
Honduras
Hong Kong
India
Indonesia
Iraq
Israel
Jamaica
Japan
Jordan
Kazakhstan
Kenya
Kiribati
Kuwait
Kyrgyzstan
Laos
Lebanon
Lesotho
Liberia
Libya
Liechtenstein
Macau
Macedonia, Republic of
Madagascar
Malawi
Malaysia
Maldives
Mali
Marshall Islands
Martinique
Mauritania
Mauritius
Mayotte
Mexico
Micronesia, Federated States of
Moldova
Monaco
Mongolia
Montenegro
Montserrat
Morocco
Mozambique
Myanmar
Namibia
Nauru
Nepal
Netherlands Antilles
New Caledonia
Nicaragua
Niger
Nigeria
Niue
Norfolk Island
Northern Mariana Islands
Oman
Pakistan
Palau
Panama
Papua New Guinea
Paraguay
Peru
Philippines
Pitcairn
Puerto Rico
Qatar
Reunion
Russia
Rwanda
Saint Kitts and Nevis
Saint Lucia
Saint Vincent and the Grenadines
Samoa
San Marino
Sao Tome and Principe
Saudi Arabia
Senegal
Serbia
Seychelles
Sierra Leone
Singapore
Solomon Islands
Somalia
South Africa
South Georgia and the South Sandwich Islands
South Korea
Sri Lanka
St. Helena
St. Pierre and Miquelon
Suriname
Svalbard and Jan Mayen Islands
Swaziland
Taiwan
Tajikistan
Tanzania, United Republic of
Thailand
Togo
Tokelau
Tonga
Trinidad and Tobago
Tunisia
Turkmenistan
Turks and Caicos Islands
Tuvalu
Uganda
Ukraine
United Arab Emirates
United States Minor Outlying Isl
Uruguay
Uzbekistan
Vanuatu
Vatican City State (Holy See)
Venezuela
Vietnam
Virgin Islands (British)
Virgin Islands (U.S.)
Wallis and Futuna Islands
Western Sahara
Yemen
Yugoslavia
Zaire
Zambia
Zimbabwe
diese führt SparkFun auf, bestimmte Dinge nicht zu liefern,
so wer baut sie denn für die dort? Mein zukünftiger Arbeitsplatz?
Vorstellbar: China, Russia event. noch Monaco
> mal lebt dort also hinterm Mond?
wieso - Du mußt doch nur Dein Leben komplett umkrempeln, konvertieren,
Deine Alte im Stich lassen und dann in
> Afghanistan> Albania> Algeria
ein Consulting Büro für Flüchtlinge aufmachen und schon klingelt die
Kasse ;-))
> Es kristallisieren sich die Nordlichter (Schweden...)
zu kalt
> Will niemand nach Asien?
Das geht nur, wenn Du eine Einheimische heiratest - sonst macht
Auswandern sowieso wenig Sinn.
Gilt Bayern auch als Land?
Ich meine das ernsthaft! Wenn ich ansehe was in BW z.B. die Ämter von
Bauherren verlangen und was in Bayern, dann ist in BY z.B. der Firmenbau
wesentlich einfacher und stressfreier!
Wenn man Mitarbeiter hat, gute Aufträge und man möchte sich vergrößern,
dann bekommt man in BW blöde Auflagen die in BY nicht gibt. Zb: 50% der
Dachfläche muss Solar sein oder extensiv begrünt. Was aber wenn man
Photovoltaik macht (wie jeder in der Nachbarschaft) dann läuft die
Anlage (80kW) nur 5% (weil Überangebot und per Remote switch off).
Bedeutet die einzige Möglichkeit Solarstrom zu nutzen wäre Pufferung in
Batterien, bei dem im übrigen der Energieversorger ein
Mitbestimmungsrecht hat...
PS: in BW sind die Grünen an der Macht! Umweltschutz, koste es was es
wolle, notfalls zu Lasten der Natur!
>Bayern ist ein Freistaat - sie könnten theoretisch, wollen aber nicht.
Die Bezeichnung Freistaat ist reine Folklore:
"...in der Struktur der Bundesrepublik Deutschland mit ihrem föderalen
System hat die Bezeichnung Freistaat keine maßgebliche rechtliche
Bedeutung..."
https://de.wikipedia.org/wiki/Freistaat_(Republik)
Habe einen Studienkollegen (postgrad. studies)
der ein paar Jahre in SF Bay, California gearbeitet hat.
Sein Credo: nie wieder! Du arbeitest, und arbeitest.. für Nix!
Die Mieten so schweineteuer (> $2.000/m für ein Studio (= nicht mal 2
rooms)...
dass am Geldende noch soviel Monat überbleibt, dass es fast keinen Sinn
macht.
Ausser.. um vernünftig in der Gegend zu leben und vielleicht auch um
etwas zu sparen, solltet ihr besser min. $200k/y, before taxes
verdienen.
S. B. schrieb:>> Es kristallisieren sich die Nordlichter (Schweden...)> zu kalt>>> Will niemand nach Asien?> Das geht nur, wenn Du eine Einheimische heiratest - sonst macht> Auswandern sowieso wenig Sinn.
Die sehen sowieso besser aus als das pseudo-emanzipierte deutsche
Kroppzeug und femininer & tüchtiger sind sie auch.
klausi schrieb:> Habe einen Studienkollegen (postgrad. studies)> der ein paar Jahre in SF Bay, California gearbeitet hat.>> Sein Credo: nie wieder! Du arbeitest, und arbeitest.. für Nix!> Die Mieten so schweineteuer (> $2.000/m für ein Studio (= nicht mal 2> rooms)...> dass am Geldende noch soviel Monat überbleibt, dass es fast keinen Sinn> macht.>> Ausser.. um vernünftig in der Gegend zu leben und vielleicht auch um> etwas zu sparen, solltet ihr besser min. $200k/y, before taxes> verdienen.
San Francisco ist das München der USA.
RWTH-Nerd schrieb:> San Francisco ist das München der USA.
Je nach Wohnlage.
Es gab einen Bricht über 2 UNO-Mitarbeiter in New York, die auf 20m²(?)
zusammen zwangsweise in Manhattan lebten.
$1800 für das ganze, Luxus ist was anderes.
Aber nicht ganz so weit weg - Barcelona. da sind (waren?)
Wohngemeinschaften normal, weil die Mieten für einen alleine unbezahlbar
sind.
Paris - mal gegoogelt:
Paris 7°
Möblierte 1 schlafzimmer wohnung
55 m² | Tour Eiffel – Champs de Mars
Ab 2190€/Monat
Möbliertes studio
24 m² | Gobelins – Place d'Italie
985€/Monat -preiswert
Skandinavien - tolle Gehälter, aber hohe Unterhaltskosten, Lebensmittel,
etc.
Schweiz und die Zentren, Zürich, Bern ... erwähne ich gar nicht.
Fehler:
Ich nehme das Gehalt im Ausland und verrechne das mit meinen Kosten hier
in Deutschland, Miete, Lebensmittel, Ausgaben für Gesundheitsvorsorge in
Deutschland, ...
Das geht schief!
A. K. schrieb:> Jack schrieb:>> Wenn er dann plötzlich (das plötzlich>> ist wichtig) nächste Woche unverschuldet in die Armut abrutscht dann>> wird die Grenze fix dahin verschoben, dass für DIESE Situation dann doch>> der Staat zu helfen hat.>> Es gibt international allerlei kulturelle Unterschiede. Darunter auch in> der Frage, ob man ein Scheitern eher sich selbst oder eher anderen> zuschreibt. Dein "unschuldig" ist oft ein recht subjektives Kriterium.
d.h. wenn ich Krebs bekomme, dann bin ich selbst schuld und "unschuldig"
ist nur ein subjektives Kriterium? (Nein, ich bin weder Raucher, noch
Alkoholiker und ungesund ernähre ich mich auch nicht. Idealgewicht und
sportlich=
Rick M. schrieb:> RWTH-Nerd schrieb:>> San Francisco ist das München der USA.>> Je nach Wohnlage.> Fehler:>> Ich nehme das Gehalt im Ausland und verrechne das mit meinen Kosten hier> in Deutschland, Miete, Lebensmittel, Ausgaben für Gesundheitsvorsorge in> Deutschland, ...>> Das geht schief!
Naja gut, Du hast dir da jetzt aber die TOP-Lagen der Weltmetropolen
rausgefischt ;=)
Wie ist es denn mit Netto vor Brutto in anderen Ländern? Bleibt da mehr
übrig?
Ich war letztes Jahr in Kanada (Ontario und Quebec) und habe dort u. a.
Verwandte besucht. Sehr geiles Land. Die Leute sind freundlich und
ehrlich. Alles was ich gesehen habe war sauber und korrekt. Es scheint
dort nicht so viel Reglementierung wie bei uns zu geben und trotzdem
macht alles einen guten Eindruck. Das Sozialsystem scheint sich am
europäischen zu orientieren (Arbeitslosenversicherung /
Krankenversicherung). Soweit ich sehen konnte kann man sich dort mehr
Freiheiten nehmen als bei uns (auch die Prohibition ist dort nicht so
schlimm wie ich dachte).
Industrie und damit Arbeit (zu mindest für mich) mußt du mit der Lupe
suchen und das bezieht sich auf die Bevölkerungsreichste Provinz
(Ontario). Meine Verwandten sagen das kaum noch Europäer einwandern. So
sehr ich die Verbots- und Blockwartmentalität hier hasse: Einen
Lebensstandart wie hier gibt es höchstens noch in Skandinavien,
Österreich oder Schweiz. In die Schweiz würde ich nur gehen wenn mir das
Wasser bis zum Hals steht. Mir langt es schon wenn ich die Schweizer in
Konstanz erlebe. Allerdings beneide ich sie um ihr politisches System.
RWTH-Nerd schrieb:> Naja gut, Du hast dir da jetzt aber die TOP-Lagen der Weltmetropolen> rausgefischt ;=)
Schweden, Norwegen.
Tolles Gehalt, wenn man das umrechnet.
Hohe Kosten für Lebensmittel, nicht nur der Alkohol.
RWTH-Nerd schrieb:> Wie ist es denn mit Netto vor Brutto in anderen Ländern? Bleibt da mehr> übrig?
Nö, es bleibt eher weniger übrig, der Grund auszuwandern sollte ein
anderer sein.
Rick M. schrieb:> Nö, es bleibt eher weniger übrig, der Grund auszuwandern sollte ein> anderer sein.
Hierzulande wird oft der wachsende Unterschied zwischen der
wirtschaftlichen Situation derer oben und derer unten beklagt. Man
vergisst dabei aber gerne, dass sich dieses "oben" nicht nur auf die 1%
beziehen muss, sondern auch jene einschliessen kann, deren Einkommen
deutlich über dem Mittel liegt.
Wenn man also selbst den Wirtschaftsflüchtling abgeben will, obwohl man
den formellen Kriterien nach bereits hierzulande zur gehobenen Schicht
gehört, dann sollte man sich vielleicht nicht ausgerechnet ein Ziel
suchen, in dem die sozialen Unterschiede eher geringer ausfallen als
hier.
Wobei dafür nicht nötig ist, dass man sich hierzulande selbst auch zur
gehobenen Schicht zählt. Einfach mal das eigene Brutto mit dem
regionalen Mittel vergleichen kann offenbaren, dass man sich ärmer fühlt
als man ist.
Es gibt Staaten, die einen stärkeren Volkszusammenhalt pflegen als es
hierzulande üblich ist, oder als man selbst empfindet (was nicht
deckungsgleich sein muss). Die Leute eher miteinander als gegeneinander
zu agieren scheinen. So positiv das sein kann - es kann Nebenwirkungen
haben.
Wem das zupass kommt, der sollte nämlich im Auge behalten, dass dieser
Zusammenhalt nicht unbedingt automatisch jene mit einschliessen muss,
die frisch von draussen reinkommen und jenseits beruflicher
Qualifikation von nix eine Ahnung haben. Zumindest nicht die ersten
Jahre.
Und ein solcher Zusammenhalt kann auch konträr zur individuellen
Freiheit laufen. Er kann auch für eine deutlich stärkere soziale
Kontrolle stehen. Wer hierzulande schon Blockwartmentalität beklagt, der
könnte anderswo auf eine Situation stossen, in der die Nachbarschaft
ganz selbstverständlich deutlich stärker darauf achtet, ob man sich der
gesellschaftlichen Erwartung entsprechend verhält.
A. K. schrieb:> Wer hierzulande schon Blockwartmentalität beklagt, der> könnte anderswo auf eine Situation stossen, in der die Nachbarschaft> ganz selbstverständlich deutlich stärker darauf achtet, ob man sich der> gesellschaftlichen Erwartung entsprechend verhält.
So ein Stuss.
Hierzulande achtet man so sehr aufeinander, daß ein Mann in einer
Bankfiliale zusammenbrechen kann und die Leute steigen über ihn, ohne
sich um ihn zu kümmern.
:(
SCNR
Paul
Der Begriff "Soziale Kontrolle" steht nicht unbedingt dafür, sich
untereinander zu helfen: https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Kontrolle
(die englische Version ist wesentlich ausführlicher).
Cyblord -. schrieb:> Zwar waren die oftmals nicht bewaffnet sind aber bei Kontrollen> vor der Polizei geflüchtet und waren auch tatsächlich kriminell.Mark B. schrieb:> Ja, er hatte zum Beispiel den Unterhalt an seine Ex-Frau nicht gezahlt.> Dafür verdient man es natürlich erschossen zu werden. :-(
Schade, dass cyblord nichts mit Frauen zu tun hat und darum keine
Ex-Frau hat, nicht in den USA lebt und nicht schwarz ist...
Paul B. schrieb:> So ein Stuss.
Ja, wir wissen ja, dass du es nicht erwarten kannst dem ABV wieder zu
Diensten zu sein. Vielleicht gibt es einen Job als Hausbuchbeauftragten.
Vorweg: Schweden. Kiruna. Keine Ahnung, warum ich so einen Narren
gefressen habe an diesem Kaff, das außer einem Erzbergwerk und dem
nahegelegenen Naturpark Abisko (den ich schon ziemlich durch habe) wenig
zu bieten hat, aber immer, wenn ich dorthin komme, fühle ich mich
zuhause. Zum Arbeiten gitbs dort für mich leider nix.
Mark B. schrieb:> Die skandinavischen Sprachen und die deutsche Sprache sind nicht soooooo> weit entfernt voneinander. Viele Wörter sind ähnlich, die Satzstellung
Das stimmt, aber es gibt auch einige Stolpersteine. Bei den Zeiten
gelangt man leicht aufs Glatteis:
timme --> Stunde
stund -> Weilchen, eher kurze Zeit
tid --> Zeit oder Termin
termin --> Semester oder ähnliche Periode
semester --> Urlaub
Auch der nachgestellte bestimmte Artikel (en bil = ein Auto / bilen =
das Auto) ist kurios, wird aber verwirrend wenn der Adjektivartikel
dazukommt (en vit bil = ein weißes Auto / den vita bilen = das weiße
Auto).
Auch spannend sind Unterscheidungen, die es bei uns nicht gibt:
- Mor ist die Mutter. Mormor die Großmutter, aber die
mütterlicherseits. Die andere ist nämlich die farmor, die Mutter des
Vaters und entsprechend ist der farfar der Großvater väterlicherseits
und morfar der Opa mütterlicherseits. Viel Spaß beim Übersetzen von
Texten wie "Oma saß am Schaukelstuhl..." - welche Oma ist es jetzt?
- Die Possesivpronomina "sein" und "ihr" gehen unterschiedlich, je
nachdem, ob die/der BesitzerIn auch das Subjekt ist. Er wäscht sein Auto
= han tvättar sin bil / sein Auto ist blau = hans bil är blå.
Schweden ist cool, und eigentlich braucht man, wenigstens als Tourist,
die Landessprache nicht lernen weil (fast) alle fließend Englisch und
oft auch andere Sprachen, bl.a. Deutsch, können.
Nochwas: Å spricht sich aus wie bei uns das O - alle Versuche, das wie
ein komisch verschwurbeltes Aaaa auszusprechen, gehen in die verkehrte
Richtung weil das wäre dann das lange A (ohne Ring drüber).
Rick M. schrieb:> Hohe Kosten für Lebensmittel, nicht nur der Alkohol.
Alkohol im Lokal zu bestellen ist ruinös. Im Supermarkt (so erhältlich)
und im System (= staatliche Monopolhandlung) fand ich die Preise
vergleichsweise normal. Es fehlt lediglich das Kopfweh- Fusel- und
Tetrapacksegment.
> Vorweg: Schweden. Kiruna. Keine Ahnung, warum ich so einen Narren> gefressen habe an diesem Kaff, das außer einem Erzbergwerk und dem> nahegelegenen Naturpark Abisko (den ich schon ziemlich durch habe) wenig> zu bieten hat, aber immer, wenn ich dorthin komme, fühle ich mich> zuhause. Zum Arbeiten gitbs dort für mich leider nix.
Lebst Du dort dauerhaft oder nur Urlaub? Falls dauerhaft, wie
finanzierst Du das ohne Arbeit?
Hannes J. schrieb:> Ja, wir wissen ja, dass du es nicht erwarten kannst dem ABV wieder zu> Diensten zu sein.
WIR wissen? Du hast tatsächlich mehrere Identitäten in einem Körper
vereinigt? Ein interessantes Phänomen.
MfG Paul
S. B. schrieb:>> Vorweg: Schweden. Kiruna. Keine Ahnung, warum ich so einen Narren> Lebst Du dort dauerhaft oder nur Urlaub? Falls dauerhaft, wie> finanzierst Du das ohne Arbeit?
Das "könnte vorstellen auszuwandern" ist im Konjunktiv II geblieben. Ein
Hinderungsgrund ist tatsächlich die Arbeit - meinen Job gibt es so in
.se nicht und ich möchte den auf keinen Fall hergeben.
Aber ich bin dort, sooft es der intrafamiliäre Konsens erlaubt.
Glücklicherweise findet meine Liebste Schweden inzwischen auch cool.
A. K. schrieb:> er hierzulande schon Blockwartmentalität beklagt, der> könnte anderswo auf eine Situation stossen, in der die Nachbarschaft> ganz selbstverständlich deutlich stärker darauf achtet, ob man sich der> gesellschaftlichen Erwartung entsprechend verhält.
Das kann ich aus eigenen Erfahrungen bestätigen. Ich war nur für einige
Wochen beruflich im mittleren Westen der USA. Meine Frau war incl. Kind
auf eigene Kosten mit, da nicht klar war ob ich 3 Wochen oder 3 Monate
bleiben muss. Nach 2 Wochen wurden wir schon mit einer -ich würde es
sagen Erwartungshaltung- eingeladen doch den Sonntagsgottesdienst zu
besuchen.
Alexander T. schrieb:> Vorweg: Schweden. Kiruna. Keine Ahnung, warum ich so einen Narren> gefressen habe an diesem Kaff, das außer einem Erzbergwerk und dem> nahegelegenen Naturpark Abisko (den ich schon ziemlich durch habe) wenig> zu bieten hat, aber immer, wenn ich dorthin komme, fühle ich mich> zuhause. Zum Arbeiten gitbs dort für mich leider nix.>>
Jag tror att det finns också ditt jobb här i Sverige ;-)
Paul B. schrieb:> A. K. schrieb:>> Wer hierzulande schon Blockwartmentalität beklagt, der>> könnte anderswo auf eine Situation stossen, in der die Nachbarschaft>> ganz selbstverständlich deutlich stärker darauf achtet, ob man sich der>> gesellschaftlichen Erwartung entsprechend verhält.>> So ein Stuss.> Hierzulande achtet man so sehr aufeinander, daß ein Mann in einer> Bankfiliale zusammenbrechen kann und die Leute steigen über ihn, ohne> sich um ihn zu kümmern.> :(> SCNR> Paul
Genauso sieht es aus (und es waren sogar 4 versch. Leute).
Deshalb sage ich auch oft: In der BRD ist es mir zu kalt. Leider.
Th K. schrieb:> Alexander T. schrieb:>> Vorweg: Schweden. Kiruna. Keine Ahnung, warum ich so einen Narren>> gefressen habe an diesem Kaff, das außer einem Erzbergwerk und dem>> nahegelegenen Naturpark Abisko (den ich schon ziemlich durch habe) wenig>> zu bieten hat, aber immer, wenn ich dorthin komme, fühle ich mich>> zuhause. Zum Arbeiten gitbs dort für mich leider nix.>>>>>> Jag tror att det finns också ditt jobb här i Sverige ;-)
Tjena killar
säkert finns jobbet i Sverige.
I Norrland finns endast rejält jobb.
scnr
Zählen andere EU Staaten zu "auswandern"?
Aufenthaltsgenehmigung gibt's automatisch, wenn man Arbeit hat,...
Behördenärger ist überschaubar.
Sprachen kann man lernen.
Wer sich C+ bemächtigt hat, schafft wohl auch Magyar.
Nordkorea würde mich interessieren sobald das System fällt und das Land
wirklich liberal wird.
Südkorea hat einen Überhang an Potential wenn die in Nordkorea den
Aufbau starten könnten dann wird's dort während des Aufbaus extrem
interessant werden.
Eine Aufteilung zwischen China und Süd-Korea wäre sicherlich
realistisch.
jetzt aber schrieb:> Dann am besten in der Schweiz arbeiten, Frankreich wohnen und> Deutschland einkaufen. Damit geht es einem richtig gut.
Ich möchte meine kurze Zeit in Genf zwar nicht missen, aber scheiße
nochmal war das teuer. Man musste sich auch dran gewöhnen dass man von
den Leibwächtern irgendwelcher Bitches von irgendwelchen Scheichs vom
Bürgersteig gefegt wurde wenn die Bitches da unbedingt hergehen wollten.
Hannes J. schrieb:> Ich möchte meine kurze Zeit in Genf zwar nicht missen, aber scheiße> nochmal war das teuer. Man musste sich auch dran gewöhnen dass man von> den Leibwächtern irgendwelcher Bitches von irgendwelchen Scheichs vom> Bürgersteig gefegt wurde wenn die Bitches da unbedingt hergehen wollten.
Darum ein paar km hinter der Grenze schauen, da ist es viel billiger und
die Einkommensteuern sind in F meist auch günstiger als in DE.
Supermärkte sind in DE billiger. Daher gilt im Dreiländereck bei Basel
obiger Spruch. Dort gibt es auch keine Scheichs oder Leibwächter. Für
die richtig Reichen wie Scheichs oder A-Promis ist die Schweiz natürlich
günstiger, für Unternehmer meist ebenso.
Betrifft aber nicht Ingenieure und IT-Fachleute. Außerdem braucht man
nicht zwingend in der Schweiz zu wohnen. Allerdings versuchen schweizer
Arbeitgeber, gerade in Grenznähe, heutzutage auch die Löhne etwas zu
drücken und viele Firmen leiden immer noch unter der Frankenstärke. Die
Regel von früher, Euro Gehalt mal zwei = CHF Gehalt gilt heute nur noch
eingeschränkt. Aber ennert der Grenze lebt es sich damit immer noch sehr
gut. Gerade mit Familie bringt eine Auswanderung in die Schweiz häufig
nicht so viel an mehr Kaufkraft und Lebensqualität, insbesondere bei
Hochqualifizierten nicht. Mancher Auswandererberater rät aktuell sogar
Familien ab, in die Schweiz zu ziehen.
Ich lebe seit ein paar Jahren in Schweden (Halland - Gruß an den
Göteborger oben!). Die Sprache ist machbar, in die schwedische
Gesellschaft reinkommen ist eher schwierig. Schweden können - obwohl sie
das Gegenteil behaupten - durchgehend genug deutsch, um Gesprächen zu
folgen. Die Bürokratie ist nervig, da wird man auch gerne mal einfach
vergessen oder die Verantwortliche ist im Urlaub, krank oder in
Mutterschaft. Der Wohnungsmarkt ist vollständig im Arsch, selbst in den
kleineren Städten.
Die Steuern sind ein Stück höher, dafür hat man keine zusätzlichen
Sozialabgaben (und damit ist das nicht so schlimm, wie es scheint). Die
Supermarktpreise sind nicht so viel anders, die MwSt:n ähneln sich seit
der letzten Erhöhung in D wieder ein Stück mehr. ;-)
Der erste Winter ist richtig hart, danach weiß man, was einen erwartet
und findet sich damit ab. Hier an der Küste regnet's auch gerne mal 3
Wochen im Monat.
Als Deutscher wird man sowieso gelegentlich in Deutschland sein, dann
kann man seinen Alkohol (wie die Schweden auch) gleich im Bordershop
kaufen, dann ist das auch nicht teuer. Mit Norwegen ginge das nicht.
Allgemein: Wer im Ausland lebt und arbeitet, ist dort nicht im Urlaub.
Klingt nicht überraschend, aber bedeutet, dass man eben nicht als
Tourist unterwegs ist. Stattdessen verbringt man seine Urlaube dann
wieder in Deutschland bei Freunden und Familien.
Die meisten Systeme sind für die Einheimischen (die ja Teil des Systems
sind) gebaut: Ohne Personennummer kein Konto, ohne Konto keine Wohnung,
ohne Wohnung keine Personennummer. (Auch in Deutschland: Ohne
Umweltplakette keine Innenstadt, ohne Wohnortmeldung gibt's die
Umweltplakette nur an der DEKRA-Haupstelle, die in der Innenstadt ist.
Oder welches Meldeamt für den Perso zuständig ist.) Ein Standbein im
alten Land zu haben (und sei es jemand, der fähig ist, regelmäßig einen
Briefkasten zu leeren) ist sehr hilfreich.
S. R. schrieb:> in die schwedische Gesellschaft reinkommen ist eher schwierig> Die Bürokratie ist nervig> Der Wohnungsmarkt ist vollständig im Arsch>> Der erste Winter ist richtig hart> Hier an der Küste regnet's auch gerne mal 3 Wochen im Monat
Klingt ja traumhaft.
Was war noch gleich der Grund dafür, dass Du nach Schweden gegangen
bist? ;-)
jetzt aber schrieb:> Dann am besten in der Schweiz arbeiten, Frankreich wohnen und> Deutschland einkaufen. Damit geht es einem richtig gut.
Ja, das klappt nur nicht so optimal. Wenn Du in der Schweiz arbeiten
willst, darfst Du es als Selbständiger nur 90 Tage im Jahr. Ansonsten
Festanstellung. Dann aber hast Du die Quellensteuer und die Einlage in
die Schweizer Sozialkassen, die man nicht nutzen kann, wenn man nicht
immer in der Schweiz arbeiten sollte.
Den Bericht mit den angeblich 25.000 IT-Experten die fehlen, sollte man
genauso einstufen, wie das Märchen, das die Bitkom in Deutschland immer
verbreitet.
Alles Politik!
Mark B. schrieb:> Was war noch gleich der Grund dafür, dass Du nach Schweden gegangen> bist? ;-)
Ich stamme aus dem Lande Brandenburg, und da ist das Thema Zukunft eher
mäßig. Bayern, Bawü oder Schweden nehmen sich von dort aus auch nicht
viel (Fremdsprache, Entfernung). Dafür konnte ich Schwedisch schon,
hatte ein paar Kontakte und wusste ungefähr, was mich erwarten würde.
Die Vorteile wurden ja schon genannt.
S. R. schrieb:> Ich stamme aus dem Lande Brandenburg,> Bayern, Bawü oder Schweden nehmen sich von dort aus auch nicht> viel (Fremdsprache, Entfernung).
Haha, müsst ihr es hart haben da drüben im Osten! Wenn man BW mit
Scheden vergleicht. Der Lacher des Tages.
Jetzt mal im Ernst: Die Schweden nehmen uns Deutsche nur, wenn sie uns
brauchen, also fürs Lappenland, wo es 9 Monate Winter hat und 6M dunkel
ist.
Wenn Du nicht dort was arbeiten willst, was die Einheimischen nicht
wollen, dann bist Du nicht gewünscht.
Ok, in DEM Punkt ist es mit den Ossis in BW dasselbe.
Aber in D hat man es wenigsten warm! Tendenz steigend!
Ich lebe derzeit in der San Francisco bay area (unten in Mountain View)
und arbeite bei Google als 'Software Engineer'.
Die Entscheidung nicht in 'the city' zu leben, war glaube ich richtig.
San Francisco wird hier nur als 'the city' bezeichnet; andere größere
Städte (e.g. San Jose, sowohl flächenmäßig als auch Einwohnerzahl) sind
nicht 'the city'. Die werden immer beim Namen genannt.
Ein paar Gedanken zu SF:
* zu viel 'multi-kulti' in SF. (Andere Städte geben ihren Obdachlosen
One-way tickets nach SF; die Obdachlosen nehmen das gerne an, da SF
nicht allzu kalt ist im Winter und auch so sehr liberal ist. SF verklagt
da im Moment gegen die anderen Städte... wtf? sowohl die one-way tickets
als auch die Klagen sind typische Amerikanische Problemlösungungen, das
Problem wird natürlich nicht behoben)
* Das Crack/Meth problem ist in SF und in der east bay durchaus
ernstzunehmen.
* Waffen sind hier kein Problem, neulich hat der letzte Waffenhändler in
SF zu gemacht, auf Grund der geringen Nachfrage.
* der commute SF <> Mountain View (selbst mit den Bussen vom Arbeitgeber
gestellt) beträgt ca 90 minuten einfache Fahrt. Amerikaner sehen das
hier als normale commute zeit an. Wtf?
* Ich bin vorher immer per Fahrrad oder zu Fuß zur Arbei/Uni gegangen
und fand das sehr gut als Ausgleich. Das mache ich hier auch. Einfache
Fahrzeit 25 Minuten durchs 'Grüne', hier die homepage vom Fahrradweg
http://www.stevenscreektrail.org/
Insgesamt habe ich nur 2 Stopschilder, keine Ampel bei meinem jetzigen
Weg zur Arbeit. Das ist echt angenehm. Es gibt hier erstaunlich viele
Fahrradwege und -fahrer. Obwohl einige politische Gruppen versuchen das
als 'white privilege' darzustellen.
* SF ist durchaus eine schöne Stadt, aber am Wochenende!
Ein paar Gedanken zum Arbeiten an sich:
* 'work hard, party hard' ist hier das Lebensmotto. Die USA ist einsame
Spitze in der westlichen Welt was die durchschnittliche Arbeitszeit pro
Jahr angeht. (>2000h pa)
* Ich habe 15 bezahlte Urlaubstage im Jahr, das sind 15 Tage mehr als
das gesetzliche Minimum.
* hinzu kommen noch ca. 10 Tage die vom Arbeitgeber als holiday
angesehen werden (Weihnachten, Thanksgiving, 4th of July jeweils 2 Tage
und dann noch ein paar tage in der ersten Jahreshälfte). Interessant
ist, dass die freien Tage am Montag nachgeholt werden, sollten sie auf
ein Wochenende fallen. (Ist aber auch Arbeitgeber abhängig und Google
ist für amerikanische Verhältnisse sehr großzügig)
* neulich haben wir eine oncall rotation eingeführt. Unser Team
erstreckt sich über mehrere Standorte, ein Teil ist auch in DE, daher
mussten wir bei der Planung darauf achten, dass die deutschen Kollegen
nicht an Sonn- und Feiertagen dran sind, da das nach deutschem Gesetz
schwierig ist. Hier ist das natürlich kein Problem.
* der Bürojob an sich ist ähnlich wie ich es in DE auch schon
mitbekommen habe in Studentenjobs und Praktika (also der kollegiale
Umgang, wie man mit dem Chef redet, etc)
Zum Finanziellen:
* hier ist vieles privat organisiert, z.B. Rentenvorsorge,
Krankenversicherung. Während man in DE einen einheitlichen Prozentsatz
vom Einkommen einfach abgezogen bekommt für Kranken und Rentenvorsorge,
kann man sich hier verschiedene Tarife aussuchen angefangen von 0, bis
hin zum Rundum-sorglos-Paket. Das hat mein Weltbild ziemlich erweitert.
(Wie viel Prozent soll ich für die Rente zurücklegen? Das was ich
zurücklege kann man steuerlich geltend machen, dafür kommt man dort
frühestens ab 59,5 Jahren wieder dran. Aber hat man dann genug mit 59,
oder arbeitet man bis 70? Man denkt halt über so etwas nach und plant.)
* die SF bay area ist auch nicht mehr das was sie mal war. Viele Häuser
sind seit den 70ern nicht renoviert worden, dafür hat man aber Mieten
wie in Manhattan; wir mieten eine Zweizimmerwohnung für $2200 im Monat.
Es ziehen mehr Amerikaner aus der Bay area weg, als neue hinziehen. Für
Internationales Volk ist das anders (da diese per Arbeitsvertrag hier
gebunden sind).
* Einkommen ist ca. $200k im Jahr, davon sind ca. 28% Steuern.
(Marginaler Steuersatz ist 25% für federal taxes und 9.3% für california
taxes, married filing jointly)
* Wir sparen ziemlich viel und geben nicht allzu viel aus, häufig
überlegen wir uns wie wir mit dem Pfennig geizen: Wir sehen nicht ein
für z.b. Parking zu bezahlen, sondern laufen dafür lieber ein paar
minuten. (Sehr un-amerikanisch)
War es richtig Deutschland den Rücken zu kehren?
* temporär auf jeden Fall, sehr viele neue Erfahrungen und
Lebensperspektiven, gerade auch durch Diskussionen mit anderen
Ausländern hier.
* langfristig wissen wir noch nicht wo es hin geht. (Nach DE zurück oder
wo anders hin? z.B Ostküste? oder ins Landesinnere? Die Kultur
unterscheidet sich hier stark innerhalb der einzelnen States.)
Möglicherweise wollen wir noch ein anderes Abenteuer nach Süd Amerika
starten.
Zum privatleben
* Wir haben keinen kontakt mit Leuten die in der SF bay area
aufgewachsen sind. (Nur 1/4 aller Leute sind hier geboren. Ein weiteres
1/4 sind zugezogenen Amerikaner (z.b. aus NY oder vom platten Land) und
1/2 sind Internationales Volk)
* Wir haben viel mit zugezogenen Amerikanern zu tun, aber auch mit
deutschen expats.
* Wir haben relativ wenig kontakt zu Asiaten.
Ist das Grass hier grüner (um den Bezug zum Ausgangspost herzustellen)?
Nein, es ist anders. Man muss schon das Gesamtpaket nehmen, es gibt
etliche Vorteile, aber auch Nachteile. Durch die Veränderung erkennt man
erst so richtig was man an Deutschland hat. (z.B das deutsche
Bildungssystem!)
asdf schrieb:> wir mieten eine Zweizimmerwohnung für $2200 im Monat.> Es ziehen mehr Amerikaner aus der Bay area weg, als neue hinziehen. Für> Internationales Volk ist das anders (da diese per Arbeitsvertrag hier> gebunden sind).> * Einkommen ist ca. $200k im Jahr, davon sind ca. 28% Steuern.> (Marginaler Steuersatz ist 25% für federal taxes und 9.3% für california> taxes, married filing jointly)> * Wir sparen ziemlich viel und geben nicht allzu viel aus, häufig> überlegen wir uns wie wir mit dem Pfennig geizen: Wir sehen nicht ein> für z.b. Parking zu bezahlen, sondern laufen dafür lieber ein paar> minuten. (Sehr un-amerikanisch)
Klingt für mich nach richtig gemacht :) Deutsche Tugenden mit
amerikanischen Möglichkeiten gepaart, kann einem in absehbarer Zeit ein
nettes Sümmchen verschaffen mit dem man sein restliches Leben gemütlich
angehen kann, wenn man das möchte.
asdf schrieb:> Ist das Grass hier grüner (um den Bezug zum Ausgangspost herzustellen)?> Nein, es ist anders. Man muss schon das Gesamtpaket nehmen, es gibt> etliche Vorteile, aber auch Nachteile.
QFT
Hallo
generell gesagt: In fast keinen.
Das möchte ich aber begründen.
Prinzipiell würde ich in Länder auswandern die zumindest gleiche oder
bessere Arbeitnehmerrechte haben wie Deutschland, wie z.B. die
Niederlande, die Skandinavischen Länder, evtl. Japan (aber
Urlaubsanspruch und das Selbstverständnis gegenüber Arbeit und der Firma
gegenüber dort ist nicht mein Ding).
Aber ich bin wirklich schlecht in Sprachen lernen und anwenden (lesen
ist wieder eine andere Sache) und es für mich eine
Selbstverständlichkeit ist die Sprach(en) des Landes in den man
dauerhaft arbeitet und lebt vernünftig spricht und beim Gebrauch (nicht
die Schriftform - da dürfen auch größere Fehler gemacht werden)
fehlerarm genutzt wird kommen auch keine Länder in Frage die nicht
deutschsprachig sind.
Bleibt also nur die Schweiz, Österreich und ein ganz kleiner Teil in
Belgien.
Die Schweiz ist aber sehr teuer - da kommt man auch mit den hohen
Einkommen die dort gezahlt werden nicht weiter als in Deutschland-
außerdem => dreisprachig und zumindest zwei Sprachen sollten auch
alltagstauglich angewandt werden können...
Österreich:
Tja, auch wenn ich mich jetzt weit aus den Fenster lehne und sicherlich
verallgemeinre, irgendwie scheint es mir als wenn viele Österreicher
ziemlich konservativ bis rechtslastig sind was Fremde mit anderer Kultur
und Erscheinungsweise angeht.
Ich bin zwar auch "echter Deutscher" (schon der Begriff erzeugt bei mir
einen Würgereiz...) möchte aber nicht dauerhaft in einer Umgebung leben
und arbeiten die diese Anschauung hat - womit wohl auch einige Gegenden
in Deutschland leider für mich nicht in Frage kommen würden.
Bleibt noch der kleine deutschsprachige Teil von Belgien:
Das wäre wohl das einzige Land wo ich mir "Auswandern" vorstellen
könnte.
Auswandern in Anführungsstrichen weil es wohl kein echtes auswandern
sein würde: Arbeiten und wohnen in Belgien - aber letztendlich dann doch
(zu?) viel in Deutschland (Eifel, Selfkant, westliches NRW bis etwa
Köln) verwurzelt und unterwegs.
Und zusätzlich kommen dann noch solche Sachen wie das Bildungssystem
(Kinder, Jugendliche) die Höhe der Abgaben und Steuern, das Rentensystem
(Anerkennung der in Deutschland geleistet Arbeitsjahre ohne jegliche
Verluste) das Gesundheitssystem und die Immobilienpreise bzw. Mieten
hinzu.
Nein, unter den jetzigen Umständen kommt Auswandern für mich nicht in
Frage.
Auch wenn viel gemeckert wird über Deutschland und den Bedingungen hier:
Für den "normalen" gut gebildeten Facharbeiter der kein Drang zur
beruflichen Selbstständigkeit hat gehört Deutschland zu den "besten"
Ländern in den man leben und arbeiten kann.
Für Hochgebildete oder passionierte Selbstständige mag das anders
aussehen, die werden so ziemlich in jeden Land was solche Leute sucht
gut leben können.
Die "armen Schlucker" und faulen sind sowie nirgendwo beliebt und
dürften froh sein hier leben zu können.
Karl Carlson
S. R. schrieb:> (Auch in Deutschland: Ohne> Umweltplakette keine Innenstadt, ohne Wohnortmeldung gibt's die> Umweltplakette nur an der DEKRA-Haupstelle, die in der Innenstadt ist.
Komisch. Hier klebt dir jede zweite Innungs-KFZ-Werkstatt, TÜV, DEKA und
GTÜ KFZ-Prüfstation das Ding. Dazu kann man die bei der Stadtverwaltung
online bestellen.
Als die vor vielen Jahren eingeführt wurden haben wir unsere ersten
Plaketten einfach per Brief in Stuttgart bestellt, trotz völlig anderen
Kennzeichen, da man die dort schon etwas früher bekam und wir zeitlich
etwas ungünstig aus dem Ausland zurück kamen.
> Oder welches Meldeamt für den Perso zuständig ist.) Ein Standbein im> alten Land zu haben (und sei es jemand, der fähig ist, regelmäßig einen> Briefkasten zu leeren) ist sehr hilfreich.
Karl Carlson schrieb:> Selfkant
Hey, einer aus meiner Ecke :D
Ich denke nicht, dass man den Selfkant kennt, wenn man von woanders
kommt (außer man googled nach der westlichsten Gemeinde Deutschlands)
asdf schrieb:> Ein paar Gedanken zum Arbeiten an sich:> * 'work hard, party hard' ist hier das Lebensmotto. Die USA ist einsame> Spitze in der westlichen Welt was die durchschnittliche Arbeitszeit pro> Jahr angeht. (>2000h pa)
Wie passt das mit dem US-typischen "9 to 5" zusammen?
asdf schrieb:
> Ein paar Gedanken zum Arbeiten an sich:> * 'work hard, party hard' ist hier das Lebensmotto. Die USA ist einsame> Spitze in der westlichen Welt was die durchschnittliche Arbeitszeit pro> Jahr angeht. (>2000h pa)
Wo kommt deine Zahl her (Quelle)?
Hier sieht es anders aus:
http://www.oecd-ilibrary.org/employment/average-annual-working-time_20752342-table8
Hallo
Wie passt das mit dem US-typischen "9 to 5" zusammen?
Wenn man diversen TV, Zeitungs- und Radiobeiträgen glauben darf so ist
das halt die Arbeitszeit für den Erstjob, danach geht es wohl lustig
weiter mit den nächsten.
Wobei zwei mal 8 Stunden (oder so ähnlich) "richtig" arbeiten schafft
niemand regelmäßig - für selbst kreierte "Pausen" wird auch der US
Arbeiter und Angestellte sorgen.
Bedauernswerte Ausnahmen sind leider nicht nur in den USA die Leute in
der Gastronomie, trotz der hohen Preise die man also Kunde zahlt, und in
der direkten Produktion sofern nicht eine gute und starke Gewerkschaft
dahintersteht.
Hennes
asdf schrieb:> * Einkommen ist ca. $200k im Jahr, davon sind ca. 28% Steuern.> (Marginaler Steuersatz ist 25% für federal taxes und 9.3% für california> taxes, married filing jointly)
Bei 200.000$ wären mir 2.200$ Miete pro Monat auch egal :=D
S. R. schrieb:> Ich stamme aus dem Lande Brandenburg, und da ist das Thema Zukunft eher> mäßig. Bayern, Bawü oder Schweden nehmen sich von dort aus auch nicht> viel (Fremdsprache, Entfernung).
Bei den (angeblich) so vielen verhassten Schwaben in Berlin und Umgebung
sollten sich eigentlich bei den Eingeborenen mit der Zeit gewisse
Fremdsprachenkenntnisse entwickeln. Denn Schwaben können bekanntlich
alles ausser Hochdeutsch. ;-)
Wer mal üben will: http://www.topster.de/deutsch-schwaebisch/
Ein Freund von mir hat sich für 5 Jahre nach China verpflichtet.
Er ist Berechnungsingenieur bei Siemens (Energietechnik) und hat hier in
D ca. 4.000 € netto verdient. In China bekam er rund 6.000 € plus
repräsentativer Wohnung für seine Familie, elitärer Privatschule für
seine Kinder und Limousine mit Chauffeur zur privaten Verfügung.
Der erfolgreiche Auslandsaufenthalt war Voraussetzung für die
Beförderung zum Abteilungsleiter (80.000 netto p.a.).
Motto: Leistung muß sich lohnen.
In diesem Sinne ...
Grüsse
Jo S.
China mag gut fürs Geld sein, aber ist Geld alles? Ein Bekannter war ein
paar Jahre in Peking in einer Firmenvertretung im Maschinenbau. War
nicht sein erster Posten solcher Art. Andernorts in Asien gefiel es ihm
besser. Die Art der VR-Chinesen ist wohl arg gewöhnungsbedürftig.
asdf schrieb:> SF> ist nicht allzu kalt ist im Winter
Definiere "nicht allzu kalt" genauer :P
Ich war neulich bei euch und hatte keine Jacke mit. ;-) Vom Pazifik
bläst es ordentlich in die Bucht, Heidewitzka! Auf der Golden Gate
Bridge war es knackig kalt.
> Ein paar Gedanken zum Arbeiten an sich:> * 'work hard, party hard' ist hier das Lebensmotto. Die USA ist einsame> Spitze in der westlichen Welt was die durchschnittliche Arbeitszeit pro> Jahr angeht. (>2000h pa)
52 Wochen x 40 Wochstunden = wieviel nochmal? :-P
2080 Jahresstunden sind eine ganz normale Bezugsgröße für die
Arbeitsleistung, und in Deutschland arbeiten die meisten Leute auch 40
Stunden oder mehr. In der BRD gibt es nur mehr Feiertage und mehr
Urlaub, was somit der einzige und ausschlaggebende systematische Faktor
ist, welcher die wahre Arbeitszeit im Vergleich mit den USA niedriger
erscheinen läßt.
Ja, in den USA wird im allgemeinen mehr und weniger effizient
gearbeitet, bei Zahlen sollte man aber vorsichtig sein.
Dipl.- G. schrieb:> 52 Wochen x 40 Wochstunden = wieviel nochmal? :-P> 2080 Jahresstunden sind eine ganz normale Bezugsgröße für die> Arbeitsleistung, und in Deutschland arbeiten die meisten Leute auch 40> Stunden oder mehr. In der BRD gibt es nur mehr Feiertage und mehr> Urlaub, was somit der einzige und ausschlaggebende systematische Faktor> ist, welcher die wahre Arbeitszeit im Vergleich mit den USA niedriger> erscheinen läßt.
Neben dem deutlichen Mehr an Urlaub in Deutschland aber bitte auch die
Wochenarbeitszeit berücksichtigen: die liegt nämlich bei nur 35 Stunden,
das sind also noch einmal 260 Jahresstunden weniger!
Qwertz schrieb:> Neben dem deutlichen Mehr an Urlaub in Deutschland aber bitte auch die> Wochenarbeitszeit berücksichtigen: die liegt nämlich bei nur 35 Stunden,
Teilweise.
Jo S. schrieb:> Ein Freund von mir hat sich für 5 Jahre nach China verpflichtet.> Er ist Berechnungsingenieur bei Siemens (Energietechnik) und hat hier in> D ca. 4.000 € netto verdient. In China bekam er rund 6.000 € plus> repräsentativer Wohnung für seine Familie, elitärer Privatschule für> seine Kinder und Limousine mit Chauffeur zur privaten Verfügung.>> Der erfolgreiche Auslandsaufenthalt war Voraussetzung für die> Beförderung zum Abteilungsleiter (80.000 netto p.a.).>> Motto: Leistung muß sich lohnen.>> In diesem Sinne ...>> Grüsse> Jo S.
Ja, und ich bin der Weihnachtsmann
Ich bin seit 6 Jahren in China als Hardwareentwickler. Sicher muss man
sich um die Vorsorge, KV usw. selbst kuemmern, das "Vollkaskogefuehl"
wie in Deutschland gibt es hier nicht - aber unterm Strich bleibt
deutlich mehr uebrig als in Deutschland. Fuer dieses Nettogehalt muesste
ich in Deutschland lange suchen...
Den genannten Chauffeur kann ich bestaetigen, es ist absolut ueblich
hier das Unternehmen ab einer bestimmten Groesse einen "Driver" haben
der Botengaenge erledigt, Kunden am Flughafen abholt usw. Koennte ich in
Anspruch nehmen, aber ich bin mit der U-Bahn in etwa 15min schneller.
Die zentrale (und exklusive) Wohnlage hat fuer chinesische Verhaeltnisse
natuerlichen ihren Preis. 3 Zimmer, ,100qm etwa 700EUR - wovon der
Arbeitgeber 50% uebernimmt.
Ueberraschend war fuer mich das der deutsche Ingenieur hier nachwievor
einen sehr hohen Stellenwert geniesst. Wenn die Arbeitgeber hoeren das
man nicht nur fuer ein paar Monate hier ist sondern auch die Familie,
wollen sie einen am liebsten adoptieren. Die meisten wollen dann nicht
mal irgendwelche Zeugnisse oder Referenzen sehen, im Gegenteil, sie
versuchen alles um irgendwie "den Deutschen" in die Firma zu bekommen
und auch zu halten.
Ich bin im Sueden, in Guangzhou. Essen kann man - wenn man will -
genauso wie in Deutschland, nur zahlt man da im Endeffekt deutlich mehr
als in Deutschland...Klima ist anfangs gewoehungsbeduerftig, dann will
man es gar nicht mehr anders (aktuell sind jetzt im November immer noch
25 Grad). Soziale Kontakte sind ein paar vorhanden, meistens zu anderen
Auslaendern die auch schon ein paar Jahre hier sind aber auch ein paar
Chinesen um gemeinsam zum Volksport Nr.1 Badminton gehen. Arbeitszeit
Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, allerdings sind da 2h Mittagspause mit
drin. Frei waehlbare bezahlte Urlaubstage gibt es in China nicht, die
gesetzlichen freien Tage pro Jahr sind in Summe etwa 20, nur haben an
diesen Tagen alle gemeinsam Urlaub.
Alles in allem, ja, ich wuerde es wieder machen. Das Arbeitsumfeld fuer
Elektronik ist nirgends besser auf der Welt behaupte ich einfach mal.
Und wie ich sagte, man bekommt hier auch die Annehmlichkeiten wie in
westlichen Laendern, muss dafuer aber ordentlich zahlen.
Jo S. schrieb:> Ein Freund von mir hat sich für 5 Jahre nach China verpflichtet.> Er ist Berechnungsingenieur bei Siemens (Energietechnik) und hat hier in> D ca. 4.000 € netto verdient. In China bekam er rund 6.000 € plus> repräsentativer Wohnung für seine Familie, elitärer Privatschule für> seine Kinder und Limousine mit Chauffeur zur privaten Verfügung.>> Der erfolgreiche Auslandsaufenthalt war Voraussetzung für die> Beförderung zum Abteilungsleiter (80.000 netto p.a.).>> Motto: Leistung muß sich lohnen.>> In diesem Sinne ...>> Grüsse> Jo S.
Natürlich muss es gut bezahlt werden. Sonst würde keiner hingehen. China
ist ja kein Traum.
Für mich ist es nicht wert.
Laowai schrieb:> Ich bin im Sueden, in Guangzhou. Essen kann man - wenn man will -> genauso wie in Deutschland
Hm, wie das? Gibt es dort Restaurants, die Schweinshaxen mit Sauerkraut
und Kartoffeln servieren?
Als ich in China war, gab es ab und zu mal Kartoffeln - als Gemüse.
Nicht als Beilage. :-)
Auch ist es zum Teil dort schon schwierig, ein richtig kaltes Bier zu
kriegen... die Chinesen glauben, kalte Getränke seinen nicht gut fürs
Qi. Die irren sich, eiskaltes Bier ist super ;-)
> als in Deutschland...Klima ist anfangs gewoehungsbeduerftig, dann will> man es gar nicht mehr anders (aktuell sind jetzt im November immer noch> 25 Grad).
Wärmer als hier gerne - aber bei der Luftfeuchtigkeit? Ich persönlich
könnte mich nicht daran gewöhnen. Das ganze Jahr über warm (nicht heiß)
und trocken, das wär mal was. Okay, ab und zu mal muss es regnen, sonst
ist es Essig mit dem Pflanzenwachstum.
Laowai schrieb:> Ueberraschend war fuer mich das der deutsche Ingenieur hier nachwievor> einen sehr hohen Stellenwert geniesst. Wenn die Arbeitgeber hoeren das> man nicht nur fuer ein paar Monate hier ist sondern auch die Familie,> wollen sie einen am liebsten adoptieren. Die meisten wollen dann nicht> mal irgendwelche Zeugnisse oder Referenzen sehen, im Gegenteil, sie> versuchen alles um irgendwie "den Deutschen" in die Firma zu bekommen> und auch zu halten.
Das ist vermutlich dann überraschend, wenn man vorher nur die Jammerei
hier in DE gehört hat ;-)
Im Ausland weiss man "Made in Germany" allen Unkenrufen hierzulande zum
Trotz sehr zu schätzen - das gilt gerade auch für die Ausbildung.
Und die chinesischen Unternehmer wissen sehr genau, warum sie keine
chinesischen Maschinen kaufen und warum sie deutsche Ingenieure haben
wollen.
> Soziale Kontakte sind ein paar vorhanden, meistens zu anderen> Auslaendern die auch schon ein paar Jahre hier sind aber auch ein paar> Chinesen um gemeinsam zum Volksport Nr.1 Badminton gehen.
Das ist das, was ich bei einer Auswanderung zu bedenken gebe (und meiner
Meinung nach oft übersehen wird): soziale Kontakte, die über flüchtige
Bekanntschaften hinausgehen. Ihr seid jetzt sechs Jahre dort, habt aber
noch nicht wirklich Anschluss an die Chinesen gefunden. Man arrangiert
sich "in der Not" mit anderen Ausländern, aber man kommt nicht wirklich
in dem Land an.
Gleichzeitig wird es schwierig, die alten Kontakte hier in DE zu
pflegen.
Selbst wenn das nur als Lebensabschnitt geplant ist und man später
wieder zurück möchte, fängt man hier dann mit den Kontakten neu an (was
umso schwieriger wird, je älter man ist). Das Internet ersetzt einfach
nicht den persönlichen Kontakt und mit der Zeit entfremdet man sich auch
von guten Freunden mehr und mehr.
Und mit Kindern sieht das nochmal anders aus - wenn man wieder zurück
geht, reisst man sie (eventuell nochmal) aus ihrem Umfeld. Oftmals
bleiben die dann auch dort und die Familie ist dann zerrissen.
So ist zumindest mein Eindruck von denjenigen Auswanderern, mit denen
ich mich länger unterhalten habe.
Wie siehst Du das?
> Arbeitszeit> Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, allerdings sind da 2h Mittagspause mit> drin. Frei waehlbare bezahlte Urlaubstage gibt es in China nicht, die> gesetzlichen freien Tage pro Jahr sind in Summe etwa 20, nur haben an> diesen Tagen alle gemeinsam Urlaub.
Ok, das ist natürlich ein echter Nachteil - so wie in den USA auch.
> Alles in allem, ja, ich wuerde es wieder machen. Das Arbeitsumfeld fuer> Elektronik ist nirgends besser auf der Welt behaupte ich einfach mal.> Und wie ich sagte, man bekommt hier auch die Annehmlichkeiten wie in> westlichen Laendern, muss dafuer aber ordentlich zahlen.
Vielen Dank für Deinen Beitrag - fand ich sehr interessant. Vielleicht
schreibst Du ja noch mehr :-)