Bei Poolangeboten wird das schwierig. Die Mindestschichtdicke mit 2,
1080 stimmt, die genannt wurde. Es gibt zwar noch dünneres Prepreg (106
und früher sogar 104) aber das ist problematisch, weils nicht jeder hat.
Was man in den Fällen üblicherweise macht ist die sog. Laminattechnik
d.h. eine Innenlage und die dazugehörige Außenlage werden zusammen auf
einem Laminat gefertigt, das kann dann auch sehr dünn sein, ich meine
mich zu erinnern, daß es das bis 60µm runter gibt. Um den relativ hohen
Zwischenraum von knapp 1,3mm aufzufüllen kann man dann die Prepregs in
der Mitte teilweise durch ein beidseitig abgeätztes Laminat von z.B. 1mm
Dicke ersetzen.
Was ich damit sagen will: So etwas kann jeder beliebige Hersteller
prinzipiell. Die Kosten sind jedoch deutlich höher als bei einem
Standardaufbau. Du musst schließlich jede Außenlage 2 mal prozessieren
(Beim ersten mal, vorm Verpressen wird ja nur die Innenlage
strukturiert, außen wird komplett abgedeckt), ein Laminat beidseitig
komplett abätzen (Weil mehr als 3 Prepregs übereinander zu
Instabilitäten beim Pressen führen, das kann dann zu Wellenbildung
neigen und wird Ausschuß. Da in einer Presse aber mehr als nur ein
Fertigungsnutzen gepresst wird ist der Schaden ggf. sehr viel höher,
wenn die anderen Presslinge mit betroffen sind), den Stapel
zusammensetzen aus Laminat1, 2-3 Prepregs, abgeätztes Kernlaminat, 2-3
Prepregs, Laminat2 und dann alles Verpressen. Anschließend werden die
Löcher gebohrt und die Platte kommt in die Galvanik zum aufkupfern.
In diesem Fall hättest du praktisch einen 6 Lagen Multilayer produziert,
es fehlt ja nur das Strukturierte Ätzen und die AOI der Innenlage des
abgeätzten Laminats. Den Resist aufbringen und strippen kaufst du durch
die Laminattechnik bei den Außenlagen mit.