(Küchen-)Werkzeug aus Alu reinigen

Gast #4977553
Lesenswert?

Hallo

Ich habe letztens einen Schwung Küchengerätschaften für lau am Flohmarkt 
erstanden. Das meiste ist nur minimal verschmutzt, vieles hat die 
typische graue Oxidschicht und ein Teil eine bronzefarbige, opake 
Schicht.

Mit Schwamm, Heißwasser und ATA lassen sich Flächen ja gut blank 
schrubben, aber in Ecken, Winkel usw komme ich damit beim besten Willen 
nicht; und Alu in der Spülmaschine geht ja nicht.

Was gibt's denn sonst für Tricks, mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht 
habt? Gelesen habe ich von in Essig und/oder Zitronensäure mit Salz 
kochen; aber bevor ich nun einen 10 Liter Bottich setze dachte ich, frag 
mal nach.
Beitrag #4977568 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #4977578
Lesenswert?

Paule schrieb:
> ich nun einen 10 Liter Bottich setze

Besser einen braunen 'Kaktus' hineinsetzen .

Wenn es wasserlöslicher Dreck ist , dann geht er auch mit einer Bürste 
herunter . Und fettlösendem Pril . Wenn es anderer Dreck ist , kannst 
Naßschleifpapier nehmen . Hast einen Dremel , schneidest eine 20-25mm 
Scheibe herunter , bohrste ein Loch und aufn Dremel damit.
Oder Drahtbürsten .

Wenns bronzefarbig ist , ists auch kein ALU sondern SILBER .
SILBER kann man NUR polieren .

Säure löst gar nix . Wie auch Benzin.
Von selbst löst sich sowieso nix.
Hast keine Wurzel-Bürste dazubekommen ?
#4977579
Lesenswert?

Hallo Paule,

steck es in die Spülmaschine.
Falls nicht vorhanden, hole dir Spülmaschinenreiniger, am
besten Pulver.
In heissem Wasser lösen und die Gerätschaften rein.
Einige Zeit miegeln lassen.
Sieht wieder aus wie neu.
Ich habe auch schon eine versiffte Tastatur in der Spülmaschine
gereinigt. Das 1. Mal hat sie es überstanden, das 2. Mal nicht ;-)

73
Wilhelm
Gast #4977608
Lesenswert?

Tarz schrieb im Beitrag #4977568:
> Ist Aluminium nicht erst kürzlich mit Alzheimer in Verbindung
> gebracht worden?

Sind Töpfe etc in Großküchen nicht auch aus Alu? Und die Deckel von 
Joghurtbechern? Und Alufolie für Dein Pausenbrot?

Rufus Τ. F. schrieb:
> Ansonsten gibt es gute Gründe dafür, warum man Küchenutensilien besser
> nicht aus Aluminium anfertigt.

Es sind ja keine Töpfe, oder Becher zum lagern. Nur sowas wie 
Schöpfkellen, oder Seiher.

Magom.Druide schrieb:
> Wenns bronzefarbig ist , ists auch kein ALU sondern SILBER .
> SILBER kann man NUR polieren .
Wäre die erste Flotte Lotte aus Silber :)

> Hast keine Wurzel-Bürste dazubekommen ?
Nö, war nicht inklusive.

Wilhelm S. schrieb:
> steck es in die Spülmaschine.
Ich hatte einmal versehentlich Alu drin, das ist heute noch dunkelgrau.
Gast #4977619
Lesenswert?

Paule schrieb:
>> Wenns bronzefarbig ist , ists auch kein ALU sondern SILBER .
>> SILBER kann man NUR polieren .
> Wäre die erste Flotte Lotte aus Silber :)

>>>>>   Hast also einen Guten Fang gemacht .
>>>>>   Hast also einen Guten Fang gemacht .
>>>>>   Hast also einen Guten Fang gemacht .
Angehängte Dateien:
#4977620
Lesenswert?

Es stimmt, dass Alu vom Körper aufgenommen wird. Die Tücke steckt im 
Detail. Lebensmittel in Alu lagern ist bedenkenlos. Schwierig wird es 
wenn Temperatur und Säure dazukommt. So wir z.B. beim Grillen von Gemüse 
oder Fleisch in Alu Tassen wird ziemlich viel vom Alu herausgelöst.

Also: Vorratsbehälter sind kein Problem, aber Kochtöpfe sehr wohl.

Und in Großküchen wird vor allem Edelstahl verwendet.

walta
Persönliche Seite #4977637
Lesenswert?

Wilhelm S. schrieb:
> steck es in die Spülmaschine.

Ganz schlechte Idee. Dann ist es richtig hin.

Paule schrieb:
> Es sind ja keine Töpfe, oder Becher zum lagern. Nur sowas wie
> Schöpfkellen, oder Seiher.

Man kann es halt nicht vernünftig saubermachen, denn in der 
Geschirrspülmaschine hat es gar nichts verloren.

Da auch Schöpfkellen, Seiher etc. problemlos auch in einer 
Edelstahlausführung erhältlich sind, würde ich so etwas bestenfalls als 
Museumsstück aufheben.
Gast #4977663
Lesenswert?

Rufus Τ. F. schrieb:
> Ganz schlechte Idee. Dann ist es richtig hin.

Kommt darauf an. Meine alten Campingkochtöpfe waren auch aus Alu, die 
haben die Spülmaschine ganz ohne Schaden überstanden. Das Ergebnis war 
absolut makellos!
Hatte alles ganz normal eingestellt, also auch normale Spültabs 
genommen.

Wenn es nicht teuer war, dann wäre es einen Versuch wert. Oder du nimmst 
erst mal ein Stück normales Alu zum testen.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4977701
Lesenswert?

dieser Trichter hat ja schon Korrosions-Stellen.

Wenn das Besteck aus Silber ist, sollte man eine Punzierung finden.
"für Lau" dürfte dann aber nur versilberter Kram sein.

ein Magnet kann auch bei nicht-Eisen Materialien
 eine gewisse Aussagekraft haben.
nimm einen kleinen Nd-Magnet, halte von oben das Stück dagegen.
ziehe das Teil dann schnell nach oben weg.
Kommt der Magnet kurzfristig mit hat man schonmal ein Material
das den Strom bestens leitet, die Chance auf durchgängiges Silber steht 
gut.
Bei Al klappt das zwar auch aber lange nicht so gut wie bei Ag.

Man kann auch einen Magneten schnell an einem Werkstück
hin und her "wedeln". Möglichst dicht an dessen Oberfläche.
bei Cu und Al merkt man da einen deutlichen Wirbelstrom-Widerstand,
ich meine damit mechanische Bremswirkung.
Das selbe wie wenn man einen Magneten durch ein Kupferrohr fallen lässt.

bei Messing ist das wesentlich schwächer.
#4977726
Lesenswert?

Tarz schrieb im Beitrag #4977568:
> Aluminium? Ist Aluminium nicht erst kürzlich mit Alzheimer in Verbindung
> gebracht worden? Im Gehirn von Verstorbenen Alzheimerpatienten wurden u.
> a. Aluminiumablagerungen (Al-Verbindungen) gefunden.

Warum bekommt man für die Wahrheit 2 Minuspunkte?

Paule schrieb:
> Sind Töpfe etc in Großküchen nicht auch aus Alu? Und die Deckel von
> Joghurtbechern? Und Alufolie für Dein Pausenbrot?

Aluminiumverpackungen von Lebensmitteln sind meistens noch beschichtet.
Außer vielleicht bei „SCHLEFI“ und Aluminiumfolie.
Gerade Säure- oder salzhaltige Lebensmittel sind ein Problem.
Es bilden sich Aluminiumsalze die sogar über die Haut aufgenommen werden 
können.

Da gab es mal eine  Doku. “Die Akte Aluminium“
https://www.youtube.com/watch?v=Wucz8nIrXYE

Für das Pausenbrot nehme ich schon lange kein Aluminium mehr.
Spart Ressourcen, ist billiger und gesünder.

Gruß
Thomas
#4977740
Lesenswert?

Paule schrieb:
> Hallo
>
> Ich habe letztens einen Schwung Küchengerätschaften für lau am Flohmarkt
> erstanden. Das meiste ist nur minimal verschmutzt, vieles hat die
> typische graue Oxidschicht und ein Teil eine bronzefarbige, opake
> Schicht.
>
> Mit Schwamm, Heißwasser und ATA lassen sich Flächen ja gut blank
> schrubben, aber in Ecken, Winkel usw komme ich damit beim besten Willen
> nicht; und Alu in der Spülmaschine geht ja nicht.
>
> Was gibt's denn sonst für Tricks, mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht
> habt? Gelesen habe ich von in Essig und/oder Zitronensäure mit Salz
> kochen; aber bevor ich nun einen 10 Liter Bottich setze dachte ich, frag
> mal nach.

Alu ging früher in der Spùlmaschine, aber da konnte man aus 
Spülmaschinenreiniger noch einfach großen Knall machen. Jetzt ist da 
sehr viel Zitronensäure drin, was Alu schnell auflöst.
Ich hab gerade eben einen Griff einer Edelstahlpfanne neu befestigt. Da 
waren Aluniete, auf der Pfanneninnenseite schön mit einem 
Edelstahlhäubchen versehen. 40..50 mal Spülmaschine und der Nietkopf 
außen war ab. Jetzt sind da zwei Schloßschrauben aus Edelstahl.
Aus dem Alu macht die Zitronensäure Aluminiumcitrat, das der Körper 
leicht aufnimmt und ohne Bedenken auch ins Hirn vor läßt. Spülmaschinen 
und Alugeschirr werden dem Pflegediensten in wenigen Jahrzehnten zu 
Rekordumsätzen verhelfen. "Gute" Gifte wirken eben nicht sofort, sondern 
lassen sich Zeit, bis es zu spät ist.
Und die notwendigen Säuren gibt es natürlich im Essen auch, d.h. sanft 
Spülen bringt nichts.

Da es ja für lau war, mach das einzig richtige: in den Schrott damit.
Gast #4977783
Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> dieser Trichter hat ja schon Korrosions-Stellen.

Die Bilder hab ICH gemacht , damit der >arme Tropf nicht sein wertvolles 
Silber-besteck ruiniert !
Weil was soll das sonst sein ? "bronzefarbig" Angelaufen .

Silberbesteck hat selten Punzierung , da es ja kein Silber ist , sondern 
nur VERSILBERT ist . Dein Tip mit Magnet greift hier also nicht , weil 
unterhalb alles aus Eisen ist .


Silberbesteck ist sowieso das größte Glump , kaum hast es poliert isses 
schon wieder angelaufen . Zum Angeben zu Weihnachten bei den Verwandten 
taugt alleweil . Wennst bereit bist: ein paar Stunden herumzupolieren .
Das ist Besteck für Nobellokale , wo genug Personl in der Gegend
herumsteht .
Darum schaut meins auch so aus
#4977796
Lesenswert?

Aber wenn man das Geschirr nur einmal im Jahr benötigt um beim campen 
eine warm gemachte Büchse umzurühren wird das kein Problem sein :)

Reinigung geht am besten mechanisch.

Chemisch ginge vielleicht Natriumhydroxid NHO.
Das ätzt aber die Oberfläche an und macht sie rauh.
(Achtung Schutzbrille u. Handschuhe)
Danach müsste man polieren, ist aber bei Aluminium eine wirklich 
beschissene Arbeit.

Sand- oder Läpstrahlen geht auch nicht gut.
Kannste vergessen.
Außer vielleicht mit Glaskugelsand
Aber wer hat da schon die Möglichkeit.
Gast #4977825
Lesenswert?

Bummi schrieb:
> Meine alten Campingkochtöpfe waren auch aus Alu, die
> haben die Spülmaschine ganz ohne Schaden überstanden.
> Das Ergebnis war absolut makellos!
Zu der Zeit hatte ich noch keine Spülmaschine, die wurden von Hand mit 
Scheuersand geputzt. Da mir das irgendwie schon damals unsympathisch 
war, wurden die durch Edelstahl ersetzt.

Ich stecke hier kein Alu mehr in die Maschine, das kam stets mit 
deutlich angegriffener Oberfläche heraus.

Carl D. schrieb:
> Alu ging früher in der Spùlmaschine, aber da konnte man aus
> Spülmaschinenreiniger noch einfach großen Knall machen. Jetzt ist da
> sehr viel Zitronensäure drin, was Alu schnell auflöst.
Wer schreibt denn solch groben Unfug? Ein paar Körnchen feucht gemacht, 
wird der PH-Teststreifen dunkelblau bis violett - das Zeug ist deutlich 
basisch. Basisch gilt für näherungsweise alle Waschmittel, bestenfalls 
im Industriebereich gibt es für spezielle Dinge saure Reiniger.

Magom.Druide schrieb:
> Die Bilder hab ICH gemacht , damit der arme Tropf
> nicht sein wertvolles Silber-besteck ruiniert !
> Weil was soll das sonst sein ? "bronzefarbig" Angelaufen .
Eloxiert?

Egal wie, Alu oder nicht sollte selbst der größte Tro* am Gewicht 
bemerken. Praktisch jeder andere in Frage kommende Werkstoff ist 
mindestens dreimal so schwer.

http://www.schulmodell.eu/index.php/physik/503-dichte-fester-stoffe.html
#4977829
Lesenswert?

Zum Thema Alzheimer:
Meines Wissens ist das bisher nur ein "Verdacht", d.h. eine unbestätigte 
Theorie.
Allerdings können Aluminium-Ionen in hohen Konzentrationen Hirnschäden 
bzw. Erkrankungen auslösen. 
http://www.spektrum.de/wissen/wie-gefaehrlich-ist-aluminium-5-fakten/1300812
Ich bezweifele aber, dass man durch normalen Gebrauch von Alu-Geschirr 
diese Mengen aufnehmen wird.

Thomas B. schrieb:
> Chemisch ginge vielleicht Natriumhydroxid NHO.

Natriumhydroxid, NaOH, löst die Passivierungsschicht des Alus, so dass 
das elementare Aluminium heftig und ungebremst mit dem Wasser/der Lauge 
reagiert und Natriumaluminat und Wasserstoff bildet.
Alles, was die Passivierung schädigt, würde ich lieber lassen, d.h. 
keine starken Laugen, keine komplexierenden Säuren.
Am besten wäre wohl mechanische Reinigung. Da bildet sich mit dem 
Luftsauerstoff auch gleich eine neue Passivierung.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4978014
Lesenswert?

Magom.Druide schrieb:
> Silberbesteck hat selten Punzierung , da es ja kein Silber ist , sondern
> nur VERSILBERT ist

auch
VER-silbertes hat Stempel.
wenn nicht, hast Du Schrott.
UND: es gibt auch durchgängiges Silber als Besteck.
mindestens bei den Griffstücken.
bei alten Bestecken ist innen dann Sand drin
und bei modernen auch Kunstharz.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4978687
Lesenswert?

Magom.Druide schrieb:
> Das bezweifle ich , das wäre dann ja Betrug.

Dazu sollte man wissen, dass es eigenständige Stempel
für Versilbertes gibt
z.B. "90"   "120"   "180"
dieses gibt dann die Schichtdicke an.
Basismaterial ist dann z.B. Chromargan oder Alpaka

ferner gibt es Stempel die den Feingehalt angehen.
z.B. "800" "900" "925"
Dan hast Du ein Stück mit durchgängigem Silbergehalt.

erst wenn es einen Feinstempel trägt,
es aber doch nur eine Silberauflage hat,
ist es Betrug, Fälschung etc.

wenn Du also so kleine Zahlen als Stempel hast,
kannst Du so'ne Forke als Flohmarktartikel
für vielleicht 20EUR pro 6-er Set weggeben.
Dann ist das aber TOP gepflegt und nicht kaputtgewienert,
sodass das Basis-Metall durchkommt.
im letzteren Fall kannst Du den Kram
in die Messing-Schrott-Kiste werfen.

wenn Du da eine "900" auf dem Stück drauf hast,
geht das für so 25EUR plus x je nach Alter und Seltenheit
PRO STÜCK weg.
Persönliche Seite #4980173
Lesenswert?

J-A V. schrieb:
> Dazu sollte man wissen, dass es eigenständige Stempel
> für Versilbertes gibt
> z.B. "90"   "120"   "180"

Das "Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren" kennt solche 
Punzen nicht.

Im Gegenteil heisst es dort sogar: "Auf Gold- und Silberwaren, welche 
mit anderen metallischen Stoffen ausgefüllt sind, darf der Feingehalt 
nicht angegeben werden."
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4980269
Lesenswert?

Axel G. schrieb:
> J-A V. schrieb:
>> Dazu sollte man wissen, dass es eigenständige Stempel
>> für Versilbertes gibt
>> z.B. "90"   "120"   "180"
>
> Das "Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren" kennt solche
> Punzen nicht.
>
> Im Gegenteil heisst es dort sogar: "Auf Gold- und Silberwaren, welche
> mit anderen metallischen Stoffen ausgefüllt sind, darf der Feingehalt
> nicht angegeben werden."

Das sind auch keine Stempel für den Feingehalt,
sondern für die Schichtdicke.
Seit Generationen ist das schon Standard.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren