Schiebepoti: Welche Kraft brauche ich mindestens?

Gast #4841581
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Hallo,
ich möchte diesen Schieberegler mechanisch bewegen und mich 
interessiert, welche Kraft ich dazu mindestens brauche, damit er sich 
sicher bewegt, und vielleicht noch, auf welche ich ihn begrenzen muss, 
um nichts zu zerstören.

Im Datenblatte steht aber: "Operating Force 30 to 250 g-cm"
http://de.rs-online.com/web/p/potenziometer/7377776/

Was sind denn g-cm?
Also 3N bis 25N ?
Sehr ihr das so, dass der sich dann bei 3.1N garantiert bewegt, oder 
muss man 25N aufbringen, um das sicher zu stellen? Das wäre ja recht 
viel.
#4841601
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HaraldB. schrieb:
> Sehr ihr das so, dass der sich dann bei 3.1N garantiert bewegt, oder
> muss man 25N aufbringen, um das sicher zu stellen? Das wäre ja recht
> viel.

Wenn der Regler neu ist, bewegt er sich wohl bei 3,1N mit zunehmenden 
Alter kann durch Verharzung des Fetts so ein Regler aber ziemlich 
schwergängig werden, oder aber auch so weit ausleiern, dass fast keine 
Kraft mehr erforderlich ist.

Muss es genau dieser Schieberegler sein? Evtl googlest du mal nach 
"motor fader"

VG Roland
Gast #4841624
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Interessante Frage!

Was bewegt jemanden dazu, ein Schiebepoti über eine mechanische 
Konstruktion anzutreiben?
Falsch gefragt - so etwas mache ich ja auch.
Die Frage ist eher, warum die paar Newton wichtig sind.

So als Tip:
Für ein sicheres Bewegen solltest du besser an die Obergrenze oder 
darüber hinaus gehen.
Immerhin mußt du den Regler ja auch erst mal beschleunigen, damit er 
sich überhaupt bewegt. Und diese Haltekräfte sind heimtückisch.
Gast #4841661
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Es muss sich auch nichts drehen um ein Drehmoment zu haben - so wie sich 
nichts bewegen muss aufgrund einer Kraft. Bei einem Regal soll der Arm 
der an der Wand fest ist ja auch ein Drehmoment aufnehmen ohne sich zu 
drehen...

Im Datenblatt ist auch noch ein anderer wichtiger Wert drin, nämlich die 
"Stop Strenght". Das dürfte dann die sein, die das Teil am Endanschlag 
aushält ohne beschädigt zu werden.

Also mach einfach ein Design bei dem die Kraft >= 250g-cm ist und < 
5kg-cm. Hebelarm hängt ja davon ab welches Modell gewählt wird.
Gast #4841683
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HaraldB. schrieb:
> Ich hab's halt nicht vor mir liegen, sondern wollte das Drumrum anhand
> des Datenblattes konstruieren.

Und dann glauben, daß das auch in der Realität funktioniert. Schlechter 
Plan.

Wozu soll das überhaupt gut sein? Warum eine Schiebepoti? Wenn man nur 
ein Poti elektrisch verstellen will, warum nicht ein Drehpoti? Oder noch 
besser ein elektronisches? Oder soll das nicht nur elektrisch sondern 
auch von Hand verstellt werden?

MfG Klaus
Gast #4841718
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Klaus schrieb:
> Wozu soll das überhaupt gut sein?

Hatte ich auch schon gefragt. Da antwortet er nicht drauf.

Ich bringe z.B. Füllstände mit Seilzügen an eine Stelle, wo Elektronik 
eine reelle Überlebenschance hat. Temperatur, Feuchtigkeit, Vibration, 
Dreck... um nur ein paar Schlagworte in den Raum zu werfen.
Da interessieren mich 30 N für einen "Sensor" noch nicht mal im Ansatz.
Vielleicht will er mit einem Roboter aber die Beleuchtung in der 
Schwerelosigkeit dimmen. Dann sieht das ganze schon wieder anders aus.
Ohne Hintergrundinformation kann ich leider auch keine weiteren Tips 
mehr geben.

HaraldB. schrieb:
>>du besser an die Obergrenze
> Ja. Aber was ist die Obergrenze?

Gegenfrage: Wie warm wird ein Draht, wenn ich 12 Volt anlege und 10 A 
fließen lasse?
Gast #4841920
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Jens G. schrieb:
> Wobei immer noch nicht der Sinn einer Kraft unter Einbeziehung einer
> Längenangabe bei einem Schiebepoti geklärt ist

Naja, passenderweise uebersetzt sich 'lever' siehe Datenblatt, wie? 
Hebel.

Wie wird das Teil betaetigt? In dem du das Ende dieses Hebels anfasst 
und in eine der beiden moeglichen Richtungen bewegst. Das geht aber 
nicht reibungsfrei und immer wenn eine Kraft senkrecht auf das freie 
Ende eines Hebels wirkt muss das andere Ende unten an der Schleifbahn 
dieses -Dreh-Moment abfangen die noetige Gegenkraft plus der 
Gleitreibung ergibt die noetige Schiebekraft.

Einfacher ist es sich das vorzustellen wenn das Ende der Schleifbahn 
erreicht ist, angenommen mit Kappe ist das Ding 2cm lang dann koennte 
man dort mit 25N ziehen bevor es das Teil zerstoert und bleibend 
verformt.

Wuerde mich doch sehr wundern wenn es sich nicht so verhalten sollte.
Glauben schenken musst du dem nat. nicht ;)
#4841980
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> Einfacher ist es sich das vorzustellen wenn das Ende der Schleifbahn
> erreicht ist, angenommen mit Kappe ist das Ding 2cm lang dann koennte
> man dort mit 25N ziehen bevor es das Teil zerstoert und bleibend
> verformt.

Klar wirkt da ein Drehmoment. Aber was für eine Aussagekraft hat dabei 
das auf den "Drehpunkt" wirkende Drehmoment im Sinne des Datenblatts? Da 
ist von Oepration Force die Rede, also eine Kraft, die zum betätigen 
aufzuwenden ist.

Du gehst im Beispiel von 50Ncm aus. Kann 50N auf 1cm Hebel, oder 25N auf 
2cm, oder auch 1N auf 50cm sein.
Jetzt schiebe mal solch ein Poti mit einem 50cm langen Hebel mit 1N. Da 
wird sich nicht mehr viel schieben. Wir haben zwar das gleiche 
Drehmoment,  aber mit nur 1N in Schieberichtung werden sich noch 
nichtmal die Reibkräfte überwinden lassen.
Ich vermute ehe, daß dies eine Angabe ist, die einfach von den runden 
Potis rüberkopiert wurde, und nicht entsprechend korrigiert/angepaßt 
wurde.
Es gibt auch Datenblätter, wo nur gf (oder N in neueren DB) drin steht, 
ohne eine Länge, was dann deutlich logischer erscheint (z.B. 
http://www.alps.com/prod/info/E/PDF/Potentiometer/Slide/RSN11S/RSN11S.PDF)
Gast #4842046
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Jens G. schrieb:
> Du gehst im Beispiel von 50Ncm aus. Kann 50N auf 1cm Hebel, oder 25N auf

das ist ja eine der Angaben.

Jens G. schrieb:
> Oepration Force die Rede, also eine Kraft, die zum betätigen
> aufzuwenden ist.
>

minimal noetig 30 g-cm


> Du gehst im Beispiel von 50Ncm aus. Kann 50N auf 1cm Hebel, oder 25N auf
> 2cm, oder auch 1N auf 50cm sein.
> Jetzt schiebe mal solch ein Poti mit einem 50cm langen Hebel mit 1N. Da
> wird sich nicht mehr viel schieben.

maximal erlaubt 250 g-cm

Erscheint mir an einem Feiertagsabend nicht zu unplausibel.

---
@HaraldB

Nicht vergessen die Loesung zu posten!
#4842069
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> minimal noetig 30 g-cm
> ...
> maximal erlaubt 250 g-cm
> ...
> Erscheint mir an einem Feiertagsabend nicht zu unplausibel.

Das ist absolut unplausibel.
In anderen Schiebepoti-Serien hat Bourns offensichtlich sich korrigiert 
- da steht dann wirklich nur gf bzw. kgf drin. Nur die PTA/PTB-Blätter 
geben g-cm an, was offensichtlich von den Drehpotis übernommen wurde 
(und selbst da wissen die nicht, ob die nun gf-cm oder g-cm angeben 
wollen).
Gast #4842432
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HaraldB. schrieb:
> Sehr ihr das so, dass der sich dann bei 3.1N garantiert bewegt, oder
> muss man 25N aufbringen, um das sicher zu stellen? Das wäre ja recht
> viel.

Kannst du ohnehin nur für ein neues Bauteil zugrunde legen.
Da die Dinger mit der Zeit verdrecken, kann der Kraftaufwand
schnell bis zur Totalblockade gehen. Mit Drehpoti oder Lösungen
ohne diese unzuverlässigen Dinger hat man weniger Ärger.
Gast #4842918
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Jens G. schrieb:
> (und selbst da wissen die nicht, ob die nun gf-cm oder g-cm angeben

OK. kgf/gf steht bei den anderen meist dabei, aber zur 'Stop Strenght' 
gehoert definitiv  kgf*m bzw. kgf*cm das haben sie dann auch vergessen. 
:)


"Operating Force 30 to 250 g-cm"   0,29 - 2,45 Newton

http://www.convertunits.com/from/gram-force/to/newton



---

Ein Drehmoment holt einen aber auch hier ein, auch wenns praktisch dann 
nat. keinen juckt.  Lass den Zippel 20mm hoch sein und die minimal 
noetige Kraft mit 0,3 N angenommen schon wehrt sich das Ding aber halt 
nur ein bisl :)...

EOT
Gast #4842951
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ASinus schrieb:
> Gegenfrage: Wie warm wird ein Draht, wenn ich 12 Volt anlege und 10 A
> fließen lasse?

Da fehlt noch die Angabe des Materials und der Drahtlänge. Der 
Widerstand des Drahtes ist 1,2Ohm. Ich gehe mal von einem runden 
Drahtquerschnitt aus. Daraus sollte sich die Oberfläche des Drahtes 
ausrechnen lassen. 120W werden abgestrahlt. Die Strahlungsleistung 
steigt mit der vierten Potenz der Temperatur. Damit sollte sich bei 
gegebener Oberfläche die Temperatur ableiten lassen.
Quot erat demonstrandum.  ;-)

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