0 Ohm Widerstand

Gast #4910568
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Hallo, ich mache gerade meinen ITA und wir haben eine Aufgabe bekommen, 
die besagt, dass wir uns über einen 0Ohm Widerstand informieren sollen. 
Das ist doch im endeffekt doch ausschließlich ein stück Draht oder 
täusche ich mich da? Gibt es im SMD Bereich zufällig soetwas oder wird 
da auch ein Stück Draht genommen?
Gast #4910571
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Gibt durchaus 0 Ohm Widerstände als SMD Variante. Nutzt man öfters als 
Brücke über andere Leiterbahnen. Kann somit per Bestückungsautomaten 
"bestückt" werden und es muss keine Lötbrücke in Form von Draht/Litze 
von Hand aufgelötet werden.
#4910607
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Igor schrieb:
> Hallo, ich mache gerade meinen ITA und wir haben eine Aufgabe bekommen,
> die besagt, dass wir uns über einen 0Ohm Widerstand informieren sollen.
> Das ist doch im endeffekt doch ausschließlich ein stück Draht oder
> täusche ich mich da?

Ja und nein. Ein 0Ohm-Widerstand ist elektrisch das gleiche wie ein 
Stück Draht, mechanisch sieht er aber aus wie ein Widerstand. Dafür gibt 
es Gründe.

Du könntest ja als erstes mal darüber nachdenken, warum man auf einer 
Platine überhaupt 0Ohm-Widerstände brauchen könnte. Und dann als 
zweites, warum die in der gleichen Bauform wie ein Widerstand 
hergestellt werden.
Gast #4910608
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Und da sind sie wieder, die Haarespalter!

- Es gibt Widerstände mit der Bezeichnung 0 Ohm zu kaufen
- Keiner von denen hat tatsächlich 0 Ohm (auch ein Stück Draht nicht!)
- Im allgemeinen ist deren Widerstand sehr klein. Sie werden als Brücke 
oder Bestückoption eingesetzt (wenn man einen Serienwiderstand vorhalten 
möchte, ihn aber dann doch nicht braucht)
- Für Bastelzwecke prima als Shunt einzusetzen. Meine 0 Ohm 0805er haben 
sehr zuverlässig etwas über 10 mOhm ;-)
Gast #4910622
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Dieter W. schrieb:
> Das sieht schon lustig aus, wenn in den technischen Daten 0Ohm, +-5% und
> 500mW steht.

In allen Widerstandsdatenblättern, die ich bisher angeschaut habe, ist 
irgendwo ein Hinweis mit absoluten Werten für Toleranz und Belastbarkeit 
(in A) für die 0-Ohm-Widerstände.

Tut mir leid, dass ich so unlustig bin...
Gast #4910637
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mh schrieb:
> Dieter W. schrieb:
>> Das sieht schon lustig aus, wenn in den technischen Daten 0Ohm, +-5% und
>> 500mW steht.
>
> In allen Widerstandsdatenblättern, die ich bisher angeschaut habe, ist
> irgendwo ein Hinweis mit absoluten Werten für Toleranz und Belastbarkeit
> (in A) für die 0-Ohm-Widerstände.
>
> Tut mir leid, dass ich so unlustig bin...

Dein Gesicht möchte ich sehen, wenn der 0 Ohm Widerstand bei z.B. -3% 
liegt ;)
Gast #4910679
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Hp M. schrieb:
> Jupp schrieb:
>> Dein Gesicht möchte ich sehen, wenn der 0 Ohm Widerstand bei z.B. -3%
>> liegt ;)
>
> Und deines erst.
> Man könnte ihn nämlich nicht von einem 0 Ohm Widerstand mit +3%
> Toleranz unterscheiden.

Das ist mir schon klar. Vielleicht möchtest du dich über die Bedeutung 
der Zeichenfolge ;) bzw. ;-) informieren. Ach ja: ;)
Gast #4910721
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Jobst M. schrieb:
> ... muss eine Spezialanfertigung sein. Kommt in keiner E-Reihe
> vor.
>
> Jupp schrieb:
> Dein Gesicht möchte ich sehen, wenn der 0 Ohm Widerstand bei z.B. -3%
> liegt ;)
>
> Und Deins, wenn er bei Stromfluss kalt wird.
>
> Edit: Ach ja ;-)
>
> Gruß
>
> Jobst

Jobst M. schrieb:
> Und Deins, wenn er bei Stromfluss kalt wird.

Jobst, der war gut :)
Gast #4910727
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Hallo

ITA = Informationstechnischer Assistent?

Wenn ja und die Beschreibung von 
https://de.wikipedia.org/wiki/Informationstechnischer_Assistent 
zutrifft, vermute ich keine Hinterlustigkeit von gelangweilten 
Ausbildern (Unterschied Bauteil Widerstand und Widerstand als 
elektrische Eigenschaft).
Denn wie schon bemerkt wurde: Einen echten 0 Ohm Widerstand mit eben 
diesen Wert gibt es nicht, bzw. ist dieser nur mit viel Aufwand (vor 
allem eine teurere, platz verschlingende und Energiehungrige 
Kühleinrichtung) und recht exotischen Werkstoffen realisierbar.
Widerstände als Bauteile die in fast allen praktischen Anwendungen aber 
als 0 Ohm angesehen können  gibt es durchaus und sind besonders im SMD 
Bereich keine Besonderheit.
Bei THT Bestückung werden sie deutlich weniger eingesetzt da diese 
Bauform wohl nur Vorteile in der Automatischen Bestückung gibt, und bei 
Hand- bzw. Mischbestückung einfache Drahtbrücken, oder besser noch ein 
geeignetes Platinendesign preiswerter ist - und  die(reine) automatische 
THT Bestückung sowieso immer mehr abnimmt.

Jemand
Persönliche Seite #4910978
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Es gibt auch noch zB tetra juctions als 0 Ohm Widerstände. Diese 
"Widerstände" werden ganz normal mit Vierleitertechnik angeschlossen. 
Das Prinzip ist dabei, dass der Strom an zwei Stellen eingespeist wird 
und die beiden Spannungsabgriffe so angeordnet sind, dass sie auf einer 
Äquipotentiallinie liegen. Somit ergeben sich dann auch 0R. In der 
Praxis ergeben sich natürlich nicht genau 0.

http://www.ohm-labs.com/resistance-standards/100-0-standard.html

Dieser hier ist zumindest mit weniger als 50e-9 Ohm angegeben. Ich habe 
auch schon von Modellen mit nur einer handvoll nOhm gehört.
#4911062
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hinz schrieb:
> Supraleiter sind handelsüblich, aber man muss sie selbst kaltmachen.

Richtig, und im CERN schießen die dafür sogar mit Protonen und so 
aufeinander. Colts reichen denen anscheinend nicht in der Schweiz.

Dieter F. schrieb:
> Exakt - das ist der Unterschied zum Supra-Widerstand - der macht sich
> selbst kalt ;-)

Oh, suizid-gefährdet?

Achja, fehlt noch was: ;-)
Gast #4911163
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Igor schrieb:
> Hallo, ich mache gerade meinen ITA und wir haben eine Aufgabe bekommen,
> die besagt, dass wir uns über einen 0Ohm Widerstand informieren sollen.
> Das ist doch im endeffekt doch ausschließlich ein stück Draht

Nun bist du informiert.
Egal ob in 0705, SMD oder massives Metall, ein 0Ohm R ist ein 0Ohm R und 
sonst nichts.
Ohne Toleranz, Temperaturwert usw.
Sag deinem Ausbilder, er soll sich doch nach dem Kneipenbesuch früh eine 
bessere Frage ausdenken.
Sonst stellt er nach dem nächsten Kneipenrausch eine Aufgabe, wo ein 
unendlicher Widerstand eingebaut werden soll.
#4911207
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michael_ schrieb:
> Sag deinem Ausbilder, er soll sich doch nach dem Kneipenbesuch früh eine
> bessere Frage ausdenken.
> Sonst stellt er nach dem nächsten Kneipenrausch eine Aufgabe, wo ein
> unendlicher Widerstand eingebaut werden soll.

Na wo wohl?


Da gab es einen Thread mit dem Widerstand des 
Weltalls/Universums/Galaxie...
Wird dann sicher sehr unendlich sein, und nur mit WOB-Multimetern zu
messen sein...
Gast #4911330
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Jobst M. schrieb:
> Man könnte ihn auch zu Conrad schicken um Blindwiderstände zu holen.
> Man gibt ihm ein gelb lackiertes und mit 3 schwarzen Punkten versehenes
> Muster mit. Macht Spaß, wenn man den hinter dem Tresen kennt und er dann
> mit den falschen Bauteilen zurück kommt. ;-)

ROFL...
Die in "meiner" Filiale wären sogar blöd genug dafür ;)
#4911694
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Lutz H. schrieb:
> 0 Ohm  1% gibt es zu kaufen

https://www.reichelt.de/SMD-1206-von-0-bis-910-Ohm/RND-1206-0/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=183332&GROUPID=7973&artnr=RND+1206+0&SEARCH=%252A#av_tabdata
RND 1206 0 :: SMD Widerstand 1206, 0 Ohm, 0 mW, 0%

Über diesen 0 Ohm SMD-Widerstand darf man nicht mal einen Strom fließen 
lassen da er nur eine Verlustleistung von 0mW erlaubt.


Mal im Ernst, meine 0 Ohm 1206 SMD-Widerstände haben einen 
Widerstandswert von recht genau 7mOhm.

Im Datenblatt steht dass man sie nur mit 3A belasten darf.
Die Verluste liegen erst bei 0,2W wenn man über 5A fließen lässt, bei 
0,1W sind es noch etwa 3,8A.
Mit welchen Widerstandswerten man rechnen muss und wie hoch die 
Streuung/Toleranzen sind steht aber auch nicht im Datenblatt.
#4912142
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Für den Widerstand würde ich diese Werte nehmen
http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D150/PYu-RC0603_51_RoHS_L_4.pdf

Board Flex/ Bending
IEC 60068-2-21 Chips mounted on a 90mm glass epoxy resin PCB (FR4) 3 mm 
bending Bending time: 60±5 seconds
±(1.0%+0.05 Ω) for 1%, 5% tol. <50 mΩ for Jumper No visible damage

Ergibt  minimal -0,05 Ohm und Maximal 0,05 Ohm.


Wenn der Widerstand Strom produziert kann der Kunde nicht reklamieren,
aber der Hersteller muss ja nicht die gesamten Toleranzen  ausnutzen
#4912576
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Lutz H. schrieb:
> Ist die Typbezeichnung und keine Matheaufgabe.

Richtig, deshalb ist auch die ganze Diskussion hier Mumpitz. Natürlich 
hat auch ein 0 Ω Widerstand eine Toleranz, eine maximale Verlustleistung 
usw. Das liegt, wie wir ja alle wissen, schlicht an der Bauart des 
Widerstands. 0 Ω ± 0% liest sich halt nur lustig, jeder von uns weis 
aber, dass der Widerstand keine 0 Ω hat und auch aufgrund seines 
Herstellungsprozesses einer Toleranz unterliegt. Von uns glaubt ja auch 
keiner, dass selbst eine 1000 Mil breite Leiterbahn 0 Ω Widerstand hat 
und jeder weis auch, dass die nicht bis zur Unendlichkeit belastbar ist.
Gast #4912800
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M. K. schrieb:
> Richtig, deshalb ist auch die ganze Diskussion hier Mumpitz

Sowieso, ausserdem muss man seine Bauteile ja auch verwalten - und was 
soll man da z.B. als Toleranz eintragen? Und was steht nachher in der 
BOM?

Man kann natürlich auch schreiben 0 Ohm +- 0 %, aber sinnvoller ist das 
auch nicht, und dann kommen wieder die Super-Klugscheisser und erklären, 
dass es keine Toleranz 0 gibt. Nur gut dass in der Praxis fast alles was 
hier gepostet wurde völlig irrelevant ist.

Georg
#4913183
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Bei einem 0Ω Widerstand ist die Toleranz in Prozent völlig egal. 0% sind 
genau so viel wie 100%. Nämlich 0.
Sinnvoller wäre es, wie bei kleinen Kondensatoren bei denen die Toleranz 
als Wert, nicht als Prozentzahl angegeben wird.

Also 0Ω + 20mΩ z.B.

Allerdings wäre es vielleicht auch sinnvoll 0Ω Widerstände ganz zu 
verbannen, denn 10mΩ mit 100% wäre das Selbe wie oben und würde auch 
noch in die E-Reihe (vom Wert her) passen.


Gruß

Jobst
#4913537
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Franz B. schrieb:
> Uhu U. schrieb:
>> Bedrahtete 0-Ohm-Widerstände? Wozu das denn?
>
> Als Brücken. Viel Bestückungsautomaten konnten damals keine Drahtbrücken
> setzen.
> Auch war es für die Sequenzer einfacher, Widerstandsformen aufzutüddeln.

Diese Platine ist garantiert handbestückt.
Sie gehört zum ersten serienmäßig kaufbaren Brennwertkessel.
Mehr als 100 wurden davon nicht gebaut.

Warum da keine Drahtbrücken genommen wurden?
So schaut es doch viel besser aus.

Grüße Bernd.
Gast #5965854
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Apropos Kaltleiter:

Ist ein 0-Ohm-Widerstand überhaupt ein Ohmscher Widerstand?  Oder 
verhält der sich nicht eher wie ein PTC, sprich, der Widerstandswert 
steigt mit steigendem Strom?  (Ich denke da an Skin-Effekt und 
Temperaturkoeffizient...)

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