Eine Frage an die Feinmechaniker unter Euch

#4838548
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Wie nennt man das Oberflächen Punktraster wie es im Anhang Beispielsbild 
zu sehen ist? Dieses Punktraster sah man füher auch oft in der 
Uhrentechnik, Stromzähler, also in vielen feinmechanischen flachen 
Konstruktionsteilen aller Art. Man sieht das sehr oft bei Siemens und 
Halske Fernmelde Bauteilen.

Was mich nun interessieren würde sind:

Fachbezeichnung des Punktrasterverfahrens
Wie wurde das gestanzt, gewalzt?
Gibt es dazu eine alte DIN Norm?
Gibt es dafür irgendwelche Handwerkzeuge (Walzenroller)?
Gibt es Bilder von diesen Maschinen oder Werkzeugen?

Warum macht man das? Ästhetik oder gibt es dazu funktionelle Gründe?


Hier versagte für mich das Internet bis jetzt weil ich noch keine gute 
Suchangaben machen kann.


Danke und Grüße,
Gerhard
Angehängte Dateien:
#4838552
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Scheint häufig zu sein. Ich kenne es aauch aus einer alten mechanischen 
Spieluhr. Evtl. nur Deko?

In Messing:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Uhrwerk.JPG

Parkuhr:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Parkuhr_sst.jpg

Nur selektiv in einem Blech:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Batterieuhrwerk_Motoraufzug_Diehl.jpg

Mit großen Freiflächen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Elektrisches_Uhrwerk_mit_Sperrschwinger.JPG

mit Quadraten statt Punkten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Batterieuhrwerk_Firma_Senden_elektromechanisch.jpg

Wenn ich raten müsste würde ich denken, dass es etwas mit dem Richten 
des Bleches und Stanzen zu tun hat...
#4838558
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Karl O. schrieb:
> Scheint häufig zu sein. Ich kenne es aauch aus einer alten
> mechanischen
> Spieluhr. Evtl. nur Deko?
>
> In Messing:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Uhrwerk.JPG
>
> Parkuhr:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Parkuhr_sst.jpg
>
> Nur selektiv in einem Blech:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Batterieuhrwer...
>
> Mit großen Freiflächen:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Elektrisches_U...
>
> mit Quadraten statt Punkten:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Batterieuhrwer...
>
> Wenn ich raten müsste würde ich denken, dass es etwas mit dem Richten
> des Bleches und Stanzen zu tun hat...

Hallo Karl,

Danke für Deine Hinweise. Da Licht ins Dunkle zu bringen scheint 
wirklich
im Augenblick eine Herausforderung zu sein. Man merkt, daß die 
Schwachstromtechnik/Feinmechanik dem Wandel der Zeit erlegen, jetzt nur 
noch einigen Spezialisten Firmen vorbehalten scheint. Aber vielleicht 
täusche ich mich. Im Zeitalter der totalen umfassenden Elektronik 
besteht offensichtlich nicht mehr viel Bedarf an solche Fertigkeiten.

Vielleicht findet sich aber doch noch die eine oder andere Information 
mit der Zeit. Es interessiert mich wirklich wie die Industrie das früher 
bewerkstelligte. Es ist schlimm wenn man nicht einmal die korrekte 
Bezeichnung zur Recherche dafür ergründen kann.

Für den Hobbyisten bleibt wahrscheinlich nur der Umweg über Gravur CNC 
Methoden.


Gerhard
Gast #4838575
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Kann es sein, dass dies nur Mittel zum Zweck ist?

Zum einen sind die Stanzmatrizen sicher geschmiert, also rutschen 
Rohling (Blech ab Rolle) und die Fertigteile auf dem Schmiermittel und 
ein genaues Positionieren dürfte nicht ganz ohne sein.
Zum andern "kleben" u.U. nach dem Stanzvorgang die Teile wenn sie 
glatt-auf-glatt mit etlichen kN von sämtlicher Zwischenluft evakuiert 
wurden.

Also könnte eine gewisse Oberflächenstruktur -hier die kleinen Dornen, 
welche eben diese Punkte hinterlassen- eine Hilfe sein: Antirutsch + 
Lösehilfe.

Denke ich falsch?
#4838578
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@Feilenheft:
Du liegst falsch.

Lies doch bitte den Eintrag davor.
Da ist die Erklärung für dieses Muster.
Stanzteile sind nach dem Stanzvorgang mal eben nur bedingt eben. Und 
wenn eine Funktion eine bessere Ebenheit erfordert, dann wird dieses 
Verfahren (Planieren) angwandt.
Weiter Vermutungen helfen dem Beitargersteller nicht.

Gruß

fossi
#4838579
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Dieter J. schrieb:
> Soweit mir bekannt, gibt es dafür keine Norm.
>
> Die erwähnte Struktur erhält man durch das Planierwerkzeug.
> Stichwort: Stanzteile planieren.
>
> Dieses Verfahren wird oder wurde angewendet, um bei gestanzten
> Blechteilen die Ebenheit der Teile zu verbessern.
>
> Gruß
> fossi

Vielen Dank für die neue Information. Das könnte weiterhelfen. An 
Planieren hätte ich nicht gedacht. Vielleicht erschließen sich jetzt 
noch nähere Informationen.

Vielleicht habe ich das Glück ein Bild von so einem Werkzeug/Maschine zu 
finden.

Grüße,
Gerhard
#4838588
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John D. schrieb:
> Mit Dieters Stichwort findet man als ersten Treffer das Buch
> "Praxis der
> Umformtechnik: Arbeitsverfahren, Maschinen, Werkzeuge" in google books.
> Dort wird auch der Begriff "Glattprägen" genannt und es ist zumindest
> eine Zeichnung des Werkzeuges zu sehen. Ein Bild habe ich jetzt nicht
> gefunden.

Super! Fand schon eine detaillierte Erklärung dazu:

https://books.google.de/books?id=zeV8BwAAQBAJ&pg=PA212&lpg=PA212&dq=glattprägen&source=bl&ots=Dd3ORvAtuc&sig=75TusKaBUrqU67E4_aJR_CpTV6Q&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjSjNfp4InRAhVR6mMKHUy6D84Q6AEIHzAC#v=onepage&q=glattprägen&f=false

Glattpräging für gestanzte Teile. Das ist es.

Gruß,
Gerhard
#4838602
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Teo D. schrieb:
> Mir wurde mal erzählt, dies diene der besseren Haftung der
> Chrom-Laminatbeschichtun (Blasenbildung). Da gibst ca. n Dutzend
> Verfahren!
> Für die Optik sicher auch wichtig, ich glaub damals war's scheinbar
> ein NoGo unverzierte Flächen als Qualität zu verkaufen.

Das ist mir neu. Bisher fand ich solche Behandlungen nur bei Teilen von 
Uhren und ähnlichen feinmechanischen/Schwachstrom Komponenten.

Naja, vielleicht kann man jetzt mit den neuen Begriffen dem Internet 
mehr Substanziatives herauslocken;-)

Ich fürchte, das Verfahren ist für Heimgebrauch eher nicht zugänglich. 
Es sieht so aus als ob die dafür mächtige Pressen verwenden. Aber 
vielleicht irre ich mich.

Nochmals vielen Dank an Euch.

Zeit für mich ins Bett zu gehen, 0:40

Grüße,
Gerhard
Gast #4838750
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Diese Prägung wurde früher nur gemacht um die Gleitfächigkeit der
Stanzteile zu verbessern. Waren ja schließlich Massenartikel und
da sollte die Produktion schon reibungslos laufen, ohne das die
geölten Bleche irgendwo auf der Strecke kleben blieben.
Heute ist die Produktionstechnik halt auf einem Stand, wo das
nicht mehr nötig ist. Irrtum vorbehalten.
#4839151
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Eure Beiträge haben mir sehr geholfen Licht ins Dunkle zu bringen - 
Danke für eure Gedanke zum Thema und Infos. Die neuen  Suchbegriffe 
waren sehr hilfreich bei der weiteren Suche obwohl auch so bis jetzt 
Details noch etwas spärlich sind.

Als Hobbyist ist es wahrscheinlich nicht sehr leicht selber dieses 
Verfahren anzuwenden. Da muß man halt aufpassen dass die Teile sich beim 
Bearbeiten nicht verbiegen. Wenn man nicht stanzt ist es wahrscheinlich 
sowieso kein Thema.

Es ist gut zu wissen, daß diese Muster einen tatsächlich funktionellen 
Hntergrund haben und nicht nur der Ästhetik dienen. Irgendwie fand ich 
diese Planierung immer ästhetisch ansprechend.

"Rauplanierung" scheint nun tatsächlich der Fachbegriff zus ein.

Schöne Feiertage noch,
Gerhard
#4839288
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>> "Rauplanierung" scheint nun tatsächlich der Fachbegriff zus ein.
Cyborg schrieb:
> Nicht für Google.

Wieso sollte diese Reklameschleudermaschine der Maßstab sein? Wenn der 
Begriff von Niemandem irgendwo eingetragen wurde, dann ist das eben so.
Ich kannte ihn auch ohne Google. Unsere Werkzeugmacher stellten die 
Planierwalzen dafür selbst her.

MfG Paul
Moderator #4839304
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Marek N. schrieb:
> Interessant finde ich die Tatsache, dass die flachen Bleche der
> Uhrenmechanik ebenfalls "Platine" heißen.

Auch die Bleche, aus denen bspw. die Gehäuse von Waschmaschinen
hergestellt werden, heißen so. Deswegen werden die elektronischen
Bauteile der Waschmaschinensteuerung nicht auf Platinen gelötet (das
ergäbe einen einzigen großen Kurzschluss), sondern auf Leiterplatten.
#4839689
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#4839820
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Gerhard O. schrieb:
> Eure Beiträge haben mir sehr geholfen Licht ins Dunkle zu bringen -
> Danke für eure Gedanke zum Thema und Infos. Die neuen  Suchbegriffe
> waren sehr hilfreich bei der weiteren Suche obwohl auch so bis jetzt
> Details noch etwas spärlich sind.
>
> Als Hobbyist ist es wahrscheinlich nicht sehr leicht selber dieses
> Verfahren anzuwenden. Da muß man halt aufpassen dass die Teile sich beim
> Bearbeiten nicht verbiegen. Wenn man nicht stanzt ist es wahrscheinlich
> sowieso kein Thema.
>
> Es ist gut zu wissen, daß diese Muster einen tatsächlich funktionellen
> Hntergrund haben und nicht nur der Ästhetik dienen. Irgendwie fand ich
> diese Planierung immer ästhetisch ansprechend.
>
> "Rauplanierung" scheint nun tatsächlich der Fachbegriff zus ein.
>
> Schöne Feiertage noch,
> Gerhard

Hallo Gerhard, wenn es nur schön machen soll:

http://www.uhren-hidding.de/pictures/popup/456/efc63b146d2ad27dea925c180a688525.jpg

Zur Endzeit der mechanischen Präzisionsuhren wurden ähnliche
Schliffbilder verwendet.

Grüße Bernd
#4840135
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Georg schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Zur Endzeit der mechanischen Präzisionsuhren
>
> Was für eine Endzeit - es gibt immer mehr davon. Fahr mal nach
> Glashütte, oder in die Südschweiz.
>
> Georg

Hallo Georg,

mit "Endzeit" meine ich das Ende der technischen Möglichkeiten.

Stichwörter: Paul Ditisheim 1868- 1945. Und Charles E. Guillaume.

Danach war klar, das Verbesserungen der Ganggenauigkeit von
mechanischen Uhren an ihren Grenzen angekommen sind.

Bild: Guillaume Unruh aus einer P.Ditisheim Taschenuhr, mit
den berühmten Affixen (eigene Sammlung).

Dann kamen die ersten elektronischen Uhren. Erst mit Stimmgabel
und rein mechanisch ausgezählt, dann die Quarzuhren.
( Meine 15,-€ Armbanduhr ist genauer, als jeder mechanische
Chronometer )

Grüße Bernd
Angehängte Dateien:
#4840152
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Um endlich das Thema abzuschließen, hier noch ein Beispiel aus dem 
Fahrzeugbau. Es handelt sich hierbei um eine Kupplungslamelle aus einer 
Nasskupplung (Ölbadkupplung).
Und man macht dieses "planieren" nicht wegen irgendwelchen 
Haftvermittlern oder aus optischen Gründen.
Einziger Sinn und Zweck ist die Verbesserung der Ebenheit des Teiles 
nach dem Stanzen.

Ich versteh nicht, warum man daraus so einen langen Beitrag generiert, 
obwohl die Lösung schon ganz am Anfang des Beitrages von mir genannt 
wurde.

Man sollte halt, wenn man schon seinen "Senf" zu dem Beitrag hinzufügen 
will, zuerst den Beitrag von Anfang an lesen und dann überlegen, ob man 
zu der Lösung noch was sinnvolles Beitragen kann bevor man in die Tasten 
greift.Das Hilft in vielen Fällen.

Gruß
fossi
Angehängte Dateien:
#4840158
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Dieter J. schrieb:
> Ich versteh nicht, warum man daraus so einen langen Beitrag generiert,
> obwohl die Lösung schon ganz am Anfang des Beitrages von mir genannt
> wurde.

Dieter,

wie lange bist du schon in diesem Forum?

Das ist normal, dass die wirkliche Lösung schon im zweiten oder
dritten Beitrag kommt.

Toll wird es, wenn daraus mehr als 1000 Beiträge werden:)

Da fällt mir was ein: Die Struktur der Werkzeuge zum Feinplanieren
erinnert stark an einen Fleischklopfer. Wie man selbst feststellen
kann, wird auch ein Schnitzel damit plan.

Schöne Weihnachten
Bernd
#4840166
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Dieter J. schrieb:
> Ich versteh nicht, warum man daraus so einen langen Beitrag generiert,
> obwohl die Lösung schon ganz am Anfang des Beitrages von mir genannt
> wurde.

Trotzdem vielen Dank an Euch für die Mitarbeit. Es ist einiges dabei 
herausgekommen.

Dass die Planierung hauptsächlich funktionelle Gründe hat ist jetzt 
mittlerweile klar. Die Theorie darüber bestätigt es.

Schöne Feiertage noch,
Gerhard
#4842470
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Eine weitere Wirkung des Planierens ist das Härten des Materials:

Beispiel:   Bei weichem Metall (Kupfer, Aluminium,Eisen) werden die 
Biegemöglichkeiten beim Verformen "aufgebraucht" und es entsteht hartes 
Metall.

Bleche,Tafeln, Chassisteile usw. bekommen durch dieses Prägen höhere 
Biegefestigkeit, werden durch das Prägen plan und bleiben auch plan.

Zum Beispiel die Drehscheiben von Ferraris-Messwerken (Stromzähler) 
werden auf diese Weise biegefest gemacht.
#4842789
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MaWin schrieb:
> Richard H. schrieb:
>> Da steht nichts, was Deinen Widerspruch rechtfertigt.
>
> Legastheniker?
nicht beleidigend werden, Bursche!

> Es wird doch die mechanischen Verformungen in der Fläche kaltverfestigt
> und dadurch **trommelwirbel** insgesamt fester.

Lerne erst mal die Definition von Steifigkeit (Lesen kannst Du ja 
schon), dann kannst Dich wieder melden.
#4842811
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Er kapiert es nicht. Steifigkeit ist etwas anderes als Festigkeit.
Ich weis was Festigkeit ist ohne dass ich verschiedene Stahlwerkstoffe 
verbiegen muss. Aber Du solltest diesen Versuch machen. Dann würdest Du 
merken, dass sich der hochfeste Stahl genauso weit durchbiegt wie der 
Wald-und-Wiesen-Baustahl. (im technisch relevanten elastischen Bereich)
Gast #4842843
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Richard H. schrieb:
> Steifigkeit als haptische Erfahrung begreifen?

Ja. Dann würdest du ganz schnell erkennen, dass du falsch liegst.
Einfach mal kaltferfestigten Stahl in verschiedenen Formen 
weiterbearbeiten und und staunen, was verfestigt heißt.
Ganz ohne deinen Prof zu fragen.

Auf die ganz klare Definition von Steifigkeit warte ich übrigens noch.
#4842859
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MaWin schrieb:
> Auf die ganz klare Definition von Steifigkeit warte ich übrigens noch.

Ein bischen Initiative könntest Du selbst zeigen. Aber Vorsicht, Dein 
Weltbild könnte ins Wanken kommen.
Wenn Du mir schon mit Wikipedia widersprechen willst, dann gib doch mal 
Begriffe wie Steifigkeit oder Elastizitätsmodul dort ein.

Vielleicht noch ein wichtiger Konstruktionshinweis: Viele 
Maschinenelemente (wahrscheinlich die meisten) dürfen nur bis zu einer 
gewissen Verformung belastet werden, um  nicht zu versagen (z.B. Wellen 
in einem Zahnradgetriebe). Dieser Widerstand gegen Verformung ist die 
Steifigkeit und die wird allein durch die Formgebung des Bauteils und 
den Elastizitätsmodul seines Werkstoffes gebildet.
Da interessiert es nicht im mindesten, dass das Bauteil noch 100 mal 
stärker bis zum Bruch belastet werden könnte (Festigkeit).
Es ist auch eine Tatsache (zeitlos faktisch), dass hochfeste Stähle 
keinen höheren Elastizitätsmodul haben als gewöhnlicher Baustahl.
Gast #4842875
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> Autor:  MaWin (Gast)
> Datum: 27.12.2016 20:00
> Autor:  MaWin (Gast)
> Datum: 27.12.2016 20:20
> Autor:  MaWin (Gast)
> Datum: 27.12.2016 20:34
> Autor:  MaWin (Gast)
> Datum: 27.12.2016 20:47
> Autor:  MaWin (Gast)
> Datum: 27.12.2016 21:11
> Autor:  MaWin (Gast)
> Datum: 27.12.2016 21:41

Allesamt Beiträge vom
der seinen Namen nicht kennt
und stattdessen MaWin
ins Namensfeld schreibt.
#4842877
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MaWin schrieb:
> Danke, dass du mir recht gibst.

Du bist ein hoffnungsloser Fall.
Es ist völlig uninteressant, wie sehr Du Dich beim Herstellen eines 
Teils geplagt hast. Wenn das Teil fertig ist, wird es im normalen 
Betrieb nie wieder so belastet, dass es sich wieder plastisch verformt, 
denn dann ist es defekt.
Du verwechselst den plastischen Umformprozess bei der Herstellung mit 
dem regulären (elastischen) Betrieb eines fertigen Teils im Einsatz.
#4842886
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MaWin schrieb:
> Also gibt es hochfesten Stahl nur, damit man ihn schwerer bearbeiten
> kann. Im normalen Betrieb spielt die Festigkeit ja keine Rolle mehr.
> Das ergibt natürlich Sinn.

Auch wenn Du es ironisch meinst, die Festigkeit ist oft nicht das 
Wichtigste.
Aber schon das Hauptkriterium bei Verschraubungen, Kranseilen, 
Druckbehältern...
Festigkeit ist aber oft auch nur ein Nebeneffekt, wenn ein Werkstoff 
wegen anderen gewünschte Eigenschaften ausgewählt wird.

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