Wenn der Pi die Firewall macht, dann brauchst du doch nicht mehr über
den WAN Port in die FritzBox zu gehen.
Aber was erhoffst du dir davon? Wenn du es richtig machen willst, dann
schmeiß die FritzBox raus.
Hans schrieb:> Wenn der Pi die Firewall macht, dann brauchst du doch nicht mehr über> den WAN Port in die FritzBox zu gehen.
Ach, ich vergaß. Du kannst in der FritzBox ja den Port und sein routing
nicht verändern
N'Abend,
mir ist nicht ganz klar, was Du bezweckst.
Wenn es darum geht, dass der Provider die im LAN vorhandenen Geräte
nicht sehen soll, dann packe den Raspi hinter den Router. Den Raspi
selbst kann er dann allerdings sehen.
Kabelanschluss <-(WAN)-> Router <-(LAN)-> Raspi -> Dein lokale Netzwerk.
Anderenfalls benötigst Du ein Kabelmodem (muss beim Provider registriert
werden) an das Du den Raspi anschließt, der geht dann auf einen Router.
Unterstützt die 6360 WANoE/externes Modem? Ich glaube nicht (mal
abgesehen von UMTS), also brauchst Du noch einen Router der das kann.
Bleibt noch die Frage, ob Du VoIP benutzt, dann sieht das Setup der
Raspi ein wenig anders aus.
Ich kenne allerdings auch nicht die derzeit benutzten WAN-Setups bei den
Kabelprovidern. Vielleicht stimmt das gar nicht mehr mit dem Artikel
überein.
Kabelanschluss <-> Modem <-> Raspi <-> Router -> Dein lokale Netzwerk.
BTW: Im Jahr 2014 war es üblich, dass Router und Kabelmodem zwei
getrennte Geräte waren. Da konnte man einfach den Raspi
dazwischenschalten.
timpi.
Und heute kann man die meisten Fritzboxen als Modem benutzen. Zum Testen
kann man den Raspi auch als exposed Host in der Fritzbox einstellen.
Dann bekommt er die volle Ladung aus dem Internet.
Hab ich mal vor Jahren mit einem XP Rechner gemacht und Kaspersky
erzähle dann zeitweise im Minutentackt wer versucht hat ihn anzugreifen.
Dank fester IP haben einige es Tagelang versucht.
mfg
Michael
Stefan L. schrieb:> Wenn es darum geht, dass der Provider die im LAN vorhandenen Geräte> nicht sehen soll,
genügt es, die Fritzbox als NAT-Router zu betreiben, wie es
hunderttausendfach gehandhabt wird.
Welches Problem soll durch die Konstruktion gelöst werden?
Rufus Τ. F. schrieb:> genügt es, die Fritzbox als NAT-Router zu betreiben, wie es> hunderttausendfach gehandhabt wird.
Je nachdem wir paranoid man ist. Der Provider kann/könnte dann trotzdem
sehen welche Geräte im LAN sind, wenn man vom Provider bereitgestellte
Geräte einsetzt.
timpi.
Stefan L. schrieb:> Je nachdem wir paranoid man ist. Der Provider kann/könnte dann trotzdem> sehen welche Geräte im LAN sind, wenn man vom Provider bereitgestellte> Geräte einsetzt.
Wenn man paranoid ist, macht man das eben einfach nicht!
Und dann sollte man auch dafür sorgen, dass die IP-ID nicht Auskunft
über die Anzahl der Rechner Auskunft gibt.
Gruß
Jobst
Michael_ohl schrieb:> Und heute kann man die meisten Fritzboxen als Modem benutzen.
Sofern der Fritz vom Provider ist, muss der Provider dabei mitspielen.
Unitymedia tut das nicht.
Henry schrieb:> Hallo mein Anliegen ist es die Raspberry Pi 3 B, vor mein Router> (FritzBox 6360) anzubringen (als Firewall/OpenWRT), jedoch ist der> Router für den Kabelanschluss konzipiert und das ist jetzt mein Problem,> was/wie kann man das Anschließen, hat da wer eine Lösung?
Das geht schlicht nicht. Die Fritzbox enthält das "Modem" und den
"Router". Du müsstest mit deinem Raspi genau zwischen diese beiden
Komponenten. Dafür bietet die Fritzbox aber keine Schnittstellen. Die
kann nur entweder "Modem+Router" oder "nur Modem".
Am nächsten kämst du der Sache, indem du die Fritzbox nur als Modem
benutzt. Dann liegen aber alle anderen Features dieser Fritzbox brach.
Die einzige Lösung wäre eine zweite Fritbox, bei der dann das Modem
brachliegt und die statt dessen auf Ethernet-Uplink konfiguriert wird,
die du dann mit dem "Ausgang" deines OpenWRT beschicken musst.
Allerdings: wenn du das hier fragen musst, kriegst du die Sache sowieso
nicht korrekt konfiguriert, da bin ich ziemlich sicher...
Ich danke für eure Beiträge zur meiner Frage!
c-hater schrieb:>> Allerdings: wenn du das hier fragen musst, kriegst du die Sache sowieso> nicht korrekt konfiguriert, da bin ich ziemlich sicher...
Ja es sieht danach aus dass ich das nicht hin bekomme, der Aufwand ist
einfach zu groß um das nur mal auszuprobieren!
Rufus Τ. F. schrieb:>> Unitymedia tut das nicht.>> Und dürfte da auf rechtlich dünnem Eis stehen - der Routerzwang ist> abgeschafft.
Meine Aussage bezog sich explizit auf Geräte, die vom Provider gestellt
werden. Bei Kundengeräten dürfte das anders aussehen. Eine Kollision mit
dem Gesetz besteht dann nicht.
Technisch sollte das für UM keine Rolle spielen, nur besteht in den
etwas eingeschränkten Providergeräten eben via Weboberfläche keine
Möglichkeit, sie als reines Modem zu konfigurieren (ebensowenig
SIP-Telefonie), und via Webseite ebensowenig. Bei Kabel-D soll es
hingegen möglich sein, indem per Webseite deren Standardgeräte neu
konfiguriert werden.
Jemandem mit tieferem Einblick in die Fritzen ist es zwar schon
gelungen, mehr zu konfigurieren als UM vorgesehen hatte, allerdings
merkt UM das offenbar, denn es gab alsbald eine Ersatzbox und einen
freundlichen Hinweis, das bleiben zu lassen.
Rufus Τ. F. schrieb:> Und dürfte da auf rechtlich dünnem Eis stehen - der Routerzwang ist> abgeschafft.
Wobei UM da pfiffig vorgeht - schon vor der Gesetzesänderung. Da man mit
den 5€ Zusatzkosten nicht nur Fritz statt <dubios> kriegt, sondern auch
erweiterte Funktionalität bei der Telefonie, muss man bei eigenem Router
ohne die 5€ und Providerfritz im Schrank auf SIP ausweichen, um mehrere
Telefonnummern und Gespräche zu ermöglichen.
Jobst M. schrieb:> Stefan L. schrieb:>> Je nachdem wir paranoid man ist. Der Provider kann/könnte dann trotzdem>> sehen welche Geräte im LAN sind, wenn man vom Provider bereitgestellte>> Geräte einsetzt.>> Wenn man paranoid ist, macht man das eben einfach nicht!> Und dann sollte man auch dafür sorgen, dass die IP-ID nicht Auskunft> über die Anzahl der Rechner Auskunft gibt.
Ich glaube das mit Abstand wahrscheinlichste (und gefährlichste)
Angriffsszenario ist nicht daß der Provider aus Langeweile
irgendwelche komischen Sachen auf der Fritzbox laufen lässt um Dein Netz
auszuspionieren sondern daß ein krimineller Botnetzbetreiber über Nacht
alle Fritzboxen aller Anwender übernehmen könnte um darauf irgendwelche
kriminell verwertbaren Dienste zu installieren (und von dort aus evtl.
auch zu versuchen ins interne Netz vorzudringen um dort noch mehr
verwundbare Geräte zu übernehmen).
Rufus Τ. F. schrieb:> Wäre ein weiterer Grund, um derartige Firmen einen großen, einen sehr> großen Bogen zu machen.
Es gibt vermutlich recht gute Gründe, um einen grossen Bogen um alle
Provider zu machen. Aber wie kriegt man dann Internet? ;-)
Und ausserdem ist mir 120 Mb/s über Kabel lieber als 6 Mb/s über DSL.
Bis Telekom (VDSL) und Stadtwerke (FTTH) hier mitten im guten Wohngebiet
Glasfaser vergraben, wird es wohl noch lange dauern.
Bislang legen die Stadtwerke ihr Glas seltsamerweise zuerst dort, wo man
auch VDSL kriegt. Und wenn das Glas dann vors Haus kommt, dann sind erst
einmal sowas um 600€ aufwärts fällig, um das auch in die Wohnung zu
kriegen.
Auch Unitymedia oder die anderen Kabelverdummer müssen es dulden, wenn
man an ihr Kabel einen eigenen Router anschließt. Sie müssen auch
sämtliche dafür erforderlichen Zugangsdaten rausrücken.
Warum also sollte man sich von denen einen quasi verdongelten und
kastrierten Router geben lassen?
Rufus Τ. F. schrieb:> Warum also sollte man sich von denen einen quasi verdongelten und> kastrierten Router geben lassen?
So schlimm ist er nicht. Und als ich mich für Fritz statt <dubios>
entschied, was der Zwang noch da. Also lebe ich mit einem kastrierten
Fritz, und kann es auch. Heute neu abgeschlossen wärs vielleicht anders.
Was mich am meisten stört liegt ganz woanders: Echtes IPv4 gibts nur per
Business-Anschluss, privat gibts nur DSlite. Und da ist es völlig egal,
ob der Router kastriert ist oder nicht, weil es nicht am Router liegt.
Rufus Τ. F. schrieb:> Auch Unitymedia oder die anderen Kabelverdummer müssen es dulden, wenn> man an ihr Kabel einen eigenen Router anschließt. Sie müssen auch> sämtliche dafür erforderlichen Zugangsdaten rausrücken.>> Warum also sollte man sich von denen einen quasi verdongelten und> kastrierten Router geben lassen?
Genau so isses.
Das Problem ist halt nur: Wenn man eigene Geräte vor dem NAT-Router
haben will (wie im Falle des TO), muss man auch eine nicht kastrierte
Fritzbox verdoppeln, wenn man die sonstigen Features der Fritzbox nutzen
will. Die Fritzbox kann eben in keiner Form ein "Loopback", welches
zwischen Modem und Router sitzt. Konnte sie noch nie und wird sie
voraussichtlich auch nie können.
Dieses Problem ist im Übrigen auch nicht auf Unitymedia oder überhaupt
Kabelanschlüsse beschränkt, sondern betrifft z.B. "VDSL" ganz genau so.
Es resultiert einfach daraus, dass es reine Modems für neuzeitliche
Uplinks de facto einfach nicht mehr gibt. Man ist gezwungen, so eine
beschissen unsichere Routerbox zu kaufen und zu verwenden, auch wenn man
eigentlich nur die Modemkomponente benötigt.
Das Schlimme an der Sache ist, dass selbst bei dieser Konfiguration der
Rest der nur als Modem verwendeten Routerbox dadurch NICHT vollständig
"tot" ist, sondern durchaus angreifbar bleibt. Das einzige Glück ist
bisher, dass ein Angriff realistisch nur mit den Mitteln des Providers
durchführbar wäre. Das beruhigt bezüglich der Kleinkriminalität ein
wenig, aber nicht bezüglich der Geheimdienste oder der organisierten
Kriminalität. Gegen das, was die zahlen können, ist der Lohn eines
Provider-Admins so lächerlich gering...
Rufus Τ. F. schrieb:> c-hater schrieb:>> so eine beschissen unsichere Routerbox>> Gibt es dafür irgendeinen, wenigstens irgendeinen Beleg?
Telekom, November 2016.
Rufus Τ. F. schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Telekom, November 2016.>> Inwiefern waren da die Router "unsicher"?
Das schlottrig designte Fernwartungsinterface war aus dem Internet
erreichbar. Der Angriff galt eigentlich irgendwelchen Zyxel-Routern
eines Irischen Providers die ebenfalls offen und waren (siehe:
Mirai-Botnetz,
https://www.golem.de/news/router-schwachstellen-100-000-kunden-in-grossbritannien-von-stoerungen-betroffen-1612-124849.html)
aber die Telekom-Router hat das ebenfalls zu hunderttausenden
dahingerafft, auch wenn sie im Gegensatz zu den 100000 infizierten
Zyxeln noch mal glimpflich davon kamen.
Du solltest Deinen Standpunkt der hier sinngemäß so rüber kommt wie "ich
glaub nicht an die Existenz verwundbarer Plastikrouter <trotzig_stampf>"
nochmal dringend überdenken und mit der Realität abgleichen.
Bernd K. schrieb:> Das schlottrig designte Fernwartungsinterface war aus dem Internet> erreichbar.
Das ist nur die Spitze des Eisbergs! Nämlich der Ausnahmefall, bei dem
es auch mal ohne aktive Providerhilfe ging...
Es gibt aber auch mehr als genug andere Sachen, die gehen, zwar nicht
aus dem Internet, aber durchaus aus der Infrastruktur des Providers
heraus.
Eben alles, was nicht auf IP als Transportprotokoll angewiesen ist,
sondern auf anderen Layern des ziemlich komplexen Netzwerkstack agiert.
Und da gibt es eine ganze Menge, sowohl bei VDSL als auch beim Kabel...