OSB-Platte wohnzimmergerecht beschichten

#4779145
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Liebe alle,

ich habe mir vor einiger Zeit Lautsprecherboxen selbst gebaut, war mehr 
so als Funktionsmuster gedacht, deshalb außen rum nur aus OSB-Platten. 
Der Test zeigte, dass sie wirklich gut klingen - nun ich bin aber 
bisschen faul und will nicht unbedingt die Gehäuse nochmal "ordentlich" 
bauen, sondern lieber die OSB-"Sauerkraut"-Optik irgendwie beziehen oder 
beschichten, damit man die Teile ins Wohnzimmer stellen kann - was 
würdet Ihr als Material empfehlen, was man mit wenig Übung optisch gut 
hinbekommen könnte?
Gast #4779282
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Rainer U. schrieb:
> Beziehen
> mit Kunstleder - ist wahrscheinlich handwerklich etwas anspruchsvoller

Stelle ich mir jetzt einfacher vor als ungeübt eine saubere Oberfläche 
zu schleifen. Schau mal wie die Lackierer das machen, es dauert selbst 
mit Übung und passendem Werkzeug gefühlt ewig.
Du könntest auch Furnier aufkleben. Oder Melamin (wenn das so heißt, ich 
meine nicht die ganze Platte sondern nur die weiße Oberfläche). 
Letzteres bekommst du auch mit Kontaktkleber, einer großen Rolle und 
Muskelkraft glatt drauf, also ohne Furnierpresse.
Tiefe Stellen trotzdem vorher spachteln.
Gast #4779284
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Rainer U. schrieb:
> sondern lieber die OSB-"Sauerkraut"-Optik irgendwie beziehen oder
> beschichten, damit man die Teile ins Wohnzimmer stellen kann

Warum so verkrampft? Es gibt viele Gebrauchsgegenstände (auch Laut-
sprecherboxen), bei denen der OSB-Look ganz bewusst als Designmerkmal 
verwendet wird.

Ich würde beispielsweise nur die Frontplatte glattschleifen und die 
Oberflächen der übrigen Teile unbearbeitet lassen. Das ganze wird
lackiert oder auch farbig gebeizt, wobei ich die Frontplatte farblich 
absetzen würde (evtl. Ton in Ton).
Gast #4779293
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Als Genießer würde ich das ganze mit irgendetwas glänzendem beschichten.
Vielleicht eine schwaze PVC-Folie mit einer dünnen Schaumstofflage 
darunter.
Latex ist ja leider nicht UV-beständig.
Soo - und das ganze ist - in Anlehnung an den Klavierlack und die sonst 
nötige Oberflächenbearbeitung - sogar ernst gemeint, jedoch noch nicht 
erprobt. katzen und kinderfest ist das natürlich dann nicht.

vg
Gast #4779355
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Rainer U. schrieb:
> wirklich gut klingen

Wenn eine Box !klingf" also selbst etwas zum Klang veiträgt, ist etwas 
grob falsch, Resonanzen oder so.

Was ergibt denn ein Messprogokoll per Messmikrophon ?

> was würdet Ihr als Material empfehlen

Spachteln und lackieren ist nur für Profis. Leder oder Kunstleder ist 
einfach, vor allem wenn man die Front unter einer Blende verstecken 
kann. Folie ist schwieriger und schnell kaputt. Teppich, vor allem 
Nadelfilz aus dem Profi-PA-Bereich ist nicht wohnzimmertauglich finde 
ich.

Ich würde es funieren, mit 3mm dickem Funier, auch ohne Funierpresse, 
bloss mit Büchern beschwert oder so.
Persönliche Seite #4780876
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Heimwerker schrieb:
> Rainer U. schrieb:
>> sondern lieber die OSB-"Sauerkraut"-Optik irgendwie beziehen oder
>> beschichten, damit man die Teile ins Wohnzimmer stellen kann
>
> Warum so verkrampft? Es gibt viele Gebrauchsgegenstände (auch Laut-
> sprecherboxen), bei denen der OSB-Look ganz bewusst als Designmerkmal
> verwendet wird.

Mich würde noch nichtmal die OSB-Oberfläche stören...
Nur gegen eindringendes Wasser und Fett (Kinderhände) würde ich satt 
Klarlack drübersprühen...

Alternativ kann man mit Baumarkt-Klebefolie arbeiten. Die gibt es in 
allen Farben und Oberflächen. Aufbügeln, abschneiden, fertig.
Gast #4780923
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> Folie ist schwieriger und schnell kaputt.

Die Oberflächen von preigünstigen industriell gefertigten Möbeln sind
oft mit Folie beschichtet. Bei richtiger Materialwahl, geeignetem Kleber
und dem erforderlichen KnowHow kann man recht gute Ergebnisse
beobachten. So sind beispielsweise viele IKEA-Möbel in dieser Hinsicht 
erstaunlich robust.
Gast #4781043
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Heimwerker schrieb:
> > Folie ist schwieriger und schnell kaputt.
>
> Die Oberflächen von preigünstigen industriell gefertigten Möbeln sind
> oft mit Folie beschichtet.

Richtig. Privat geht es kaum, Problem sind kleine Späne die von 
Spanplatte bzw. OSB abgehen wenn man beim aufkleben des selbstklebenden 
versehentlich mal berührt, dann aber wieder abzieht. Dann kleben die 
Späne woanders, wo man gerade glatt geschliffen hat, und bilden quasi 
Rauhfaserfolierung. BTDT.

> Bei richtiger Materialwahl, geeignetem Kleber
> und dem erforderlichen KnowHow kann man recht gute Ergebnisse
> beobachten.

Falsch.

> So sind beispielsweise viele IKEA-Möbel in dieser Hinsicht
> erstaunlich robust.

Noch fälscher. Ich weiss das, ich habe eine teure IKEA Küche. Diese 
Folierung ist der übelste Scheiss. Reisst beim leichtesten anecken ein, 
dann geht Wasser drunter, dadurch löst sie sich ab.

Reinigungsmittel verträgt sie auch nicht, löst sich auf, so als ob mehr 
Weichmacher entsteht.
Gast #4781147
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Ich würde eine Vorsatz Schalung aus Sichtsiebdruckplatten ( birke ) 
bauen und den Zwischenraum ausbetonieren ( Fliesestrich 40Kg 13,90 EUR 
Bauhaus ) , die wandert dir bestimmt nicht mehr im Wohnzimmer rum bei 
aufgedrehten Bass.

Zudem kannst du die glatte Aussenseite dann nach belieben mit Acryl 
Farbe rollen, sprühen oder streichen, selbst Folie (Holzmuster, anderes 
Muster )  kannst du darauf kleben.

Putz wird dir abbröckeln bei dem Klirrfaktor :)
Persönliche Seite #4781200
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> Alternativ kann man mit Baumarkt-Klebefolie arbeiten.
>
> Das dürfte nicht sehr schick aussehen; OSB-Platten sind nicht absolut
> eben, so daß deren Oberflächenstruktur sich durch die Folie hindurch
> abzeichnen wird.

das würde mich nich im geringsten stören,
solange ich keine Blümchen-Muster draufpappe darf gerne die Struktur 
drunter zu sehen sein
schliesslich stehen da keine 10.000€-Sahne-Teile sondern mit eigenen 
Händen zusammengebaute Einzelstücke
Und wenn einem dann noch die Materialoberfläche nicht gefällt hat man 
wohl von Anfang an was derbe falsch gemacht.
er sagt ja selber er ist zu "faul" die ganze Kiste aus anderem Material 
nochmal zu bauen
Er kann aber auch satt Farbe drüberpinseln, mehrschichtig und schön nass 
in nass, dann verläuft sich die Struktur und zum Schluss nochmal einen 
reichlich dunklen Farbton als Mattlack drüberrollen und weg sind die 
Fasern.

Aber ganz ehrlich, wie dicht sitzt ihr an euren Boxen dran dass ihr euch 
an der Oberflächenstruktur stört? Von OSB-Platten als Gehäuseplatten zu 
einer Klavierlackoptik zu wollen...

Das halte ich für genauso dämlich wie MS seinem Desktop-Betriebssystem 
plötzlich das Smartphone-WischieWaschi per neuer Oberfläche einimpfen 
wollte.

*muahaha, duck und wech*
Persönliche Seite #4781201
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MaWin schrieb:
> Noch fälscher. Ich weiss das, ich habe eine teure IKEA Küche. Diese
> Folierung ist der übelste Scheiss. Reisst beim leichtesten anecken ein,
> dann geht Wasser drunter, dadurch löst sie sich ab.
>
> Reinigungsmittel verträgt sie auch nicht, löst sich auf, so als ob mehr
> Weichmacher entsteht.

noch häßlicher sind die ganzen aufleiernden Kanten rund um heiße 
Bereiche herum, Schränke neben der Backofen-Tür oder über dem Herd, an 
der Wischleiste neben dem Herd
weil die Folie auf die Dauer die Hitze nicht verträgt sieht das nach 5 
Jahre aus wie in nem 2 Sterne Hotel
Gast #4781557
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Mike B. schrieb:
> noch häßlicher sind die ganzen aufleiernden Kanten rund um heiße
> Bereiche herum, Schränke neben der Backofen-Tür oder über dem Herd, an
> der Wischleiste neben dem Herd
> weil die Folie auf die Dauer die Hitze nicht verträgt sieht das nach 5
> Jahre aus wie in nem 2 Sterne Hotel

Wohl wahr, siehe Bild
Angehängte Dateien:
#4782461
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Mit Filz lässt sich eine Box gut kleiden und ist auch dämpfend
gegen Schwingungen...


Eine andere Möglichkeit, die ich selbst oft nutzte:

Box mit Streichfarbe (Acryl oder andere) im gewünschten Farbton
mit Mauserl (Schaumstoffwalze) auftragen, dann Sägespäne in die
feuchte Farbe einstreuen, den nicht haftenden Rest wegblasen...

Je nach Feinheit der Sägespäne ergibt sich eine gewisse Struktur,
nach etwas Anziehzeit des Lackes mit dem Mauserl wieder die Farbe
darüberrollen usw...

Ich habe viele Boxen und Gehäuse so hergestellt, der Vorteil der
Späne ist, dass Unebenheiten einfach ausgeglichen werden können -
und die Struktur ist bestimmbar durch Größe und Beschaffenheit des
eingestreuten Materials...

man kann auch das selbe mit Sand oder anderen Materialien machen...
#4784214
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Rainer U. schrieb:
> Liebe alle,
>
> ich habe mir vor einiger Zeit Lautsprecherboxen selbst gebaut, war mehr
> so als Funktionsmuster gedacht, deshalb außen rum nur aus OSB-Platten.
E1 oder E2? Wenn E2 dann leider nicht für Innenräume geeignet.


> ... nun ich bin aber
> bisschen faul ....
Gut, das sind wir alle.

> und will nicht unbedingt die Gehäuse nochmal "ordentlich"
> bauen, sondern lieber die OSB-"Sauerkraut"-Optik irgendwie beziehen oder
> beschichten, damit man die Teile ins Wohnzimmer stellen kann - was
> würdet Ihr als Material empfehlen, was man mit wenig Übung optisch gut
> hinbekommen könnte?

ALLES ist möglich.
Ich habe schon Lautsprecher mit Weber.floor 4650 (Betonfussboden) 
gesehen.

"Wohnzimmer" & "optisch gut" sind dehnbare Begriffe.
Ich habe schon OSB als Wohnzimmerfussboden gesehen. Der Bauherr fand das 
"optisch irre gut"

6 Dosen und 12g für die Sprayer von der Southside?

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