Eisen III Chlorid Entsorgung

Gast #5085408
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Da ich seltsamerweise auf den Beitrag von 2007 nicht mehr antworten kann 
(Es passiert nichts beim Antowort-Button), mache ich einen neuen auf.

Ich habe Eisen(III)Chlorid vor vielen Jahren mal zum Ätzen von wenigen 
(vielleicht 2-3), kleineren Platinen genutzt. Dazu habe ich eine ca. 
15x25cm Kunststoffschale vom Obi genutzt. Die Lösung habe ich in ein 
~100ml, verschließbaren Braunglas angesetzt und glaube mehrfach in der 
Schale genutzt und zurückgefüllt. In der Schale habe ich zur 
Aufbefahrung den damals trockenen Beutel mit den gelben Perlen 
aufbewahrt (einmal umgeknickt und mit Wäscheklammer verschlossen). Jetzt 
nach vielen Jahren hat das EisenIIIChlorid wohl Wasser gezogen und ist 
als zähflüssig rot-braune Suppe ausgetreten.
Die Suppe in der Schale mit der Restverpackung wollte ich heute zum 
Schadstoffmobil bringen. Die haben es aber nicht angenommen, weil die 
Schale nicht verschlossen war. Die "Labor"-Mitarbeiterin im weißen 
Kittel mit osteuropäischen Akzent machte dabei auch keinen kompetenten 
Eindruck: Das 100ml-Fläschen mit dem gelösten Kupfer haben sie 
angenommen. Die wollten gar nicht mal so genau wissen, was da drin ist 
(ich sagte das gleiche nur mit gelösten Kupfer, also giftig). Ich hatte 
den Eindruck, dass die nicht mal wusste, was EisenIIIChlorid ist und die 
in verschlossenen Gefäßen einfach alles annehmen würden.

Jetzt werde ich bestimmt kein neues, verschließbarer Gefäß kaufen, um 
meine große Schale samt Inhalt dort abgeben zu können. Das Zeug landet 
jetzt in der Mülltonne oder im Abwasser. In dem alten Thread stand, dass 
man ungenutztes EisenIIIChlorid (also ohne Kupfer) bedenkenlos ins 
Abwasser kippen kann. Kann das noch jemand bestätigen. Dann spüle ich 
das einfach alles aus.
Gast #5085412
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Hier kann man das umsonst abgeben, ob benutzt oder unbenutzt..

Teils interessiert die nichtmal was da drin ist und zeigen aus der Ferne 
auf eine Box mit Aufnahmesubstrat falls der mitgebrachte Behälter leckt.
Persönliche Seite #5085455
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Evtl. mit Kaisernatron Natriumhydrogencarbonat (NaCaOH oder sowas) 
neutralisieren?
vlt. kann mal einer die mgl. Reaktionsgleichung mit Fe3Cl zurecht 
friemeln
mglw. käme dann NaCl (Steinsalz) und Fe3O2 und H2O odersowas bei raus, 
vielleicht auch nur endotherm...

https://books.google.de/books?id=MO6iBgAAQBAJ&pg=PA122&lpg=PA122&dq=eisenchlorid+natriumcarbonat&source=bl&ots=NbYDnm5DAf&sig=8zRRo-zYVagWgF1uvW4GvIHPvWM&hl=de&sa=X&sqi=2&ved=0ahUKEwjv8eHj3JrVAhVsLcAKHZzhCFUQ6AEIPjAF#v=onepage&q=eisenchlorid%20natriumcarbonat&f=false
na gut, es entstehen 6 Teile NaCl aber auch ein Eisenhydroxit, ob das 
gesünder als EisenIIIChlorid ist?

WIKI: Eisen(III)-hydroxid ist dunkelbraun, nicht löslich in Wasser, 
leicht löslich in Säuren und zerfällt beim Erhitzen in Wasser und 
Eisen(III)-oxid.

na also, Problem gelöst
#5085546
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>Kann das noch jemand bestätigen. Dann spüle ich das einfach alles aus.

Meine Chemielehrerin hat mir mal gesagt, dass ich es einfach mit viel 
Wasser verdünnen soll und ab damit in den Abguss. Hab ich natürlich 
nicht gemacht...

Wobei das ja schon immer gängige Praxis war und noch immer ist, ab damit 
ins Wasser / Meer und nach mir die Sintflut. Hauptsache die Kasse 
stimmt:(

Bring's halt einfach zum Schadstoffmobil.


Thorsten
#5085562
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Thorsten .. schrieb:
> Wobei das ja schon immer gängige Praxis war und noch immer ist, ab damit
> ins Wasser / Meer und nach mir die Sintflut. Hauptsache die Kasse
> stimmt:(

Halloo???

Eisen III Chlorid wird GROSSTECHNISCH in Klärwerken eingesetzt, um 
Phosphate (zum Bleistift aus Waschmitteln) auszufällen. Diese würden 
sonst als Dünger in die Gewässer gelangen und ein Algenwachstuch, äh 
-tum erzeugen, daß den Fischen die Luft wegbliebe.

Erst mal kundig machen, bevor auf die böse Chemie geschimpft wird!

-Feldkurat-

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