Lötspitze selber machen - Ja oder Nein?

#4924884
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Hallo Leute,folgende Frage:
Da meine Lötspitze von meinem Lötkolben den Geist aufgegeben hat kam ich 
auf die Idee die Lötspitze selber aus einem Kupfernagel zu machen.
Nur hab ich jetzt 2 Fragen:
1. Hab jetzt hier schon oft gelesen dass sich sowas schnell abnutzen 
soll,
nun frage ich mich ob ich die Befürchtung haben muss dass nach 5-10 mal 
LED an Widerstand löten und Wiederstand an Kabel löten (löte im 
Regelfall sogar weniger bloß zurzeit hab ich richtig Spaß am löten) die 
Lötspitze hinüber ist oder ob sie danach noch funktioniert.
2. Die Wärmeentwicklung: mein jetziger Lötkolben soll 420 Grad haben 
(vernickelte Spitze) was ich aber nicht glaube sonst wären garantiert 
schon etliche LEDs und Wiederstände kaputt gegangen. Nun wollte ich 
wissen ob bei bloßem Kupfer die Wärmeentwicklung wesentlich stärker ist 
(also so das mir Bauteile verbrennen) oder nicht.

Schonmal Danke für die Antworten.
#4924901
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Für < 6€ bekommst du 12 Lötspitzen, der Aufwand es selbst du machen 
lohnt meines Erachtens nicht.
https://www.aliexpress.com/item/12pcs-Lead-free-Solder-Iron-Tip-900M-T-Soldering-Station-Iron-Tsui/32328457762.html

Mit den oben genannten löte ich jetzt schon ziemlich lange ohne 
irgendwelche Abnutzungserscheinungen (allerdings auch eher mit <= 360°C)
#4924902
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Hi

Nutzt sich schneller ab - das Kupfer wird weggefressen - die Spitze 
bekommt Dellen.

Dafür ist so ein Meter 4mm² (6mm²/10mm²/16mm², drüber ist zumindest 
Kabelkupfer mehrdrähtig) Cu-Draht kein Kostenfaktor.

Wobei sich mit einer sauberen Lötspitze deutlich besser löten lässt, 
aber gehen tut Das.

460°C sollte aber deutlich zu viel sein.
Selber löte ich mit 280°C (230°C Schmelzpunkt des Lot)
... sofern sich die Temperatur einstellen lässt (wonach Deine Ausführung 
aber nicht klingt)

MfG
#4924932
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Fabian R. schrieb:
> Die Lötspitzen passen leider nicht habe nämlich den Rothenberger
> Industrial Lötkolben 25W und wie gesagt weiß ich bei der Temperatur
> selber nicht ob die stimmt oder nicht.
Wenn du öfter lötest, dann gib lieber ~60€ für einen geregelten aus 
(z.B. Xytronic LF-389D oder LF-1600 von Reichelt). Sind gute Dinger mit 
günstigen Ersatzteilen aus China, weil Hakko bzw. Weller kompatible 
Spitzen und Heizelemente). Mit einem ungeregeltem hast du neben der 
Gefahr von defekten Bauteilen auch noch potentiell schlechtere 
Lötstellen etc. Und mit 25W ist bei größeren Masseflächen eh vorbei mit 
dem sauberen Löten.
Gast #4925003
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Wenn der Durchmesser der gleiche ist und die Länge ausreicht, warum 
nicht.

Wir haben vor 25-30 Jahren in unseren Lehrwerkstätten die Lötspitzen 
immer mit einem kleinen Hammer auf dem Schraubstock viereckig 
geschmiedet. Durch diese Bearbeitung verfestigte sich die Kupferspitze 
und hielt länger. Mit der Feile wurde angespitzt.
Wenn damals ein 220V Lötkolben zu heiß wurde, hatte man eine Diode über 
einen Kippschalter in die Zuleitung geschaltet. Somit bekam die Heizung 
bei Bedarf nur noch halbe Leistung.

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