Lottogewinn: Würdet Ihr weiter arbeiten?

Gast #5117045
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Hallo zusammen,

letztens sind wir auf das Thema Lottogewinne zu sprechen. Wir hatten 
überlegt, ob wir mit einem Gewinn von 1 Mio Euro aus unserem Job 
aussteigen wollten. Dabei ging erst einmal die Diskussion los, ob 1 Mio 
denn reichen würden. Wir haben dann ausgerechnet, dass man aus der 
Millionen etwa Netto 25.000 Euro (plus Inflation) bis ans Lebensende 
entnehmen kann, wenn nichts Größeres (im Format eines Weltkriegs, 
Killerasteroid oder Zombieapokalypse) in der Welt schief geht. Und das 
Nettoeinkommen (Bruttovergleich macht an der Stelle keinen Sinn, weil 
die Abgabensituation ja völlig anders ist) würde immerhin ungefähr einem 
unteren Ingenieurseinkommen entsprechen.

Am Ende kam aber heraus, dass kein Kollege aufhören wollte zu arbeiten. 
Einfach weil die Arbeit ja auch irgendwie einen Lebenszweck erfüllt und 
man soziale Kontakte pflegt. Allerdings hätten die meisten entweder 
Jobwechsel (in etwas weniger stressiges, aber schlechter bezahltes), 
Teilzeit oder eine Auszeit für Kindererziehung oder Weltreise 
eingeplant. Oder eine Kombination daraus. Ich persönlich würde wohl gar 
nichts ändern.

Wie wäre das bei Euch? Könntet Ihr Euch vorstellen, nie mehr zu 
arbeiten? Oder würdet Ihr die Branche/den Beruf wechseln?
#5117202
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Wenn die Arbeit einem gesundheitlich schadet würde ich sie sofort 
beenden oder mir etwas schöneres suchen.

Übrigens bietet es sich bei so einem Gewinn an einen Bauernhof zu kaufen 
und sich sein Bio-Zeug selber herzustellen. Sonst muss man sich das 
alles teuer zusammenkaufen und hat kaum Qualitätskontrolle.
Gast #5118233
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Patrick J. schrieb:
> Ja, Arbeit kann auch Spaß machen

Genau. Trotzdem würde ich mir mit dem Geld zusätzliche Zeit kaufen und 
diese für's Radfahren und Wandern nutzen. Ich könnte auch an einem 
Bewusstseinsentwicklungsseminar teilnehmen, denn wenn ich irgendwann ins 
Gras beiße, kann ich das Geld oder die davon gekauften Konsumartikel 
(Materie) nicht mit ins Jenseits nehmen, aber ein gut entwickeltes 
Bewusstsein schon. Das hilft mir dann sogar noch im nächsten Leben, egal 
als welches Wesen und auf welchem Planeten!
Gast #5118265
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Viele haben ja schon den Lottogewinn (Erbe, gespart, wirklich Lotto) und 
arbeiten weiter. Weil es halt dazu gehört und 1-2 Millionen halt nicht 
ganz reichen.

Zudem ist das Leben meist deutlich teurer, wenn man nicht arbeitet.

Wieviele würden denn dann karitativ arbeiten, wenn der Gewinn ein 
üppiges Grundeinkommen garantiert?
Gast #5118338
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Savian schrieb:
> ir haben dann ausgerechnet, dass man aus der Millionen etwa Netto 25.000
> Euro (plus Inflation) bis ans Lebensende entnehmen kann,

Und was waren da die Annahmen? So wie Finanzberater das hier im forum 
macht?

Wer noch nicht 50 ist kann heutzutage mit noch 40-50 Jahren 
Lebenserwartung rechnen. Auch beim 'Netto' rechnen nicht die 5000 
Krankenversicherung vergessen. Meiner Meinung nach ist 1 Million zu 
wenig zum aussteigen. So mit 4 koennte man das machen.
#5118490
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Lalala schrieb:
> Und was waren da die Annahmen? So wie Finanzberater das hier im forum
> macht?

In der Vergangenheit konnte man mit 4-7% p.a. über der Inflation 
rechnen. Mit einer Million kann man da jährlich schon eine schöne Menge 
rausziehen.
Ob das die nächsten fünfzig Jahre so weitergeht, muss jeder selbst seine 
Glaskugel befragen.

Lalala schrieb:
> Meiner Meinung nach ist 1 Million zu wenig zum aussteigen. So mit 4
> koennte man das machen.

Mit vier Millionen komme ich mit meiner Familie ja sogar fünfzig Jahre 
aus, wenn ich das Geld im Safe bunkere und keinen Finger mehr rühre. 
Aber es kommt sehr stark darauf an, wie groß der Fuß ist auf dem man 
lebt.
#5118591
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Zumal eine Millionen auch schnell weg sind.

Ein schönes Häuschen, ein nettes Auto.

Dann noch die Kauleiste sanieren und schon ist das Geld fort.
Und da ist der Hobbykeller noch nicht eingerechnet.


Mit genügend Kapital würde ich vermutlich meinen Job schmeißen und nur 
noch hobbymäßig basteln.

Der Mensch muss etwas schaffen, er muss gestalten, um glücklich zu sein.
Aber dazu bedarf es keinen Termindruck oder andere negativen 
Auswirkungen der Arbeit.
Moderator Persönliche Seite #5118692
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Savian schrieb:
> Wie wäre das bei Euch? Könntet Ihr Euch vorstellen, nie mehr zu
> arbeiten?

Nein - ich würde natürlich weiterhin meinem Hobby nachgehen :-)

> Oder würdet Ihr die Branche/den Beruf wechseln?

Nein - ich mache genau das, was mir Spaß macht.

Leroy M. schrieb:
> Aber dazu bedarf es keinen Termindruck oder andere negativen
> Auswirkungen der Arbeit.

Das sehe ich ganz genau so - also richtet man sich sein Leben so ein, 
dass man keinen Wecker mehr benötigt.

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