Wozu braucht man beim Gewindeschneiapparat diesen Stift?

#4805513
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Guten Morgen,

vielleicht kann mir jemand weiterhelfen... ich möchte mir einen 
Gewindeschneidapparat zulegen und frage mich wozu man diesen Stift (auf 
dem Bild markiert) benötigt?

Brauch ich dazu noch etwas an meiner Standbohrmaschine?

Gruß
Matthias
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Gast #4805517
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Die Trommel am Apparat ist ein Planetengetriebe, welches die hohe 
Spindeldrehzahl auf eine für das Gewindeschneiden niedrige Drehzahl 
untersetzt. Diese Trommel muss aussen stillstehen damit das Getriebe 
funktioniert. Der Stift liegt beim Schneiden an der Säule der 
Ständerbohrmaschine an, damit die Trommel nicht mitdreht.

-> Es braucht dafür nichts zusätzliches, ausser vielleicht eine 
Verlängerung, falls die Distanz Bohrer-Säule grösser als der Stift 
(korrekt: Mitnehmer) ist.
Gast #4805588
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zoggl schrieb:
> da ist noch ein Kupplung und ein Wendegetriebe drin.

D.h. wenn man den Gewindebohrer zurückzieht, kehrt sich die Drehrichtung 
um, so dass er sich herausschraubt - sehr praktisch, aber die angefragte 
Stange macht dann fast eine ganze Umdrehung, bis sie an der anderen 
Seite der Säule anliegt. Also Nase weg!

Macht man das in Stückzahlen, kann man die Stange auch irgendwie 
festklemmen.

Georg
Gast #4805610
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Cyborg schrieb:
> Georg schrieb:
>> Macht man das in Stückzahlen, kann man die Stange auch irgendwie
>> festklemmen.
>
> Zwei Freiheitsgrade (nämlich Auf und Ab) muss die Stange aber dabei
> verschiebbar bleiben, sonst funktioniert das nicht.

Man muß sie gar nicht festklemmen, sie gleitet an der Säule. Und das 
immer an der gleichen Seite. Dafür ist ja das Wendegetriebe da, damit 
man die Bohrmaschine eben nicht rückwärts laufen lassen muß!
Gast #4805804
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Klaus schrieb:
> So ein Teil lohnt sich doch nur für Kiepenarbeit. Für Einzelstücke tuts
> der Akkuschrauber, der läuft elektrisch rückwärts ohne Spezialgetriebe.
>
> MfG Klaus

Und wie kommt der Akkuschrauber in die säulengeführte Halterung, damit 
die Gewinde gerade geschnitten werden, resp. die Gewindebohrer nicht 
abbrechen?

Leider ist mir noch kein Akku(bohr)schrauber aufgefallen, welcher z.B. 
die bei Handbohrmaschinen übliche 42mm-Aufnahme vorweist. (oder sind's 
43mm?)

N.B.: dies ist der Grund warum ich Proxons vorziehe - für die Dremels 
lässt sich ja keine Aufnahme machen (Gibsabguss tut's nicht...)
#4805810
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Akkuschraubär schrieb:
> oder sind's
> 43mm?)

Sinds.

Akkuschraubär schrieb:
> ....für die Dremels
> lässt sich ja keine Aufnahme machen (Gibsabguss tut's nicht...)

Es gibt aber Leute, die Adapter dafür herstellen:
http://www.ebay.de/itm/Dremel-Adapter-43-mm-Alu-AlZnMgCu-hochfest-f-Bohrstander-eigenbau-CNC-Frase-/162287128536?hash=item25c9110fd8:g:edcAAOxykmZTOE8D

Wer eine Drehbank hat, ist natürlich fein raus.

MfG Paul
#4805825
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Akkuschraubär schrieb:
> Und wie kommt der Akkuschrauber in die säulengeführte Halterung, damit
> die Gewinde gerade geschnitten werden, resp. die Gewindebohrer nicht
> abbrechen?

Ja, genau darum gings mir. Ich hab schiefe Gewinde satt...

Zumindest mir fehlt da einfach der 3-Achsen Blick ob der 
Gewindeschneider nun gerade sitzt oder nicht.

Gewindeschneiapparat wurde auch soeben schon gekauft, mal sehen wenn er 
da ist :=)
Moderator Persönliche Seite #4805856
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Klaus schrieb:
> https://www.youtube.com/watch?v=uA4bgmaaiRI

Aha. Das Video hilft dem Fragesteller nicht weiter.

Er schrieb nur drei Beiträge weiter oben:

Matthias M. schrieb:
> Ja, genau darum gings mir. Ich hab schiefe Gewinde satt...
> Zumindest mir fehlt da einfach der 3-Achsen Blick ob der
> Gewindeschneider nun gerade sitzt oder nicht.

Ich hab früher einen passenden Alu-Klotz mit Bohrung und Sitz für die 
Handbohrmaschine verwendet.

Mittlerweile ist das glücklicherweise nicht mehr nötig :-)
Gast #4805863
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Die Frage ist ja auch schon beantwortet. Der Stift ist zur 
Drehmomentabstützung und schwenkt auch beim Drehrichtungswechsel nicht 
wild umher.

Wir "ratschen" jetzt noch allgemein über das Thema Gewindeschneiden...

Schön finde ich z.B. auch solche extra-Tische mit Parallelführung:
http://www.ebay.de/itm/Gewindeschneidapparat-Druckluft-fuer-Innengewinde-M2-M8-/291191449210
Natürlich teuer.
Würde mich aber reizen, so etwas selbst zu bauen.
Als Antrieb dann eher einen Akkuschrauber.

Und jetzt kommts: Ich möchte mir endlich einen Akkuschrauber so umbauen, 
daß er bei Tastendruck das Gewinde reinschneidet und bei Loslassen der 
Taste einfach die doppelte Zeitdauer des vorherigen Tastendrucks 
zurückdreht. OHNE den fummeligen Schiebestift neben dem "Gasabzug" 
betätigen zu müssen.
Gast #4806008
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Klaus schrieb:
> Für Einzelstücke tuts
> der Akkuschrauber, der läuft elektrisch rückwärts ohne Spezialgetriebe.

Hat aber den Nachteil einer asymmetrischen Masse mit sehr ungünstiger
Hebelwirkung. Da ist der Gewindebohrer, wenn man nicht höllisch aufpasst
in Null, Komma, Nix abgebrochen.
So ein Gewindeschneidapparat hat ein Taumelfutter, so das Verkanten
beim Schneiden und Bruch vermeidet.
Es gibt übrigens auch spezielle Hand-Gewindeschneidapparate mit denen
das auch gut geht.
Gast #4806570
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Werner M. schrieb:
> Akkuschraubär schrieb:
>> Leider ist mir noch kein Akku(bohr)schrauber aufgefallen, welcher z.B.
>> die bei Handbohrmaschinen übliche 42mm-Aufnahme vorweist. (oder sind's
>> 43mm?)
>
> Genau wird es vermutlich 42,8625 mm sein (1 11/16 Inch).

Auf der Insel vielleicht, im normalen Leben und der normalen Welt eben 
42,0 mm

Old-Papa
Gast #4807110
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Jonny S. schrieb:
> Hab mal ein bisschen
> Gegoogelt - das ist schweineteuer :-(

Das ist ja auch was für zumindest halbprofessionelles Arbeiten, als 
Bastler kann man das auch von Hand (ja, wirklich!).

Die meisten Gewinde habe ich mit einer Ständerbohrmaschine gebohrt: 
Maschine anlaufen lassen, abschalten und mit dem Schwung anbohren, damit 
der Gewindebohrer schön senkrecht eintaucht, dann durch Ziehen am 
Keilriemen das Gewinde fertig bohren und ebenso den Bohrer wieder 
rausdrehen. Geht mit einiger Übung ganz fix und präzise.

Georg
Gast #4807185
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Jonny S. schrieb:
> Wäre auch an so einem 'Dingens' interessiert. Hab mal ein bisschen
> Gegoogelt - das ist schweineteuer :-(

Ich hab doch gesagt, Akkuschrauber. Kost nix, hat man schon. Einfach 
frei aus der Hand. Und für kleine Größen ne alte Handleier in den 
Schraubstock spannen und das Werkstück in der Hand halten. Mit dem 
richtigen Gewindeschneider zieht sich das auch grade hin.

Auch mit dem 'Dingens' kann ein Bohrer festfressen und abbrechen. Es 
macht eigentlich nichts besser, nur schneller, wenn man den ganzen Tag 
Gewinde schneiden muß und sich keinen Automaten leisten will.

MfG Klaus
Gast #4807205
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Klaus schrieb:
> Auch mit dem 'Dingens' kann ein Bohrer festfressen und abbrechen. Es
> macht eigentlich nichts besser, nur schneller, wenn man den ganzen Tag
> Gewinde schneiden muß und sich keinen Automaten leisten will.

Klar kann das passieren, aber mit dem Apparat ist es weniger
wahrscheinlich, denn dafür ist das Teil nämlich konstruiert.
Ein Mensch könnte das auch gar nicht den ganzen Tag, weil das
Eintönig wäre und wenn die Konzentration nachlässt, bricht
das Werkzeug halt.
Auch darf man nicht vergessen, dass das Werkstück fixiert
werden muss. Beim Gewindeschneiden gibts gewöhnlich viel
Optimierungspotenzial.
#4807437
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Ja, die Dinger sind (leider) sauteuer, aber da steckt ja auch ordentlich 
Feinmechanik drin.

Wer nicht stundenlang Gewinde bohrt und das Ding nur haben möchte, weil 
er nicht gut senkrecht ansetzen kann (es soll ja Leute geben, die zwar 
gut schlecht hören, aber schlecht gut sehen können...), der kann sich 
auch mit einem manuell (oder vom Akkuschrauber) angetriebenen 
Senkrechthalter wie z.B. dem da: 
http://www.ebay.de/itm/WABECO-Gewindeschneidapparat-fur-Bohrstander-fur-Innengewinde-M3-bis-M8-/131767524648?hash=item1eadf4dd28:g:AJAAAOSwBnVW~OS7 
behelfen. Dazu noch ein 08/15-Bohrständer.
#4821953
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Soo Leute ich brauch euch jetzt nochmals.

Und zwar hab ich ein Problem mit dem Einspannen des Gewindeschneiders in 
den Apparat.

Bei mir eiert das immer. Bin mir aber auch nicht sicher ob ich es 
richtig mache.

Anbei mal ein Video: http://sendvid.com/e9pd2gim

Sieht so glaub nicht so toll aus...

Im Anhang noch zwei Bilder vom Apparat. Das "Bohrfutter" wo der 
Gewindeschneider eingespannt wird besteht aus zwei übereinander und 
kreuzweise versetzten Spannwerkzeugen. Jedes Spannwerkzeug hat einen 90° 
Winkel für den Schaft des Gewindebohrer.

Nun aber... Spann ich den Bohrer am oberen oder unteren Spannfutter 
fest? Beide geht ja nicht, dazu ist der flache Teil des Schaftes vom 
Bohrer zu kurz (siehe Bild).
Angehängte Dateien:
#4823283
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Muerps42 schrieb:
> So eiern soll das nicht.

Ja, das macht mir auch Sorgen. Aber es eiert auch nicht nur der 
Gewindeschneider, der ganze untere Teil des Apparats eiert.

> Zum Bild oben die, 'Einstellmutter' ist die Scheibe mit den zwei
> Bohrungen.

Die Einstellmutter für was?

Es ist ein Fahrion GA10.

Dass das Getriebe beim Umschalten ein Geräusch macht ist mir bewusst 
aber trotzdem möchte ich den Gewindeschneider so nur ungern verwenden 
weil ich einfach Angst habe ihn kaputt zu machen.
Gast #4823465
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Matthias M. schrieb:
>> Zum Bild oben die, 'Einstellmutter' ist die Scheibe mit den zwei
>> Bohrungen.
>
> Die Einstellmutter für was?
>

Ja, nee einzustellen gibt es da, an dieser Stelle, nichts.
Hakenschluessel ansetzen Deckel aufdrehen, auseinnader bauen reinigen 
abfetten und wieder zusammenbauen.

> Es ist ein Fahrion GA10.

Bei denen gibts nur noch die GAN

> der ganze untere Teil des Apparats eiert.

Lager verschlissen?

wenn du nach dem alten Namen EFEM suchst findet man ein zwei 
Zeichnungen, die zeigen aber wohl auch nicht alles richtig. (Seite 2)
Angehängte Dateien:

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