Gibt es Notebooks welche über lange Zeiträume ohne Veränderungen gebaut werden?

Gast #4873423
Gibt es Notebooks die über einen längeren Zeitraum ohne Änderungen 
gebaut werden? (Mit längeren Zeitraum meine ich zum Beispiel 3 Jahre)

Gibt ja teilweise Nischenhersteller welche auch Notebooks für extreme 
Umgebungen bauen zum Beispiel Getac, könnte mir also sehr gut vorstellen 
das es eben für Nischenanwendungen sowas gibt.
René F. schrieb:
> Gibt es Notebooks die über einen längeren Zeitraum ohne Änderungen
> gebaut werden? (Mit längeren Zeitraum meine ich zum Beispiel 3 Jahre)

Für welchen Anwendungszweck?

Panasonics Toughbooks werden auch länger hergestellt, wobei die 
Produktbezeichnung da gleich bleibt und es eben "MK I", "MK II", etc. 
gibt. Ob die sich äußerlich bzw. von den Schnittstellen/Abmessungen groß 
unterschieden weiß ich aber nicht.
oszi40 schrieb:
> Auf der ISS laufen ca. 80 ThinkPads.
> 
Quelle:http://www.spiegel.de/netzwelt/web/iss-astronauten-laptops-werden-von-windows-xp-auf-linux-umgestellt-a-899433.html

Ist das nicht an der Frage vorbei? Thinkpads sind zwar sehr gute Laptops 
aber auch dort kommen etwa jedes Jahr mit den neuen CPUs neue Modelle 
heraus. Die alten dürften dann auch recht schnell vom Mark verschwinden 
oder wo kriegt man jetzt noch ein neues T450?
Gast
René F. schrieb:
> Gibt es Notebooks die über einen längeren Zeitraum ohne Änderungen
> gebaut werden?

Bei Hardware, die für Industriesteuerungen eingesetzt wird, macht das 
Sinn, und da gibt es auch langfristig verfügbare Systeme. Notebooks 
werden dafür aber nicht eingesetzt, jedenfalls nicht in nennenswerter 
Stückzahl, da besteht wohl nicht genug Bedarf.

Für den Consumermarkt muss man ja sowieso alle paar Monate eine neue 
Version bringen, sonst wird das in der Fachpresse gleich als völlig 
veraltet niedergeschrieben.

Georg
René F. schrieb:
> Gibt es Notebooks die über einen längeren Zeitraum ohne Änderungen
> gebaut werden?

Ja, Business-Notebooks/-Laptops. Diese haben auch länger Garantie bzw. 
Gewährleistung und es gibt über viele Jahre sämtliche Einzelteile als 
Ersatzteile, um nach Reparatur exakt dasgleiche Gerät zu haben. Zudem 
sind sie robuster, aus hochwertigerem Material, remote-fähig und haben 
eine bessere, professionelle OS-Version (anstatt Multimedia-Gedöns). 
Daher und wg. der langen Lagerhaltung sind Business-Geräte viel teurer 
als Consumer-Ware.

Wichtigste Unterschiede Business-/Consumer-Ware (aus 03/2014):
http://www.pcwelt.de/ratgeber/Consumer-Notebook_gegen_Business-Laptop_-_das_macht_den_Unterschied-Ratgeber_Laptop-Kauf-8604411.html
Persönliche Seite
Georg schrieb:
> aber ich habe noch kein "Business"-Notebook gesehen, das 10 Jahre
> unverändert gebaut wurde.

Das wäre auch wirtschaftlicher Unfug; wer würde heute noch für ein 
Neugerät Geld ausgeben, in dem gerade mal ein Einkern-Pentium-M verbaut 
ist?

Ein Hersteller, der tatsächlich über mehrere Jahre komplett unveränderte 
Hardware produziert, ist die Firma Apple. Der "Mac Pro" ist seit seiner 
Vorstellung im Jahr 2013 nicht überarbeitet worden.

Aber irgendwie glaube ich, daß es dem Threadstarter um etwas anderes 
ging ...


Was bei Notebookd durchaus möglich wäre, wäre ein 
generationenübergreifendes Gehäusedesign, so daß Tastatur, Display, 
Touchpad etc. unverändert bleiben, und nur die Hauptplatine entsprechend 
inhaltlich aktualisiert wird. Wenn das Gehäusedesign eine wechselbare 
Anschlussblende vorsähe, könnten sogar größere Unterschiede in den 
Schnittstellen damit problemlos abgehandelt werden - DisplayPort statt 
VGA, Thunderbolt statt Analogmodem.

Allerdings ist auch hier die Frage zu stellen, ob heute noch jemand mit 
einem der winzigen (und meist recht miserablen) Touchpads von vor zehn 
Jahren arbeiten wollte, oder nicht doch lieber mit den größeren 
multitouch-fähigen, die heutzutage üblich sind.


Obendrein würde ein solches Gerät nicht den "Innovationsanspruch" des 
immer flacher befriedigen können, da es äußerlich unverändert bliebe.
René F. schrieb:
> Gibt es Notebooks die über einen längeren Zeitraum ohne Änderungen
> gebaut werden? (Mit längeren Zeitraum meine ich zum Beispiel 3 Jahre)
>
> Gibt ja teilweise Nischenhersteller welche auch Notebooks für extreme
> Umgebungen bauen zum Beispiel Getac, könnte mir also sehr gut vorstellen
> das es eben für Nischenanwendungen sowas gibt.

Wenn man unbedingt 3 Jahre später das gleiche Modell noch einmal braucht 
muss man gleich zwei kaufen. Wir haben für ganz alte Hardware bei uns 
auch noch 3 Backup.Notebooks mit Win XP und Core Duo-Prozessor.
Die werden dann ohne Akku im kühlen Keller gelagert.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite
für viele würde es sicherlich auch schon reichen,
wenn alte Software auf Neugeräten ohne Murren laufen würde.

So bekommen wir hier gerade Probleme 20 Jahre alte Steuerrechner mit 
Keramik-CPUs in alte Schränke zu integrieren.
Da wird wohl auch pro Rechner gleich der ganze Schrank-Inhalt
getauscht werden müssen, damits wieder passt.

Bundesweit ha'm wer das 62mal verbaut.
Gast
Fabian F. schrieb:
> Wenn man unbedingt 3 Jahre später das gleiche Modell noch einmal braucht
> muss man gleich zwei kaufen. Wir haben für ganz alte Hardware bei uns
> auch noch 3 Backup.Notebooks mit Win XP und Core Duo-Prozessor. Die
> werden dann ohne Akku im kühlen Keller gelagert.

Geht eher darum eine Art Steuereinheit für ein Gerät dem Kunden 
mitzugeben (3 stellige Stückzahlen) und falls nach 3 Jahren noch Kunden 
dieses Gerät wollen eine Reihe von Notebooks nachordern zu können, wenn 
es nur um eine geringe einstellige Menge gehen würde dann würde man eben 
einen höheren Bestand aufbauen.
Gast
René F. schrieb:
> eine Reihe von Notebooks nachordern zu können

Wennn Ihr unbedingt noch 1000 alte braucht, dann ist das auch eine Frage 
der Vertragsgestaltung. Weitsichtiger wäre es, eine VM auf Lager zu 
haben, die fast auf JEDEM "gefundenen" PC laufen kann, da man heute noch 
nicht 100%ig weiß, ob der gewünsche NB-Hersteller in x Jahren auch noch 
existiert. Lass z.B. ein Embargo für schwarze Gehäuse kommen, dann 
spielt Deine virtuelle Maschine auch auf bunten PCs. :-)
Ja, das ist ne kleine Nische, niemand will alte Notebooks kaufen.
Ich hab mir auch ein neues gekauft, obwohl das alte noch lief. Ein 
IPS-LCD in FHD ist einfach ein völlig anderes Arbeiten.

Für lange nutzbare Steuerungen empfiehlt sich ein Webinterface über 
Ethernet, dann ist das Notebook und sogar das OS völlig egal.

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