Blackbird schrieb:> Wenn das Dach (wasser-)dicht ist, wird meistens der Fußboden gedämmt.
Vorher hätte das Dämmen ja auch keinen Sinn, denn das eindringende
Wasser mußte ja abfließen können.
-Feldkurat-
Hallo Freddy,
einfachste Dämmung an dieser Stelle:
- Diffusionsfolie in die Sparren von innen anbringen
- Zwischensparrendämmung/Klemmfilz einbringen
- Innenfolie (Dampfsperre) aufbringen und gut abdichten (dieses schöne
Alu-Klebedichtband)
Bei Bedarf für den WAF oder UAF Trockenbau zum mechanischen/optischen
Schutz anbringen.
Dazu muss nicht mal das Dach abgedeckt werden.
Alternativ:
- Dach abdecken
- Lattung entfernen
- Diffusionsfolie anbringen
- Lattung drauf (neu)
- Dachziegel drauf (auch meist neu)
- Dämmung in die Sparren einbringen (siehe oben)
- Innere Dampfsperre drauf...halt dann auch wie oben.
MfG EGS
Mike schrieb:> Folie, Wolle, Folie Luftdicht>> Oder Kleintiersperre, Wolle, Folie...
Das klingt gut! Wie damals bei der Disko-Ausbildung:
Wolle, Wolle, Hacke, Spitze und drehen, drehen
https://www.youtube.com/watch?v=RtAIpXxLujI
:))
-Feldkurat-
wenn man Abdeckt würde ich von außen Pavatex draufmachen, dann die
Lattung und Ziegel wieder drauf.
Ansonsten Folie über die Balken und nach innen Richtung Ziegel drücken
und dann dort den Dämmstoff reindrücken.
Wichtig ist das es Luftdicht wird. Egal wie gut die Dämmung ist, wenn da
irgendwo kalte Luft durchzieht kühlt es aus.
Hat der Schuppen eine Zwischendecke wie im Bild?
Ich vermute mal die Werkstatt soll jetzt nicht die nächsten 30 Jahre
Bestand haben?
Falls ja lass die ganze Isoliererei, mach nen Holzofen rein, wirf die
paar richtig kalten Tage im Jahr ein Scheit Holz mehr rein
Freddy schrieb:> Gibt es eine gute Technik, die es überflüssig macht das Dach zu> isolieren (winterfest) ohne es abzudecken?
Bei einem Schuppen und für eine Werkstatt würde ich einfach
Holzfaserdämmplatten innen auf die Sparren schrauben. Diese sind
wasserabweisend und dämmen wunderbar.
(Stichworte: Pavatex isoroof, Gutex multitherm, Steico spezial)
Wenn der Schuppen darunter sein soll, dann mach Doch eine
Dachbodendämmung.
Dampfbremsfolie auslegen und dann Klemmfilz drauf (Begehbar wird was
teurer, gibt´s aber auch Fertig zu kaufen.).
Stichwort : Zwischensparrendämmung.
Lustig dass hier Bauthemen besprochen werden ;-)
Stichwort : Geschossdeckendämmung
Ansonsten, falls Du nicht den Dachboden mitdämmen musst/willst, ist die
einfachste und günstigste Möglichkeit eine Dämmung der obersten
Geschossdecke. Hier sparst Du erstmal ordentlich Quadratmeter und das
lässt sich easy machen :
Mit KVH / Latten eine Tragkonstruktion als Zwischendecke ca. 20cm hoch
direkt auf den vorhandenen Boden spaxen. Falls dieser Boden Lücken hat,
diese vorher mit Vlies (Rieselschutz) abdecken o.ä. Für die geforderte
Trittsicherheit und vernünftige Tragfähigkeit zur Lagerung von Material
ein Raster von 50cm x 50cm einhalten
Dann in den vorhandenen Hohlraum ISOfloc oder billiger FineFloc von
Homatherm einbringen. Das sind Zellulosefasern zur Dämmung. Homatherm
kostet ein Sack ca. 10 Euro.
Hier gäbe es 2 Varianten :
a) Nach verlegung des neuen Bodens (kommt gleich) die Zellulose von
einer Fachfirma einblasen lassen. Geht schnell, macht kaum Sauerei,
kostet aber einiges mehr als Variante b)
b) Selber aufflocken, d.h. man nimmt den gepressten Sackinhalt, bröselt
den in ne Baubütt und verrührt das Zeug mit einem getunten Farbrührer
auf ner Bohrmaschine solange bisses ein feines Streugut ergibt. Riesen
Staubhölle, ideal für arbeiten unter einem Dach bei voller
Sonneneinstrahlung, dauert Tage bis Wochen je nach Fläche. Aber dafür
unfassbar billig.
Das Flock dann mit Rieselschutzfolie mit leichtem Überstand über die
Tragkonstruktion antackern, darauf dann tragfähiges Platten- , Bohlen-
oder Dielenmaterial.
Philosophie- bzw. Glaubensfrage , die hier wohl nicht diskutiert werden
muss, da in einschlägigen Bauforen zur Genüge strapaziert :
Der neue Boden KANN aus OSB-Platten gebaut werden, aber durch die
Diffusionsdichtigkeit KANN mit hoher Wahrscheinlichkeit Kondenswasser
vom darunterliegenen Raum ausfallen und Gammel erzeugen.
Naturholz, raue Schalung oder Dielen in B oder C-Qualität haben da
wesentlich bessere Eigenschaften und mit ein bisschen Glück bekommt man
das günstig genug.
Beispiel : Unser Dachboden vor 6 Jahren :
100qm Fläche,
ca. 90-100 Säcke Finefloc für Aufbauhöhe von 15 bis 40cm (Ausgleich von
Schrägen),
darauf Dielen in C-Qualität Fichte und Lärche ca 5 Euro qm
mit KVH 4x6
Invest ca. 4000 Euro, 8 Wochen Arbeit nach Feierabend und am WE
Gasrechnung im ersten Jahr von 1900 auf 900 Euro gesunken.
So, genuch gelabert ;-)
Gut Dämm will Weile haben
Was Igel schreibt ist auch fast OK, die müssten aber schon ordentlich
Dick sein. Nur die 18/20/22mm bringen net soooo viel.
Ansonsten, die o.g. Plattenware auf die Sparren, dann nochmal
60/80/100/120mm KVH/Latten aufbringen, darauf nochmal Platten und die
Hohlkammer mit Hanfmatten füllen oder mit Floc ausblasen lassen.
Oder eine Lage der Unterdachplatten DWD,Gutes o.ä. und dann Weichfaser
drauf ...
Fürn WOhnraum müsst man noch mehr machen, Dampbremse hin oder her ...
aber fürn Werkstattschuppen absolut ausreichend.
Hauptsache, das durchdringende Feutchigkeit von aussen nicht in die
Dämmung suppen kann.
Was ist eigentlich so schwer daran den ersten Beitrag zu lesen?
Freddy schrieb:> Ich möchte einen kleinen Schuppen, der ein ähnliches Dach hat wie im> verlinkten Bild, als Werkstatt nutzen.
Es ist ein SCHUPPEN! Nicht der Dachboden
Allerdings sagt der TO nicht konkret was sein Problem ist?
- Dämmung
- Winddichtigkeit
- optisches Aussehen
- Wasserdichtigkeit
Also Freddy sag genauer was du willst und dir kann geholfen werden.
Zur Zwischensparrendämmung eines alten zugigen aber noch dichten Dachs:
Kann man machen, bringt aber keine Freude wenn die Ziegel aus Ton und
älter als 30-40 Jahre sind.
Da sie dann deutlich schlechter hinterlüftet sind bleiben sie länger
feucht nach Regen bzw Nachttau und zerbröseln in wenigen Jahren.
Der Andere schrieb:> Zur Zwischensparrendämmung eines alten zugigen aber noch dichten Dachs:> Kann man machen, bringt aber keine Freude wenn die Ziegel aus Ton und> älter als 30-40 Jahre sind.> Da sie dann deutlich schlechter hinterlüftet sind bleiben sie länger> feucht nach Regen bzw Nachttau und zerbröseln in wenigen Jahren.
Die Dachziegel würden mir hier weniger Sorge bereiten als die
Dachlatten. Zwischensparrendämmung mit Folie direkt an/unter den
Dachlatten lässt das Holz der Latten mangels Hinterlüftung schneller
verfaulen.
Daher mein obiger Vorschlag die Sparren einfach mit Holzfaserdämmplatten
zu verkleiden. Platten mit 40 oder 50mm Dicke wirken hier schon Wunder.
In den letzten ca. 40 Jahren wurden bei Eigenheimbauten aus
Kostengründen die Dächer innen nicht gedämmt. Aber der Fußboden des
Dachraumes wurde gedämmt und damit blieben die darunterliegenden Räume
auch im Winter warm.
Warum sollte das bei einem Schuppen nicht auch gehen?
Blackbird
Thomas F. schrieb:> Daher mein obiger Vorschlag die Sparren einfach mit Holzfaserdämmplatten> zu verkleiden.
Der Vorschlag war ja auch der mit Abstand beste :-)
Blackbird schrieb:> Warum sollte das bei einem Schuppen nicht auch gehen?
Bitte einfach mal den 1. Beitrag lesen. Es ging dem TO um das Dach,
nicht um den Boden. Wobei meine Rückfragen an den TO immer noch offen
sind.
Der Andere schrieb:> ... konkret was sein Problem ist?>> - Dämmung> - Winddichtigkeit> - optisches Aussehen> - Wasserdichtigkeit
https://www.bauforum24.biz/uploads/monthly_2017_07/Dach.JPG.c432eaef9562ad29daffb57bf4445e40.JPG
Genauso sah es bei mir auf dem Speicher aus. Der ist jetzt auch
isoliert. Ich habe zuerst die Belüftungsziegel gegen normale
ausgetauscht. Zu den Ziegel hin, habe ich eine Diffusionsfähige Folie
angebracht, und zwar in einem "U", Mir wurde dringendst davon abgeraten,
den Balken komplett zu "zu Folieren".
Die diffusionsfähige Folie ist auf einer Seite schwarz, auf der anderen
grau, und lässt die Feuchtigkeit raus, aber nicht rein. Diese Folie
beginnt man oben anzubringen. Wenn man es nicht an einem Stück macht,
dann ist gewährleistet, dass bei den Überlappungen dort nicht das Wasser
(Wenn es mal kommen sollte) sich in dieser Überlappung sammeln kann.
(die Überlappungen zukleben.) Die Isolierung, die man danach einbringt,
sollte auch nicht bis zur Diffusionsfähige Folie reichen, da sollte noch
Platz zur Luftzirkulation bleiben. Danach die Dampfsperre anbringen, und
verkleben. Für die Wand gibt es dafür spezieller Kleber, der in einer
"Silikon Kartusche" ist.
Ich habe da vor Jahren mal in einem Bau Forum bezüglich der Folie unter
der Ziegel gefragt. Da war man sich irgendwie einig: Dach muss abgedeckt
werden wegen Folie.
Auf einer Baustelle hab ich dann mal ein Zimmermann gefragt. Die
Antwort:" Die Folie dient auch dazu, den Balken vor Feuchtigkeit zu
schützen." Darauf hin sagte ich " Sie ist doch jetzt auch ungeschützt."
"ja" sagte der Zimmermann und ich sagte: "Dann ändert sich ja nichts."
Der Balken, der vorher ungeschützt vor Feuchtigkeit, ist es jetzt halt
auch nicht.
Freddy schrieb:> ...> Gibt es eine gute Technik, die es überflüssig macht das Dach zu> isolieren (winterfest) ohne es abzudecken?
Gute Techniken gibt es, aber teuer. Die günstige und ausreichende ist
die, nicht das Dach des Schuppens zu isolieren, sondern den Raum
darunter. Mit einer Dachfußbodendämmung, also der Decke des benutzten
Raumes.
Damit lautet meine Antwort auf Deine Frage: Nein. Aber es gibt eine
Alternative.
Das war jetzt die ausführliche Beschreibung für alle pingeligen
Mitleser.
Blackbird
Wie groß ist denn dein Schuppen?
Was für eine Werkstatt soll das werden?
Soll er überhaupt beheizt werden?
Soll er nicht geheizt werden, dann gar nichts isolieren.
Ist der Schuppen klein, dann heizt du dich im Winter dumm und dämlich.
Und wenn nicht durchgeheizt wird, dann wird dir im Frühjahr das Wasser
von den Maschinen tropfen.
Ja genau. Das WAS ist bei solchen kleinen Schuppen eben auch relativ
interessant. Wenn du zum Beispiel viel Lötest oder fräst müsstest du auf
jeden Fall auch mal wegen der Luftqualität schauen. Nicht, dass du zu
viele Schadstoffe einatmest. Und die können bei der Arbeit mit allen
möglichen Maschinen entstehen (siehe zum Beispiel
http://www.maw-gmbh.de/luftfilteranlagen-was-sie-beachten-m%C3%BCssen.html
). Natürlich muss es nicht gleich die Luftfilteranlage sein^^. Es ist
nur wichtig, dass du dir bewusst bist und sicher stellst, dass du die
Werkstatt auch gut lüften kannst. Und bei der Verwendung solcher
Maschinen, sollte man eben immer eine Atemschutzmaske tragen. Und am
besten auch einige Zeit nach der Verwendung!
Hier gibts ja schon einige Varianten. Da wir das erst vor kurzem in
einer Dachgeschosswohnung gemacht haben unsere Variante (die hier auch
schon genannt wurde):
-Diffusionsfolie antackern und mit Würth Eurasol luftdicht verlkebt
->Das Luftdichte verkleben ist eines der wichtigsten Arbeitsschritte
->ab dem Moment hat der kleine Heizkörper erst überhaupt funktioniert
-Dämmwolle zugeschnitten une eingesetzt
->immer ca. 0,5-1cm breiter als Sparrenmaß, hat dann schon von selbst
gehalten
-Diffusionsfolie über die Dämmwolle und wieder penibel verkleben
-Haben dann Rigipsplatten draufgesetzt, alternativ OSB oder irgendwas,
was gefällt nehmen
Beste Grüße
Sim J. schrieb:> ->Das Luftdichte verkleben ist eines der wichtigsten Arbeitsschritte
...bis der erste Marder dort ein zu Hause gefunden hat. Man sollte auf
jeden Fall mögliche Schlupflöcher rechtzeitig erkennen und vermeiden.
Da der Freddy sich nicht wieder gemeldet hat und meine Frage , ob der
Schuppen beheizt werden soll, nicht beantwortet hat, ist doch alles
müßig.
Wenn nicht durchgehend geheizt wird, braucht man keinerlei Dämmung.