3D-Gehäuse mit Linux designen?

Persönliche Seite #4803253
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Guten Morgen,

hat jemand einen Tipp, mit welcher Linux-Software man nicht all zu 
schwierig Gehäuse für Elektronik designen kann, die dann per 3d-Drucker 
druckbar sind?

Bisher hab ich nur CAD-Programme gefunden, in denen man alles textuell 
definieren muss, was ich nicht für sehr praktisch halte ...

Viele Grüße,
Mampf
Gast #4803276
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Mampf F. schrieb:
> Guten Morgen,
>
> hat jemand einen Tipp, mit welcher Linux-Software man nicht all zu
> schwierig Gehäuse für Elektronik designen kann, die dann per 3d-Drucker
> druckbar sind?
>
> Bisher hab ich nur CAD-Programme gefunden, in denen man alles textuell
> definieren muss, was ich nicht für sehr praktisch halte ...

Du redest von OpenSCAD, nehme ich an?
Ich persönlich habe den textuellen/Programmier-Ansatz von OpenSCAD 
schätzen gelernt und benutze das mittlerweile ausschliesslich, um 
3D-Modelle für den 3D-Druck zu entwerfen. Der grosse Vorteil daran ist 
in meinen Augen halt, dass alles parametrisierbar ist.

Ansonsten kann man z.B. das bereits erwähnte FreeCAD benutzen. Blender 
geht auch, falls man damit vielleicht schon Erfahrung hat.
Persönliche Seite #4803380
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Oyoyo schrieb:
> Ich persönlich habe den textuellen/Programmier-Ansatz von OpenSCAD
> schätzen gelernt

Mmhmm ... Ich glaub ich muss mir das doch mal genau anschauen :) Ich 
verwende ja zB auch 1000-mal lieber LaTeX als irgendein Office ... Vlt 
liegt mir das doch :)

Freecad schau ich mir auf jedenfall auch noch an.

Blender ist zu overcomplicated imho, das lass ich mal weg :)

Danke!
Moderator Persönliche Seite #4803392
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Mampf F. schrieb:
> Oyoyo schrieb:
>> Ich persönlich habe den textuellen/Programmier-Ansatz von OpenSCAD
>> schätzen gelernt
>
> Mmhmm ... Ich glaub ich muss mir das doch mal genau anschauen :) Ich
> verwende ja zB auch 1000-mal lieber LaTeX als irgendein Office ... Vlt
> liegt mir das doch :)
>
> Freecad schau ich mir auf jedenfall auch noch an.

FreeCAD macht im Prinzip auch nichts anderes als OpenSCAD, es ist ja 
auch ein parametrisches CAD, nur eben hauptsächlich grafisch. Du hast 
dort aber genau so die Möglichkeit, alle Parameter zu ändern bzw. exakt 
anzugeben.
Darüberhinaus gibt es mittlerweile sehr gute Erweiterungen, bspw. um 
eine Schraube automatisch bis zum Anschlag in ein Gewinde schnappen zu 
lassen, ohne mühsam hin und her zu schieben, bis es passt. oder eine 
Workbench für Schraubengenerierung usw.

> Blender ist zu overcomplicated imho, das lass ich mal weg :)

Blender ist einfach für andere Anwendungen gedacht.

Wir erstellen unsere CAD-Sachen (auch für den 3D-Druck) unter FreeCAD.
Das funktioniert sehr gut.

> Danke!

Bitte! :-)
Persönliche Seite #4803399
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Chris D. schrieb:
> bzw. exakt
> anzugeben.

Genau das ist das wichtige ... Ich hatte für meine Diplomarbei mal mit 
Sketchup "gespielt", das war ein Trauerspiel ... Also es kam schon was 
raus, aber ich bin kein Fan von WYSIWYG Editoren ... Insbesondere wenn 
ich die exakten Maße meiner Platine hab mit den exakten Positionen 
meiner Bohrungen für die Halterungen usw und ich muss ewig rumspielen, 
bis ich das irgendwie hingefummelt hab.

FreeCad und OpenSCAD sehen wirklich super aus!

Danke nochmal für die Tipps :)
#4803445
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Onshape ist für mich für 3D-Konstruktionen die SW der Wahl! Braucht ein 
paar Tage Übungszeit, aber dann erstellt man auch als Laie sehr schnell 
komplexe Konstruktionen. Ausgae in step, dxf, STL etc. alles 
inbegriffen!
Private Nutzung ist gratis (alle Dokumente sind aber öffentlich).
Kommerzielle Nutzung kostet $100/Monat
Persönliche Seite #4803473
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Mampf F. schrieb:
> Für OpenSCAD hab ich da noch nichts gefunden.

Nein, OpenSCAD ist aufgrund seiner doch komplett andersartigen 
Vorgehensweise nicht für den Import aus anderen CAD-Formaten geeignet.

Zwar können Dateien im .stl-, .off- und .dxf-Format importiert werden, 
diese aber werden dann nicht in OpenSCAD-Primitive zur 
Weiterverarbeitung transformiert, sondern bilden ein vorgegebenes 
Objekt.
#4803773
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Mampf F. schrieb:
> Hab meine Kicad-Platine jetzt (leider ohne Farben) doch geschafft, in
> das OpenSCAD reinzubekommen ...
>
> Muss sagen, sehr geil! Vorallem, man kann auch mit Variablen arbeiten,
> was natürlich ein unglaublicher Vorteil ist :)
>
> FreeCad war mir dann doch zuviel rumgeklicke :)

Hut ab! Wobei ich jetzt gerade echt verwundert bin, ich hätte jetzt auch 
stark vermutet, dass das bei OpenSCAD gar nicht geht.
Wie hast Du das gemacht?
#4803803
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Mampf F. schrieb:
> Muss sagen, sehr geil! Vorallem, man kann auch mit Variablen arbeiten,
> was natürlich ein unglaublicher Vorteil ist :)

Ja aber! Die Variablen sind keine. Das sind Konstanten, d.h. die aendern 
sich im 'Verlauf' des Skriptes nicht / es gilt der letzte zugewiesene 
Wert auch schon ganz am Anfang.

Um mit Openscad wirklich Spass in dieser Hinsicht zu haben muss man es 
mit Python oder Clojure paaren (SolidPython / scad-clj).

Dann kann man auch vernünftig Dinge über Schleifen machen etc.


Gepaart mit einem Auto-builder und Openscad auf 'automatisch neu 
rendern' eingestellt geht das dann wirklich gut.

Autobuilder fuer Linux:
1
import pyinotify
2
import subprocess
3

4
scad_filename = 'test_scad.py'
5

6
class ModHandler(pyinotify.ProcessEvent):
7
    # evt has useful properties, including pathname
8
    def process_IN_CLOSE_WRITE(self, evt):
9
        if scad_filename in evt.pathname:
10
            print 'triggered rebuild', evt
11
            p = subprocess.Popen(['python', scad_filename])
12
            p.communicate()
13

14
    def process_IN_MODIFY(self, evt):
15
        print 'create'
16

17
handler = ModHandler()
18
wm = pyinotify.WatchManager()
19
notifier = pyinotify.Notifier(wm, handler)
20
wdd = wm.add_watch('./', pyinotify.IN_CLOSE_WRITE )
21
notifier.loop()
Persönliche Seite #4803838
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Joachim S. schrieb:
> Wobei ich jetzt gerade echt verwundert bin, ich hätte jetzt auch
> stark vermutet, dass das bei OpenSCAD gar nicht geht.
> Wie hast Du das gemacht?

In PCBNew als vwrl exportiert, dann in Meshlab importiert, als stl 
exportiert, dann in OpenSCAD importiert.

Das Importierte kann man dann mit Translate verschieben, wohin man es 
haben möchte :)

Florian F. schrieb:
> es gilt der letzte zugewiesene
> Wert auch schon ganz am Anfang.

Oh, gut zu wissen, Danke!

Florian F. schrieb:
> Um mit Openscad wirklich Spass in dieser Hinsicht zu haben muss man es
> mit Python oder Clojure paaren (SolidPython / scad-clj).
>
> Dann kann man auch vernünftig Dinge über Schleifen machen etc.

Sehr cool! :)
Gast #4803885
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Mampf F. schrieb:
> In PCBNew als vwrl exportiert, dann in Meshlab importiert, als stl
> exportiert, dann in OpenSCAD importiert.
....

vwrl ist eigentlich als Schnittstelle zu "CAD"-Programmen vorgesehen, 
also FreeCAD und Blender ;)

1. KiCAD Erzeugnisse können in allen drei genannten Programmen irgendwie 
importiert werden, FreeCAD ist dabei erste Wahl.

Stichwort 1: FreeCAD-PCB
Stichwort 2: kiCAD StepUP

2. Open SCAD kann ebenfalls in FreeCAD importiert werden und rudimentär 
auch eportiert.
Stichwort: FreeCAD Open SCAD Module

3. Sofern Du für eine fertige Platine ein passendes gehäuse 3D-Druck en 
möchtest kannst Du auch den Thingiverse Customizer nutzen, um SCAD Code 
zu generieren.

Das thingi-Projekt "The Ultimate box maker" macht davon z.B. Gebrauch:
http://www.thingiverse.com/thing:1264391

Kurzum, was ich eigentlich sagen will: BEIDE... :)
Sowohl FreeCAD als auch Open SCAD!

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