Dämmerungsschalter 110 Volt

#5039618
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Hallo

Ich brauche einen Dämmerungsschalter für eine Außenbeleuchtung mit 110 
Volt. Der sei einer normalen Glühlampe vorgeschaltet und soll bei 
Dunkelheit das Licht anschalten. Morgens wieder aus, mehr muss er nicht 
tun.

Ich finde dazu leider nichts einschlägiges, nur für 
Niedervoltschaltungen.
Bewegungserkennung oder Zeitverzögerung ist nicht nötig.

Ich dachte mir nun, eigentlich müsste das ja trivial sein, ein Triac und 
einen lichtempfindlichen Widerstand mit Potentiometer und es wäre 
fertig.
Vermutlich täusche ich mich.
Hat jemand dazu einen Schaltplan oder einen Link?
Oder gute Suchbegriffe mit einschlägigen Ergebnissen?

Danke

franc
Gast #5039630
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So einfach geht das nicht - jedenfalls nicht, wenn er ordentlich 
funktionieren soll. Du musst schon eine Stromversorgung haben. Und dann 
spricht doch gar nichts gegen eine Niedervoltschaltungen mit Relais am 
Ausgang.
Gast #5039657
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Franc W. schrieb:
> Hat jemand dazu einen Schaltplan oder einen Link?
> Oder gute Suchbegriffe mit einschlägigen Ergebnissen?

stinknormaler schmittrigger + fotowiderstand oder fototransistor.
und da dran ein passendes spannungsfestes und strombelastbares relais.
das relais darf natürlich auch ein ssr sein.
sicherungen nicht "vergessen."
Gast #5039677
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> Oder ein zweipoliger Dämmerungsschalter ohne Niederspannung.

Hast du so einen Dämmerungsschalter schonmal ausprobiert? Ich habe es - 
funktioniert grauenhaft. Im Übergangsbereich flackert die Lampe und 
außerdem ist er für Energiesparlampen und LED Lampen nicht geeignet.
Gast #5039679
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Franc W. schrieb:
> Ich dachte mir nun, eigentlich müsste das ja trivial sein, ein Triac und
> einen lichtempfindlichen Widerstand mit Potentiometer und es wäre
> fertig.

Normalerweise will man eine Hysterese, damit das Licht, das an geht, 
sich nicht gleich wieder selbst ausschaltet, weil es ja nun wieder 
heller ist.

Schaltungen für 230V~ funktionieren im Prinzip auch an 110V~ wenn man 
die Widerstandswerte anpasst (i.A. halbiert).

Aber man will keine Dimmer, die das Licht langsam heller machen, weil 
die meisten modernen Lampen nicht mehr dimmbar sind.

Fertige Bewegungdmelder haben meist einen Helligkeitsschalter. Stellt 
man Bewegung auf sehr empfindlich, sind sie im Dunklen immer an.
#5039875
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Vielen Dank!!!
Das hilft schon mal viel!
Ich gehe also als nächstes mal in den Baumarkt und schaue dort.
Selbst basteln mit nur Triac und lichtempfindlichem Widerstand ist 
offenbar nicht ausreichend. Es soll ja nicht flackern oder rückkoppeln.


MaWin schrieb:
>
> Fertige Bewegungsmelder haben meist einen Helligkeitsschalter. Stellt
> man Bewegung auf sehr empfindlich, sind sie im Dunklen immer an.

Ich kenne die Bewegungsmelder nur mit Regler für Helligkeit und Dauer. 
Einstellbare Bewegungsintensität habe ich noch nie gesehen.
Gast #5040401
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Ich würde vorschlagen, einen kommerziellen Dämmerungsschalter, wie er 
bei Beleuchtungen von Toreinfahrten oder so zum Einsatz kommt, zu nutzen 
und umzubauen. Drin verbaut sind i.d.R. Kondensatornetzteile. Wenn du 
jetzt den Wert des Netzteilkondensators veränderst (ca. doppelter Wert, 
damit bei deiner etwa halben normalen Netzspannung genug Strom ankommt), 
sollte das auch mit 110 Volt funktionieren.
Problematisch ist da wahrscheinlich nur die Anschaffung und die 
Überwindung, die es braucht, am neuen Gerät rumzubasteln. Außerdem 
könnte mit etwas Pech der neue Kondensator mechanisch zu groß für das 
Gehäuse sein.
Bzgl. Anschaffung kannst du aber auch beim Elektriker nachfragen, die 
Dinger gehen recht häufig kaputt und mit hoher Wahrscheinlichkeit musst 
du zur Reparatur nur den Kondensator tauschen.
Gast #5040579
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Was auch möglich wäre, einen 230-V-Dämmerungsschalter über einen 
Printtrafo mit zwei 115-Volt-Wicklungen zu betreiben und die Spannung 
mittels einer "Spartransformatorschaltung" auf die benötigten (ca.) 230 
Volt hochzutransformieren. Dann brauchst du aber unbedingt einen 
Dämmerungsschalter, der über einen potentialfreien Schaltkontakt 
verfügt, da du sonst zum einen 230 V schaltest, was dir ja anscheinend 
nicht viel bringt, und zum anderen der Trafo dann riesig wird. Oder aber 
du entkoppelst das Schaltsignal mit einem 230 VAC-Relais, so muss der 
Trafo nur den Dämmerungsschalter und das Relais versorgen.
Ist aber dann am Ende, gerade für den Außenbereich ein ganz schönes 
Gebastel und die Energiebilanz verschlechtert sich durch den Trafo und 
das zus. Relais nochmals.

Wie Harald Wilhelms geschrieben hat, ist ein US-amerikanischer Schalter 
vielleicht passend für dich, das wäre auch in meiner Ansicht der einzige 
Grund für diese "Exotenspannung". Es handelt sich schon um 
Wechselspannung (50/60 Hz)?

Rein elektrisch ist ein Selbstbau kein Problem, das geht, wie dein 
toom-Vorschlag mit Photowiderständen und einer simplen Analogschaltung 
mit einstellbarer Schaltschwelle und Hysterese. Als Netzteil sollte sich 
ein kleines Schaltnetzteil mit Weitbereichseingang bis runter zu deiner 
Nennspannung finden lassen, ansonsten oben benannten Printtrafo nutzen 
und die beiden Primärwicklungen parallelschalten, Gleichrichter Ladeelko 
und ggf. noch einen Spannungsregler 78xx mit Abblock-Cs dahinter und 
fertig ist der Lack. Die Lampe würde ich klassisch mit einem Relais 
schalten. Das knifflige würde ich da eher im Gehäusebau mit IP.. für 
außen sehen.
#5041515
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Harald W. schrieb:
> Warum 110V? Wohnst Du nicht in D, sondern z.B. in Amerika? Dann
> solltest Du in Baumärkten vor Ort auch problemlos 110V-Dämmerungs-
> schalter kaufen können.

Doch ich wohne in DE. Aber um die organisatorischen Details geht es ja 
nicht.

Patrick schrieb:
>
> Wie Harald Wilhelms geschrieben hat, ist ein US-amerikanischer Schalter
> vielleicht passend für dich, das wäre auch in meiner Ansicht der einzige
> Grund für diese "Exotenspannung". Es handelt sich schon um
> Wechselspannung (50/60 Hz)?+
Ja, 120 Volt und 60 Hz. Stimmt eigentlich, sind gar nicht 110 Volt, mein 
Thementitel ist falsch.
Aber es ist nicht für USA und da komme ich auch nicht hin.

Ich finde übrigens nicht mal auf ebay.com (also nicht .de) einen 
Dämmerungsschalter für 120 Volt, komischerweise. Nur welche für 230 
Volt.
#5041545
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Franc W. schrieb:

>
> Doch ich wohne in DE. Aber um die organisatorischen Details geht es ja
> nicht.

Nun, in den US-Kasernen in Deutschland gibt es ebenfalls weitläufig 115V 
(a.k.a. 110V/120V)  Anschlüsse und Versorgung.


>
> Ich finde übrigens nicht mal auf ebay.com (also nicht .de) einen
> Dämmerungsschalter für 120 Volt, komischerweise. Nur welche für 230
> Volt.

Kann am Suchfilter liegen.

Aber Umbau der 230V auf 115V  der "twilight switche" wurde ja bereits 
beschrieben.
Ist halt die Frage, wie weit Du bereit bist selber dies anzupassen.
Gast #5041652
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Franc W. schrieb:
> Z.B. so einer:
> 
https://www.toom-baumarkt.de/baumarkt/steinel/daemmerungsschalter-nightmatic-2000/9702792
> Ja, das stimmt, da hätte ich Skrupel den zum zerlegen :/

Auf der anderen Seite: Für das Geld wirst du schlecht an eine ähnlich 
"fertige" Lösung kommen. Den bestehenden Kondensator kannst du 
prinzipiell auch drin lassen und nurnoch einen zweiten parallelschalten, 
ggf, auch einfach den nächstkleineren Wert parallel (22nF und 10nF dazu 
z.B.). Für die Aderführung der Installationsleitungen sollte ja auch 
Platz im Gehäuse sein, da sollte sich schon was unterbringen lassen. 
Selbst beim großen Zeh kostet so ein Kondensator weniger als einen Euro, 
also würde ich es vielleicht einfach mal probieren. Vielleicht 
funktioniert der ja auch so an 120 Volt, die Frequenz ist ja schon ein 
bisschen höher, sodass am Ende 60% des ursprünglichen Stroms durch den 
Kondensator fließt.
Ich hatte letztens ein Gerät mit Kondensatornetzteil fürs Standby zur 
Reparatur da, dessen 22nF-Kondensator nur noch 5 nF hatte und noch "bis 
vor kurzem" mit langsam zunehmendem "sich nicht einschalten lassen" 
funktionierte. Grob-milchmädchenmäßig geschätzt funktionierte das Ding 
also auch mit halber Kapazität noch. Wenn dem so ist, dann wäre das 
perfekt für deine Anwendung, wenngleich der Kondensator dann keine große 
"Alterungsreserve" hat. betrieben an der halben Netzspannung, sollte 
sich aber auch die Alterung in Grenzen halten.

Ist deine Netzspannung eine "echte" Sinusspannung oder irgendwas, das 
aus einem Wechselrichter kommt? Wenn letzteres der Fall ist, wirst du 
mit Kondensatornetzteilen nicht froh werden, weil die Cs beim 
"Quasisinus" aka Rechteck an den Spannungsflanken krepieren.

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