Snchronisationswort für den ASCII-Code

OP #4976966
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Hallo zusammen,

wir haben neulich innerhalb des Studiums einen Laboversuch zum Thema 
synchrone Datenübertragung durchgeführt und nun habe ich dazu eine 
Frage.
Und zwar gab es einen Sender, der den Buchstabe "A" zu einem 
entsprechenden Empfänger übertragen hat. Getestet wurde dies mit zwei 
unterschiedlichen Synchronisationswörtern:
Syncwort 1: 00011010 = 26 = Substitutionszeichen.
Syncwort 2: 01010101 = 85 = U.

Mit Syncwort 1 klappte das ganze und der Empfänger erkannte das Zeichen. 
Allerdings wechselte sich das "A" ständig mit dem "a (mit einem o oben 
drüber)" ab. Dies sollte jedoch laut Versuchsunterlagen kein Fehler 
sein. Kann mir jemand sagen, wie das flackern zwischen beiden Zeichen 
zustande kommt und warum es sich hier NICHT um einen Fehler handelt?

Jetzt zu Syncwort 2. Damit war das gesendete "A" vom Empfänger nun nicht 
mehr lesbar. Ich könnte mir vorstellen, dass es damit zusammenhängt, 
dass das Syncwort 2 nun ein Zeichen ist, welches im normalen Zeichensatz 
des ASCII-Codes enthalten ist und somit die Probleme beim Empfänger 
zustande kommen. Liege ich mit meiner Vermutung richtig?

Würde mich über eine Aufklärung zum Thema freuen.
Beste Grüße und allen ein schönes Osterfest.
Daniel
Gast #4976974
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Daniel L. schrieb:
> Und zwar gab es einen Sender, der den Buchstabe "A" zu einem
> entsprechenden Empfänger übertragen hat. ...

Tja, der Sender wird nicht nur den Buchstaben "A" übertragen haben, 
sondern ihn irgendwie verpackt haben. Und der Empfänger wird darauf 
einrasten und das dann dekodiert haben. Das kann so oder so organisiert 
sein.
Offensichtlich was das nicht eindeutig, so dass es zu 
Synchronisationsfehlern gekommen ist bzw. gar nicht funktioniert hat.
OP #4978430
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Hallo und Danke erst einmal für die bisherigen Antworten.

@Manfred Koch:
Das weiß ich eben nicht genau. Es handelte sich bei dem Versuchsaufbau 
um das "Student's Workbook 53-002s". Habe dazu auch schon im Internet 
nachgesucht, jedoch wenig gefunden. Man hat eine Benutzeroberfläche auf 
dem PC vor sich und sieht ein dort eingebettetes virtuelles Oszilloskop. 
Es ist jedoch hardwaremäßig eine Schaltung an den PC angeschlossen, mit 
der auch Einstellungen abgeändert werden können. Wirklich genaue 
Datenblätter habe ich zu diesem "Student's workbook" nicht gefunden.
Es ist eben so, dass im Anschluss eine Frage folgt, die besagt, dass 
dieses flackern zwischen den zwei Zeichen "A" und "å" weder ein Fehler 
an der Hardware, noch ein Fehler an der Software ist.
Gast #4978438
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> Es ist eben so, dass im Anschluss eine Frage folgt, die besagt, dass
> dieses flackern zwischen den zwei Zeichen "A" und "å" weder ein Fehler
> an der Hardware, noch ein Fehler an der Software ist.

Dann kann es ja nur ein Fehler im Konzept sein.
#4978582
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Daniel L. schrieb:
> Es handelte sich bei dem Versuchsaufbau
> um das "Student's Workbook 53-002s".

Das hat 295 Seiten! Und ihr werdet die wohl kaum alle in EINEM 
Versuchsaufbau behandeln.
Es geht wohl eher um den Abschnitt 4.4. ab Seite 292(4-41)(Fast am 
Ende!)
Und eigendlich ist da viel erklärt.
Und wenn du die vorrangegangenen Kapitel gewissenhaft durchgearbeitet 
hast solltest du damit klar kommen.
OP #4979871
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Das Buch habe ich auch schon im Internet gesehen. Wir haben nur Auszüge 
davon bekommen und einzelne Themengebiete daraus abgehandelt (gut 50 
Seiten). Die Fragen sind jedoch vom Dozent teilweise abgeändert worden 
und somit habe ich im Moment noch keinen Ansatz, wenn es sich um das 
besagte "flackern" NICHT um einen Hardware- oder Softwarefehler handeln 
soll.
Gast #4980350
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Daniel L. schrieb:
> einen Laboversuch zum Thema
> synchrone Datenübertragung durchgeführt

Ich kaufe ein "a" und möchte lösen...

Du hast mit Sicherheit ein Laborversuch zu *a*synchroner 
Datenübertragung gemacht. So steht es jedenfalls auf den Seiten 293+294: 
"The recovered bit clock [...]" / "Bit Clock Recovery".
Wenn es eine synchrone Datenübertragung wäre, würde die Clock übertragen 
und nicht auf Empfängerseite erst wieder recovered.


> Syncwort 1: 00011010 = 26 = Substitutionszeichen.
> Mit Syncwort 1 klappte das ganze und der Empfänger erkannte das Zeichen.
> Allerdings wechselte sich das "A" ständig mit dem "a (mit einem o oben
> drüber)" ab. Soll kein Fehler sein. [...]
> Kann es evtl. etwas damit zu tun haben, dass das "å" nicht mehr im
> normalen ASCII-Zeichensatz enthalten ist, sondern dem Extended
> ASCII-Code entstammt?

Laut dem Versuchsaufbau auf Seite 294 empfängst du immer 8bit.
Aber ASCII ist nur 7bit.
"A" entspricht 0x41, also binär 1000001. Man beachte nur 7bit, nicht 
8bit.
Dein Empfänger empfängt aber immer 8bit. Vermutlich wahlweise in den 
Geschmacksrichtungen mit 8tem bit als 0 oder 1 (vermutlich vorne) dran.
 A = 0x41 =  65 = 1000001
  0 davor -> 01000001 = 0x41 = 65 = "A" in ASCII
  1 davor -> 11000001 = 0xC1 = 193 = "┴" GND symbol in codepage 850 / 
extended ASCII

In welcher Codepage dein Simulator jetzt arbeitet um "å" zu 
interpretieren spekuliere ich jetzt mal nicht.


> Syncwort 2: 01010101 = 85 = U.
> Jetzt zu Syncwort 2. Damit war das gesendete "A" vom Empfänger nun nicht
> mehr lesbar. Ich könnte mir vorstellen, dass es damit zusammenhängt,
> dass das Syncwort 2 nun ein Zeichen ist, welches im normalen Zeichensatz
> des ASCII-Codes enthalten ist und somit die Probleme beim Empfänger
> zustande kommen. Liege ich mit meiner Vermutung richtig?

Na dann denke doch bitte einmal nach, wie die Erkennung des Syncwortes 
implementiert ist. Genau eine Zustandsautomat welcher die bitfolge 
01010101 ("U") erkennt. Gut, dann überlegst du dir jetzt mal was 
passiert wenn wir diesen Zustandsautomaten mit der Zeichenfolge 
"..UAUA.." gefüttert wird.
..UAUA.. -> 01010101 01000001 01010101 01000001
            -------^
   bing Sync erkannt ########
                     datadata
                              -------^
                bing 2ter Sync erkannt ########
                                       datadata

Empfange Daten: 2x 01000001 -> 2x 65 -> 2x "A"


Und jetzt mal mit der Zeichenfolge "..AUAUA.." gefüttert wird.
 ..AUAUA.. -> 01000001 01010101 01000001 01010101 01000001
              ---*
sync, ne doch nich
                    --------^
            bing Sync erkannt
                             ## ######
                             da tadata
                                      --------^
                         bing 2ter Sync erkannt
                                               ## ######
                                               da tadata

Empfange Daten: 2x 01 010000 -> 2x 80 -> 2x "P"


Und jetzt solltest du dir die Fragen aus Kapitel "4.4.5.2 Question" mal 
selber beantworten.


P.S.: Das genannte Workbook liegt hier:
http://80.251.40.59/eng.ankara.edu.tr/kalaycio/aykut/elm460/53-002_STUDENT.pdf
OP #4980945
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Danke erstmal @void, das bringt mich ein ganzes Stück weiter!!!
Hier mal ein Screenshot vom "å", welches während des "flackerns" 
angezeigt wird. Die Anzeige suggeriert eine ständige Übertragung von 
8bit. Ob es wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht.

Was jedoch auch auffällig ist (kann natürlich Zufall sein): Der 
Binärcode des "å" ist zum Syncwort genau invertiert, d.h.:
Syncwort: 00011010.
"å": 11100101.

@void: Deine Ausführungen zum Thema 7Bit und 8Bit klingen plausibel.
Was mich jedoch noch interessiert:
Es wird auf dem angefügten Screenshot folgendes Bitschema für das "å" 
angezeigt:
11100101. Deine Ausführung zeigt ein Bitschema von 11000001. Ist es 
möglich, dass hier noch ein anderer Effekt auftritt?
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