Glimmlampen dimmen

(Firma: privat) #5010498
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Hallo zusammen,

ich bin gerade in der Planung für eine größere Lichtkunstinstalltion mit 
sehr vielen Glimmlampen (Typ NE-2)

Jetzt ist es so, dass eine einzelne Glimmlampe z.B. in einem 
Lichtschalter einer Mehrfachsteckdose kaum eine Leistungsaufnahme hat 
(1ma 230V). Vermutlich deshalb findet man zum Thema Dimmen oder 
Stromsparen kaum Informationen.

Bei einer Lichtkunstinstallation von mehreren Tausend dieser kleinen 
Lampen kommt aber die hohe von ca. 1,2KW Leistungsaufnahme deutlich zum 
Tragen.

LED Lämpchen kann ich leider nicht nehmen. Die Aufgabenstellung für die 
Lichtkunstinstallation lautet definitiv "Glimmlampen".

Jetzt meine Frage an euch: Kann ich Glimmlampen dimmen um bei Bedarf 
(z.B. Nachts) die Helligkeit zu regulieren oder generell etwas Strom zu 
sparen?

Ich kenne mich leider mit der Technik der Glimmlampen nicht so gut aus. 
Es ist ja kein klassischer ohmscher Verbraucher?

Wäre es z.B. möglich aus den 230V Wechselspannung 230V Gleichspannung zu 
machen und dann über ein PWM Signal die Leuchtstärke zu verändern?

Wie würdet Ihr die Sache angehen?

Dankeschön :)
(Firma: Q3) #5010507
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Eine einzene Glimmlampe kann man über den Strom (Vorwiderstand, sowieso 
zwingend notwendig) steuern.

Über die Spannung ist das nicht so einfach, weil Glimmlampen eine 
deutlich höhere Zündspannug brauchen, als zum Dauerbetrieb - das ist zum 
Dimmen unpraktisch.

Ich nehme jetzt mal an, dass in deiner Installation alle Glimmlampen 
gemeinsam leuchten oder zumindest in größeren Gruppen.

Ich würde eine PWM-Steuerung mit einer (Gleich-) Spannung deutlich über 
der Zündspannung (ca. 70V) bauen, z.B. bei 200V. Gleich- oder 
Wechselspannung ist den Glimmlampen übrigens egal, allerdings überzieht 
sich bei Gleichspannung nur eine der Elektroden (Anode?) mit dem 
orangenen Entladungslicht.

Welche Bauform verwendest du?
#5010512
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Dirk R. schrieb:
> Wäre es z.B. möglich aus den 230V Wechselspannung 230V Gleichspannung zu
> machen und dann über ein PWM Signal die Leuchtstärke zu verändern?

Sollte gehen, altern dann halt recht schnell. Könnten schon merklich 
dunkler werden, nach ~6Monate Dauerbetrieb!?

Mir fällt aber grad nix andres ein, um viele zu dimmen und nicht jede 
einzeln.
(Firma: privat) #5010526
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Hey, Danke für die vielen, schnellen Antworten.

Von der Bauform her verwende ich diese Lampen:

https://sc02.alicdn.com/kf/HTB1QmmxKVXXXXcUaXXXq6xXFXXXz/Original-neon-bulb-manufactures-with-more-than.jpg_220x220.jpg

Laut Datenblatt liegt die Zündspannung der Birnen bei 100V.

Das hieße die Spannung müsste zwischen 100V und 230V liegen. Via PWM 
ließe sich dann die Leuchtstärke variieren. Das klingt gut.

Das mit der schnellen Alterung durch PWM hatte ich befürchtet. Wie stark 
wirkt sich das denn aus?
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #5010539
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Serien PWM und Stromsteuerung sehe ich hier schwierig.


Eher Strombank mit geregeltem Bypass wenn es schnell gehen soll.

Außerdem ist Fremdlicht eher störend da die Helligkeit doch recht 
begrenzt ist.

Ich kann mich erinnern, Das bei viel Sonnenlicht Nixis schwer ablesbar 
waren

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7f/Kennlinie_Neon.png/440px-Kennlinie_Neon.png

Namaste
Beitrag #5010593 wurde von einem Moderator gelöscht.
#5010600
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Uhu U. schrieb:
> Weil die Glimmlampe im ungezündeten Zustand sehr hochohmig ist, gezündet
> dagegen sehr niederohmig.

Ja und? Das ändert nichts daran, dass über die am Vorwiderstand 
anliegende Spannung der Strom bestimmt wird. Nur eben nicht als
  I = U/R
sondern näherungsweise als
  I = (U1-U2)/R
wenn man den differenziellen Innenwiderstand der Glimmlampe mal 
vernachlässigt.

Es gibt halt einen Mindest- und einen Maximalstrom für die Glimmlampe. 
Und daraus ergibt sich eine Mindesthelligkeit für dieses Verfahren.
#5010624
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Die Helligkeitsregelung mit PWM ist Unfug.
Der Betrieb sollte mit Wechselstrom erfolgen, damit beide Elektroden 
leuchten.
Die Helligkeit ist proportional zum fließenden Strom. Nur bei ganz 
kleinen Strömen wird der "Leuchtschlauch" um die Drähte kürzer.
Neon hat eine Zündspannung von etwa 90 V= und eine Brennspannung von 
etwa 80 V=. Ein geringer Quecksilbergehalt verringert die Werte.
Die gezündete Lampe ist ein ohmscher Verbraucher.
Bei AC zündet die Lampe, wenn die Spitzenspannung die 90 V erreicht, 
also bei 65 V eff. im Datenblatt.
Den Vorwiderstand so auslegen, daß der Nennstrom bei 230 V eff. fließt.
Strom- und Helligkeitsreduzierung dann einfach durch geringere 
Betriebsspannung, mit Stelltrafo oder Stufentrafo (Anzapfungen).

Das Ende der Lebensdauer ist erreicht, wenn sich die Glimmlampe durch 
Kathodenzerstäubung von innen selbst schwärzt. Die Kathodenzerstäubung 
wächst linear mit dem Strom.

Gruß   -   Werner
#5010644
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Normale Trafos (mit E-Kern) eignen sich bis ca. 400 Hz,
die Höhe der Ausgangsspannung lässt sich relativ einfach grob
einstellen mit etwas Elektronik...

Wenn die Ausgangsspannung einige Volt mehr beträgt, dann genügt das
zur Zündung...

die Glimmlampen benötigen trotzdem einen Vorwiderstand!

Ich würde auf jeden Fall mit Wechselstrom arbeiten, weil der
Verschleiß sicher kleiner ist als bei DC und das Erscheinungsbild
ein "fülligeres" ist...
#5010737
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Patrick J. schrieb:
> Würde sich hier nicht PulsPaketModulation PPM anbieten?
> Die Glimmlampen, Die dunkler sein sollen, bekommen einfach weniger
> Halbwellen ab.

Pulspaket - Steuerung hat keinen Sinn, weil Glimmlampen nicht weit
so träge sind wie Glühlampen, würde aber interessante Effekte bieten
je nach Dauer der Pakete und deren Pausen...

Trotzdem testenswert!
#5010749
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A. K. schrieb:
> bitte mit geeigneter räumlicher Verteilung, also nicht alle
> Lämpchen gleich. Da liesse sich schon was draus machen. Ok, nach einer
> Weile hast du wahrscheinlich eine Matschbirne, oder bist schon
> eingeliefert, aber bis dahin...

Aufgeteilt auf mehrere Paketkreise würden die Interferenzen gut
zuschlagen, wie auch Leuchstofflampen (UV) in Kombination dazu...

Da haut es einem sicher den Vogel hinaus, nennt sich dann "Brain 
Storming"


Und passende Musik dazu, zu den Effekten...

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