Wie PPM NF-seitig aussieht, kann man überall nachesen, aber wie wird es
auf den HF-Träger moduliert? Einfach Frequenzshift wie bei RTTY? Warum
höre ich im Radio dann kein Trillern sondern ein hartes Knattern? Wie
groß ist die Shift?
Wie demoduliert man sowas? Die hatten vor 40 Jahren doch keinen DSP im
Empfänger und haben das trotzdem ziemlich gut und anscheinend auch
bezahlbar hinbekommen?
Empfang erfolgt mit Schmalband-FM Demodulator,
wie z.B. MC3359/MC3362 ....
Aufbau entweder mit Einzelfrequenzumsetzung (HF->ZF->NF,
SSS Single Superhead System) oder Doppelumsetzung
(HF->ZF1->ZF2->NF, DSS, Doppel Superhead System).
Daher unterschiedliche Empfaengerquarze, je nach Aufbau.
Verteilung an die einzelnen Servos dann z.B. ueber 4017.
Spaeter gab es dann auch Empfaenger mit Frequenzsynthese und
"DSP" fuer Stoererkennung/Unterdrueckung. Bekannter Hersteller war
irgendein Dr. Dingsbums, meine ich.
Die Variante mit Kanalquarzen nervt zwar, ist aber sicher
bezueglich Phasenrauschen/Empfindlichkeit des Empfaengers
die bessere.
Zu den ursprünglichen Fragen:
Technisch gesehen gibt es viele Möglichkeiten, das ppm Signal zu
übertragen. Einige Modulations- und demodulationsverfahren stehen zur
Verfügung.
Wenn du wissen willst, wie ein bestimmtes Gerät das macht, dann kannst
du den Hersteller fragen, oder in das Gerät schauen. Letzteres geht
einerseits mit einem Oszilloskop, andererseits mit Methoden des Reverse
Engineering. Wenn du selbst etwas bauen oder grundlegend modifizieren
möchtest, brauchst du die dafür notwendigen Techniken ohnehin. Wenn du
aber nur aus technischem Interesse fragst, dann empfehle ich Literatur
zum Stichwort Nachrichtenübertragung.
Ein Trillern hörst du nur, wenn du ein nicht zu schnelles ppm Signal als
fsk überträgst und mit bfo (Produktdetektor) empfängst. Das Trillern ist
aber noch nicht das ppm Signal. Das Baseband Signal muss durch
Demodulation des Trillerns gewonnen werden. Dazu kann man zwei Filter
mit je einem angeschlossenem Hüllkurvendetektor verwenden.
Wie gesagt gibt es noch einige andere Verfahren. Auch die sind in der
Fachliteratur genug ausführlich beschrieben.
Viel Spass und Erfolg, John
Danke für die Antworten!
Auf die Frage gekommen bin ich, nachdem ich 2 RC Sender offen hatte um
Kanal 5 und 6 nachzurüsten.
Ein Guanli Skysport 4 in lausiger, aber funktionaler Chinaausführung und
ein sehr ordentlicher (aus dem Elektroschrott gefischter) Graupner. Der
eine sah mir ansonsten sehr stark nach einer Kopie des anderen aus.
Beide hatten Anschlussplätze für insgesamt 6 Kanäle auf der Platine.
Beim Gunanli hat's wunderbar geklappt, beim Graupner ist offensichtlich
eine Software drauf, die nur 4 Kanäle bearbeitet... (Sowas machen auch
nur Deutsche, die nicht verwendeten Kanäle per SMD-Brücke gegen GND
kurzschließen UND das ganze in der Software auskommentieren...)
Nun ja, und nachdem ich in den letzten Wochen einem AVR beigebracht
habe, mit Elm-Chan-FFT RTTY bei 50 Baud zu lesen, ist mir klar geworden,
das die PPM-Demodulation komplett anders laufen muss, sonst wäre AN/AUS
je Kanal das Maximum der Auflösung.
Bezueglich Kopie:
Auch Graupner hat die Elektronik seit vielen Jahren schon
aus Fernost zugekauft. Schau mal auf die Transistoren/ICs,
sind alles Japan-Typen (zB. 2SCxxxx oder NJM).
>Beim Gunanli hat's wunderbar geklappt, beim Graupner ist offensichtlich>eine Software drauf, die nur 4 Kanäle bearbeitet... (Sowas machen auch>nur Deutsche, die nicht verwendeten Kanäle per SMD-Brücke gegen GND>kurzschließen UND das ganze in der Software auskommentieren...)
Ja, die wollen für jeden Kanal extra verdienen. Da kostet ein Kanal
zusätzlich dann das doppelte des Geräts.
Deswegen verwendet das halbe Modelbauvolk ja auch sowas wie die FrSky
Taranis, wo es 16 Kanäle "gratis" gibt (allerdings 2,4GHz).
Mani schrieb:> Welche Graupner FB hast du denn?
drauf steht micro 47G Best-Nr: 4490
Dazu habe ich das Wrack vom Hubschrauber, für den die Funke mal war.