Kettensäge an Stromaggregat: Brauche eine Art Softanlauf

Gast #4862269
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Hallo liebe Forumsleser,

gelegentlich muß ich auf meinem Grundstück Bäume sägen oder 
zurechtschneiden. Dazu besitze ich eine elektrische Kettensäge mit 1800W 
und ein einfaches Aggregat mit 2.2kW. Wenn ich die Säge an das Aggregat 
anschließe und starte, geht der Motor am Aggregat wegen des Lastsprungs 
aus.

Wenn eine zweite Person das Aggegat manuell auf Überdrehzahl bringt und 
ich die Kettensäge starte, dann läuft die Kettensäge, und das Aggegat 
hustet ein bißchen, beruhigt sich aber wieder. Nach dem Start läßt die 
zweite Person das Aggregat mit Nenndrehzahl weiterlaufen, und schon kann 
ich gut sägen. Diese Prozedur nervt.

Wegen der großen Entfernung zur nächsten Steckdose ist eine 
Verlängerungsschnur keine Alternative. Auch eine Benzinkettensäge möchte 
ich nicht nutzen.

Das verallgemeinerte Problem ist also: Wie bekommen ich die Leistung aus 
meinem Aggregat, wenn die Last nicht schrittweise erhöht wird, sondern 
in einem Schaltakt?

Gibt es eine Art Softanlauf für 230V, an dem man die Anlaufzeit 
einstellen kann? Es geht mit hier nicht um einen Sanftanlauf wie bei 
großen Transformatoren mit Heißleiter mit Anlaufphasen im 100ms Bereich, 
sondern um langsames Steigern der Last von 0 auf Max in z.B. 5..10 
Sekunden.

Wenn es das nicht out-ofse-box gibt, gibt es evtl. einfache 
Schaltungsideen? Ich stelle mir da eine Phasenanschnittsteuerung vor, 
bei der der Gatestrom langsam steigt, sobald ich den Schalter an der 
Kettensäge betätige, oder gibt es andere Ideen?

Danke für Euer Feeback. Newbee22
Gast #4862283
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Nennt sich Sanftanlaufrelais oder Einchaltstrombegrenzung.

Das preiswerteste das ich gefunden habe ist das:
https://www.elv.de/elv-230v-einschaltstrombegrenzer-esb-54-1.html

Da es aber bis 16A spezifiziert ist und nur mittels NTC und 
Relaisüberbrückung arbeitet weiß ich nicht ob es reicht daß dein 
Aggregat das abkann.
Es gibt einstellbare Sanftanlaufrelais, die sind aber teuer. Da kannst 
du auch fast schon ein größeres Aggregat kaufen.

Saubere Lösung ist eine richtige Motorsäge.
Gast #4862287
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In bisschen seltsam finde ich das schon. Du startest die Säge ja nicht 
unter Last, dass sollte das Aggregat doch eigentlich vertragen.
Ich geh mal davon aus in der Säge ist ein Universalmotor. Das mit dem 
Dimmer würde dann wohl funktionieren, wäre mir aber zu viel Gefrickel.
Hast du es mal mit einem Einschaltstrombegrenzer probiert?
Gast #4862348
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hinz schrieb:
> Grundlast dran. 500W-Baustrahler und die Sache ist geritzt.

Die Idee hat was, das könnte sogar helfen. :-)
Aber prinzipiell hat "Oh Doch (jetztnicht)" recht mit:

Oh D. schrieb:
> Das Aggregat ist massiv unterdimensioniert

Zumal die Säge bei Benutzung auch kurzzeitig über die Nennlast belastet 
werden dürfte.

Mein Tipp ist immer noch ne schöne Kettensäge von Husquarna, Stihl, Solo 
oder Dolmar, mit 2,5 - 4 PS.
Und ein Sägekurs, der ist durchaus sinnvoll.
Gast #4862355
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Der Andere schrieb:
> Jakob schrieb:
> Eine Kabeltrommel aus Eisen mit 50 Meter aufgewickeltem Kabel, sollte
> den Anlaufstrom hinreichend begrenzen.
>
> Aber nicht nur den Anlaufstrom, Bei Nennleistung von 1,8kW dürfte dann
> auch die tatsächliche Leistung deutlich geringer sein.

Beide setzen sechs, so habt ihr nur eine stromkompensierte Drossel. Oder 
hattet ihr den den ohmscgen widerstand der 50 Meter im Sinn?

Ich würde vorschlagen Schwungrad vergrößern, falls du von E-Technik 
nicht so viel kennst (Frage deutet darauf hin).
Gast #4862363
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Vielen Dank

an alle Feedbackgeber. Besonderen Dank an  "Der Andere (Gast) ".

Dein Link http://www.klibo.de/anlaufstrombegrenzer.html
zeigt auf ein Gerät, dass tatsächlich mehr als ein Heißleiter und ein 
Relais ist und eine einstellbare Hochlaufzeit hat.


Vielen Dank, Newbee22


;-) ;-)-->
PS an:
rote Tomate: echte Männer saufen bis der Arzt kommt, echte Männer 
sterben früh und meistens als Helden, echte Männer habe 'ne 
Benzinkettensäge, weil die echt laut ist und was her macht 8-D,... okay 
es gibt viele (die meisten) Anwendungen für eine Benzinkettensäge, aber 
bei mir paßt es einfach nicht.

am Dieter S.: Lastwiderstand und Relais wären denkbar, aber der 
Widerstand müßte echt viel Leistung abkönnen.
Gast #4862366
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Ich nochmal, vielleicht auch einen Versuch wert: am Kabel in Nähe der 
Säge, eine Diode einschleifen und nach dem Anlauf kurzschließen, so hat 
die Säge erstmal nur die halbe Welle später dann beide. Die Dioode 
müsste aber schön dick sein, um nicht als einschaltsicherung zu dienen 
;)
Gast #4862370
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Der Andere schrieb:
> Mutti schrieb:
> Oder
> hattet ihr den den ohmscgen widerstand der 50 Meter im Sinn?
>
> Natürlich!
> Hilft aber nur bei einer großen Flex, die einen 16A B Sicherungsautomat
> raushaut. Für das Aggregat dürfte der Widerstand noch zu gering sein
>
> Selber setzen 6! :-)

;), warum dann das Eisen? Und Trommel?
Gast #4862489
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Wenn der Motor vom Aggi ausgeht, ist das einfach ranzig eingestellt. Die 
Drehzahl darf absinken, aber es darf auch bei Überlast nicht absterben.
Eine möglicherweise vorhandene Überlastsicherung darf auslösen, aber der 
Motor bleibt immer an.

Kümmer dich mal um Luftfilter, Vergaser und Zündkerze. Ggf. kann man 
auch die Leerlaufdrehzahl mit der Einstellschraube etwas anheben, so auf 
55Hz.
Gast #4862675
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Bei meinem früheren Gartenhäcksler musste ich einfach 2 Kabelrollen in 
Reihe schalten, dann blieb beim Starten die Haussicherung drin... Die 
Leistung beim Normalbetireb wurde dadurch nicht merklich gedrosselt.
Gast #4862693
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newbee22 schrieb:
> Gibt es eine Art Softanlauf für 230V
Mein großer (Billig-)Winkelschleifer ähnlicher Leistung schmeißt den 
Leitungsschutzschalter und will beim Einschalten gut festgehalten 
werden.

Da benutze ich einen Vorschalt-Einschaltstrombegrenzer, vor geschätzt 30 
Jahren als Fertiggerät von der Firma Ismet. Im Innenleben finden sich 
zwei kräftige Widerstände und zwei Relais, die nach ein paar hundert 
Millisekunden die Widerstände nacheinander überbrücken. Der Strom (Gerät 
Ein) wird über einen Stromwandlertrafo detektiert.

Eine Schaltung dazu habe ich leider nicht.

Du könntest Dir vorstellen, Deine K-Säge über 27 Ohm in Reihe 
einzuschalten und diesen manuell von Hand abzuschalten?

Oder es finden sich hier Leute, die eine konkrete Schaltung für die 
Stromerkennung vorschlagen - ich verspüre keinen Bedarf, das 
nachzuentwickeln.
Gast #4862724
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Echte Männer haben einen 10A-Variac (Stelltrafo) und können damit die 
Drehzahl stufenlos von 0 bis 120% einstellen.

Wenn der Generator auch einen Drehstromausgang hat:
Spartrafo 400 --> 230V  zwischen zwei Phasen angeschlossen.
Gast #4862850
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Horst Horstson schrieb:
> Mutti schrieb:
> Wenn der Generator auch einen Drehstromausgang hat:
> Spartrafo 400 --> 230V  zwischen zwei Phasen angeschlossen.
>
> Mal scharf nachdenken, was soll das in diesem Fall bringen?
>
> Jo, tu das doch mal. Tipp:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Spartransformator#/m...

Es war nicht die Frage, was ein Spartrafo ist, sondern, was dieser in 
DIESEM Fall bringen soll?
Gast #4862855
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Simpel schrieb:
> Bei meinem früheren Gartenhäcksler musste ich einfach 2 Kabelrollen in
> Reihe schalten, dann blieb beim Starten die Haussicherung drin... Die
> Leistung beim Normalbetireb wurde dadurch nicht merklich gedrosselt.

Natürlich ist so eine Kabelrolle erst mal das geeignetste Mittel.
Ist sicher und kostet nichts.
Es hat sich bei ähnlichen Sachen bewährt. Auch ohne Eisen.
#4862857
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MaWin schrieb:
> THOR schrieb:
>> Wenn der Motor vom Aggi ausgeht, ist das einfach ranzig eingestellt.
>
> Das muss nicht sein. Wenn die Regelung prinzipbedingt zu langsam ist,
> dann ist das halt so.

Die benötigte Leistung zum Anlaufen der Säge könnte größer sein als 
größtmögliche Leistung die das Aggregat abgeben kann. Deshalb geht es 
aus.
Die Kabelrolle aus Eisen könnte ein sicherer Stand für den Baustrahler 
sein.
Gast #4862860
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michael_ schrieb:
> Simpel schrieb:
> Bei meinem früheren Gartenhäcksler musste ich einfach 2 Kabelrollen in
> Reihe schalten, dann blieb beim Starten die Haussicherung drin... Die
> Leistung beim Normalbetireb wurde dadurch nicht merklich gedrosselt.
>
> Natürlich ist so eine Kabelrolle erst mal das geeignetste Mittel.
> Ist sicher und kostet nichts.
> Es hat sich bei ähnlichen Sachen bewährt. Auch ohne Eisen.

Wie schon angedeutet, ist es egal ob die Kabelrolle eingerollt ist oder 
nicht, die induktivität ändert sich nicht. Bei eingerollter Rolle sollte 
man, aber an die wärmeetwicklung denken...
Gast #4862874
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Lutz H. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> THOR schrieb:
>>> Wenn der Motor vom Aggi ausgeht, ist das einfach ranzig eingestellt.
>>
>> Das muss nicht sein. Wenn die Regelung prinzipbedingt zu langsam ist,
>> dann ist das halt so.
>
> Die benötigte Leistung zum Anlaufen der Säge könnte größer sein als
> größtmögliche Leistung die das Aggregat abgeben kann. Deshalb geht es
> aus.

Selbst dann dürfte es nicht ausgehen. Die Drehzahl darf sehr stark 
sinken, aber der Motor bleibt an wenn nicht was im Argen ist. Ich hab 
schon genug große E-Motoren an den Dingern betrieben. Im Zweifel brennt 
da eher der Generator durch als dass der Motor ausgeht. Wenn der Motor 
ausgeht, stimmt was nicht.
Gast #4862889
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THOR schrieb:
> Selbst dann dürfte es nicht ausgehen.

Man Thor, du quasselst in jedem Thread irgendwelchen Unfug dazwischen. 
Natürlich geht ein Verbrennungsmotor aus wenn er überlastet wird.

Wenn der Generator genügend niederohmig ist um kurzzeitig wesentlich 
mehr als die Nennleistung abzugeben und nur thermisch auf Überstrom 
abgesichert ist, dann steigt das Drehmoment so stark an daß der Motor 
abgewürgt wird.
Um dies zu verhindern müsste der Motor signifikant überdimensioniert 
sein, was schon aus Wirtschatlichkeitsgründen nicht zweckmäßig ist.
Gast #4862932
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Erwin D. schrieb:
> Rote T. schrieb:
>> Echte Männer benutzen eine 2Takt-Säge ;)
>
> Hüstel...
>
> newbee22 schrieb:
>> Auch eine Benzinkettensäge möchte
>> ich nicht nutzen.

Man kann sich mit beiden in die Beine oder ins Gesicht sägen (ja, das 
passiert!). Eine 1,8kW elektrische Kettensäge ist in der Hinsicht nicht 
ungefährlicher als eine Benzinsäge. Somit hat man - außer dem Lärm - 
keinen Vorteil von der elektrischen.

Also würde ich das  Geld lieber in eine gute Stihl, Schnittschutzhose, 
Helm, Schuhe und einen Kurs investieren. Damit ist man langfristig 
besser dran.

Was das elektrische Thema angeht:
Der Grund für die hohe Stromaufnahme ist der Anlaufstrom des Motors. Der 
ist aber nötig, weil die Säge die Kette und die ganze Mechanik 
beschlenigen muss. Beim Sägen durch Bäume braucht hat man sicher auch 
mechanische Lastspitzen (welche elektrische machen). Mit Strombegrenzung 
wird man permanent stecken bleiben.
Die Säge braucht den Anlaufstrom eben, da wird man nicht drumrum kommen.
Entweder man baut eine Stuerung in die Säge ein, oder nimmt einen 
größeren Generator.
#4862974
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Hurra schrieb:
> Entweder man baut eine Stuerung in die Säge ein, oder nimmt einen
> größeren Generator.

Bei den Autos soll es auch gehen, die gleiche Leistung mit immer weniger 
Energie zu erreichen. Mitglieder und Mitgliederinnen des Bundestages/in 
würden erst mal  einen kleineren Motor/in im Aggregat einsetzen. Und 
wenn es nicht geht den Entwickler des Generators bestrafen.
#4863002
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Lutz H. schrieb:
> Bei den Autos soll es auch gehen, die gleiche Leistung mit immer weniger
> Energie zu erreichen. Mitglieder und Mitgliederinnen des Bundestages/in
> würden erst mal  einen kleineren Motor/in im Aggregat einsetzen. Und
> wenn es nicht geht den Entwickler des Generators bestrafen.

:))

MfG Paul
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Für die Ironie kriegst Du leider gleich wieder von irgendeinem 
Hirnchen Eine reingewürgt. Mach Dir nichts draus.

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