Eagle Lötstopp Frage

Gast #4880971
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Hallo,

ich habe eine Verständnisfrage bezüglich der bStop oder tStop Layer in 
Eagle?

Wenn ich unter Eagle den LötStopp Layer b- oder tStop im Gerber CAM 
Prozessor ausgebe und danach in einem Gerberviewer ansehe, werden nur 
die Flächen wo der Lötstopplack nicht aufgetragen wird, angezeigt.

Das würde also heißen der Platinen Hersteller invertiert diese Maske und 
trägt den Lötstopplack über nur nicht dort auf, oder?

Danke
Bruno
#4883834
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@Bruno (Gast)

>Das heißt aber dir Bereiche welche ich als Fläche in der Gerberdatei
>sehe werden also nicht ausgehärtet und danach entfernt?

Richtig, dieser Layer ist ein Negativlayer. Fläche = kein Material. Im 
Gegensatz zu den Kupferlage, Fläche = Material.

In der 4ma machen wir bei Spezialbaugruppen für Hochspannung manchmal 
auch  Lötstoplack als ringförmige Umrandung um Lötpads der Bauteile. 
Dann werden die Daten als Positivlayer ausgegeben. Dann ist die Platine 
nahezu frei von Lötstoplack und hat nur kleine Kringel um die Pads. 
Siehe Anhang.
Angehängte Dateien:
#4886299
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@Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish)

>Wie machst Du das EAGLE-technisch? Ich kann Deine Ausführung grad nicht
>nachvollziehen.

Man nimmt die normalen Bauteile in den bestehenden Bibliotheken, legt 
einen neuen Layer an und zeichnet dort die Umrandung rein. Bei der 
CAM-Datenausgabe gibt man eben diesen Layer als Lötstopmaske aus und 
schreibt dem Hersteller einen Hinweis, idealerweise mit Photo, denn das 
haben einige Hersteller auch schon mißverstanden und nicht nachgefragt, 
mit dem Ergebnis, daß die gesamte Platine voller Lötstoplack war und nur 
die Kreise um die Pads ohne Lötstoplack!!! (Soviel zum Thema 
Eindeutigkeit von Gerberdaten, wobei diese eine Markierung eingebaut 
haben, ob sie positiv oder negativ gemeint sind!)

>Hast Du Dir spezielle Bauteile angelegt und legst ein Polygon in den
>Stopp-Layer?

Nein.
#4886303
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@Axel R. (axelr)

>Gefällt mir gut, die Idee mit den Lötstoplack-Inselchen. Super!
>Nimmst Du (zB)Layer 251 und sagst dem Fertiger, er soll das als tStop
>nehmen?

Fast, aber wir geben immer nur Gerberdaten raus, nur für einfache 
Testaufbauten läuft es mit Eagledaten per PCB-Pool.
Gast #4886351
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Falk B. schrieb:
> Dann ist die Platine
> nahezu frei von Lötstoplack

Warum? Hat der Lötstopplack schlechtere Kriechstromeigenschaften, und 
wenn ja, muss das sein? Gibt es keinen geeigneteren Lötstopplack, der so 
gut ist wie FR4?

Ausserdem ist die FR4-Oberfläche matt, was für die Verschmutzung 
"günstig" ist. Lötstopplack kann hochglänzend sein.

Ich frage interessehalber, für so einen Aufwand müssen ja Gründe 
vorliegen.

Georg
#4886380
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@Georg (Gast)

>> Dann ist die Platine
>> nahezu frei von Lötstoplack

>Warum? Hat der Lötstopplack schlechtere Kriechstromeigenschaften, und
>wenn ja, muss das sein?

Ja. Die Anhaftung der Vergußmasse ist bei blankem FR4 sehr gut, bei 
Lötstoplack nur mäßig bis schlecht.

>Gibt es keinen geeigneteren Lötstopplack, der so
>gut ist wie FR4?

Wozu? Mit den Umrandungen geht es wunderbar und man braucht keinen 
exotischen Lötstoplack bzw. Lieferanten.

>Ausserdem ist die FR4-Oberfläche matt, was für die Verschmutzung
>"günstig" ist. Lötstopplack kann hochglänzend sein.

Die Platinen werden gereinigt und dann vergossen.

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