Hallo zusammen,
ich versuche gerade ein PC-Netzteil von be quiet BQT E8-700W zu
reparieren. Während des Betriebs ist der Rechner ausgegangen und hat den
Fi und die Sicherung geworfen.
Es sind mehrere Bauteile in der Nähe des Zerhackers gestorben. Schwarz
sind folgende Bauteile: Gatewiderstand, parallele Diode (zum Ausschalten
des Fets), Pulldown (Gate,Source) und unbekannter Widerstand (Funktion
unbekannt) vom Drain zu einem Trafo. Der Fet scheint komischerweise in
Ordnung zu sein. Bevor ich jetzt die Bauteile auf gut Glück tausche
hoffe, ich hier noch auf ein paar Tipps...
Die Sicherung im NT ist nicht gestorben. Das Gate geht über einen
Widerstand an einen kleinen Übertrager. Was mir nicht klar ist, warum da
zuviel Strom geflossen ist. Wäre der FET kaputt, könnte ich verstehen
warum der Gatewiderstand abraucht aber so....
Vielen Dank und viele Grüße
Joe
Die Schmauchspuren gehen ooffenbar über die Isolationsbarreriere - und
damit einher geht ein erhebliches Sicherheitsrisiko.
Der FI ist also nicht umsonst raus geflogen.
Das Teil würde ich SOFORT entsorgen.
H.Joachim S. schrieb:> (normalerweise hängt der Schalttransistor an Masse)
Das halte ich für eine doch sehr bedenkliche Aussage.
Kein Wunder, wenn dann der FI auslöst.
Joe schrieb:> Ich will was lernen, deswegen will ich es unbedingt reparieren. Ich habe> eh schon Ersatz gekauft.
Da hast Du ja ein Netzteil wo Du Vergleichsmessungen machen kannst.
Gruß Frank
Die Fotos legen die Vermutung nahe, dass eine Verschmutzung über der
Isolationsbarriere zu einem Überschlag geführt hat. Das kann irgendeine
Flüssigkeit gewesen (ausgelaufener Elko, umgekippte Kaffeetasse etc).
Wenn man das reparieren wollte, müßte man zu allererst die
Schmauchspuren restlos entfernen. Das geht denn wohl am ehesten mit
einem Schleifgerät.
Ein Foto von der Oberseite könnte weitere Hinweise erbringen.
ergänzend möchte ich empfehlen sicherheitshalber den/die fets und die
gleichrichterdioden alle zu ersetzen die fets falls möglich auch durch
"bessere" typen. falls x2 kondensatoren drin sind, die auch. da hat man
für ein paar euro praktisch ein neues netzteil.
bei den halbleitern ist die diagnose sehr schwierig, die sind
unberechenbar.
Joe schrieb:> Ich will was lernen, deswegen will ich es unbedingt reparieren.
Nur zu, dann kannst Du auch lernen, wie ein defektes Netzteil
(Folgeschaden) einen kompletten Rechner zerlegen kann.
voltwide schrieb:> müßte man zu allererst die> Schmauchspuren restlos entfernen. Das geht denn wohl am ehesten mit> einem Schleifgerät.
So wie das aussieht war die Leiterplatte an der Isolationsbarriere wohl
auch über der Glastemperatur.
-> Leiterplatte tauschen.
Gruß Anja
Also wenn ich das richtig sehe,
dann liegen die beiden eh auf dem gleichen Potential
(durchgängige Kupferfläche erkennbar)
@Joe:
Da es ja ein paar Bauteile im Dunstkreis des Gates zerschossen hat,
hast du dir mal die Ansteuerung dafür angeschaut?
Wenn der Gatetreiber bspw. defekt ist und zu hohe Ströme liefert, dann
könnte das genau so ein Verhalten erzeugen.
LG
Tochriso
H.Joachim S. schrieb:> Das hier KÖNNTE der Auslöser gewesen sein.
die Lötstelle links unterhalb der markierten knapp links oberhalb des
Loches, (ist vom Schmauch fast verdeckt) ist ebenfalls "kalt"
Anja schrieb:> So wie das aussieht war die Leiterplatte an der Isolationsbarriere wohl> auch über der Glastemperatur.> -> Leiterplatte tauschen.
Woran erkennst du das?
Gruss
Robert
Joe schrieb:> Es hat gegen das Gehäuse übergeschlagen, deswegen ist der FI geflogen.
Die ATX Netzteile, die ich von innen her kenne, hatten immer eine
relativ dicke Polycarbonatfolie, sowas woraus eine Blisterverpackung
besteht, zwischen PCB und Gehäuse. Das ist aber schon viele Monde her.
Vielleicht spart man die sich inzwischen ja ein.
aber die gehen nur selten "ums Eck", sind meiste nur glatt für die
Rückseite der Platine, decken aber die Kanten nicht gegen die
Seitenwände ab
und genau am Rand sammeln sich immer die Staubflocken so schön zwischen
Gehäusewand und Platine, vor allem wenn man sie unvollständig rauspustet
Da musste aber irgendein Grund vorliegen, damit das Netzteil explodiert.
Ich kenne einige Gamer, die den Rechner quasi immer im Koffer haben
und hin und her transportieren.
Dann bei kalten Außentemperaturen ins warme Stübchen und dann gleich ans
Netz. Viel Staub und Kondensation ist eine tödliche Mischung.
Normalerweise verabschieden sich die Netzteile still und leise ohne
Schmauch und Rauchwolke. (be quiet)
ich hatte auch schon eines welches anscheinend wegen Staubsflocke nach
hinten aufs NT-Gehäuse durchgeschlagen hat,
und bei dem Teil war hinten keine isolierende Schutz"platte"
allerdings baue ich öfter mal Rechner um, da könnte ich schon beim
Hantieren das Blechgehäuse mit der Hand etwas zusammengedrückt und damit
den Sicherheitsabstand zur Platine verringert haben
H.Joachim S. schrieb:> Ehrlich gesagt: schmeiss weg.> Ich nehme an, dass selbst dein Schaltplanschnipsel falsch ist> (normalerweise hängt der Schalttransistor an Masse)
Wieso kann die Masse hier nicht "oben" sein? Es ist nirgends eine
Polarität eingezeichnet. Lediglich der Mosfet hat Drain und Source
beschriftet bekommen und Drain ist hier oben gezeichnet...
Noch ein praktischer Hinweis aus eigener Erfahrung: Hab kürzlich das
Netzteil vom Junior, auch ein 700W mit PFC zerlegt. Bei genauem
Hinschauen sah man an der PFC-Drossel auch kleine Schmauchspuren
zwischen Lackdraht und Kern! Diese waren nicht sonderlich ausgeprägt und
erkennbar weil der Kern auch dunke eingefärbt war, aber die bei einem
Schluß entstehenden metallischen Anhaftungen waren zu erkennen.
ichbin
ichbin schrieb:> H.Joachim S. schrieb:>> (normalerweise hängt der Schalttransistor an Masse)
Als Antwort oder Grundlage untauglich. Das ist abhängig von der
Topologie und Teil der Schaltung, in dem der Tod auftrat.
Ansonsten würde ich ebenfalls ungekürzt das hier raten
Dr. Google schrieb:> ergänzend möchte ich empfehlen sicherheitshalber den/die fets und> die> gleichrichterdioden alle zu ersetzen die fets falls möglich auch durch> "bessere" typen. falls x2 kondensatoren drin sind, die auch. da hat man> für ein paar euro praktisch ein neues netzteil.>> bei den halbleitern ist die diagnose sehr schwierig, die sind> unberechenbar.
UND such dir (nur gut gemeint) etwas fachkundigere Hilfe.