Abschirmen von Gehäusen

OP (Firma: privatfrickler.de) #4842474
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Hallo,

ich würde gern ein Gehäuse für zwei NF-Übertrager als Ground Loop 
Isolator selbst bauen, entweder aus Holz oder aus Kunststoff. Leider 
gibt es in dem Raum, in dem ich das Gehäuse einsetzen möchte eine 
erhebliche Störung durch 433 MHz Signale und aus irgendeinem Grund sind 
auch Einstrahlungen aus dem Netz stärker als in anderen Räumen.

Ich würde das Gehäuse daher gern abschirmen. Die Übertrager selbst sind 
hermetisch in µ-Metall gekapselt, aber es gibt natürlich auch noch die 
Anschlussleitungen im Gehäuse.

Es ergeben sich für mich folgende Fragen:

Ist eine auf den Kunststoff aufgebrachte Abschirmung aus
a) 30µm Cu-Folie
b) Graphit-Leitlack

leistungsfähig oder nur Placebo?

Rein interessenhalber, nicht weil ich das verwenden wollen würde, frage 
ich mich auch, ob wohl ein Gehäuse aus Karbonmatten eine Abschirmwirkung 
hätte?

Ist es sinnvoll das Gehäuse an einer Seite (Eingang oder Ausgang) zu 
erden?

Von käuflichen Metallgehäusen würde ich nach Möglichkeit gern absehen, 
weil sie vergleichsweise schwer sind und unnötig groß, weil es natürlich 
kein so genau passendes gibt wie selbstgebaut.

Vielen Dank für sachdienliche Hinweise

 Timm
#4842544
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> leistungsfähig oder nur Placebo?

a) 30µm Cu-Folie
Ja, funktioniert.

b) Graphit-Leitlack
Nein, Graphit hilft nur gegen statische Entladungen.

> Ist es sinnvoll das Gehäuse an einer Seite
> (Eingang oder Ausgang) zu erden?

Ja, macht Sinn. Mit dem GND des Ausgangs verbinden und evtl. einen 
Kondensator mit ~100pF vom GND des Eingangs auch auf den Schirm.
Der Kondensator kann so HF-Störungen aufs Gehäuse abführen, verursacht 
jedoch für die NF noch keine Erdschleife.
Gast #4842613
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Graphit geht als Abschirmung.

Es gibt auch Kupfer- und Messingsprays, die hervorragend leitfähig sind, 
und ausgezeichnet abschirmen.
Teuer, aber durchaus empfehlenswert.

Suboptimal auf für Lackierung ungeeigneten Untergründen.

Die absolute Billigvariante- gelegentlich auch von der Industrie 
genutzt, fast immer machbar, und funktioniert bestens: Gewöhnliche 
Stanniol- Folie aus dem Supermarkt, eingeklebt, an einem Punkt Schraube 
und Erdanschluß.
Gibt für Rohrleitungsbau auch Folien mit Kleber, Papier abziehen, 
anpappen...fertig. Isolierer Ihres Vertrauens befragen.
Gast #4843179
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Timm R. schrieb:
> Es ergeben sich für mich folgende Fragen:
>
> Ist eine auf den Kunststoff aufgebrachte Abschirmung aus
> a) 30µm Cu-Folie
> b) Graphit-Leitlack
>
> leistungsfähig oder nur Placebo?

Hilft auf alle Fälle". Normalerweise reicht Gaphitlack schon aus ,aber 
wenn man wie bei uns eine Bedientastatur hat muß man zusätzlich noch mit 
Folie arbeiten.

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