Hallo,
deine Fragen sind immer noch nicht zu beantworten, weil du relevante
Infos nicht bereit stellst.
Das Thema isz aber zugegenen für einen Laien auch nicht ganz einfach,
weil es einige Fallen gibt.
> Temeaire schrieb:
> Es geht um das Anschließen eines FPGAS an den Digitalen Bus des DPSACE
> Systems DS1103. Dabei soll ein binäres Steuersignal übertragen werden
> und in dem Datenblatt sind die Inputs des DS1103 als 5V TTL
> Spannungspegel kompatibel angegeben.
Als erste wären mal Angane zur Leitungslänge und Art der Leitung
interessant.
Dann ist die max.Überrtagungsgeschwindigkeit bzw. Die Bitlänge wichtig.
Es ist ein großer Unterschied, ob man paar 10 kbaud Übertägt oder eher
im Breich von paar 10 Mbaud arbeiten will.
> Mein erster Gedanke war die 3V TTL Outputs des FPGAs, welche +/-8mA
> treiben, direkt anzuschließen. Dies soll aber zu unsicheren Logikpegeln
> am DS1103 führen.
Sagt wer?
Prüfe die Pegel der beiden beteiligten Komponenten (Low-Pegel und
High-Pegel).
Wenn die im zulässigen Bereich liegen, dann gibt es formal kein Problem.
Bei einer 3,3V-Logig spricht man korrkt nicht von TTL-Pegel, weil TTL im
ursprünglichen Sinne mit 5V Betriebsspannung definiert ist.
3,3V -Logik und 5V-Logig können durchaus direkt miteinander arbeiten.
Dazu müssen folgende Bedingungen mindestens erfüllt sein:
1. der High-Pegel der 3,3V-Ausgänge muß für 5V-Eingänge ausreichend
sein.
Da es sehr unterschiedliche Systeme gibt, muß man das genau prüfen.
Wenn man annimmt, dass eine 3,3V-Logig einen sicheren High-Pegel von ca.
3V schafft (unter gegebener Last), dann muß der zulässige Eingangpegel
für High auf der 5V-Seite unter 3V liegen.
Für standard-TTL wären das 2,4V -> alles ok.
Für diverse CMOS-IC ist aber der minimale High-Pegel mit 0,7 x Ub
spezifiziert. Das wären bei Ub=5V ca. 3,5V!
In solchem Fall funktioniert das nicht mehr zuverlässig.
Wenn die Daten in dem Anhang für das System DS1103 gelten, dann sehe ich
auch kein Problem. Da ist der minimale High-Pegel am Eingng mit 2,0V
angegeben.
2. Der Ausgangspegel der 5V-Logik muß für die 3,3V-Logig verträglich
sein.
Wenn ein 5V-Ausgang bis 5V ausgeben kann, dann kann das für die
3,3V-Logig zu viel sein. Es gibt IC die mit 3,3V betrieben werden, aber
TTL-tolerante Eingänge haben (also bis 5V locker vertragen).
Andere 3,3V-System vertragen nur eine Spannung von Ub + 0,5V oder so.
Manche uC haben ein paar 5V-Tolerante Ports, andere Ports vertragen es
nicht. Das mußt du im konkreten Fall genau prüfen.
3. Ausgänge von IC haben recht unterschiedliche Eigenschaften. Manche
können sehr viel Strom liefern, andere vergleichsweise wenig.
Manche sind kurzschlussfest, andere fliegen gleich ab, wenn sie
kurzgeschlossen werden.
Das steht alles auch in den Datenblättern und ist genau zu prüfen.
Bei hohen Übertagungsgeschwindigkeiten sind nicht nur die statischen
Eigenschaften relevant. Da muß zum Umladen von parasitären Kapazitäten
(Leitungkapaz., Eingangskapazit.) auch ein kräftiger Strom fließen,
sonst werden die Pegel nicht in der erforderlichen Zeit erreicht
(Tiefpassverhalten).
4. Auch die Low-Pegel können ein Problem darstellen.
Unter Last kann ein schwacher Ausgang evt. keine Low-Pegel nahe 0V
erreichen. Oben in dem Anhang steht als max. Low-Pegel = 0,8V.
Falls Leitungen HF-mäßig terminiert werden müssen, kann es sein, dass
dieser Pegel nicht erreicht wird, wenn der Teiber nur paar mA schafft.
5. Andererseits erzeugen sehr schnelle Schaltausgänge extrem hohe
Grenzfrequenzen auf der Leitung. Ab einer Leitunglänge von ca. 1/10 der
max. Frequenz werden HF-Effekte wirksam und die Leitung ist als
Wellenleiter zu betrachten (mit Leitungimpedanz und Leitungsabschlusss).
Die max. Frequenz hat aber nichts mit der Baurate oder Bitzeit zu tun,
sondern mit der Flankenansteigszeit der Signale, die im ns-Bereich
liegen können. Das Thema ist dann auch sehr EMV-relevant.
> Also wollte ich einen SN74ABT125 dazwischen schalten, plus halt den
> schon vorhandenen 100 ohm Widerstand.
Der 100 Ohm widerstand deutet darauf hin, dass die Baudrate eher gering
ist, oder? (max. 115 kBaud ist moderat und recht unkritisch).
Da der DS1103 als TTL-kompatibel beschrieben wird und nach obigen
Datenblatt auch nur 2V High-Pegel benötigt, sehe ich nicht, dass der
SN74ABT125 das besser macht.
Es kann trotzdem sinnvoll sein, einen Treiber dazwischen zu sezten, um
evtl. sehr empfindliche Pins des FPGA zu schützen, indem man einen
Treiber nimmt, der guten Überspannungschutz hat (-> ESD)
> Das Problem was ich nur mit dem SN74ABT125 habe ist, das die Inputs und
> Outputs leider immer auf der gleichen Seite liegen und das fürs Routen
> echter Mist ist.
??? Wo ist das Problem? Es soll ja seit kurzen auch Durchkontaktierungen
auf LPL geben.
> Falls geringere Treiber Ströme möglich wären, hätte ich natürlich
> bessere Auswahlmöglichkeiten der Buffer/Line Driver.
> Ich habe mal den Datenblattauschnitt der I/O des DS1103 angehängt,
> welche ich als Input nutze.
Es gibt sehr viele Aspekte, nach denen mam ein Schaltungskonzept macht.
Welche für dich relvant sind, kann hier keiner wissen. Deine Infos sind
immer noch sehr dürftig, wahrscheinlich, weil du gar nicht weißt, was
alles relevant sein kann und worauf man unbedingt achten sollte.
Gruß Öletronika