Habe mir wegen diesem Thread einen 34K16R8 (Fertigungsnummer 819 von
01/1974 (43 Jahre), Instrumente von 08+09/1973) gekauft, das sind schon
feine Teile! Sehr übersichtlich, robust und servicefreundlich gebaut.
Der temperaturgesteuerte Papst-Lüfter braucht mal einen Tropfen Öl, das
Spannungsbegrenzer-Birnchen ist ausgebrannt, dessen Fassung gebrochen
und der kleine Lampen-Deckel fehlt.
Ein kleiner Wackelkontakt am Platinen-Steckverbinder hat die
Strombegrenzung zu früh einsetzen lassen, vergoldete Platinenkontakte 3
mal raus und rein und mit Radiergummi bearbeitet - geht wieder wie neu.
Ein kleiner Nachteil der sehr präzisen 10-Gang-Wendelpotis ist, dass man
den Wert nicht schnell mit einer 3/4-Umdrehung ändern kann.
Ansonsten klare Empfehlung für die Firma Gossen, die es
erfreulicherweise noch gibt!
Update: der 34K32R4 (Fertigungsnummer 238, Datum auf den Instrumenten
04/1972) des TO steht bei mir, er ist durch einen angeschlossenen Akku
kaputtgegangen.
Davor muss ich warnen: Akkuladen mit Labornetzteilen NUR mit
Rückstromverhinderungsdiode in Reihe zum Akku!
Neben dem Regler-IC AIS301 (Motorola MC1466L) hat es noch einen
PNP-Transistor (T401), den Hilfsspannungs-Gleichrichter Gr101 und das
Spannungs-Einstell-Poti R306 (32k lin) erwischt.
Dieser hat zwei normale 270°-Eingang-Potis, im Gegensatz zum 1 Jahr
jüngeren 34K16R8, der bereits zwei Zehngang-Potis hat.
Das Problem ist, dass beim Rückspeisen und Herunterdrehen des
Spannungspotis die gesamte Ausgangs-Spannung auf einem kleinen Teil der
Widerstandsschicht anliegt und diese verbrennt. Da hilft der 100-Ohm
R310 auch nicht mehr.
Das Regel-IC geht kaputt und regelt den Ausgang voll auf. Der R414 (0,15
Ohm) wirkte als Sicherung, weil er sich auslötete ;-)
Diese Konstanter zeichnen sich durch eine 16-polige Klemmleiste auf der
Rückseite der Regler-Platine aus, mit der man die Geräte sehr einfach
fernsteuern, parallel oder seriell schalten kann. Auch Sense-Éingänge
zum Kompensieren der Leitungswiderstände sind dort vorhanden.
Auf den Leistungsgleichrichterblech sitzt eine fünfte Diode gegen
Verpolung des Ausganges im Seriell-Betrieb.
Die Platinen wurde beim jüngeren Gerät überarbeitet, die Leiterbahnen
sind dicker und verzinnt, C204, R214 kamen hinzu.
Beim Siebdruck sind die Bauteile, die in den Konstanter-Varianten
verschiedene Werte haben, durch dickere Punkte gekennzeichnet.
Stzt-Nr (Stanzteilnummer) ist bei beiden 4640.
Einziger Wermutstropfen ist der dicke C (470 bzw. 1000µF) am Ausgang.
Da muss man halt aufpassen und wissen, was man tut.