Ah, interessant!
Zuallererst braucht man das Yageo Bulletin 2052, damit man das
Datenblatt lesen kann:
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwi3j8zJ2fHSAhWGBZoKHU52D-8QFggaMAA&url=https%3A%2F%2Fwww.rcscomponents.kiev.ua%2Fdatasheets%2FSK_Yageo.pdf&usg=AFQjCNHGamKw60FfKzIxoG0hGKHs9M4LCg&sig2=ehfM8HyZM0RMa5jWjb2qQA&bvm=bv.150729734,d.bGg&cad=rja
Auf der dritten Seite gilt für den Leckstrom in µA für Kondensatoren bis
100 V das Produkt "0.01xCV", also Kapazität in Mikrofarad mal angelegte
Spannung, mindestens aber 3 µA.
Bsp.: 1 µF an 100 V = 1µA, hier gilt die 3 µA-Schwelle! Bei 100 µF an
100 V ergibt sich ein Leckstrom von 100 µA.
Für Typen von 160 V bis 450 V gilt die Regel "0.03xCV+10µA".
Bsp.: 1 µF an 160 V = 4,8 µA + 10 µA = 14.8 µA
Der Leckstrom wird bei 20°C spezifiziert. Der Kondensator wird für 5
Minuten mit der Nennspannung geladen (Siehe Punkt 3.3.2; die 2 Minuten
beziehen sich wohl auf die Spezifikation der Kapazität und der
Toleranz). Anschließend wird der verbleibende Strom in den Kondensator
gemessen, der die oben berechneten Werte nicht übersteigen sollte.
Dieser Strom fließt durch das Elektrolyt und fehlerhafte Stellen im Oxid
und entlädt den Kondensator langsam nach Entfernen der Spannungsquelle.
Die Genauen Randbedingungen der Leckstrommessung sind in Abschnitt 3.3
beschrieben:
* 3.3.1 Formieren mit Nennspannung für mindestens 15 Minuten spätestens
24 Stunden vor dem Test, jedoch nicht früher, als 48 Stunden.
* 3.3.2 Laden des Kondensators mit konstanter Spannung für mindestens 5
Minuten. Strombegrenzung über 1 k-Widerstand.