Hallo zusammen,
ich habe an der Uni ein Problem mit einer in Hardware aufgebauten
Schaltung. Den Schaltplan habe ich beigefügt.
Die Schaltung erzeugt aus 5V zwei Referenzspannungen mithilfe einer 2.5
Referenzdiode und zwei OP484.
Die Referenzspannungen sind 2.5V und 5V.
Nun habe ich zwei Probleme:
1. Problem ist, dass im ausgeschaltetem Zustand der Widerstand R2 nicht
10kOhm beträgt, sondern 6.8k (vielleicht weil der OP484 da noch nicht
hochohmig ist, da Betriebsspannung nicht drauf ist). Es ist aber ein
10kOhm sicher drinnen.
2. Problem: Die Ausgangsspannungen sind sind zu klein. Betrachtet man
zudem den Spannungsabfall über R2 --> 257mV, ergibt sich da ja ein Strom
von 25,7µA, was ja für die zwei OP484 in Summe zu hoch ist. Diese haben
laut Spec jeweils einen Bias-Strom von 80 - 450nA.
http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/OP184_284_484.pdf
Woran kann das liegen? Den OP484 kann ich noch nicht tauschen. Würde
gerne aber auch so die Fehlerursache herausfinden.
Schöne Grüße
Curium
Curium schrieb:> Problem ist, dass im ausgeschaltetem Zustand der Widerstand R2 nicht> 10kOhm beträgt, sondern 6.8k (vielleicht weil der OP484 da noch nicht> hochohmig ist, da Betriebsspannung nicht drauf ist).
Korrekt. Du misst einefach irgendeine Parallelschaltung von
irgendwelchen Bauteileilen zusammen mit Schutzdioden und
wasweißichnochalles...
> Es ist aber ein 10kOhm sicher drinnen.
Dann ist das nicht das Problem.
Was passiert, wenn du diesen 10k Widerstand durch eine Brücke ersetzt?
> Woran kann das liegen?
Zeig mal ein brauchbares Bild von deinem Aufbau...
Der nachgemessene Widerstand sollte unkritisch sein, sofern er nicht um
Größenordnungen zu groß ist (z.B. 100 M statt 10 K). Auch dann kann er
nicht erklären, warum der 2,5 V Spannungsfolger nicht so wie gedacht
funktioniert.
Entweder der Obere der beiden OPs is defekt, oder die Schaltung schwingt
aus irgendeinem Grund (z.B. extrem schlechtes Layout / Breadboard),
Fehler im Aufbau. An sich sieht die Schaltung gut aus. Die beiden nicht
genutzten OPs des OPA484 könnte ggf. auch Schwingen und so Störungen
einkoppeln.
Danke für die Antworten. Das Problem ist, dass an der Leiterkarte nicht
zu viel gelötet werden darf, da diese eventuell für ein studentisches
Raumfahrtprojekt benutzt wird und der Betreuer zurzeit auch nicht da
ist.
>> Es ist aber ein 10kOhm sicher drinnen.> Dann ist das nicht das Problem.> Was passiert, wenn du diesen 10k Widerstand durch eine Brücke ersetzt?> Zeig mal ein brauchbares Bild von deinem Aufbau...
Ich werde das mal morgen versuchen und berichten. Was kann ich denn da
erwarten, wenn ich den Widerstand überbrücke? Auswirkung auf die
Verstärkung hat der ja nicht.
Ich habe aber noch diese Info:
- Isoliert man die beiden Eingangspins der OP484 von der Schaltung, also
floating, dann wird im ausgeschalteten Zustand auch der richtige
Widerstand von 10k gemessen. Somit kann man zumindest ausschließen, dass
irgendein Parallelwiderstand in der Leiterkarte die Störung verursacht.
>Entweder der Obere der beiden OPs is defekt, oder die Schaltung schwingt>aus irgendeinem Grund (z.B. extrem schlechtes Layout / Breadboard),>Fehler im Aufbau. An sich sieht die Schaltung gut aus. Die beiden nicht>genutzten OPs des OPA484 könnte ggf. auch Schwingen und so Störungen>einkoppeln.
Hätte erwartet, dass diese dann ganz kaputt sind.
Ich habe auch mal das Einschwingverhalten der Spannung nach dem
Widerstand R2 und das Einschwingverhalten der Spannung am Ausgang des
oberen OP aufgenommen. Die sehen wie aus dem Schulbuch aus, eine schöne
Aufladekurve mit einer Risetime von ca. 2ms.
Die nichtinvertierenden Eingänge der beiden anderen OPs werden an Ground
gesetzt und der Ausgang an den invertierenden Eingang zurückgekoppelt.
Hallo!
Wenn möglich die Schaltung ohne Opamp betreiben, und dann eingeschaltet
die Spannung über C1 messen. Wenn die in Ordnung ist muss der Leckstrom
des Opamps zu gross sein, wenn nicht ist entweder die Platine
defekt/verschmutzt oder C1 hat einen zu grossen Leckstrom.
Die Verstärkung 2 des unteren Zweiges kommt ja recht gut hin, also
sollte der Opamp schon mal prinzipiell funktionieren.
Wenn das Einschwingverhalten mit einem Oszilloskop überprüft wurde
sollten eventuelle Schwingungen auch aufgefallen sein.
Heiko
HG schrieb:> Hallo!>> Wenn möglich die Schaltung ohne Opamp betreiben, und dann eingeschaltet> die Spannung über C1 messen. Wenn die in Ordnung ist muss der Leckstrom> des Opamps zu gross sein, wenn nicht ist entweder die Platine> defekt/verschmutzt oder C1 hat einen zu grossen Leckstrom.>> Die Verstärkung 2 des unteren Zweiges kommt ja recht gut hin, also> sollte der Opamp schon mal prinzipiell funktionieren.>> Wenn das Einschwingverhalten mit einem Oszilloskop überprüft wurde> sollten eventuelle Schwingungen auch aufgefallen sein.>> Heiko
Danke,
das wollte ich eventuell auch noch versuchen, aber...
Ist die Frage nicht bereits dadurch beantwortet, dass ich den Widerstand
R2 mit ausgebautem OPAmp richtig messe (also 10k). Wenn der Leckstrom
durch C1 zu groß ist, dann heißt das ja, dass die Impedanz des C1 so
groß/klein ist, dass sie ein Einfluss auf die R2 Widerstandsmessung
hätte. Stimmt das?
Weiterhin: Gäbe es da einen parasitären Widerstand (wegen Kondensator
oder Leiterkarte), der die Eingangsspannung runterzieht, dann müsste ich
ja am Ausgang des oberen OP-AMp Zweiges etwa 2,243V messen. Er verstärkt
diese Spannung aber auf 2,4V :/.
Ich werde versuchen es trotzdem mal ohne OpAmp einzuschalten..
Gibt es eine Möglichkeit den OpAmp oder die Schaltung noch zu
überprüfen, ohne Bauteile auszulöten?
Danke
Mal ne andere Frage:
woher kommen die 15V?
Schaltnetzteil oder Batterie?
Du mißt die 2.4V und die 2.2V gleichzeitig oder nacheinander (geänderte
parasitäre Antennen).
Gruß Anja
Als Test für die Funktion der OPs könnte man an die Ausgänge ein
langsames AC Signal einkopplen (z.B. 1 kHz 5 V Rechteck über einen 1 K
Widerstand) und dann die Antwort am Ausgang kontrollieren. Normal sollte
der Ausgangswiderstand ja recht kleine sein, bis auf kurze Spitzen.
Wenn man will könnte man mit der Simulation vergleichen.
Auch der Stromverbrauch der Schaltung wäre ggf. Aufschlussreich.
Ohne den OP kann man die Widerstände größtenteils in der Schaltung
kontrollieren. Eine Sichtprüfung der Platine geht natürlich auf immer.
Anja schrieb:> Mal ne andere Frage:> woher kommen die 15V?> Schaltnetzteil oder Batterie?>> Du mißt die 2.4V und die 2.2V gleichzeitig oder nacheinander (geänderte> parasitäre Antennen).>> Gruß Anja
Hey Anja,
die 15V kommen aus einem weit entferntem Schaltnetzteil. Die Spannung
ist auf dem Board nochmal gefiltert. Auf was willst du hinaus?
Lurchi schrieb:> Als Test für die Funktion der OPs könnte man an die Ausgänge ein> langsames AC Signal einkopplen (z.B. 1 kHz 5 V Rechteck über einen 1 K> Widerstand) und dann die Antwort am Ausgang kontrollieren. Normal sollte> der Ausgangswiderstand ja recht kleine sein, bis auf kurze Spitzen.> Wenn man will könnte man mit der Simulation vergleichen.>> Auch der Stromverbrauch der Schaltung wäre ggf. Aufschlussreich.>> Ohne den OP kann man die Widerstände größtenteils in der Schaltung> kontrollieren. Eine Sichtprüfung der Platine geht natürlich auf immer.
Hey Lurchi,
Der Stromverbrauch der Schaltung ist in Ordnung. Eine Sichtprüfung ergab
keine Fehler. Vor dem Bestücken gab es ebenfalls eine Sichtprüfung. Alle
anderen Widerstände sind in Ordnung.
Ich verstehe nicht ganz was ich damit erreiche, wenn ich über 1K ein
AC-Signal am Ausgang einkopple!? Kannst du das bitte nochmal erläutern.
Danke
Curium schrieb:> Ist die Frage nicht bereits dadurch beantwortet, dass ich den Widerstand> R2 mit ausgebautem OPAmp richtig messe (also 10k). Wenn der Leckstrom> durch C1 zu groß ist, dann heißt das ja, dass die Impedanz des C1 so> groß/klein ist, dass sie ein Einfluss auf die R2 Widerstandsmessung> hätte. Stimmt das?
Das stimmt schon, den Spannungswerten nach könnte der Widerstand nach
Masse über C1 aber im Bereich 100k liegen. Bei der Widerstandsmessung
wird der aber auch nur mitgemessen wenn der Strom durch diesen
Widerstand auch auf die andere Seite von R2 kommt. Wenn die
Spannungsquelle abgeklemmt ist kann das nur über die Referenzquelle
passieren, und die wird bei der kleinen Messspannung der
Widerstandsmessung nicht leiten.
>> Weiterhin: Gäbe es da einen parasitären Widerstand (wegen Kondensator> oder Leiterkarte), der die Eingangsspannung runterzieht, dann müsste ich> ja am Ausgang des oberen OP-AMp Zweiges etwa 2,243V messen. Er verstärkt> diese Spannung aber auf 2,4V :/.
Das lässt eher auf eine Verschmutzung der Platine schliessen, ein
parasitärer Widerstand von ca 100k vom invertierenden Eingang nach Masse
würde eine solche Verstärkung bewirken.
>> Ich werde versuchen es trotzdem mal ohne OpAmp einzuschalten..> Gibt es eine Möglichkeit den OpAmp oder die Schaltung noch zu> überprüfen, ohne Bauteile auszulöten?
Eventuell mit einem hochohmigen Voltmeter die Eingangsspannungen des
oberen Opamps messen. Korrekterweise sollte am invertierenen Eingang ja
genau die Ausgangsspannung anliegen, und die sollte gleich der Spannung
über C1 (und damit der Spannung am nichtinvertierenden Eingang) sein.
Das ist natürlich alles stochern im Nebel, es handelt sich um ein recht
merkwürdiges Phänomen. Daher sollte man Schritt für Schritt vorgehen und
mögliche Fehlerursachen nacheinander prüfen.
Curium schrieb:> Die nichtinvertierenden Eingänge der beiden anderen OPs werden an Ground> gesetzt und der Ausgang an den invertierenden Eingang zurückgekoppelt.
Da Masse bei dir auch die negative Versorgung ist, ist das nicht gut.
Die OPs werden zwar als Rail to rail bezeichnet, haben aber bipolare
Ausgangsstufen.
Das heisst die Ausgänge der unbenutzten OPs sind auf jeden Fall in der
Sättigung.
Das Datenblatt sagt dazu:
"Both amplifiers provide output current
until they are forced into saturation, which occurs at approxi-
mately 20 mV from the negative supply rail and 100 mV from
the positive supply rail.
"
Siehe:
http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/OP184_284_484.pdf
Seite 14.
Lege die nichtinvertierenden Eingänge eher mal auf die 2,5V.
Peter D. schrieb:> Die Schaltung sieht korrekt aus, es muß am Aufbau liegen.> Reinige mal die Platine gründlich von Flußmittelresten.HG schrieb:> Das lässt eher auf eine Verschmutzung der Platine schliessen, ein> parasitärer Widerstand von ca 100k vom invertierenden Eingang nach Masse> würde eine solche Verstärkung bewirken.
Ja das stimmt, etwa 125k wären das dann. Hmm, das wären dann ja 2
Probleme, was ich als unwahrscheinlich sehr. Die Boards wurden im
Reinraum hergestellt. Ich werde versuchen es trotzdem zu reinigen.
HG schrieb:> Eventuell mit einem hochohmigen Voltmeter die Eingangsspannungen des> oberen Opamps messen. Korrekterweise sollte am invertierenen Eingang ja> genau die Ausgangsspannung anliegen, und die sollte gleich der Spannung> über C1 (und damit der Spannung am nichtinvertierenden Eingang) sein.>> Das ist natürlich alles stochern im Nebel, es handelt sich um ein recht> merkwürdiges Phänomen. Daher sollte man Schritt für Schritt vorgehen und> mögliche Fehlerursachen nacheinander prüfen.
Ich habe gestern die Eingangsspannung am invertierenden Eingang des
oberen OPs vermessen. Ich habe die zusätzlichen Werte mal im neuen Bild
beigefügt. Die Spannung am - Eingang (2,247V) entspricht fast der
Spannung am + Eingang (2,243V). Die Ausgangsspannung ist höher (2,409V).
Der Andere schrieb:> Da Masse bei dir auch die negative Versorgung ist, ist das nicht gut.> Die OPs werden zwar als Rail to rail bezeichnet, haben aber bipolare> Ausgangsstufen.> Das heisst die Ausgänge der unbenutzten OPs sind auf jeden Fall in der> Sättigung.> Das Datenblatt sagt dazu:> "Both amplifiers provide output current> until they are forced into saturation, which occurs at approxi-> mately 20 mV from the negative supply rail and 100 mV from> the positive supply rail.> "> Siehe:> http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/OP184_284_484.pdf> Seite 14.> Lege die nichtinvertierenden Eingänge eher mal auf die 2,5V.
Danke für den Hinweis, ich werde das gleich mal anschauen und
untersuchen. Welches Problem kann dadurch entstehen, dass die unbenutzen
OPs am unteren Anschlag bzw. in Sättigung sind?
Curium schrieb:> Ich habe gestern die Eingangsspannung am invertierenden Eingang des> oberen OPs vermessen. Ich habe die zusätzlichen Werte mal im neuen Bild> beigefügt. Die Spannung am - Eingang (2,247V) entspricht fast der> Spannung am + Eingang (2,243V). Die Ausgangsspannung ist höher (2,409V).
Das sind dann ja ca. 16 µA die durch R4 fliessen, und die können ja nur
über den Eingang des Opamps gehen oder eben durch Verschmutzungen der
Platine. Stimmt der Wert von R4 denn? Wenn der stattdessen im
Megaohm-Bereich liegt kann der Eingangsstrom des Opamps schon eine Rolle
spielen.
Die unterschiedliche Spannung der beiden Eingänge kann schon durch die
Messung verursacht werden, das ist vermutlich kein Problem.
Curium schrieb:> Welches Problem kann dadurch entstehen, dass die unbenutzen> OPs am unteren Anschlag bzw. in Sättigung sind?
Mindestens ziehen sie dann unnötig viel Strom weil die Treiber die
Endstufen bis zur Sättigung durchsteuern müssen. Durch die trotzdem noch
vorhandene Sättigungsspannung wird der OP übersteuert, da die beiden
Eingänge nicht auf das gleiche Potential kommen.
Je nach OP kann es dann auch mal zu seltsamen Effekten kommen.
Gute Regel ist: Immer im erlaubten Bereich und möglichst weg von den
Rails bleiben. Vor allem bei ungenutzten OPs.
HG schrieb:> Curium schrieb:>> Ich habe gestern die Eingangsspannung am invertierenden Eingang des>> oberen OPs vermessen. Ich habe die zusätzlichen Werte mal im neuen Bild>> beigefügt. Die Spannung am - Eingang (2,247V) entspricht fast der>> Spannung am + Eingang (2,243V). Die Ausgangsspannung ist höher (2,409V).>> Das sind dann ja ca. 16 µA die durch R4 fliessen, und die können ja nur> über den Eingang des Opamps gehen oder eben durch Verschmutzungen der> Platine. Stimmt der Wert von R4 denn? Wenn der stattdessen im> Megaohm-Bereich liegt kann der Eingangsstrom des Opamps schon eine Rolle> spielen.>> Die unterschiedliche Spannung der beiden Eingänge kann schon durch die> Messung verursacht werden, das ist vermutlich kein Problem.
Genau, irgendwie ist da zu viel Strom in den Eingängen.
Ich hab den Widerstand R4 vermessen und der passt, er beträgt 10k.
Es wird leider etwas dauert bis ich das Board weiter prozessieren darf,
da Lötarbeiten genehmigt sein müssen.
Führe ich eine Widerstandsmessung über R2 mit eingeschaltetem Guard an
Ground (also 6-wire-Vermessung), dann bekomme ich tatsächlich 10kOhm
raus. Aber klar, da wird ja der Einfluss jeglicher Parallelwiderstände
kompensiert, indem eine Gegenspannung am Guard-Punkt aufgebaut wird.
Noch eine Frage:
Wenn ich die Eingangspins der OP484 entlöte und somit von dem Widerstand
R2 isoliere um zu schauen ob ich nach dem Widerstand R2 dann die 2.5V
kriege:
An welches Potential sollte ich diese OP-Amp Eingänge dann
stellen/überbrücken?
Danke
Curium schrieb:> An welches Potential sollte ich diese OP-Amp Eingänge dann> stellen/überbrücken?
Einfach offen lassen, oder auf Masse legen. Ohne diese Verbindung gibt
es ja keine Rückwirkung auf den Referenzspannungsteil, und die
Ausgangsspannungen der Opamps interessieren dabei ja nicht. Dieser Test
soll ja nur dazu dienen festzustellen wo der Strom durch R2 hinfliesst,
entweder in die Opamps oder über die Platine/C1.
HG schrieb:> Einfach offen lassen, oder auf Masse legen. Ohne diese Verbindung gibt> es ja keine Rückwirkung auf den Referenzspannungsteil, und die> Ausgangsspannungen der Opamps interessieren dabei ja nicht. Dieser Test> soll ja nur dazu dienen festzustellen wo der Strom durch R2 hinfliesst,> entweder in die Opamps oder über die Platine/C1.
Ok werde ich noch machen, danke.
Lothar M. schrieb:> Dann ist das nicht das Problem.> Was passiert, wenn du diesen 10k Widerstand durch eine Brücke ersetzt?
Ich habe heute mal den Widerstand 10k überbrück. Dadurch habe ich ja die
2,5V sicher an den OP-Amp Eingängen. Die Messung des Ausganges des
oberen OP-Amp (nach dem Widerstand R) ergibt dann 2,669V. Der untere
OP-Amp scheint in Ordnung zu sein.
Damit verhält sich der obere Opamp zumindest konsistent, in der
Originalschaltung hat er eine Verstärkung von 1.072 gehabt, und mit
kurzgeschlossenem R2 eine Verstärkung von 1.067.
Man könnte noch weiter versuchen und R4 kurzschliessen, damit wird dann
die Verstärkung auf exakt 1 eingestellt. Aber das bringt wohl auch keine
neue Erkenntnisse, man weiss dann ja immer noch nicht was die Leckströme
im Eingang bewirkt.
Curium schrieb:> Auf was willst du hinaus?
Die Spannungsspitzen vom Schaltnetzteil werden an den
Eingangsschutzdioden gleichgerichtet.
Mißt Du die Spannungen mit mehreren Multimetern gleichzeitig oder zu
unterschiedlichen Zeitpunkten.
Woher weißt du ob die Spannung die du am Ausgang mißt gleichzeitig auch
am Eingang anliegt?
Oder anders herum gefragt: ändert sich etwas am Ausgang wenn Du eine
(leere) Meßleitung/Stricknadel an den Eingang des OPs hälst?
Gruß Anja
Curium schrieb:> Danke für die Antworten. Das Problem ist, dass an der Leiterkarte> nicht> zu viel gelötet werden darf, da diese eventuell für ein studentisches> Raumfahrtprojekt benutzt wird und der Betreuer zurzeit auch nicht da> ist.
D.h. du bastelst hier gerade am FM herum? o_O Solche Probleme sollten
doch eigentlich schon beim BB oder zumindest EM auffallen.
Oder handelt es sich hier doch um die erste Version dieser Schaltung?
- Setzt ihr den "normalen" OP484 ein? Oder die rad-hard Version? (Da
sind die Specs anders! Unter anderem die maximale Versorgung, da
könntest du mit deinen 15V schon drüber sein!)
- Ist die Schaltung neu oder wurden damit schon Tests durchgeführt
(Rütteltests, Bestrahlung etc.), also irgendwas, das die Parameter
ändern und Bauteile schädigen könnte?
- Was hängt WIRKLICH an Last dran? Zweimal 10 kOhm glaub ich nicht so
recht. Eventuell irgendwas kapazitives...?
- Messe bitte mal mit dem Oszi die Versorgungsspannung, Ausgangsspannung
etc. (je AC Messung!). Ist dort eine erwähnenswerte Schwingung
vorhanden?
- Was ist in der direkten Umgebung? Schaltregler oder ähnliches?
- Mach mal Strommessung über R2 und R4, passt das mit der
Datenblattangabe überein?
Ein Bild würde hier auch nicht schaden, nicht dass irgendwo ein grober
Layoutschnitzer drin ist.
Anja schrieb:> Die Spannungsspitzen vom Schaltnetzteil werden an den> Eingangsschutzdioden gleichgerichtet.> Mißt Du die Spannungen mit mehreren Multimetern gleichzeitig oder zu> unterschiedlichen Zeitpunkten.> Woher weißt du ob die Spannung die du am Ausgang mißt gleichzeitig auch> am Eingang anliegt?> Oder anders herum gefragt: ändert sich etwas am Ausgang wenn Du eine> (leere) Meßleitung/Stricknadel an den Eingang des OPs hälst?
Okay verstehe. Die Spannungen habe ich aber auch mit zwei Multimetern
mal gleichzeitig gemessen --> keine Änderung dabei festgestellt
meckerziege schrieb:> D.h. du bastelst hier gerade am FM herum? o_O Solche Probleme sollten> doch eigentlich schon beim BB oder zumindest EM auffallen.> Oder handelt es sich hier doch um die erste Version dieser Schaltung?
Richtig, aber wiegesagt, basteln tue ich da gerade nicht viel, nur
messen. Als nächstes wird denke ich aber doch der OP484 ausgelötet. Es
gab früher bereits ein gleiches Board. Dieses hat prima funktioniert und
bei diesem wurden auch im ausgeschaltetem Zustand die 10k über R2
gemessen. Es ist identisch mit diesem, auch gleich prozessiert.
meckerziege schrieb:> - Setzt ihr den "normalen" OP484 ein? Oder die rad-hard Version? (Da> sind die Specs anders! Unter anderem die maximale Versorgung, da> könntest du mit deinen 15V schon drüber sein!)
Es wird die rad-hard Version eingesetzt. Dieser kann aber auch bis
+/-18V an der Versorgungsspannung aushalten.
meckerziege schrieb:> - Ist die Schaltung neu oder wurden damit schon Tests durchgeführt> (Rütteltests, Bestrahlung etc.), also irgendwas, das die Parameter> ändern und Bauteile schädigen könnte?
Die ganzen Umwelttests wurden noch nicht gemacht.
meckerziege schrieb:> - Was hängt WIRKLICH an Last dran? Zweimal 10 kOhm glaub ich nicht so> recht. Eventuell irgendwas kapazitives...?> - Messe bitte mal mit dem Oszi die Versorgungsspannung, Ausgangsspannung> etc. (je AC Messung!). Ist dort eine erwähnenswerte Schwingung> vorhanden?> - Was ist in der direkten Umgebung? Schaltregler oder ähnliches?> - Mach mal Strommessung über R2 und R4, passt das mit der> Datenblattangabe überein?
Soweit ich weiß hängen am Ausgang des oberen OP´s zwei weiter
OP-Eingänge dran und genau dasselbe auch beim unteren Ausgang. Muss das
aber noch genauer überprüfen später.
AC-Messung werde ich auch mal machen. Das Einschwingverhalten der
Ausgangsspannung habe ich schonmal gemessen, da war nichts
festzustellen, alles sauber. Auch kein Überschwingen, da die Slew-Rate
der Versorgunsspannung begrenzt wird. In der direkten Umgebung sind
keine Schaltregler, nur Widerstände und weitere OPs.
Wir werden denke ich versuchen den OP auszubauen um auszuschließen, dass
vor dem OP irgendein Problem in der Leiterbahn da ist, oder C1 Probleme
macht.
Hallo zusammen,
ich möchte gerne das Thema mit dem eventuell fehlerhaften OP aufgreifen.
Ich fasse nochmal zusammen:
- Eine Schaltung auf einem Board für ein studentisches Raumfahrtprojekt
hat ein Problem um zwei OP484 (Radiation Hardened, quad Bauform) herum.
Die Schaltung erzeugt aus 5V zwei Referenzspannungen (2.5V und 5V)
mithilfe einer 2.5V Referenzdiode und zwei OP484. Ein anderes Board mit
derselben Beschaltung hat schonmal funktioniert.
*Problem:*
- Spannung nach dem Widerstand R2 ist zu klein.
- Die Spannung am oberen OPAMP hat nicht die Verstärkung 1.
- Die Ausgangsspannungen sind insgesamt zu klein, der Spannungsabfall
über den Widerstand R2 beträgt 257mV, was einen Strom von 25,7µA ergibt,
der in die beiden Eingänge fließt. -> zu hoch (siehe Abbildung
REF_Spannung_OP_kontaktiert.png)
Die OP484 haben laut Spec jeweils einen Bias-Strom von 80-450nA:
http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/OP184_284_484.pdf
Bevor der OP484 getauscht wird, muss ich mir sicher sein, dass das
Problem an diesem liegt!
Ich habe auch mal das Einschwingverhalten der Spannung nach dem
Widerstand R2 und das Einschwingverhalten der Spannung am Ausgang des
oberen OP aufgenommen. Die sehen wie aus dem Schulbuch aus, eine schöne
Aufladekurve mit einer Risetime von ca. 2ms.
-------------------------------------
*Neuer Stand:*
Um auszuschließen, dass das ein Leiterplattenfehler vor dem OP oder der
Kondensator C1 einen Leckstrom zieht, habe ich die Pins 3 und 5
(nichtinvertierende Eingänge der OPs) nun vom Widerstand R2 isoliert und
das Board in Betrieb genommen --> Siehe Bild 2.
- Nun ergibt sich nach dem Widerstand R2 (Knoten A) die korrekte
Spannung von 2,5V --> somit kein Leckstrom durch C1 oder
Leiterplattenfehler.
- Der obere OP hat in diesem Zustand fast 0V am Ausgang, der untere OP
1,28V. Spricht das dafür, dass der obere OP nicht in Ordnung ist, da
sein Eingang niederohmig ist und die Spannung somit fast Null ist ? Der
untere OP hat ja 0,445V am Eingang (floatend), da er ja hochohmig ist.
Vielen Dank
Hallo,
kann es sein, dass das Messgerät, mit dem an R2 gemessen worden ist,
einfach zu niederohmig ist und dass es bei der Messung an den
OP-Ausgängen noch an R2 angeschlossen war? Das würde die Messung
erklären. Dass der OP "ein bisschen kaputt" ist habe ich noch nie
erlebt, glaube ich auch nicht.
Gruß Manfred
Curium schrieb:> - Der obere OP hat in diesem Zustand fast 0V am Ausgang, der untere OP> 1,28V. Spricht das dafür, dass der obere OP nicht in Ordnung ist, da> sein Eingang niederohmig ist und die Spannung somit fast Null ist ? Der> untere OP hat ja 0,445V am Eingang (floatend), da er ja hochohmig ist.
Am Ausgang eines OPV zu messen, dessen Eingang floatet, sagt ziemlich
wenig aus.
Am Eingang des OPV zu messen sagt etwas aus, sofern du den
Innenwiderstand deines Messgeräts kennst. Denn über den fließt der
Biasstrom des OPV, aus der gemessenen Spannung kannst du den Biasstrom
berechnen.
Wenn dein Multimeter den "Standardwert" 10MOhm hat, dann ist der
Biasstrom des OPV-Eingangs 0,445V/10MOhm=44,5nA. Also völlig im Rahmen,
und viel weniger als die (2,5-2,243)/10k=26µA aus deiner ersten Messung.
Allerdings hast du jetzt auch ganz andere Verhältnisse als in der ersten
Messung, weil der Eingang eben nahe 0V liegt. Dann leitet in der
Eingangsstufe des OP484 nur der pnp (Q2, Q1), nicht der npn (Q3, Q4).
(siehe Fig. 4 in
http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/OP184_284_484.pdf)
Bei der ersten Messung floss der Biasstrom also gerade in die andere
Richtung (in den Eingang hinein, nicht aus dem Eingang heraus). Um
wieder die selbe Bedingung herzustellen kannst du dein
Spannungsmessgerät zwischen Eingang des OPV und deine Zenerdiode hängen
(also den 10MOhm? Innenwiderstand deines Messgeräts anstelle des R2 in
deiner Schaltung einsetzen).
Manfred K. schrieb:> Dass der OP "ein bisschen kaputt" ist habe ich noch nie> erlebt, glaube ich auch nicht.
Oh doch, so was kann vorkommen. Ich hab in meinem früheren Job ne Menge
Eingänge gesehen, die zwar noch funktional waren, aber zu große Ströme
gezogen haben :-) Nennt sich dann halt "Degradation" statt
"Destruction".
Aus den max. ratings des OP484 zur Eingangsdifferenzspannung:
For input voltages greater than 0.6 V, the input current should be
limited to less than 5 mA to prevent degradation or destruction of the
input devices.
Wenn man also z.B. beim Messen an der Schaltung dem Eingang mal
versehentlich zu viel zumutet, kann es durchaus sein, dass der Biasstrom
ein paar Größenordnungen nach oben geht.
Manfred K. schrieb:> kann es sein, dass das Messgerät, mit dem an R2 gemessen worden ist,> einfach zu niederohmig ist und dass es bei der Messung an den> OP-Ausgängen noch an R2 angeschlossen war?
Das Messgerät ist hochohmig (genauen Wert werde ich noch überprüfen) und
war nicht an R2 angeschlossen, während OP-Ausgang vermessen wurde.
Eskimo schrieb:> Miss doch einfach mal den Eingangsstrom direkt an pin3.> Wenn der höher ist als 450nA, dann weisst du, dass der OP defekt ist.Achim S. schrieb:> Um> wieder die selbe Bedingung herzustellen kannst du dein> Spannungsmessgerät zwischen Eingang des OPV und deine Zenerdiode hängen> (also den 10MOhm? Innenwiderstand deines Messgeräts anstelle des R2 in> deiner Schaltung einsetzen).Achim S. schrieb:> For input voltages greater than 0.6 V, the input current should be> limited to less than 5 mA to prevent degradation or destruction of the> input devices.
Danke nochmal für den Hinweis.
Ich werde diese Schritte mal später oder morgen durchführen. Was ich
noch gemerkt hab: Die Spannung am floatenden! Eingang des unteren OP
fällt mit der Zeit ab...
--------------------------------
Neue Messungen
* Heut morgen habe ich aber noch folgendes gemacht: *
- Ich habe nur PIN 5 (unteren OP) an den Widerstand R2 angeschlossen und
gleichzeitig die Spannung nach dem Widerstand R2 (bzw. Eingang des
unteren OP) gemessen (also Spannung am Knoten A). Es kam 2,5V raus, so
wie es sein sollte.
- Dann habe ich diese Brücke entfernt und nur PIN 3 (oberen OP) an den
Widertand R2 angeschlossen und Knoten A wieder vermessen --> Die
Spannung ist dann auf den Wert 2,3V gefallen!! Leider habe ich vergessen
die Spannung am Ausgang zu vermessen. Werde ich auch noch machen.
Diese Messung sagt doch auch schon einiges aus oder?
Vielen Dank
Die Messung könnte aussagen, dass der obere OP im Eimer sein könnte.
Da U1A schon offen hängt, einfach mal den Eingangsstrom messen. Wenn der
zu groß ist vielleicht dann doch mal tauschen, wenn sonst kein Layout-
oder Bestückungsfehler zu erkennen ist.
Der Eingangsstrom ergibt sich ja dann praktisch aus dem Spannungsabfall
über R2 (10k) mit 257mV --> 25,7µA
Dies kann ja nur durch einen fehlerhaften OP (Degradation) verursacht
werden, nicht durch die nachfolgende Schaltung, oder?
Schorsch X. schrieb:> Die Messung könnte aussagen, dass der obere OP im Eimer sein> könnte.> Da U1A schon offen hängt, einfach mal den Eingangsstrom messen. Wenn der> zu groß ist vielleicht dann doch mal tauschen, wenn sonst kein Layout-> oder Bestückungsfehler zu erkennen ist.
Ach im floatendem Zustand ist da gemeint, ok :)
Danke
Eskimo schrieb:> Miss doch einfach mal den Eingangsstrom direkt an pin3.> Wenn der höher ist als 450nA, dann weisst du, dass der OP defekt ist.
Es ist doch ganz einfach:
Messgerät in den 200µA-Bereich schalten
und zwischen "Knoten A" und pin3 des OP anschliessen.
Wenn mehr als 0,5mA fliessen ist der OP defekt oder es gibt am Gehäuse
eine stark leitfähige Kontamination zwischen pin3 und pin4.
Curium schrieb:> Dies kann ja nur durch einen fehlerhaften OP (Degradation) verursacht> werden, nicht durch die nachfolgende Schaltung, oder?
Irgendwohin muss der Strom über R2 jedenfalls geflossen sein :-)
Dass es wahrscheinlich in den Eingang des oberen OPV war wird auch
dadurch gestützt, dass der in deiner ersten Messung einen viel zu großen
Offset hatte. Sobald du eine der vorgeschlagenen Messungen durchführen
kannst, weißt du es sicher.
Achim S. schrieb:> Irgendwohin muss der Strom über R2 jedenfalls geflossen sein :-)>> Dass es wahrscheinlich in den Eingang des oberen OPV war wird auch> dadurch gestützt, dass der in deiner ersten Messung einen viel zu großen> Offset hatte. Sobald du eine der vorgeschlagenen Messungen durchführen> kannst, weißt du es sicher.
Genau, aber deswegen hab ich ja einmal mit angeschlossenem oberen OP
(unterer nicht angeschlossen) einen Spannungsabfall über R2 von 257mV
und ohne angeschlossenen oberen OP (beide weg oder nur untere
angeschlossen ) keinen Spannungsabfall über R2. Aus U=R*I hab ich ja den
Strom von 25,7µA.
Ich werde sobald ich kann trotzdem mal über den Multimeter den Strom
messen, indem ich das Multimeter zwischen Knoten A und PIN 3 (obere
OPAmp) einschleife, wie ihr vorgeschlagen habt. Da erwarte ich einen zu
hohen Strom --> 25,7µA.
Wenn ich dasselbe für PIN 5 (untere OP) mache, bleibt der Strom
wahrscheinlich unter 0,5µA, da ich ja da auch kein Spannungsabfall über
R2 hatte, als ich Knoten A zu Pin 5 überbrückt hab.
Ein Leiterplattenfehler oder ein beschädigtes Bauteil nach dem OP kann
so einen Fehler nicht verursachen oder?
Hallo,
was mit noch einfallt, sind die beiden unbenutzten OPs beschaltet? Falls
nicht, sollte man das unbedingt tun, denn dies kann zu sonderbarem
Verhalten, bis zur Zerstörung des ICs führen. Ich würde dann auch den
OP-Chip tauschen.
Die Leiterplatte und Bauteile suche ich immer mit einer Lupe und
entsprechender Beleuchtung ab.
Gruß Manfred
Habt ihr bei eurem Raumfahrtprojekt vielleicht auch ein Oszilloskop
zwecks Fehlersuche zur Verfügung? Die Suche mit einem Multimeter kann
bei schwingenden Schaltungsteilen sehr viel Verwirrung stiften.
Wie sind die anderen beiden "unbenutzten" Opamps verschaltet?
Low Offset Opamps dürfen keinesfalls eine Eingangsdifferenzspannung von
über 5V sehen. Die Eingangstransistoren und deren interne Offsettrimmung
und Rauscheigenschaften sind hinüber, sobald deren Basis Emitterstrecke
einmal rückwärts durchgebrochen ist (Tritt irgendwo um 5V auf) Es gibt
Hersteller z.B. ehem LTC, die solche Opamp Eingänge mit internen
anitparallelen Siliziumdioden dagegen schützen.
Unbenutzte Low Offset Opamp Eingänge dürfen keinesfalls, wie oft bei
LM324 Typen verwendet, auf +/- Vin gelegt werden.
Also bitte mal die gesamte Schaltung mit den unbenutzten Opamps posten.
Mit freundlichen Grüßen
Christian
Manfred K. schrieb:> was mit noch einfallt, sind die beiden unbenutzten OPs beschaltet?Christian K. schrieb:> Habt ihr bei eurem Raumfahrtprojekt vielleicht auch ein Oszilloskop> zwecks Fehlersuche zur Verfügung? Die Suche mit einem Multimeter kann> bei schwingenden Schaltungsteilen sehr viel Verwirrung stiften.> Wie sind die anderen beiden "unbenutzten" Opamps verschaltet?
Habe mal einen Stromlauf mit den unbenutzen OPamps hinzugefügt. Die
nichtinvertierenden Eingänge der beiden anderen OPs werden an Ground
gesetzt und der Ausgang an den invertierenden Eingang zurückgekoppelt.
Dazu gab es bereits mal diesen Post und den Hinweis von "Der Andere".
Der Andere schrieb:> Curium schrieb:>> Die nichtinvertierenden Eingänge der beiden anderen OPs werden an Ground>> gesetzt und der Ausgang an den invertierenden Eingang zurückgekoppelt.>> Da Masse bei dir auch die negative Versorgung ist, ist das nicht gut.> Die OPs werden zwar als Rail to rail bezeichnet, haben aber bipolare> Ausgangsstufen.> Das heisst die Ausgänge der unbenutzten OPs sind auf jeden Fall in der> Sättigung.> Das Datenblatt sagt dazu:> "Both amplifiers provide output current> until they are forced into saturation, which occurs at approxi-> mately 20 mV from the negative supply rail and 100 mV from> the positive supply rail.
Das Einschwingverhalten der Spannungen habe ich ebenfalls untersucht,
sah alles gut aus.
Danke