Der Bore-Out ist zwar selten, kommt aber vor. In der Tat gibt es Leute,
die zusammenklappen, wenn sie unterbeschäftigt sind. Das passiert aber
eigentlich nur, wenn Leute in die Rente gehen. Oft sind die fit und
gesund, werden dann aber nach einigen Monaten in der Rente krank, labil
und depressiv. Das schlägt sich auf die Psyche und später auf den
Körper. Die Leute werden schlapp, träge und komisch. Die Ehen und die
Beziehungen zu den eigenen Kinden gehen kaputt, oft auch das Verhältnis
zu den Nachbarn. Einige begehen Suizid, viele sterben an dem, was man in
anderem Zusammenhang auch "broken heart" Syndrom nennt.
Ein Mensch ohne Aufgabe ist kein Mensch. Das heisst nicht, dass er eine
Arbeit haben muss, aber er braucht eine Aufagbe.
Warum erzähle Ich das?
Weil bei den Schwaben die Selbstmordrate am höchsten ist. Sie ist es,
weil sie entweder überlastet sind, oder infolge von Untätigkeit von
anderen misachtet werden oder sich misachtet fühlen, bzw ihren eigenen
Ansprüchen nicht genügen.
Die Dichte an Psychiatern ist im BW fast doppelt so hoch wie in anderen
Regionen Deutschlands. Selbst im Osten gibt es nicht so viele
Depressive!