Hallo zusammen,
ich grüble nun seit einiger Zeit herum, ob mein Schaltplan für eine
Maschinensteuerung in der Praxis einwandfrei funktionieren wird.
Den Schaltplan habe ich angehängt.
Meine Fragen dazu wäre: Kann das so funktionieren?
Zum Hintergrund der Schaltung: IC1 und IC2 befinden sich eigentlich in
zwei verschiedenen Schaltungen. Es handelt sich jeweils um die
Steuereinheit einer Maschine, die aus mehreren Modulen besteht
(Fördereinheit, Sortieranlage etc).
Jede Steuereinheit hat einen Spannungsregler, der die zentrale 9 Volt
Spannungsversorgung auf 5 Volt herunterregelt.
Jedes Modul soll für sich eigenständig betrieben werden können, deshalb
befindet sich auch in jeder Steuereinheit ein Spannungsregler und ein
eigener IC.
Trotzdem sollen alle Einzelmodule der Maschine auf Taster reagieren, die
an verschiedenen Stellen der Maschine angebracht sind. (z.B.
Not-Aus-Taste oder Start/Stop Taste).
Über eure Hilfe/Meinungen würde ich mich freuen.
Ja, das geht. Voraussetzung ist allerdings, dass beide
Spannungsversorgungen auch eingeschaltet sind. Ist es nur ein, dann hast
du an den Eingängen eine unerlaubten Logikpegel.
Eventuell handelst du dir Probleme ein, wenn so längere Leitungen zu den
verschiedenen Tastern gelegt werden.
Im Grunde klappt das, aber da sollten noch 10nF Abblockkondensatoren von
den IC Pins nach Masse.
Sonst reagieren die ggf. mehrfach auf Tastenprellen und wenn da
E-Maschinen sind ggf. auch auf Störstrahlung.
Danke, dass ihr einen Blick über meine Schaltung geworfen habt.
HildeK schrieb:> Ja, das geht. Voraussetzung ist allerdings, dass beide> Spannungsversorgungen auch eingeschaltet sind. Ist es nur eine, dann hast> du an den Eingängen eine unerlaubten Logikpegel.
Das verstehe ich nicht. Wenn z.B. die Spannungsversorgung auf der
rechten Seite wegfällt, liegen am Input doch immer noch 5V von der
linken Spannungsversorgung an.
Dass die Schaltung so funktionieren soll wundert mich etwas. Ich hätte
nicht damit gerechnet, da hier ja im Prinzip zwei unterschiedliche
Spannungsquellen zusammengeführt werden.
Was passiert wenn einer der beiden Spannungsregler eine etwas höhere
Spannung ausgibt als der andere?
Ich habe mal in einem Gerät gesehen, welches sowohl über USB-Kabel als
auch mit externer Spannungsversorgung (5V) betrieben wurde, dass intern
die beiden 5 Volt Leitungen (von USB und Netzteil) mit einer Diode
zusammengeführt wurden.
> Eventuell handelst du dir Probleme ein, wenn so längere Leitungen zu den> verschiedenen Tastern gelegt werden.
Meinst du das bezogen auf den Wegfall einer Spannungsversorgung oder
allgemein?
Sascha_ schrieb:> Im Grunde klappt das, aber da sollten noch 10nF Abblockkondensatoren von den IC> Pins nach Masse. Sonst reagieren die ggf. mehrfach auf Tastenprellen und wenn da> E-Maschinen sind ggf. auch auf Störstrahlung.
Meinst du so wie am geänderten Schaltplan im Anhang?
Sascha_ schrieb:> Im Grunde klappt das, aber da sollten noch 10nF Abblockkondensatoren von> den IC Pins nach Masse.
Das hilft als Entprellung aber nur, wenn die ICs
Schmitt-Trigger-Eingänge haben.
Bastelwastel schrieb:> Dass die Schaltung so funktionieren soll wundert mich etwas. Ich hätte> nicht damit gerechnet, da hier ja im Prinzip zwei unterschiedliche> Spannungsquellen zusammengeführt werden.>> Was passiert wenn einer der beiden Spannungsregler eine etwas höhere> Spannung ausgibt als der andere?
Die Spannungsquellen werden nicht zusammengeführt. Das würde auch
unschöne Effekte geben.
Was soll da also groß passieren? Immerhin haben R1 und R2 da auch noch
ein Wörtchen mit zu reden.
Bastelwastel schrieb:> Das verstehe ich nicht. Wenn z.B. die Spannungsversorgung auf der> rechten Seite wegfällt, liegen am Input doch immer noch 5V von der> linken Spannungsversorgung an.
Die Spannung, die wegfällt, wirkt durch die trotzdem vorhanden Last
wegen der trotzdem noch dran hängenden Schaltung fast wie GND. Ein
IC-Eingang hat üblicherweise eine Schutzdiode vom Eingang zu VCC.
Darüber wird dann der andere Eingang auf einer sehr kleinen Spannung
gehalten - oder, falls der unversorgte Teil sehr wenig Strom benötigt,
über diese Diode sogar versorgt, allerdings wegen der Widerstände mit
maximal der halben Spannung.
Was dann tatsächlich die Schaltung macht oder auch nicht macht, lässt
sich ohne deren Kenntnis schwer vorhersagen.
Bastelwastel schrieb:> Was passiert wenn einer der beiden Spannungsregler eine etwas höhere> Spannung ausgibt als der andere?
Gar nichts, solange sie in ihrem Toleranzbereich für die ICs bleiben.
Bastelwastel schrieb:> Meinst du das bezogen auf den Wegfall einer Spannungsversorgung oder> allgemein?
Nein, durch lange Leitungen kann man sich Störungen einfangen. Die
langen Leitungen waren ja vorher nicht da (genau kennen wir ja den
mechanischen Aufbau nicht).
Bastelwastel schrieb:> Meinst du so wie am geänderten Schaltplan im Anhang?
So hat er es gemeint, aber dann an jedem Eingang so ein C. Besser ist
dann auch, wenn in Reihe zum Taster noch z.B. 100Ω liegen, um beim
Drücken die Kontakte nicht kaputt zu machen - bei so typischen
NOT-AUS-Tastern aus der Installtionstechnik ist das aber egal.
Wenn R1 und R2 gleich groß sind, stellt sich am Verbindungspunkt beider
genau der Mittelwert der beiden Spannungen ein.
Die Grüne Linie hat halt immer den Mittelwert beider Spannungen. Solange
beide ungefähr 5V haben ist das OK, wenn eine 0V ist, dann sind es nur
2.5V und je nach IC ist es wahrscheinlich, dass die Climb-Diode des 0V
Ics leitend wird.
Wenn R1 und R2 groß genug sind, dass die Climb-Dioden nicht überlastet
würden, ist die Schaltung so völlig OK. Die Frage ist nur, wass genau Du
damit bezweckst. Sicherheit geht anders.
Achim S. schrieb:> Die Grüne Linie hat halt immer den Mittelwert beider Spannungen. Solange> beide ungefähr 5V haben ist das OK, wenn eine 0V ist, dann sind es nur> 2.5V und je nach IC ist es wahrscheinlich, dass die Climb-Diode des 0V> Ics leitend wird.
Das von die geschilderte Problem gehört mit den beiden zusätzlichen
Dioden von Joe bereits der Vergangenheit an.
Joe F. schrieb:> 2-vcc-switches.png