Förderantrieb - Anhänger

Gast #4960381
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Hallo zusammen.

Ich habe das Thema vor einiger Zeit schon einmal aufgegriffen, leider 
finde ich den Beitrag nicht mehr.

Ich bin im Besitz eines Humbaur-Anhängers und bin es leid, meine 
Gartenabfälle jedes Mal mühsam aus dem Hänger zu schaufeln, während ich 
im Anhänger stehend mit der Heugabel den meist recht schweren/nassen 
Abfall schiebe. Meist kann ich nämlich bei der Gartenabfall-Sammelstelle 
den ganzen Grünabfall einfach auf den Boden kippen, wo ihn dann ein 
schweres Gerät (Radlader) das ganze Zeug an einen großen Haufen schiebt.

Nun hatte ich die Idee, mir in den Anhänger einen Stahlrahmen zu bauen, 
welcher zwei Walzen und eine Art Förderband mit angetriebenen Walzen 
(12V) besitzt. Entsprechend würde ich dann einfach den ganzen Grünabfall 
auf das Förderband kippen, welches sich im Boden des Anhängers befindet.
An der Sammelstelle drücke ich dann auf ein Knöpfchen und das Förderband 
kommt in Bewegung und schiebt bei geöffneter Hängerklappe (Heck) das 
Zeug heraus.
Das Förderband selbst sollte in etwa der Breite des Hängers (Innenmaß 
etwa 120cm) entsprechen.

Den Rahmen könnte ich jederzeit schweißen.
Die Frage ist, was ich dafür am Besten als Antrieb hernehmen könnte?!
Welche Motoren würden sich hierfür eignen?

Das Schüttgut auf dem Förderband kann gut 700 kg wiegen. Entsprechend 
bräuchte ich eine Art Spannvorrichtung, welche das Förderband straff 
hält und nicht durchhängen lässt. Außerdem wäre es gut, wenn das 
Förderband selbst eine Art "Mitnehmerschilder" alle paar Zentimeter hat, 
damit das Schüttgut auch nach hinten wegtransportiert wird und sich 
nicht das Förderband fröhlich unter dem Abfall dreht und der Abfall im 
Hänger liegen bleibt ;-)

Habt ihr Ideen?

Grüße
Joh
Gast #4960384
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Joh schrieb:
> Außerdem wäre es gut, wenn das
> Förderband selbst eine Art "Mitnehmerschilder" alle paar Zentimeter hat,
> damit das Schüttgut auch nach hinten wegtransportiert wird und sich
> nicht das Förderband fröhlich unter dem Abfall dreht und der Abfall im
> Hänger liegen bleibt ;-)

Kauf Dir einen Miststreuer (und einen Traktor) oder schau Dir das 
Prinzip ab.
#4960387
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Hi

Deine Grundidee sieht nach einem in der Landwirtschaft üblichen 
Heu-Anhänger aus - nur mit externer Beladung von 'oben'.
Ob Das wirklich sinnvoll ist?
Ok, wenn Du IMMER nur Grünabfälle fährst, vll., sonst wird der Umbau 
eher hinderlich.
Ohne Mitnehmer wäre meine Idee ein schmales Förderband (~40cm ?) mittig 
im Anhänger vorne und hinten über eine Walze zu führen, die Hintere 
angetrieben und per Federn wird Diese in das Förderband gedrückt.
So sollte sich 'das Groh' auswerfen lassen, die Reste müssen halt, wie 
jetzt auch, händisch bewegt werden, wenn hier jetzt aber ein Schieben in 
Anhänger-Mitte reichen dürfte.
Weiter hättest Du den Vorteil, daß sich das Förderband einarbeiten 
lässt, Du also eine (mehr oder minder) ebene Grundfläche behältst.

Der Antrieb möchte auch versorgt werden, kA, wie viel Leistung Du durch 
die Anhängersteckdose ziehen kannst, bevor das Konstrukt unter 
thermischen Ausfallerscheinungen die Funktion einstellt.

MfG
Gast #4960391
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Wenn ich mich recht entsinne, haben die so einen verschiebbaren Boden, 
der in der Mitte geteilt ist und sich abwechselnd verschiebt?!

So etwas habe ich zumindest schon mal bei Ladewagen (für Heu) gesehen, 
denn irgendwie muss das eingesammelte Heu ja gleichmäßig im Hänger 
verteilt werden, wenn es nur an einem Ende aufgesammelt wird..
Gast #4960419
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Lass das Förderband auf einem Blech laufen, wie bei einem Bandschleifer, 
dann hängt das nicht durch. Gegen die Reibung gibt es Teflon Streifen 
zum Aufkleben, oder schau mal nach einer gebrauchten Rollenbahn und 
setze alle ca. 15-20 eine Rolle knapp höher als das Blech.
Auf Mitnehmer kannst du verzichten, wenn sich der gesamte Hängerboden 
bewegt kann die Fuhre sich ja nirgends festhalten. Vorteil du verlierst 
nicht den glatten Hängerboden.
Als Antrieb denke ich grade an die kleinen 12V Seilwinden. Die laufen 
zwar recht langsam, haben aber hoffentlich genug Drehmoment für so eine 
große Fläche.
#4960541
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Joh schrieb:
> Die Frage ist, was ich dafür am Besten als Antrieb hernehmen könnte?!

Ein Heulader nimmt die Zapfwelle. Hat dein Auto nicht ?
Elektromotoren, wie für Seilwinden, brauchen viel Strom, und das heisst 
dicke Kabel. Vor allem da der Akku beim Auto meistens vorne ist. Der 
übliche Anhängerstecker reicht jedenfalls nicht. Ggf. Nato-Schweinenase.

Man braucht kein komplettes Forderband (wo willst du das herbekommen?), 
es reichen 2 Seile/Ketten zwischen denen im 30cm Abstand quer Stangen 
verlaufen die über den Boden schrubben. Allerdings muss die 
Gegenrichtung unter der Ladefläche zurücklaufen, d.h. man muss einen 
Fehlboden einbauen. Auch derf darf sich aber bei 700kg nicht so sehr 
durchbiegen, daß die Mitnehmer eingeklemmt werden.
Gast #4960972
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Michael B. schrieb:
> Man braucht kein komplettes Forderband (wo willst du das herbekommen?),
> es reichen 2 Seile/Ketten zwischen denen im 30cm Abstand quer Stangen
> verlaufen die über den Boden schrubben. Allerdings muss die
> Gegenrichtung unter der Ladefläche zurücklaufen, d.h. man muss einen
> Fehlboden einbauen. Auch derf darf sich aber bei 700kg nicht so sehr
> durchbiegen, daß die Mitnehmer eingeklemmt werden.

Michael hat es ziemlich gut zusammengefasst.
Ich würde meinen, Die Umbauarbeiten wären so aufwändig daß man Probleme 
mit dem TÜV bekommt und es sich auch nicht rechnet.
Anhänger verkaufen und ein neuer als Kipper kaufen dürfte die bessere 
Variante sein.
Mein Tipp wäre Saris
Gast #4961012
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>Michael hat es ziemlich gut zusammengefasst.

Ok, daran habe ich noch nicht gedacht.
Ich habe es nun so verstanden:
Man nehme einen Metallrahmen (rechteckig), der in die Ladefläche passt. 
Vorne zwei Zahnräder (?) und hinten zwei, über die die Kette läuft. Alle 
30 cm ist auf der Kette ein Mitnehmer befestigt. Das Problem wird sein, 
dass man schlecht auf der Kette die Mitnehmer installieren kann, während 
das Zahnrad in die Kette greift. Ich bräuchte also irgendeine 
"Doppel-Kette", also zwei aufeinanderliegende Kettenglieder. Das eine 
Glied für den Antrieb, das andere für die Befestigung der Mitnehmer 
(ähnlich wie die Zähne einer Kettensäge: Das Antriebsrad treibt die 
"stumpfen Zähne" im Schwert, auf der Kette befinden sich die Sägezähne).

Gruß
Gast #4961185
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Was die Leute alles so für Ideen haben, nur um ihre Faulheit zu
pflegen. Hat schon seinen Grund warum es so was nicht auf dem Markt
gibt.

Joh schrieb:
> einfach auf den Boden kippen

Wenn der Hänger das kann, ist doch das Problem gelöst oder muss
man von Hand den Mechanismus aufwendig betätigen? Die meisten
Hänger haben so einen Luxus nämlich nicht.
Gast #4961201
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Cyborg schrieb:
> Was die Leute alles so für Ideen haben, nur um ihre Faulheit zu
> pflegen. Hat schon seinen Grund warum es so was nicht auf dem Markt
> gibt.

Dir ist schon bewusst, dass es solche Lösungen auch fertig gibt? Nur 
sind das Hänger mit 3,5t und mehr. Also was soll den an der 
Eigenbaulösung so abwegig sein?

Warum wirst du immer gleich so ausfallend?
Gast #4961222
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Ganz simpel wäre ein Förderbandgummi, welches hinten um die Kante 
gezogen wird. Das muss nur jedes mal neu eingelegt werden, was aber 
nicht stört. Ein paar kleine Umlenkrollen oder Umlenkstange und eine 
normale KFZ-Seilwinde dürfte dazu reichen.
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|
2
|
3
|               FFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFF
4
|____________________________________  F
5
                                     | F 
6
                                     | F
7
        <<<<  Zugrichtung  <<<<        F
8
Seilwinde------------------------FFFFFFF
#4961264
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Der Andere schrieb:
> Ich würde meinen, Die Umbauarbeiten wären so aufwändig daß man Probleme
> mit dem TÜV bekommt und es sich auch nicht rechnet.

Wenn man nicht an den Achsen und an der Deichsel rumflext und Lichter 
dran sind sollte das den TÜV nicht interessieren - außer natürlich das 
Gesamtgewicht.

Wirtschaftlich rechnet es sich sicher nicht, aber technisch ein 
interessantes Projekt.

Und außerdem ist man damit am Samstag-Nachmittag mit all den anderen 
Kleingärtnern und ihren PKW-Anhängern in der Warteschlange vor dem 
Bauhof unumstritten der König!
Gast #4961272
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Thomas F. schrieb:
> Und außerdem ist man damit am Samstag-Nachmittag mit all den anderen
> Kleingärtnern und ihren PKW-Anhängern in der Warteschlange vor dem
> Bauhof unumstritten der König!

Wer Samstag und auch noch nachmittags sein Biaabfall entsorgen will hats 
nicht anders verdient :-)
Ich mach das dann eher Montags morgens gleich um 7Uhr. Kein anstehen, 
hinfahren, abladen fertig. Danach arbeiten gehen.

Bzw. seit 2 Jahren mach ich das gar nicht mehr. Mein Wald nimmt den 
Grünabfall gerne als Kompost.
#4961286
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Joh schrieb:
> Das Problem wird sein,
> dass man schlecht auf der Kette die Mitnehmer installieren kann

Kein Problem, die Kratzbalken sind einfach eingehängt mit einem Haken 
und werden geschleppt.
Bei Gliederketten greift der Haken in das senkrecht stehende 
Kettenglied, das Antriebszahnrad greift in die waagerecht liegenden, bei 
(dicker als)Fahrradketten geht er durch die Öse/Hohlniet der die 
Kettenglieder verbindet.
#4961526
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Cyborg schrieb:
> Der Andere schrieb:
>> Ich mach das dann eher Montags morgens gleich um 7Uhr.
>
> Hier würdest du Montags vor verschlossenen Türen stehen.

Der Staatsforst der er zur Abfallentsorgung nutzt hat höchstens einen 
maroden Schlagbaum.

Aber wer schnell sein will, macht einfach die Klappe vom Anhänger auf 
und fährt schnell genug an, dann rutscht der Müll von selbst hinten 
raus.

https://www.youtube.com/watch?v=vcALMhlhB-A
Gast #4961543
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Michael B. schrieb:
> Der Staatsforst der er zur Abfallentsorgung nutzt hat höchstens einen
> maroden Schlagbaum.

Lern lesen! Seit 2 Jahren nutze ich den Grünabfall als Dünger in MEINEM 
eigenen Wald, den ich seit ca. 3 Jahren besitze.
Vorher in der Kompostieranlage. Da die Gärtner ihr Tagewerk auch schon 
früh beginnen gibt es zumindest bei uns Wertstoffhöfe oder öffentliche 
Kompostieranlagen die um 7 oder spätestens um 7:30 aufmachen.
#4965746
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auch von hier:
1 m3 Bigbags. Kosten kaum Geld.
Laub fliegt unter dem Transport nicht weg.

Auch gut für Bauschutt
Auf eine Palette gestellt und mit Bauschutt gefüllt, an die Strasse 
gezogen und abholen lassen. Feddisch.

Dein Mitstreuer Mechanismus braucht Moment ohne Ende. Kippen wäre 
besser. Kipptrailer kann man auch billig leihen.
Gast #4966925
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Ich würde in zwei U-Trägern eine Spindel verstecken. Die beiden Spindeln 
laufen über zwei Kettenantrieben zu eienem Getriebemotor (DC 12V)

An den beiden Trägern ist dann noch jeweils ein Schlitten montiert, 
welcher die Ladung nach vorne schiebt.

Die Träger ließen sich evtl. in den Boden einbauen.

Je nach Länge sollten M12 reichen. Bitte nicht vergessen die Spindeln 
nicht auf Druck zu belasten, da sie sich sonst verbiegen würden.

VG Jörg
Gast #4966933
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Jörg Bernau schrieb:
> Je nach Länge sollten M12 reichen

Wie kommt man auf due abstruse Idee, ein nach Norm extra selbsthemmend 
ausgelegtes Gewinde zu verwenden für Anwendungen die nicht blockieren 
sollen ? Trapezgewinde wurden erfunden und sind nicht so unverschämt 
teuer dass sich ihr Einsatz verbieten würde.

Insgesamt verzichtet man aber in Gartenbau und Landwirtschaft lieber auf 
filigranes Zeug.
Gast #4966938
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Jörg Bernau schrieb:
> Bitte nicht vergessen die Spindeln
> nicht auf Druck zu belasten, da sie sich sonst verbiegen würden.

Wäre interessant wie du die:
1. Lagerst daß sie die Kraft auf Zug aufnehmen können
2. Du verhinderst daß sie durch den Dreck auf dem Hänger (Gartenabfälle, 
Sand evt. Bauschutt) nicht fressen. Denn da du ja den Schlitten damit 
bewegst kannst du sie nicht mal ansatzweise davor schützen.

Es hat schon einen Grund daß Miststreuer da Ketten bemühen und das Ganze 
entsprechend massiv auslegen.

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