Kann man auch einen Sender bauen nur mit einer variablen Antenne?
Sie hat ja eine Induktivität und Eigenkapazität. Als variabler
Schwingkreis müsste er ja eine Wirkung erzielen, oder nicht?
Die Frage ist nicht der Wirkungsgrad, sondern nur ob es Möglich wäre.
Das wäre dann ja ähnlich, als ob man eine Posaune spielt ohne
reinzublasen und erwartet, dass Musik raus kommt, nur weil die Geräusche
der Konzertbesucher "moduliert" werden. Werden sie aber nicht.
Aber es gibt eine Art passiven Sender mit Modulation. Diese werden auf
dem Rücken von Bienen montiert. Geht etwa so: Bienen werden mit 1GHz
Radar bestrahlt. 1GHz wird über ein Antennchen empfangen. Zwischen dem
Dipol hänge ne Diode. Diese verzerrt das Signal und moduliert es, und
sendet dann auf 3GHz wieder raus raus.
Das akustische Äquivalent wäre das Teil im Auto das immer dann vibriert
und das man hört, wenn die Musik Laut ist und ein bestimmter Ton im
Bassbereich gespielt wird.
Dein Vergleich hat nur eine entfernte Ähnlichkeit mit einer Wassermühle,
wenn das Mühlrad das Wasserrad steuert, dann hat das natürlich eine
Wirkung auf des abfließende Wasser...
Funkerlein schrieb:> Kann man auch einen Sender bauen nur mit einer variablen Antenne?> Sie hat ja eine Induktivität und Eigenkapazität. Als variabler> Schwingkreis müsste er ja eine Wirkung erzielen, oder nicht?>> Die Frage ist nicht der Wirkungsgrad, sondern nur ob es Möglich wäre.
Das trifft es nicht so richtig, denn da wird die Energie der
Spannungsquelle in Strahlung umgesetzt. Mein Beispiel etwas genauer:
Antenne, Antennleitung, Drehko dort nach Masse und nur den Drehko im
Takt der Musik bewegt...
Diebstahlsicherungen im Kaufhaus funktionieren so.
Ein Saugkreis entzieht seiner Umwelt die Energie... Allerdings muss die
Energie auch erst mal erzeugt werden
Funkerlein schrieb:> Mein Beispiel etwas genauer:> Antenne, Antennleitung, Drehko dort nach Masse und nur den Drehko im> Takt der Musik bewegt...
Das ist noch immer ziemlich ungenau.
Schaltplan?
Wo soll denn bei dem Konzept die Energie herkommen?
In welcher Etfernung soll denn der Empfänger sein?
Wer sendet braucht eine Energiequelle.
Funkerlein schrieb:> Als variabler> Schwingkreis müsste er ja eine Wirkung erzielen.
Ja, er ist in Resonanz oder eben auch nicht mit der ( seeeehr schwachen
) Energie, die er als Empfangsantenne sieht.
So baut man eine abstimmbare Empfangsantenne, aber keinen Sender.
Was Du beschreibst, ist eher eine "magnetische Antenne" oder auch
Loopantenne. ( Google ).
Funkerlein schrieb:> Die Strahlung im All ist ja immer noch da.
Aber um mehrere Größenordnungen weniger. So wenig, dass man sie
gemeinhin mit vielen Transistoren verstärkt, damit man sie überhaupt
hör- oder sichtbar machen kann.
Er hat ja in seinem Eröffnungsbeitrag geschrieben, dass ihm der
Wirkungsgrad egal ist.
Also so 2-3cm um die Antenne herum wird er schon was aufnehmen können.
mit den paar Nanowatt.
Aber die Entfernung schafft auch 'ne Brieftaube ohne überhaupt
abzuheben. Makroskopisch relevante Effekte stelle ich mir anders vor.
Dann mal etwas genauer, zu einem Sender gehört auch ein Empfänger,
jeweils mit geeigneten Antennen.
Beide Antennen sehen in Ruhe das selbe Signal, richtig?
Wenn die Sendeantenne wie in #1 erwähnt verändert wird z.B.
im Morsetakt, ist das mit der Empfangsantenne empfangbar?
Funkerlein schrieb:> Beide Antennen sehen in Ruhe das selbe Signal, richtig?
Nein. Da sich zwei Körper (also die beiden Antennen) nicht zur selben
Zeit am selben Ort befinden können, und schon die Feldstärke von der
Entfernung vom Sender abhängt (mal abgesehen von der Phasenlage) ist das
nicht richtig.
>> Wenn die Sendeantenne wie in #1 erwähnt verändert wird z.B.> im Morsetakt, ist das mit der Empfangsantenne empfangbar?
Was soll "#1" bezeichnen? Um welche Veränderung geht es genau?
Wenn ich mal vermute, was Du meinst, dann ist es prinzipiell richtig,
dass jede Veränderung einer Last (also Schwingkreisfrequenz und dessen
Impedanz), die Feldstärke an jedem anderen Ort verändert.
Wir reden hier allerdings von Effekten, die angesichts der geringen
Leistungen im Allgemeinen unter jeder praktischen Nachweisgrenze liegen.
Unter kontrollierten Bedingungen und mit recht hohen Leistungen wie bei
RFID (Lastmodulation) geht das auch praktisch. Da handelt es sich aber
um Leistungen von Kilowatt die im Umfeld von einigen Metern ausgewertet
werden.
Allgemein, also aus den überall vorhandenen Feldern, lässt sich nichts
praktisches machen.
Wobei man sagen muss, dass die Aussage über die Nicht-Nachweisbarkeit
eine relative ist.
Der Effekt ist z.B. um so besser nachweisbar, je langsamer die
Veränderung erfolgt. Dann kann man mit Integrationszeiten die um
Grössenordnungen länger sind, eine Veränderung nachweisen.
Auch hängt der Effekt natürlich von der Entfernung ab.
Du könntest das ja mal selbst versuchen, in dem Du ein Software Defined
Radio an Deinen Rechner anschliesst und mit GNU-Radio über längere Zeit
den Rauschpegel um die fragliche Frequenz herum misst und integrierst
Dann setzt Du einen Schwingkreis mit Resonanzfrequenz in der Mitte
dieses Bereiches zusammen und misst wieder.
Wenn Du das in einer geringen Entfernung von höchstens einem Meter oder
so machst, könntest Du vielleicht, bei Meßzeiten von einigen Dutzend
Minuten bis einigen Stunden, eine Veränderung feststellen.
Wenn das fehlschlägt, verlängere die Messzeit und/oder verringere die
Entfernung. Ich habe keine Ahnung ob das wirklich klappt, aber
prinzipiell müsste es möglich sein.
Jörg W. schrieb:> Effekthascher schrieb:>> mit den paar Nanowatt.>> Wir reden wohl eher über Femto- oder Attowatt hier. ;)
Das wird wohl so sein :-) Allerdings spielt der Unterschied wohl keine
Rolle, denke ich, falls der TO nicht gerade ein paar Liter flüssigen
Stickstoff herumstehen hat.
Effekthascher schrieb:> Jörg W. schrieb:>> Effekthascher schrieb:>>> mit den paar Nanowatt.>>>> Wir reden wohl eher über Femto- oder Attowatt hier. ;)>> Das wird wohl so sein :-) Allerdings spielt der Unterschied wohl keine> Rolle, denke ich, falls der TO nicht gerade ein paar Liter flüssigen> Stickstoff herumstehen hat.
Was natürlich Quatsch ist. Aber es sollte ohnehin nur ein Scherz sein
und der ist mir eben misslungen.
Shit happens.
@Effekthascher
Du hast wohl richtig erkannt worum es mir geht.
Die Resonanzfrequenzen lassen sich im Morsetakt umschalten.
Z.B.
Punkt entspricht Frequenz a
Strich dann Frequenz b
Empfängerseitig darf so viel an Technik verwendet werden wie nötig. Ich
habe noch ein paar Kannen flüssiges Helium hier herum stehen.... Ein
Erbfall...
Also geht es nur darum den Träger zu erkennen.
raddar schrieb:> Das wäre dann ja ähnlich, als ob man eine Posaune spielt ohne> reinzublasen und erwartet, dass Musik raus kommt, nur weil die Geräusche> der Konzertbesucher "moduliert" werden. Werden sie aber nicht.>> Aber es gibt eine Art passiven Sender mit Modulation. Diese werden auf> dem Rücken von Bienen montiert. Geht etwa so: Bienen werden mit 1GHz> Radar bestrahlt. 1GHz wird über ein Antennchen empfangen. Zwischen dem> Dipol hänge ne Diode. Diese verzerrt das Signal und moduliert es, und> sendet dann auf 3GHz wieder raus raus.
Auch bei UHF-RFID läuft das so.
Da ist eine Antenne drin, die verstimmt wird.
Man kann sich das so vorstellen, wie mit einem Spiegel signalisieren.
Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Modulierte_R%C3%BCckstreuung
Das ist ganz nett, weil rein passiv, also vom Sender mitversorgt.
Entsprechend hoch ist natürlich die nötige Leistung.
Funkerlein schrieb:> @Effekthascher>> Du hast wohl richtig erkannt worum es mir geht.>> Die Resonanzfrequenzen lassen sich im Morsetakt umschalten.>> Z.B.>> Punkt entspricht Frequenz a> Strich dann Frequenz b>>> Empfängerseitig darf so viel an Technik verwendet werden wie nötig. Ich> habe noch ein paar Kannen flüssiges Helium hier herum stehen.... Ein> Erbfall...>> Also geht es nur darum den Träger zu erkennen.
Aha. Na schön. Dann man tau.
Denn offen gesagt, halte ich eine gewisse Skepsis dahingehend, ob und
wieweit sich diese Diskussion lohnt, für angebracht.
Ich mag mich ja schwer irren, aber ich vermute, dass jemand der genügend
Geld, Mannjahre, Gebäude und Kaffeemaschinen zur Verfügung hat, um so
was zu stemmen, erstens nicht so fragt oder falls er reiner Manager ist,
unter den an der Kaffeemaschine stehenden Mannjahren ein paar kennt, die
er fragen könnte.
Falls ich mich aber nicht irre, bin ich auf Deine Erklärung des Wer,
wozu und mit welchem Hintergrund an Material, Wissen und Geld Du das
angehen willst, milde gespannt.
Nimm das als Scherz, (der mir hoffentlich diesmal besser gelingt), aber
es fehlt eigentlich nur noch, dass Du eine Schaltung suchst, die Du an
einen Arduino hängen kannst. Nichts für ungut. :-)
Also reizen könnte mich sowas schon, aber unter einer Million braucht
man da, so ganz grob geschätzt, gar nicht die fellgefütterten Puschen
auszuziehen. Und vermutlich geht der grösste Teil davon schon für Kaffee
und Teilchen drauf. Wobei solche Kryo-Schaltungen an sich schon gemacht
worden sind. Aber heftiges Zeug sowas. So richtig was, um sich die Haare
grau zu färben.
Naja.
Komisch, wie hier um die eigentliche Sache
herumgeredet wird.
Machen wir doch einfach ein Gedankenexperiment:
Jede Empfangsantenne strahlt die Hälfte
der Empfangsenergie wieder ab.
Wenn ich also die Empfangsenergie moduliere,
z.B. durch eine Längenänderung, eine C-Abstimmung
oder durch Einfügen eines Kohlemikrofons,
dann wird automatisch die abgestrahlte Energie
gleichermaßen moduliert und ein Empfänger
kann die Modulation aufnehmen.
Das ist eine grundsätzliche Sache.
Von Frequenz, Watts oder sonstwas reden wir gar nicht.
Wer will, kann das Gedankenexperiment
im physikalischen Experiment leicht nachprüfen.
HF-Bastler schrieb:> Jede Empfangsantenne strahlt die Hälfte> der Empfangsenergie wieder ab.> Wenn ich also die Empfangsenergie moduliere,> z.B. durch eine Längenänderung, eine C-Abstimmung> oder durch Einfügen eines Kohlemikrofons,> dann wird automatisch die abgestrahlte Energie> gleichermaßen moduliert und ein Empfänger> kann die Modulation aufnehmen.
Das setzt aber eine halbwegs abgestimmte Antenne voraus.
Das Funkerlein wollte aber die immer vorhandene Störstrahlung
modulieren.
Wie will er denn eine passende Antenne basteln, die vom Netzbrumm über
PLC-Rauschen bis zu kosmischen Strahlung gleichermaßen abgestimmt ist?
Er wird sich für eine bestimmte Frequenz entscheiden müssen, wobei ich
bezweifel, das er dann den passenden hochempfindlichen Empfänger findet.
> Das ist eine grundsätzliche Sache.
Eben...
> Von Frequenz, Watts oder sonstwas reden wir gar nicht.
Müssen wir aber ;-)
> Wer will, kann das Gedankenexperiment> im physikalischen Experiment leicht nachprüfen.
"Leicht"? Naja...
Old-Papa
Old P. schrieb:> Wie will er denn eine passende Antenne basteln, die vom Netzbrumm über> PLC-Rauschen bis zu kosmischen Strahlung gleichermaßen abgestimmt ist?> Er wird sich für eine bestimmte Frequenz entscheiden müssen..
Die 'immer vorhandene Störstrahlung' ist quasi ein Rauschen,
aus dem sich jede Antenne ihren Resonanzanteil herausfischt.
Das Prinzip funktioniert also mit jeder beliebigen Antenne
und Frequenz.
Die Intensität interessiert dabei zunächst nicht.
> bezweifel, das er dann den passenden hochempfindlichen Empfänger findet.
Wenn wir das Funktionsprinzip grundsätzlich betrachten,
wird überhaupt kein Empfänger benötigt.
> "Leicht"? Naja...
Nimm einen kräftigen Rauschgenerator
mit breitbandiger Sendeantenne,
einen Dipol mit Kohlemikrofon
und einen genügend empfindlichen Empfänger.
Die Sache funktioniert immer.
Als es noch Hochantennen gab und Empfänger,
deren Abstimmkreis direkt an der Antenne lag,
passierte es tatsächlich gelegentlich,
dass ein Empfänger auf einen benachbarten einwirkte,
ohne dass er sendete,
nur über die variable Dämpfung des Empfangssignals.
Euer Gedankenfehler besteht darin,
dass Ihr Euch an Nebensächlichkeiten festklammert
statt auf das reine Prinzip zu reduzieren.
HF-Bastler schrieb:> passierte es tatsächlich gelegentlich,> dass ein Empfänger auf einen benachbarten einwirkte
Kaum.
Was zuhauf passierte damals war, dass überkritisch gekoppelte Audions
tatsächlich was wieder abstrahlten und damit die Nachbarschaft
störten.
Selbstverständlich kannst du im reaktiven Nahfeld einer Antenne eine
Rückwirkung auf benachbarte Strukturen erzielen (sonst würde es keine
Yagi geben), aber dein „einfaches Gedankenexperiment“ ist ansonsten
reichlich theoretisch.
Aber macht mal, verbünde dich einfach mit Funkerlein, ihr werdet das
schon hin bekommen.
HF-Bastler schrieb:>> Die 'immer vorhandene Störstrahlung' ist quasi ein Rauschen,> aus dem sich jede Antenne ihren Resonanzanteil herausfischt.> Das Prinzip funktioniert also mit jeder beliebigen Antenne> und Frequenz.
So gesehen hast Du recht (ich war um 4Uhr noch nicht wach ;-)
> Die Intensität interessiert dabei zunächst nicht.
Doch, was will man sonst modulieren?
> Wenn wir das Funktionsprinzip grundsätzlich betrachten,> wird überhaupt kein Empfänger benötigt.
Und wer oder was wertet dann aus?
> Nimm einen kräftigen Rauschgenerator> mit breitbandiger Sendeantene,
hätte ich da.
> einen Dipol mit Kohlemikrofon> und einen genügend empfindlichen Empfänger.
Wie jetzt, doch Empfänger?
> Die Sache funktioniert immer.
In der Theorie vieleicht.
> Als es noch Hochantennen gab und Empfänger,> deren Abstimmkreis direkt an der Antenne lag,> passierte es tatsächlich gelegentlich,> dass ein Empfänger auf einen benachbarten einwirkte,> ohne dass er sendete,> nur über die variable Dämpfung des Empfangssignals.
Nein, weil das Audion überpeest war!
> Euer Gedankenfehler besteht darin,> dass Ihr Euch an Nebensächlichkeiten festklammert> statt auf das reine Prinzip zu reduzieren.
Ich habe mich bisher immer an Hauptsächlichkeiten gehalten und bin damit
gut gefahren. Reine Prinzipprojekte funktionieren ja in der Praxis nie.
Old-Papa
HF-Bastler schrieb:
> Komisch, wie hier um die eigentliche Sache> herumgeredet wird.> Euer Gedankenfehler besteht darin,> dass Ihr Euch an Nebensächlichkeiten festklammert> statt auf das reine Prinzip zu reduzieren.
Es wäre freundlich, wenn Du uns die persönlichen Herabsetzungen ersparen
könntest, so mild sie auch formuliert sind, sind sie unangenehm und
einem sachlichen Gespräch nicht förderlich. So abwegig, dass man Anlass
hat, einige hier in Bausch und Bogen abzuqualifizieren, sind die
bisherigen Äusserungen, meiner Meinung nach, nicht.
In dem Ton jedenfalls nicht! Ich mag mich in der einen oder anderen
Hinsicht irren, aber ein dummer Junge bin ich nicht. Auch liebe ich
meine Ansichten nicht so sehr, dass ich mich daran "festklammern"
wollte.
Eine freundliche oder auch nur höfliche Stellungnahme von Dir zu der Art
und Weise würde ich begrüssen.
Dann können wir über die Sache reden. Oder auch nicht.
Mir erscheint es eher so, als wolle man die guten Leute hier nur mit
unnötigen Nonsens beschäftigen.
Prinzipiell gibt es das bereits bei RFID.
Das reicht doch dann auch!
Nur dass es nicht mit "Störstrahlung" funktioniert.
Zudem, definiere Störstrahlung!
Oder meinst Du etwa, wenn man genügend Furze aus der Umgebung aufriecht,
dann kann man seinen eigenen Furz daraus kreieren?
MfG
Tatsächlich halte ich das mit der wieder abgestrahlten Leistung für eine
mögliche Sichtweise wie man die Anpassung der Antenne an den Freiraum
bzw. die räumliche Energieverteilung beschreibt. Ein
Gleichgewichtszustand. Was da nun Ursache und Wirkung ist? Keines von
beiden meine ich. OK. Da ist natürlich eine Verzögerung im
relativistischen Bereich. Das passiert ja nicht instantan.
Die Betrachtung als Lastwiderstand im Freiraum wäre demnach eine andere
Sichtweise, die natürlich der anderen nicht widersprechen kann.
Aber eben keine Nebensächlichkeit und schon gar keine, welche durch die
andere Sichtweise falsifiziert wird.
Aber das ist nur meine Meinung. Auswendig kenne ich den Rothammel nun
auch nicht. Müsste eher wieder mal nachlesen, was er dazu meint. Ist
schon eine Weile her und nicht mein tägliches Brot. Was meint Ihr, Papa
und Jörg?
Effekthascher schrieb:> Tatsächlich halte ich das mit der wieder abgestrahlten Leistung für eine> mögliche Sichtweise wie man die Anpassung der Antenne an den Freiraum> bzw. die räumliche Energieverteilung beschreibt.
Irgendwie so, allerdings nicht als „die Hälfte wird wieder abgestrahlt“.
Wenn du einfach ein Stück Metall in die Gegend hälst, wird es zwar
in seiner Umgebung das Feld beeinflussen, aber es entnimmt natürlich
nur das an Energie, was in den Verlusten des Metalls selbst verbraucht
wird. Hängt man an dieses Stück nun einen Widerstand (bspw. den
Empfängereingang), dann entnimmt es einen größeren Anteil. Ob man
nun das, was es nicht entnimmt, als „wieder abgestrahlt“ oder als
„wurde nicht beeinflusst“ ansieht, dürfte relativ nebensächlich sein.
Letzten Endes sind das aber alles verschwindend kleine Leistungen.
Wenn man wirklich „freie Energie“ ausnutzen will, ist es viel
effizienter, das Sonnenlicht zu nehmen, solange sie scheint, und davon
gleich so viel zu hamstern, dass man für den Rest der Zeit einen Akku
damit lädt. Diese Einstrahlung ist um viele Größenordnungen höher als
alles Rauschen rundrum.
Jörg W. schrieb:> Effekthascher schrieb:>> Tatsächlich halte ich das mit der wieder abgestrahlten Leistung für eine>> mögliche Sichtweise wie man die Anpassung der Antenne an den Freiraum>> bzw. die räumliche Energieverteilung beschreibt.>> Irgendwie so, allerdings nicht als „die Hälfte wird wieder abgestrahlt“.
Sicher nicht. Das würde ja voraussetzen, dass die Energie ohne Verlust
in die Antenne einstrahlt, und die das ohne Verlust wieder abstrahlt.
Aber, naja; wenn man mal das Ideal der Leistungsanpassung nimmt, dann
bleiben da irgendwo zwei Hälften. Ist doch ein netter "Fixpunkt".
> Wenn du einfach ein Stück Metall in die Gegend hälst, wird es zwar> in seiner Umgebung das Feld beeinflussen, aber es entnimmt natürlich> nur das an Energie, was in den Verlusten des Metalls selbst verbraucht> wird. Hängt man an dieses Stück nun einen Widerstand (bspw. den> Empfängereingang), dann entnimmt es einen größeren Anteil. Ob man> nun das, was es nicht entnimmt, als „wieder abgestrahlt“ oder als> „wurde nicht beeinflusst“ ansieht, dürfte relativ nebensächlich sein.
Für eine praktische Umsetzung wohl sicher nicht. Eine genaue Erklärung
finde ich aber dennoch sehr interessant. Andere stricken halt.
Denn es scheint mir ein Unterschied zu sein, ob an der Stelle nur
lediglich eine "Senke" oder ein Strahler vorhanden ist. Das kann man
natürlich miteinander verrechnen und am Ende kommt eine Senke heraus.
Aber dennoch ... Ein bisschen Phasenverschiebung? Ein paar Attosekunden?
Nein?
> Letzten Endes sind das aber alles verschwindend kleine Leistungen.> Wenn man wirklich „freie Energie“ ausnutzen will, ist es viel> effizienter, das Sonnenlicht zu nehmen, solange sie scheint, und davon> gleich so viel zu hamstern, dass man für den Rest der Zeit einen Akku> damit lädt. Diese Einstrahlung ist um viele Größenordnungen höher als> alles Rauschen rundrum.
Sicherlich. Das es energetisch kann es hier sicher um eine Gewinnung
gehen kann scheint mir ohnehin unstreigt. Darum geht es mir auch nicht.
Ich denke, dass habe ich auch klargemacht.
Übrigens, scheint der TO ohnehin noch seine Groschen zu zählen. Nichts
mehr gelesen von ihm.
Funkerlein schrieb:> Nein, nein, ich lese hier eifrig mit welche Gedankengänge hier ablaufen.>> Für mich ist es sehr interessant.
Na dann bin ich raus.
Funkerlein schrieb:> Kann man auch einen Sender bauen nur mit einer variablen Antenne?> Sie hat ja eine Induktivität und Eigenkapazität. Als variabler> Schwingkreis müsste er ja eine Wirkung erzielen, oder nicht?> Die Frage ist nicht der Wirkungsgrad, sondern nur ob es Möglich wäre.> Es soll die existierende in der Umwelt vorhandene Störstrahlung> moduliert werden durch Änderung der Antenneneigenschaften.> Mein Beispiel etwas genauer:> Antenne, Antennleitung, Drehko dort nach Masse> und nur den Drehko im Takt der Musik bewegt...
Zur Erinnerung noch einmal der Text des TO.
Es geht ihm um das Prinzip
und keiner der Besserwisser mit ihren 1000 Gegenargumenten
von Leistung, Nutzen, Realisierbarkeit und was noch alles,
scheint das begriffen zu haben.
Dabei ist die Sache physikalisch völlig klar:
Ein Teil der aus dem Strahlungsfeld aufgenommenen Energie
wird von der Antenne wieder abgestrahlt,
die dadurch zum Sender wird,
(nachzulesen in jedem Lehrbuch über Antennen).
Wenn ich die Eigenschaften der Antenne verändere,
verändere ich auch die aufgenommene
und wieder abgestrahlte Energie,
was ich mit einem Empfänger nachweisen kann.
Das sind uralte Hüte !
Ein akustisches Analogon kennt jeder:
Das Rauschen in einer an das Ohr gehaltenen Muschel
ist eine Selektion aus dem Umgebungsrauschen.
Wenn ich die Muscheldimensionen ändere,
ändere ich damit die Resonanz-Tonhöhe des Muschelrauschens
und bei nicht-weissem Umgebungsrauschen auch die Amplitude.
Wer keine Muschel hat, darf es mit der hohlen Hand probieren.
Sorry, wer das nicht kapiert,
dem kann ich nicht mehr helfen.
Darum verzieh ich mich jetzt,
bevor der Shitstorm losbricht.
Funkerlein schrieb:> Kann man auch einen Sender bauen nur mit einer variablen Antenne?> Sie hat ja eine Induktivität und Eigenkapazität. Als variabler> Schwingkreis müsste er ja eine Wirkung erzielen, oder nicht?
Die in einen Schwingkreis fließende Energie wird benötigt um die
Schwingung aufrechtzuerhalten.
Die in eine Antenne fließende Energie wird abgestrahlt und steht deshalb
nicht mehr für das aufrechterhalten der Schwingung zur Verfügung.
Funkerlein schrieb:> Wenn die Sendeantenne wie in #1 erwähnt verändert wird z.B.> im Morsetakt, ist das mit der Empfangsantenne empfangbar?
Was Du meinst heißt Frequenzmodulation.
Funkerlein schrieb:> Es soll die existierende in der Umwelt vorhandene Störstrahlung> moduliert werden durch Änderung der Antenneneigenschaften.
Da kommt mir irgendwie das Wort Apertur in den Sinn.
ottonormaloser schrieb:> Funkerlein schrieb:>> Wenn die Sendeantenne wie in #1 erwähnt verändert wird z.B.>> im Morsetakt, ist das mit der Empfangsantenne empfangbar?>> Was Du meinst heißt Frequenzmodulation.
Falsch!
Was hat die Sendeantenne mit der Frequenz des Sendesignales zu tun? Sie
strahlt es nur ab. Und wenn sie verstimmt wird, strahlt sie es mit
schechterem Wirkungsgrad ab. Also mit kleinerer Amplitude. Aber sie
verändert nicht die Frequenz des Senders.
Fazit: Amplitudenmodulation und keine Frequenzmodulation
Funkerlein schrieb:> F: Frequenz> S: Shift> M: Modulation
Und jetzt erklär mir doch mal, wie eine Antenne die Frequenz des
Sender-Oszillators verschieben kann.
Das kann sie höchstens machen, wenn die Antenne (ohne Pufferstufe!)
direkt an den Oszillator gekoppelt ist und das ganze Gebilde dadurch
handempfindlich wird. Also kein "Sender" existiert, sondern ein Haufen
gebastelter Pfusch.
Funkerlein schrieb:> Steht alles?> Im Kontext hier drin.
Deine ganzen Annahmen sind einfach falsch. Das wurde dir aber schon
einige Male von verschiedenen Leuten erklärt.
>> Es handelt sich NICHT um einen Sender so wie man ihn gewöhnlich kennt.
In dem Falle, wo du nur eine Antenne verstimmst, auch wenn es nur die
Empfangsantenne ist, hat das keinerlei Einfluß auf die Frequenz. Du
veränderst ja nur die Reaktion auf eine Frequenz, die von außen kommt.
>> Antennenkreis mit zwei Zuständen.
Das sagte ich gerade. Du veränderst die Reaktion auf eine von außen
angelegte Frequenz. Das Ergebnis ist eine sogenannte "Lastmodulation",
wie sie von RFID bekannt ist. Das ändert aber die Amplitude, also ist
das eine ASK-Modulation (Amplitude Shift Keying).
asd schrieb:> Das wurde dir aber schon einige Male von verschiedenen Leuten erklärt.
Das sind doch alles die „Besserwisser“, das hast du noch nicht
begriffen.
Ich schlage daher vor, dass wir einfach die „Nicht-Besserwisser“ das
Experiment mal durchführen lassen, sie mögen dann hier doch mal
berichten.
Jörg W. schrieb:> asd schrieb:>> Das wurde dir aber schon einige Male von verschiedenen Leuten erklärt.>> Das sind doch alles die „Besserwisser“, das hast du noch nicht> begriffen.>> Ich schlage daher vor, dass wir einfach die „Nicht-Besserwisser“ das> Experiment mal durchführen lassen, sie mögen dann hier doch mal> berichten.
Einverstanden :-)
HF-Bastler schrieb:> Dabei ist die Sache physikalisch völlig klar:> Ein Teil der aus dem Strahlungsfeld aufgenommenen Energie> wird von der Antenne wieder abgestrahlt,> die dadurch zum Sender wird,
Hi,
passive Umlenkantennen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Passive_Richtfunkumlenkunghttp://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42621059.html
oder auch umgekehrt "Vernichtung von HF-Energie" zur Erzielung einer
Ausblendung in bestimmte Richtung.
"...Wegen der Auflagen des Genfer Wellenplans musste bei Sendebetrieb
mit 600 Kilowatt während der Nachtstunden eine Ausblendung in
nordöstlicher Richtung erfolgen, um die Abstrahlung und den Empfang des
frequenzgleichen Sender in Sankt Petersburg nicht zu stören. Hierfür
wurde 1978 ein 71 m hoher, gegen Erde isolierter abgespannter
Stahlfachwerkmast in der Nähe des beschriebenen Rohrmastes errichtet.
Dieser Reflektormast ist mit der Leistungsreduzierung des Senders auf
100 Kilowatt im Jahr 1994 entbehrlich, da bei dieser Leistung auch
nachts mit Rundstrahlung ohne zu erwartende Störung des Senders in Sankt
Petersburg gesendet werden kann. Er wurde 1999 abgebaut und dient
seitdem am Mittelwellensender Hof als Sendemast...."
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Ismaning
Am 30. September 2015 erfolgte die endgültige Abschaltung aller
bayerischen MW-Sender[2]. "schnüf"
ciao
gustav
Jörg W. schrieb:> Effekthascher schrieb:>> mit den paar Nanowatt.>> Wir reden wohl eher über Femto- oder Attowatt hier. ;)
Wie war es eigentlich bei der Apollo-Missione und erster Mondlandung?
Die hatten doch auch eine Sprechverbindung per Funk, oder nicht?
Welche Leistung kam dort auf dem Mond an?
Funkerlein schrieb:> Jörg W. schrieb:>> Effekthascher schrieb:>>> mit den paar Nanowatt.>>>> Wir reden wohl eher über Femto- oder Attowatt hier. ;)>> Wie war es eigentlich bei der Apollo-Missione und erster Mondlandung?>> Die hatten doch auch eine Sprechverbindung per Funk, oder nicht?>> Welche Leistung kam dort auf dem Mond an?
Die hatten aber Sender und Empfänger. Die Empfänger sind aktive
Empfänger. Die haben nicht "irgendwelche Strahlung" passiv empfangen,
dann moduliert und dieses wieder passiv abgestrahlt.
Funkerlein schrieb:> Jörg W. schrieb:>> Wir reden wohl eher über Femto- oder Attowatt hier. ;)>> Wie war es eigentlich bei der Apollo-Missione und erster Mondlandung?https://en.wikipedia.org/wiki/Unified_S-band#Ranging> Welche Leistung kam dort auf dem Mond an?
schätze einstelliger dB Bereich.
Funkerlein schrieb:>> Wie war es eigentlich bei der Apollo-Missione und erster Mondlandung?>> Die hatten doch auch eine Sprechverbindung per Funk, oder nicht?>> Welche Leistung kam dort auf dem Mond an?
Teilweise überhaupt nichts, das war eines der Probleme.
Mit Deiner ulkigen "passiven-aus-Störspektrum-FSM" hätten die schon auf
der Erde nüscht jehört.
Old-Papa
Funkerlein schrieb:> a stand aber nur dB und nicht dBm
Ja Fachchinesisch ist manchmal undeutlich in der Aussprache, aber wer
sich mit der Materie auskennt, kommt eh auf die einzig sinnvolle
Interpretation.
bitwurschtler schrieb:> kommt eh auf die einzig sinnvolle Interpretation.
Es gab in diesem Zusammenhang keine einzig sinnvolle Interpretation.
Es ging um die Signalstärken, die auf dem Mond ankamen. Signale im
einstelligen dBm-Bereich kann es dort höchstens von der Appollo
selbst gegeben haben.
Aber macht einfach weiter mit dem, was ihr da „Fachchinesisch“ nennt.
Die anderen gehen sich zwischendurch mal Popcorn holen.
Nachdem hier zur Frage nach der Leistung auf dem Mond noch keine
aussagekräftige Antwort kam brauche ich eine wesentliche wichtigere
Frage eigentlich nicht mehr stellen. Ich tue es trotzdem.
In der Apollo Kapsel gab es noch einen Notfallsender auf MW. Der sollte
im Notfall Nachrichten im Morsecode absetzen. Eine Antenne kann ich mir
noch vorstellen. Wo bleibt die Erdverbindung? Welche Leistung wäre auf
der Erde angekommen?
Funkerlein schrieb:>> In der Apollo Kapsel gab es noch einen Notfallsender auf MW. Der sollte> im Notfall Nachrichten im Morsecode absetzen.
Dazu lässt sich nichts finden. Link?
Hast du vielleicht die deutsche mit der englischen Abkürzung
verwechselt? Microwave vs. Mittelwelle?
https://en.wikipedia.org/wiki/Unified_S-band
Vermutlich ist er der englischen Sprache nicht mächtig, und hält daher
den 512-kHz-Subcarrier für Mittelwelle … Als ewiger „Besserwisser“
hält sich aber meine Bereitschaft, dem TE hier irgendwie zu helfen,
deutlich in Grenzen.
@ Funkerlein
In drei Wochen hast Du es nicht geschafft, eine Formel für die
Empfangsleistung und irgendwelche Daten über die Sendeleistung zu
finden?
Mit dem Sucbegriff "Leistung an einer Empfangsantenne" findet sich z.B.
das hier:
http://www.hs-augsburg.de/~clemen/lehre/Skript_Wellen/10Antennen.PDF
In Kapitel 10.5 findet sich eine Formel. OK. Man muss noch ein wenig
Gehirnschmalz reinstecken, aber nimmt man mal vereinfachend an, dass der
Antennengewinn beider Antennen 1 ist, die Antennen jeweils Lambda / 2,
die Leistung 10W und die Frequenz 50MHz ergibt sich das Bild aus meinem
Anhang.
Zwar passen die vereinfachenden Annahmen nicht zur Apollo-Mission, aber
Du darfst dann auch mal was selber machen.
Man sieht jedenfalls, dass die Grössenordnung Atto = 10^-15 in Bezug auf
die Leistung nicht völlig aus der Luft gegriffen ist.
Die Frequenz geht quadratisch ein, d.h. wird sie verzehnfacht, so sinkt
die Leistung auf ein Hundertsel. Eine andere Antenne, insbesondere
Richtantennen bewirken im Vergleich geringe aber durchaus merkliche
Erhöhungen der Leistungen. Eine Erhöhung der Sendeleistung um den Faktor
10 erhöht auch die Empfangsleistung um 10. Dazu gibt es weitere
Faktoren, die Du aber auch mal selbst recherchieren darfst. Insbesondere
beeinflusst die Tatsache, dass so eine Übertragung auf der Erde durch
die dort herrschenden Bedingungen beeinflusst wird.
Sorry. 10^-15 ist natürlich Femto.
Auch ist mir der letzte Satz irgendwie verunglückt. Er sollte heissen:
Insbesondere beeinflusst die Tatsache, dass so eine Übertragung auf der
Erde stattfindet, durch die dort herrschenden Bedingungen die ankommende
Leistung.
Die Entfernung ist in dem Plot fast im astronomischen (1/3 des
Mond-Erde-Abstandes) Maßstab angegeben.
Natürlich ergeben sich auf der Erde günstigere Verhältnisse, wenn man
nur die Entfernung betrachtet; sie ist ja mit einigen Hundert bis
einigen Tausend Kilometern wesentlich geringer. Da landet man dann eher
im Picowatt- bis Nanowatt-Bereich. Aber immer noch ziemlich wenig.
Und dann kommen noch die erwähnten anderen Effekte hinzu, auf die ich
nicht im Einzelnen eingegangen bin. Und die sind in der Regel dämpfend
und nicht verstärkend.