Teamviewer-Alternative?

OP (Firma: Q3) #4905142
Lesenswert?

Wenn man mit den Suchbegriffen "Teamviewer Alternative" googelt, findet 
man natürlich reichlich Infos, von AnyDesk bis VNC. Was ich aber bei all 
diesen Beschreibungen vermisse, ist jeweils eine Aussage darüber, ob 
diese Softwares es ebenfalls ermöglichen, OHNE spezielle Portfreigabe 
bzw. Portforwarding zu funktionieren.

Die Nutzung einer Serverstruktur, um den Benutzer per ID statt IP zu 
erreichen und durch eine gepollte Verbindung "von Innen" das ansonsten 
notwendige Portforwarding im Router zu umgehen, waren schon die genialen 
Grundideen von Teamviewer - ansonsten findet da ja (inzwischen 
weiterentwickelte) VNC-Technologi Verwendung, was nicht wirklich 
besonders ist.

Was mich ansonsten bei Teamviewer stört, sind die immer mehr zunehmenden 
Gängelungen bei der kostenlosen Nutzung. Auch wenn man z.B. nur aller 
paar Wochen mal auf einen Rechner guckt und der hat zufällig eine 
statische IP, wird man sofort mit "Verdacht auf kommerzielle Nutzung" 
belästigt. Oder dieses immer bescheuerter werdende Capcha bei der 
Web-Verwaltung "... dass Sie kein Roboter sind" ...

Ja, also ... gibts eigentlich plattformübergreifende Alternativen, die 
mit einer Art DNS daher kommen und ohne Portforwarding funktionieren? 
Danke für Tips.
Gast #4905151
Lesenswert?

die Frage was dir wichtig ist, und wie du es einsetzen willst.

Ich habe mal ein Zeitlang alles mit VNC gemacht. einfach auf meinen 
Webspace ein ZIP mit VNC und ein Batch abgelegt. VNC verbindet sich dann 
mit meinen PC und ich kann arbeiten. Dafür brauchte ich nur die 
Portweiterleitung aber nicht "der Andere".
#4905210
Lesenswert?

Frank E. schrieb:
 > Ja, also ... gibts eigentlich plattformübergreifende Alternativen, 
die
> mit einer Art DNS daher kommen und ohne Portforwarding funktionieren?

Ich verwende derzeit Chrome Remote Desktop. TeamViewer ist leider 
trotzdem besser, aber wenn ich mich nicht mehr verbinden kann weil sie 
wohl kommerzielle Nutzung vermuten (was genau das Problem ist wird 
leider verschwiegen), dann ist das wertlos.

Leider gibt es, gerade für OSX, fast keine Alternativen.
Gast #4905231
Lesenswert?

Frank E. schrieb:
> Klar kenne ich z.B. VNC,
> der erfordert aber Portforwarding und sowas wie DynDNS zusätzlich ...

und die kennst auch die Möglichkeit das der Client die Verbindung 
aufbaut verbindet (also andersrum als man es üblicherweise macht)?

Dann damit braucht man nur Portforwarding und DynDNS  beim Admin - das 
ist aber meist kein Problem.
#4905257
Lesenswert?

A. K. schrieb:
> ich bin schon mehrfach
> kommerziellem Support begegnet, der mit einer nichtkommerziellen Version
> arbeitete.

Wenn man den ganzen Tag supported, amortisiert sich die Lizenz auch 
schnell. Aber nicht bei 2-3 Sitzungen die Woche. Eine Alternative wären 
gestaffelte Preise, z.B. mit einem bestimmten Limit an Zeit oder 
Sitzungen. Bei vernünftigen Preisen würden mehr Leute lizenzieren statt 
zu tricksen.
Gast #4905264
Lesenswert?

Icke ®. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> ich bin schon mehrfach
>> kommerziellem Support begegnet, der mit einer nichtkommerziellen Version
>> arbeitete.
>
> Wenn man den ganzen Tag supported, amortisiert sich die Lizenz auch
> schnell.

leider gibt es da sehr viel Tücken. Die Lizenz gilt nur für eine 
Version. Sobald einer der gegenstellen eine andere Version hat gibt nur 
Probleme.
#4905283
Lesenswert?

A. K. schrieb:
> Bei kommerziellem Support ist es nicht unüblich, wenn der Support eine
> passende ad hoc nutzbare Version zum Download anbietet, ggf. customized.

In der Praxis ist das leider sehr lästig. Dem Kunden erklären zu müssen, 
daß seine frisch installierte, neueste Version leider nicht kompatibel 
ist, sowie das Runterladen der passenden und ggfs. Deinstallation der 
neuen, kostet einen Haufen Zeit und Nerven, besonders wenn ein DAU am 
anderen Ende sitzt. Da geht nicht selten eine halbe Stunde drauf. 
Darüberhinaus macht es einen unprofessionellen Eindruck.
#4905322
Lesenswert?

Icke ®. schrieb:
> das Runterladen der passenden und ggfs. Deinstallation der
> neuen, kostet einen Haufen Zeit und Nerven, besonders wenn ein DAU am
> anderen Ende sitzt.

Downloads von Support-Sites sind Versionen, die nicht installiert oder 
deinstalliert werden müssen, sondern einfach bloss gestartet werden. Zum 
Problem wird es eher dann, wenn Download nicht zulässig sind, weil EXE.
Gast #4905374
Lesenswert?

A. K. schrieb:
> Downloads von Support-Sites sind Versionen, die nicht installiert oder
> deinstalliert werden müssen, sondern einfach bloss gestartet werden. Zum
> Problem wird es eher dann, wenn Download nicht zulässig sind, weil EXE.

oder weil der andere Teamvierer richtig installiert ist, aber nur eine 
Instanz gleichzeitig laufen darf.
Gast #4905439
Lesenswert?

Du könntest beispielsweise bei Dir einen SSH-Server laufen lassen mit 
aktivierter GatewayPorts-Option und die Gegenstelle eine Verbindung dazu 
aufbauen lassen, die per remote Port forwarding VNC oder RDP 
weiterleitet.
Dann Verbindest Du Dich von Deinem Rechner mit dem Tool Deiner Wahl auf 
den RPi und alles ist gut.
Nur der SSH-Server muss von "außen" erreichbar sein.
#4905482
Lesenswert?

Icke ®. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Downloads von Support-Sites sind Versionen, die nicht installiert oder
>> deinstalliert werden müssen, sondern einfach bloss gestartet werden.
>
> Schon richtig. Wenn der Kunde aber bereits eine installierte Version
> hat, scheitert die Ausführung meist mit der Meldung "Es läuft bereits
> eine andere Version von Teamviewer".

Die Meldung haben wir bisher nicht bekommen. Wir nutzen v9 und der 
Support meinte, die laufende Instance wird während dieser Zeit beendet.
#4905780
Lesenswert?

Frank E. schrieb:
> um den Benutzer per ID statt IP zu
> erreichen und durch eine gepollte Verbindung "von Innen" das ansonsten
> notwendige Portforwarding im Router zu umgehen, waren schon die genialen
> Grundideen von Teamviewer

VNC kann auch eine Verbindung vom VNC-Server zum Helpdesk aufbauen. 
Das hat zwei Vorteile: Erstens kontrolliert der Anwender wann der 
VNC-Server überhaupt gestartet wird, er ist normalerweise dauerhaft aus, 
die Session wird vom Anwender gestartet (zum Beispiel indem er auf eine 
vorher für ihn dort eingerichtete Verknüpfung klickt) und zweitens ist 
kein Port-Forwarding nötig. Nur der Helpdesk muss eine Verbindung von 
außen zulassen wenn ein Anwender Hilfe braucht und sich verbinden will.
Gast #4905805
Lesenswert?

AnyDesk hatte ich auch schonmal benutzt. Ist wirklich gut, auch mit 
einer langsamen Internetverbindung.
Für die Verwaltung von mehreren Clients könnte man auch Guacamole auf 
nem Server IN dem Netzwerk installieren, auf das zu zugreifen willst.
#4905822
Lesenswert?

Gerd E. schrieb:
> Welches VNC-Derivat meinst Du genau

Ich vermute alle. Das hab ich vor 15 Jahren gemacht, die genaue 
Vorgehensweise ist mir entfallen, sollte aber in der Doku stehen. Oder 
mal Googeln.

Edit: 
https://www.realvnc.com/docs/windows-start-stop.html?_ga=1.234837658.585063362.1487352858
1
Start Listening VNC Viewer      vncviewer.exe -listen [<port>]
2

3

4
Connect to Listening VNC Viewer    vncserver.exe -connect <computer>

Ich nehm an das geht mit allen anderen Derivaten auch weil das schon so 
alt ist daß es mittlerweile wohl alle geerbt haben.
OP (Firma: Q3) #4906626
Lesenswert?

Den Teamviewer zu starten (wenn er denn z.B. auf dem Desktop liegt) und 
mir am Telefon die beiden Zahlen (ID und Passdw.) zu nennen, das schafft 
beinahe jeder DAU.

Alles was darüber hinaus geht, ist mit (entfernten) Kunden meist nicht 
machbar. Man stelle sich nur mal eine Sprechstundenhilfe oder einen 
Lagerarbeiter vor, deren PC spinnt. Das reale Leben ist diesbezüglich 
wirklich härter, als viele hier glauben ...

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren