Datenschutz im Copyshop

Gast #4996602
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Hallo,

mache mir Gedanken um den Schutz einiger Dokumente, die ich demnächst 
wegen des Formats in einem Copyshop ausdrucken muß. Kann ich irgenwie 
feststellen, ob die Daten kopiert und abgespeichert wurden? Also nicht 
nur zum Druck kopiert wurden. Oder gehe ich ganz falsch an die Sache 
heran?

Gruß Rainer

Admin, bitte verschieben, falls ich im falschen Forum bin. Danke
Gast #4996639
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Rainer V. schrieb:
> Kann ich irgenwie
> feststellen, ob die Daten kopiert und abgespeichert wurden?

Klaro. Du mußt nur kurz die Festplatte aus dem großen Kopierer rausbauen 
:-) Üblicherweise ist kopieren wie Sand schaufeln. Man sieht sich nicht 
jedes Korn einzeln an. Man könnte das Risiko der Nachnutzung der Daten 
evtl. teilen, indem man nicht alles vollständig an einem Ort oder Tag 
erledigt.
Gast #4996768
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Übrigens hinterlässt fast jeder Farbkopierer und -drucker seinen
individuellen Fingerprint (Seriennummer und auch mehr) auf jedem
Ausdruck in Form von unauffälligen Yellow-Dots. Das sollte man wissen!

In der Software sind meist Kontrollfunktionen implementiert, die 
beispielsweise das Kopieren von Banknoten verhindern. Möglicherweise
werden dann automatisch weitere Massnahmen veranlasst.

Selbst mein einfacher SW-Multifunktions-Laserdrucker (BROTHER) streikte
beim Versuch, probeweise einen Fuffi einzuscannen.
Gast #4996772
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oszi40 schrieb:
> Klaro. Du mußt nur kurz die Festplatte aus dem großen Kopierer rausbauen
> :-) Üblicherweise ist kopieren wie Sand schaufeln. Man sieht sich nicht
> jedes Korn einzeln an. Man könnte das Risiko der Nachnutzung der Daten
> evtl. teilen, indem man nicht alles vollständig an einem Ort oder Tag
> erledigt.

Ok, ich habe verstanden...
Villeicht gäbe es noch so etwas wie eine Testoption, in der ich erst 
einmal mit harmlosen Files schaue, was geht. Ich habe aber das Gefühl, 
dass ich mich in einem Bereich bewege, wo man letztlich nur trauen und 
nichts als Trauen kann. Aber wirklich??

Schaum, auf ruhiger See?

Danke Rainer
Gast #4996889
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Rainer V. schrieb:
> Ich habe aber das Gefühl,
> dass ich mich in einem Bereich bewege, wo man letztlich nur trauen und
> nichts als Trauen kann. Aber wirklich??

Ja, das leben ist schwierig, wenn man alles kontollieren will. Du wirst 
immer öfter feststellen, es geht nicht.
Wie verhinderst Du denn, daß Dein Rechner Deine Daten irgendwo im 
Internet ablegt? Oder traust Du dem?
Gast #4997119
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Rainer V. schrieb:
> Villeicht gäbe es noch so etwas wie eine Testoption, in der ich erst
> einmal mit harmlosen Files schaue, was geht

Das kannst du nicht, wie willst du denn feststellen, welche Daten wo 
landen? Damit wäre selbst ein Fachmann vom Bundeskriminalamt 
überfordert. Sicher wäre nur Folgendes: du kaufst selbst so einen 
Kopierer, und nach dem Ausdruck lässt du ihn in einem Krematorium 
verbrennen.

Georg
Gast #4997139
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Du willst ausdrucken. Damit musst Du doch die Datei auf den PC im 
Copyshop hochladen. Das ist etwas anderes als in den Antworten 
angenommen, die sich aufs Fotokopieren beziehen.
Schau das die Datei danach wieder gelöscht wird. Ansonsten falls Du so 
paranoid bist: warum überhaupt ausdrucken? Oder wenn es wirklich wichtig 
ist: eigenen großen Drucker anschaffen.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4997147
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lalala schrieb:
> Du willst ausdrucken. Damit musst Du doch die Datei auf den PC im
> Copyshop hochladen.

nee nee Frau Fee, ein "normaler" Kopierer
hat heutzutage auch eine Festplatte drin.
Da werden die Kopien dann als Dateien abgelegt.

Das wurde offenbar (war in den Medien) mal einem Anwalt
fast zum Verhängnis.
Gast #4997163
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Als alternative könntest du eine passwortgeschützte PDF erstellen (ich 
weiß dass man die trotzdem knacken kann, aber ggf. besser als nichts) 
und damit zum Copyshop gehen. Meistens sind die Mitarbeiter so tolerant 
und lassen dich das Passwort vor Ort eingeben.
Gast #4997260
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Nicht umsonst gab es ja auch das Werbeargument für käufliche

Leiterplattten - Prototypenfräsen

- dass die Entwürfe dann nicht den eigenen Betrieb verlassen...


Wenn es wirklich wichtig wird :
Drucker selber kaufen.

Meine halbprivaten DIN A2/1 Pläne waren bislang dermaßen wenig geheim, 
dass mir eher gfs. allfällige Trojaner und Viren auf dem PDF 
Annahmerechner im Copyshop Sorgen machen. Der ist bestimmt genauso 
sauber und gesund wie die leichtbekleideten Damen auf der Straße hinterm 
Hauptbahnhof....

---

Und ich kenne die Aussage von ehemaligen Komilitonen über 
Entwicklungsabteilungen (Sicherheits- Transpondertechnik)- bei den der 
Internetrechner in einem extra Raum steht.
Gast #4997269
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big_brother schrieb:
> Selbst mein einfacher SW-Multifunktions-Laserdrucker (BROTHER) streikte
> beim Versuch, probeweise einen Fuffi einzuscannen.

Hmm. Mein Scanner nicht.
Grund: Damals gab es weder Euro noch den neuen Fünfziger.
Auch alte Software habe ich noch, mit der man €-Scheine scannen und 
drucken könnte. Auch an alten PC und Software mangelt es nicht.

Fazit:
Das Schutzgeraffel ist alles so ziemlich für die Würste.

@Topic:
Es gab mal den folgenden Artikel auf heise:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nacktfotos-und-Geschaeftsgeheimnisse-c-t-findet-gefaehrliche-Datenreste-auf-gebrauchten-Festplatten-3234925.html

Dritter Abschnitt dreht sich kurz um Drucker.

D.h. Datenschutz und Drucken ist ein echtes Problem. Selbst wenn der 
Copyshopbesitzer sauber arbeitet, du hast nicht im Griff was mit dem 
Drucker bei der Entsorgung passiert.

Natürlich stellt sich die Frage, wie wahrscheinlich das ist...
Gast #4997271
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> Wie verhinderst Du denn, daß Dein Rechner Deine Daten irgendwo im
> Internet ablegt? Oder traust Du dem?

Dem traue ich weil er kein Internetanschluss hat (je hatte & je haben 
wird).
Keyword: Airgap
Gast #4997949
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Georg schrieb:
> Sicher wäre nur Folgendes: du kaufst selbst so einen
> Kopierer, und nach dem Ausdruck lässt du ihn in einem Krematorium
> verbrennen.

Ist nicht so sicher. Schon vor JahrenzehNten hatte eine Ami-Firma mit 3 
Buchstaben Netzteile manipuliert um unbemerkt Daten zu versenden. Etwas 
sicherer wäre: Mit mechanischer Schreibmaschine abtippen :-)
Gast #4998450
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Oder man geht auf den Müllplatz und findet das für zu Hause ;)
https://www.youtube.com/watch?v=EMjHbidR2CA
Ne ehrlich, so bald die Daten den eigenen Computer (der natürlich ohne 
Netzwerk dastehen muss), sind sie gefährdet. Man kann da einfach nur a) 
dem Copyshop vertrauen, b) einen Vertrag mit denen machen.
Vielleicht haben die auch ne Datenschutzerklärung (sollten sie bestimmt 
haben).

Nur mal so:
https://arstechnica.com/security/2014/02/how-to-turn-a-phone-into-a-covert-bugging-device-infect-the-printer/
Gast #4998486
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bastel_ schrieb:
> a) dem Copyshop vertrauen, b) einen Vertrag mit denen machen.

Vertraut man, bewirkt ein Vertrag nichts. Hat man kein Vertrauen, auch 
nicht.

Das ist nur was für grosse Firmen, die eine Rechtsabteilung haben, die 
Vertragsverletzungen hartnäckig verfolgen kann. Und das auch nur, wenn 
sie ihnen bekannt werden und beweisbar sind.

Georg
#4998495
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Oliver S. schrieb:
> Geh einfach vom worst-case aus: Die Daten werden kopiert und
> abgespeichert.
>
> Alle weiteren Schlußfolgerungen daraus kannst nur du selber ziehen.

Es stimmt zwar, dass heutzutage alle Kopierer und Großdrucker über eine 
interne Festplatte verfügen, allerdings gibt es für sensitive Nutzer 
auch Lösungen, die ein unbemerktes "Aufbewahren" von geheimen Daten 
verhindern:

Wir haben jahrelang für große Kopiererhersteller Maschinen auf 
Kundenbestellung vorkonfiguriert. Waren die Kunden gewisse Behörden oder 
sicherheitsbewußte Unternehmen, so hatten diese auf der Bestellung auch 
regelmäßig eine "Security-Option": Das war ein Stück SW auf einer SDMC, 
das in die Maschine eingespielt wurde und fortan dafür sorgte, daß 
temporäre Dateien auf der Festplatte durch mehrfaches aktives 
Überschreiben unbrauchbar gemacht wurden.

Ein Hersteller hatte sich diese Option sogar BSI-zertifizieren lassen.

Der Frager könnte also schauen, ob ein Copyshop evtl. eine solche 
sichere Maschine für den Ausdruck anbietet...


Gruß... Bert
#4998613
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Bert 0. schrieb:
> Das war ein Stück SW auf einer SDMC,
> das in die Maschine eingespielt wurde und fortan dafür sorgte, daß
> temporäre Dateien auf der Festplatte durch mehrfaches aktives
> Überschreiben unbrauchbar gemacht wurden.

ROTFL...

Der TO ist ja nun unbestritten leicht paranoid. Und mit etwas paranoidem 
Vorstellungsvermögen ist leicht zu erkennen, was diese Vorgehensweise an 
zusätzlicher Sicherheit bringt.

Abgesehen von der nicht auszurottenden urban legend, das mehrfaches 
Überschrieben für irgend etwas erforderlich wäre.

Oliver
Gast #4998637
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Bert 0. schrieb:
> Der Frager könnte also schauen, ob ein Copyshop evtl. eine solche
> sichere Maschine für den Ausdruck anbietet...

Genau zu dem würde ich nicht hingehen. Der beste Schutz den er doch 
sowieso hat, ist doch das sich kein Mensch für das gedruckte im Copyshop 
interessiert. Wenn man ersteinmal anfängt daraufhinzuweisen wie wichtig 
das Zeug ist, dann schaut da doch schon jemand eher drauf.
Gast #4999623
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oszi40 schrieb:
> lalala schrieb:
>> Wenn man ersteinmal anfängt daraufhinzuweisen wie wichtig
>> das Zeug ist, dann schaut da doch schon jemand eher drauf.
>
> Da ist was dran. Außerdem verrät schon oft der Dateiname ob es nur
> Küchenrezepte sind. :-)

Das könnte man ausnutzen. Nenn Deine Diplomarbeit 
"Anschlagsplan_Reichstag.pdf" und druck sie aus. Wenn Dir dann der 
Rechner kaputtgeht haben sie garantiert noch eine Sicherheitskopie für 
Dich ;-)
Gast #5001319
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Hallo Leute,

ja, die Paranoia ist real. Ich werde also versuchen, dass Ganze auf 
"Insel-Systemen" zu verwirklichen.

Habe vor gefühlten 100Jahren mit einem Freund einen Business-Plan 
gebastelt und das Ganze sollte dann natürlich schick auf fettem 
Hochglanzpapier präsentiert werden. Also Copy-Shop und USB-Stick. (Das 
hatte damals noch nicht jeder). Der
bedienstete Mensch ist dann erst mal mit dem Stick verschwunden und hat 
uns dann mitgeteilt, dass gewisse Formate in unserem Dokument nicht 
gedruckt werden könnten. Er wollte uns aber helfen, das Ganze in eine 
druckbare Form zu bringen. Hat er auch gemacht, aber die Kopie der Sache 
ist mit Sicherheit bei ihm geblieben. Zum Glück ist aus der 
Geschäftsidee nichts geworden :-)

Gruß Rainer
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #5001362
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Rainer V. schrieb:
> Der
> bedienstete Mensch ist dann erst mal mit dem Stick verschwunden und hat
> uns dann mitgeteilt, dass gewisse Formate in unserem Dokument nicht
> gedruckt werden könnten. Er wollte uns aber helfen, das Ganze in eine
> druckbare Form zu bringen. Hat er auch gemacht, aber die Kopie der Sache
> ist mit Sicherheit bei ihm geblieben. Zum Glück ist aus der
> Geschäftsidee nichts geworden :-)

weil der Typ die Idee übernommen hat?
#5003673
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Alex W. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> was hat das jetzt mit Muscheln zu tun?
>
> Lach! Er weis nicht wie man die drei Muscheln verwendet ;-)

Prussst (Zum Glück habe ich eine Ersatztastatur)


big_brother schrieb:
> Selbst mein einfacher SW-Multifunktions-Laserdrucker (BROTHER) streikte
> beim Versuch, probeweise einen Fuffi einzuscannen.

Tatsächlich:
Direkt-Kopie kommt im rotem Hintergrund.
Scannen wird nach ca. 1 cm mit Fehlermeldung abgebrochen und man muß 
aus- und einschalten.

Eine 50 Schweizer Franken Note geht aber ohne Probleme...

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