Linux: Drucker druckt nach dem ersten Dokument nur leere Seiten

Gast #4876480
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Hallo Forum.

Ich habe folgendes Problem beim Drucken unter Linux:
Das erste Dokument (also eine ganze Datei) wird gedruckt und alles ist 
schoen. Moechte ich anschliessend ein zweites Dokument drucken, so 
werden nur leere Seiten ausgeworfen, bis die Papierkassette leer ist, 
oder ich das ganze manuell abbreche.

Schalte ich den Drucker zwischen den Druckvorgaengen aus und wieder ein 
ist alles okay. Das trennen der USB-Verbindung hat den selben Effekt.

Mehr als ein Wuerg-Around ist das aber nicht. :-/

Hat jemand eine Idee wie man dem Problem habhaft werden koennte?

Drucker: Brother MFC-L2700DW
Linux: Arch Linux (Kernel 4.8.13)
CUPS 2.2.2-1


Gruesse
Gast #4880179
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Die erste Frage wäre: Wie druckst Du denn? Von der Kommandozeile mit "lp 
filename" oder aus einem Programm wie OpenOffice heraus?

Mit einem Post-Script fähigen Drucker hat man ja in der Regel keine 
Probleme -- wenn da irgendein closed source oder reverse-engineered 
Treiber im Spiel ist sieht es natürlich schlechter aus.

Versuch vielleicht als erstes mal, von der Kommandozeile mit lp eine 
Postscriptdatei zu drucken...
Gast #4880198
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Was man sonst probieren könnte, wäre den cups daemon jeweils neu zu 
starten, womöglich wird dabei der Drucker jeweils neu initialisiert -- 
für systemd wäre das etwas wie

systemctl restart cupsd

Besser als Ausschalten wenn es funktioniert.
Gast #4883966
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Vielen Danke für eure Antworten bis hierhin.

Matthias S. schrieb:
> Schau dir da mal die fertigen Druckjobs und etwaige Fehlermeldungen an.
Fehlermeldungen gibt es keine, die Jobs sind immer "successful",laut der 
Jobliste von cups.

Stefan S. schrieb:
> Die erste Frage wäre: Wie druckst Du denn? Von der Kommandozeile mit "lp
> filename" oder aus einem Programm wie OpenOffice heraus?
Aus einer Anwendung heraus, z.B. PDFs aus Okular

Stefan S. schrieb:
> Was man sonst probieren könnte, wäre den cups daemon jeweils neu zu
> starten, womöglich wird dabei der Drucker jeweils neu initialisiert --
> für systemd wäre das etwas wie
>
> systemctl restart cupsd
>
> Besser als Ausschalten wenn es funktioniert.
Funktioniert leider nicht, also bringt keine besserung.

Als Treiber ist der hier installiert:
https://aur.archlinux.org/packages/brother-mfc-l2700dw/

Was ich jetzt aber noch festgestellt habe:
Wenn ich das selbe Dokument mehrfach drucke (mehrere Druckaufträge!), 
funktioniert es einwandfrei. Also Dokument 1x ausdrucken, warten bis 
ausgedruckt, und dann nochmal drucken. Dann ist der zweite Druck völlig 
inordnung.

Ich werd mal das mit den Scannertreibern und drucken von der 
Kommandozeile versuchen.

Ist es denkbar, dass da irgendwo was gecached wird, wo bei einem neuen 
Druckauftrag Daten und Seitenzahl "kaputt" geschrieben werden (durch 
bufferoverflow), und dann diese kaputten Daten an den Drucker gesendet 
werden?
Das würde für mich immerhin erklären, weshalb das selbe Dokument ohne 
Probleme mehrfach ausgedruckt werden kann.

Ich bin etwas ratlos :-/

Danke für eure Mühe bis hierher.

Grüße
Gast #4884109
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1
$ sudo ls -la /var/spool/cups
2
...
3
-rw------- 1 root lp   1355 30. Jan 20:56 c00184

Ich bin in der Gruppe lp eingetragen:
1
$ cat /etc/group | grep lp
2
lp:x:7:daemon,kaj

Stefan S. schrieb:
> Wie druckst Du denn? Von der Kommandozeile mit "lp
> filename" oder aus einem Programm wie OpenOffice heraus?
Habs jetzt mal probiert:
1
$ lpr -P "Brother_MFC-L2700DW_series" document.pdf
Beim zweiten Dokument wieder nur leere Seiten.

Wuerde es helfen die Kommunikation mit dem Drucker mal mit Wireshark 
mitzuschneiden?
(Firma: matzetronics) #4884201
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Kaj schrieb:
> $ sudo ls -la /var/spool/cups
> ...
> -rw------- 1 root lp   1355 30. Jan 20:56 c00184

Das sieht richtig aus. Allerdings sind da bei mir alle Druckjobs seit 
Pflaumenpfingsten aufbewahrt und nicht nur einer. Ich nehme allerdings 
an, das es bei dir auch so ist.

Kaj schrieb:
> Wuerde es helfen die Kommunikation mit dem Drucker mal mit Wireshark
> mitzuschneiden?

Hmm, keine Ahnung. Es würde aber vermutlich mal interessant sein, einen 
eher generischen Brother Druckertreiber zu benutzen, um auszuschliessen, 
das die Brotherjungs bei diesem hier Mist gebaut haben.
Gast #4884664
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>$ lpr -P "Brother_MFC-L2700DW_series" document.pdf
>Beim zweiten Dokument wieder nur leere Seiten.

Statt einem PDF Dokument würde ich mal ein PostScript- oder ein reines 
ASCII-Text-Dokument probieren. Denn PDF kann der Drucker ja eh nicht 
direkt verarbeiten, da ist dann immer die Wandlung von PDF in etwas, was 
der Drucker versteht, enthalten, und da könnte der Fehler auftreten.

Aber ich habe sonst leider keine Ideen, ich persönlich könnte auch gut 
mit dem Problem leben, so wenig wie ich noch drucke...
Gast #4884687
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Matthias S. schrieb:
> Hmm, keine Ahnung. Es würde aber vermutlich mal interessant sein, einen
> eher generischen Brother Druckertreiber zu benutzen, um auszuschliessen,
> das die Brotherjungs bei diesem hier Mist gebaut haben.

Der spielt, ich habe hier einen 2700DN. siduction, also Debian sid. 
Spielt alles einwandfrei: Drucken, auch Duplex sowie Scannen.
#4906272
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Hi,
ich habe mir gerade einen Brother MFC9340 gekauft und die 
Standardtreiber von Cups getestet. Fazit: So lala....
Dann habe ich mal geschaut und auf dieser Seite eine gute Anleitung 
gefunden:
https://wiki.ubuntuusers.de/Drucker/Brother/
Hierbei wird ein genereller Script von Brother gestartet,
http://download.brother.com/welcome/dlf006893/linux-brprinter-installer-2.1.1-1.gz
(Z. 1297 und 1298 ändern!) der sich dann alles was er braucht, vom 
Brother Server holt. (Den Druckertyp muß man dabei eingeben, es wird 
dabei kein generischer Treiber installiert)
Ich muß sagen: Die Jungs von Brother geben sich wirklich Mühe, ihre 
Drucker zu unterstützen. Es funktioniert wirklich alles: Duplexdruck, 
Duplexscanning usw.
Tip: Schmeiss den CUPS Treiber wieder runter und lass das Brother Script 
laufen. Ich weiss allerdings nicht, inwieweit das für Arch Linux auch 
funktioniert, aber ein Versuch ist es wert. Ich habe Mint 17.3 am 
Laufen.

Gruß
Andreas

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