Hier sind drei mögliche Schaltungen im Vergleich (ksq-schaltung.png):
1. Deine Schaltung:
Sie stellt eine Variante der Howland-Stromquelle dar. Wenn der Opamp
den gewüschten Ausgangsstrom liefern kann, kann man den BJT auch
weglassen.
2. Eine andere klassische Schaltung:
Da sie das Signal invertiert, musst du dies für den DAC-Wert
ebenfalls tun. Auch in der Simulation wird das Eingangssignal
umgedreht, damit die Ergebnisse besser verglichen werden können.
Falls der durch den Basisstrom des BJT verursachte Fehler stören
sollte, kann der BJT auch durch einen kleinen Mosfet (z.B. Si1013)
ersetzt werden.
3. Eine minimalistische Schaltung:
Sie ist nur für Opamps mit sehr geringem Eigenstromverbrauch geeignet
und sollte erst einmal in der Praxis getestet werden. Auch sie
invertiert das Signal.
Das zweite Diagramm (ksq-tran.png) zeigt das Verhalten der drei
Schaltungen bei einem Rechtecksignal (low=1V, high=4V, f=1kHz) am
Eingang für drei verschiedene Lastwiderstände (10Ω grün, 80Ω blau und
200Ω rot).
Alle drei Schaltungen liefern mit guter Genauigkeit die erwarteten
Ströme von 4mA bzw. 16mA. Schaltung 2 ist aber deutlich schneller als
die anderen beiden, da bei ihr das Ausgangssignal des Opamp stärker
gegengekoppelt wird. Die Anstiegszeit bei Schaltung 1 und 3 ist zudem
vom Lastwiderstand abhängig. Der Unterschied ist auch im Frequenzgang
(ksq-ac.png) deutlich erkennbar. Wird in Schaltung 2 der BJT durch einen
Mosfet ersetzt wird sie wegen dessen geringerer Steilheit (die zu einer
schwächeren Gegenkopplung führt) etwas langsamer, bleibt aber immer noch
deutlich schneller als die beiden anderen Schaltungen.
Die Howland-Schaltung wird oft verdammt wegen der Lastabhängigkeit ihres
Ausgangsstroms bei Ungenauigkeiten der Widerstände. Vernünftig
angewandt¹, liegt der dadurch verursachte Fehler aber im Bereich der
Widerstandstoleranzen und nicht etwa, wie von den Kritikern oft
behauptet, um Größenordnungen darüber. In der nächsten Simulation
(ksq-tran-tol.png) wurde jeweils einer der kritischen Widerstände (R1,
R9 und R13) um 5% vekleinert. Entsprechend steigt der von den
Schaltungen gelieferte Strom um maximal etwa 5% an. Während bei
Schaltung 1 der Fehler beim Vergrößern des Lastwiderstands abnimmt,
bleibt er bei Schaltung 2 und 3 – unabhängig von der Last – immer gleich
groß.
Da Schaltung 2 gegenüber den beiden anderen kaum Nachteile hat, ist sie
wohl in den meisten Anwendungsfällen die beste Wahl. Mit einem Mosfet
anstelle des BJT ist sie auch für recht hohe Ströme geeignet.
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¹) Der Lastleitwert sollte nicht wesentlich kleiner als die
Transkonduktanz der Schaltung oder –anders ausgedrückt – die
Ausgangsspannung nicht wesentlich größer als die Eingangsspannung
sein.