Herleitung der Leistung unter Berücksichtigung des Skin-Effekts

Gast #5117787
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Hallo liebes Forum,

und zwar folgendes:

ich habe jeweils einen Aludraht mit einem Durchmesser von 0,6 mm und 
einen Kupferdraht mit einem Durchmesser von 1,2 mm. Länge jeweils 0,40 m

Ich möchte gerne daraus ermitteln, wie hoch die Leistung im Leiter ist, 
wenn elektromagnetische Wellen sich durch die beiden Drähte bewegen.

Mir ist klar, dass es dabei zum Skin-Effekten kommt. Wie kann ich unter 
Beachtung des Skin-Effekts die Leistung des Leiters bestimmen ?


Schließlich möchte ich gerne wissen, welcher Draht sich schneller 
erwärmt ?


Danke.
#5117858
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Der Skineffekt tritt bei Wechselströmen auf und er ist frequenzabhängig.
Es muss also mindestens eine bestimmte Frequenz angenommen werden, um 
rechnen zu können.
Dadurch kommen auch noch Fragen dazu wie:
- Leistungsanpassung vorhanden?
- Temperatur des Leiters?

Was meinst Du mit Leistung des Leiters?
Seine maximale Belastbarkeit bevor er schmilzt?
Gast #5117933
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Hallo,

danke erst mal für die zahlreichen Antworten.

Durch die  2 Kupferdrähte sollen EM-Strahlungen durchfließen. Die 
eingespeiste Strahlung hat eine Frequenz von 6GHz.

Abhängig vom Skin-Effekt kommt es ja zu großen Widerständen in den el. 
Leitern. Es fließt kaum Strom.

Nun möchte ich gerne die vorhandene Leistung in der Innenschicht des 
Leiters vom Aludraht bzw. Kupferdraht berechnen ausgehend vom 
Skin-Effekt (geringe Durchdringungsmöglichkeit) während die EM-Wellen 
durch den Leiter gehen ?
Persönliche Seite #5117940
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Wie ich deiner Fragestellung entnehmen darf, meinst du die thermische 
Leistung. Da existieren zu nächst der elektrokalorische Effekt als 
erster und zweiter Benedickts-Effekt. Da diese für die tatsächlichere 
Erwärmung jedoch eine untergeordnete Rolle spielen, würde ich mich auf 
die Stromwärme in einem elektrischen Leiter beschränken. Möchtest du den 
Skin-Effekt mit einbeziehen, zerlege doch den massiven elektrischen 
Leiter in „Stromröhren“ mit von dir gewählten Wandungsdicken. Diesen 
„Stromröhren“ weist du einen spezifischen elektrischen Widerstand zu und 
berechnest die zugehörige thermische Leistung. Diese Leistungen werden 
aufsummiert. Allerdings mußt du dich noch für einen möglichen 
thermischen Zustand entscheiden. Verläuft die Erwärmung bei konstanter 
Entropie oder existiert parallel ein Entropiefluss.
Gast #5118492
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Gesucht ist die Leistung in der Innenschicht des Drahts während der 
Einwirkung der EM-Strahlungen :)

Ansatz:

Leistung P=UI wird zu P=RI^2 ?


Der Widerstand R ergibt sich dann ja unter Beachtung des Skin-Effekts 
oder ?

Danke :)
Gast #5118872
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also unter Verwendung der Formel für den äquivalenten Widerstand in 
deiner FOSA, ne ? :)

und wie kann ich den Strom ermitteln, der noch durch den Leiter fließt, 
damit ich P=R*I^2 berechnen kann? mit I=U/R geht's leider nicht, da mir 
die Spannung U fehlt -.-

Danke nochmal für die vielen Antworten :)
Persönliche Seite #5118959
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MK schrieb:
> und wie kann ich den Strom ermitteln, der noch durch den Leiter fließt,
> damit ich P=R*I^2 berechnen kann? mit I=U/R geht's leider nicht, da mir
> die Spannung U fehl

Irgend eine Größe benötigst du natürlich schon - aus Nichts kann nichts 
errechnet werden ;-)

Also ist die Feldstärke, oder die Spannung, oder die Stromdichte ... 
notwendig. Nur mit der Angabe der Frequenz kommst du nicht weiter.
Gast #5119800
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Hi, danke :)

Mit fiktivem Kreisring meinst du die äquivalente Leiterfläche  des 
Skin-Bereichs, ne?

Also: Formel Ar=(Außen-Innen) in m^2 ?

PS: Sind das deine hergeleitete Formeln oder sind die aus einer 
Literatur entnommen ? :)
Persönliche Seite #5119807
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MK schrieb:
> Mit fiktivem Kreisring meinst du die äquivalente Leiterfläche  des
> Skin-Bereichs, ne?
> Also: Formel Ar=(Außen-Innen) in m^2 ?

ja

> PS: Sind das deine hergeleitete Formeln oder sind die aus einer
> Literatur entnommen ? :)

Die Schichtdicke ist aus der Literatur z.B. [1], der Rest gesunder 
Menschenverstand ;-)

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Skin-Effekt
Gast #5121347
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Joe G. schrieb:
> Die Schichtdicke ist aus der Literatur z.B. [1], der Rest gesunder
> Menschenverstand ;-)

Ich fürchte, ganz so einfach geht das nicht. Vor mir liegt eine Bachelor 
Arbeit, in der der Autor herausgefunden hat, dass die oben genannte 
Formel für den äquivalenten Widerstand bei dünnen Drähten, durch die 
Ströme sehr hoher Frequenz fließen, nicht gilt. Er fand in diesem Buch - 
S. Ramo and J. R. Whinnery, Fields and Waves in Modern Radio (John Wiley 
& Sons, Inc., New York, 1944) Capter: Waveguides with Cylindrical 
Conducting Boundaries. - die korrekten Formeln. Sowohl in den 
Widerstands- als auch in den Induktivitätsbelag eines dünnen Drahtes 
gehen die Bessel Funktion erster Gattung und deren Ableitung ein. 
Intuitiv ist das für mich nicht, aber der Vergleich zwischen der 
Berechnung und der Messung eines dünnen Koaxkabels aus Niob zeigen eine 
sehr gute Übereinstimmung. Ohne den Autor der Bachelor Arbeit zu fragen, 
kann ich das hier leider nicht reinkopieren. Im genannten Buch steht 
aber alles Wesentliche.

Gruß, Isar

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