Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Strombedarf, also der Leistung
die über die Zeit hinweg gezogen wird und er Wahrscheinlichkeit, ob eine
Batterie auslaufen kann?
Batterien soll man ja z.B. nicht in ungenutzen Geräten drin lassen.
Hat man im Gerät keine Batterie mehr drin, dann ist dieses natürlich vor
einer auslaufenden Batterie geschützt.
Aber macht es für die Batterie von der Wahrscheinlichkeit her
betrachtet, einen Unterschied ob sie ausläuft, wenn sie
A) draußen vom Gerät ist
B) im Gerät drin ist?
Meine Frage bezieht sich insbesondere auf folgendes.
Mal angenommen, die Batterie läuft eher aus, wenn sie sich im Gerät
befindet
und das Gerät hat selbst im nicht benutzten Zustand einen minimalen
Leistungsbedarf, dann würde ja gelten, dass eine Batterie bei sehr
sparsamen Schaltungen eher oder zumindest vorher ausläuft, ehe die
Batterie leer ist.
Wenn ein geringer Stromfluss das Auslaufen also begünstigen sollte, dann
wäre so betrachtet eine Schaltung die nicht auf das Stromsparen getrimmt
ist, vielleicht sinnvoller. Zumindest unter der Ansicht, dass die
Batterie sonst vor erreichen ihres Leerzustands ausläuft.
Ich glaub schon, daß da ein Zusammenhang besteht. Wenn man die Batterie
kurzschließt, steigt die Wahrscheinlichkeit daß irgendwas nicht so
tolles passiert.
Zink-Kohle Batterien laufen aus, wenn sie entladen sind. Nicht alle,
aber viele.
Lithium-Batterien laufen normalerweise nie aus, sorgen aber bei
Kurzschlüssen für Licht- und Soundeffekte...
Bei der Zink-Kohle-Batterie war das Gehäuse gleichzeitig die Anode.
Theoretisch sollte überall noch eine dünne Schicht Zink übrig bleiben,
nachdem die Kohlekathode aufgebraucht war. Nur im laufe der Zeit löste
der Elektrolyt den restlichen Zink auf.
Ob eine Batterie ausläuft, ist einzig und allein eine Sache der
Konstruktion.
Ich habe eine Batterie (eine Batterie ist eine Zusammenstellung von
Elementen), die nach über 80 Jahren noch Restspannung in einigen
Elementen hatte, aber kein Element hat äußere Fraßschäden- die Umhüllung
ist sehr dicke Pappe, oben mit Teer vergossen.
Die Elemente sind Zink- Kohle- Elemente. Die Batterie wurde in einer
Kleinstadt in Mecklenburg von einem Ableger einer Lübecker Medizin-
Chemiefirma hergestellt, und befand sich in einem elektrischen
Heilgerät.
Russische Knopfzellen- Akkus im Stahlgehäuse von 1969, Zubehör zu einem
Taschenradio, sind noch heute funktionstüchtig.
Es dürfte sich um Nickel- Cadmium- Akkus handeln.
Edi schrieb:> Ich habe eine Batterie (eine Batterie ist eine Zusammenstellung von> Elementen)
Das hat die Welt noch nicht gewußt!*
* Ich mußte das loswerden.
Edi schrieb:> die nach über 80 Jahren noch Restspannung in einigen> Elementen hatte, aber kein Element hat äußere Fraßschäden- die Umhüllung> ist sehr dicke Pappe, oben mit Teer vergossen.
Ist da der Zinkmantel aussen? Die haben Museumswert.
Hast du dort ein Museum?
Mit Fixneu Politur im Hintergrund.
Edi schrieb:> Russische Knopfzellen- Akkus im Stahlgehäuse von 1969
Waren die in Benutzung?
Wenn gebraucht, dann bildet sich Carbonat. Das lässt sich aber leicht
mit Wasser abspülen.
michael_ zitierte Edi im Beitrag #5131077:
>> (eine Batterie ist eine Zusammenstellung von Elementen)>> Das hat die Welt noch nicht gewußt!
Sekundärzelle = Akkumulator = wiederaufladbar
Primärzelle = nicht (wirklich) wiederaufladbar
Batterie (was wirklich viele als Synonym für Primärzelle verwenden)
bedeutet nun einmal wirklich "eine Zusammenstellung von Elementen".
Hier genauer identische Zellen - egal ob parallel oder seriell.
Im Kfz ist eine Batterie. <<---->> Im Kfz ist ein Akku.
Beides stimmt: Es ist eine Batterie aus seriellen Sekundärzellen.
Die sogenannte "Umgangssprache" verfälscht immer mehr (--> Duden)
Deine Ironie ist verständlich, aber gar nicht so angebracht.
Vielleicht kann man das gar nicht oft genug erwähnen.
Christian S. schrieb:> Es laufen vor allem die billigen Konstruktionen aus. Mach Saugeinlagen
Leider kann man diese heute nicht mehr am Preis erkennen.
Ich hatte extra "Marken"-AA fuer meinen Weltempfaenger gekauft, die dann
auch ausgelaufen sind, obwohl sie nicht belastet wurden.
Naja, eine Welt eben, in der an allen moeglichen und unmoeglichen
Stellen nur noch von BWLern entschieden wird.
rtzuiop
Nicht zu unterschätzen ist der geringe Stromverbrauch der LCD Display
Anzeige für die Uhr bei einem Kofferradio.
Habe mich gewundert, dass Batterien bei diesen Display-Radios schneller
"leerlaufen" als bei alten Analog-Radios
Eine Strommessung bei ausgeschaltetem Zustand (nur Uhr/Datum
Anzeige)brachte die Klärung.
Das Auslaufen von Batterien ist schon immer eine Lotterie gewesen: Es
ist unabhängig davon, wieviel das "Los" kostet. Der Veranstalter
(Hersteller) entscheidet, wieviele Nieten dabei sind. Selbst Markennamen
sind kein Hndernis gegen diesen Schund.
btw: Auch die Gerätehersteller könnten da Einiges tun, z.B. bei
Armbanduhren.
Ein großer Teil davon lässt die aus den Zellen fließende Brühe direkt in
die Elektronik oder ins Getriebe laufen oder sie wird per
Kapillarwirkung sogar ins Werk hineingesaugt. Irgendwelche
Batteriefächer, die das Gröbste bremsen könnten: Fehlanzeige.
Auslaufmodelle gibt es überall von AA Enersch bis Q
Leider gab es auch Zellen die so auslauf-sicher waren, daß man sie schon
nach längerer Lagerung sicher wegwerfen konnte.
Es gab in den 60er Jahren Laufställe für Babyzellen. Innerhalb dieses
Laufstalles durfte das Baby auslaufen, ohne größeren Schaden
anzurichten. Und den Strom, den es dabei verursacht hat, hat Mutti
weggemacht.
Ob das auch für Mono- Mignon- oder Ladyzellen güldete, weiß ich leider
nicht mehr.
: michael_ (Gast)
Datum: 03.09.2017 00:37
"> Ich habe eine Batterie (eine Batterie ist eine Zusammenstellung von
> Elementen)
Das hat die Welt noch nicht gewußt!*
* Ich mußte das loswerden."
Maxi (Gast)
Datum: 03.09.2017 04:33
"Die sogenannte "Umgangssprache" verfälscht immer mehr (--> Duden)
Deine Ironie ist verständlich, aber gar nicht so angebracht.
Vielleicht kann man das gar nicht oft genug erwähnen."
Danke für die Bemerkung und ergänzende Erklärung !
Nun... sehr viele Leute kennen die alten, aber korrekte Begriffe
tatsächlich NICHT.
Andererseits dürfte ein Verkäufer im Elektroladen betreten schauen, wenn
jemand ein "1,5 Volt- Element" verlangt, obwohl ja R3 und R6-
"Batterien" ja genau das sind.
: michael_ (Gast)
Datum: 03.09.2017 00:37
"Ist da der Zinkmantel aussen? Die haben Museumswert."
Nein, Zink innen (das ist der Drahtanschluß, die Kohleelektrode ist in
der Mitte, und hat einen Schraubkopf mit Kordelmutter.
Außen sehr feste Pappe.
Wie die Elemente innen aussehen, weiß ich nicht.
Weil sie in schönem Erhaltungszustand sind, lasse ich die so.
Ich habe eine Nachfolgertypen- Batterie, die ist eher wie ein Autoakku
aufgebaut. Aber auch Zink- Kohle, mit Restspannung auf einzelnen Zellen.
"Hast du dort ein Museum?
Mit Fixneu Politur im Hintergrund."
Kein offizielles Museum.
http://edi.bplaced.net/
Edi schrieb:
> Russische Knopfzellen- Akkus im Stahlgehäuse von 1969
"Waren die in Benutzung?
Wenn gebraucht, dann bildet sich Carbonat. Das lässt sich aber leicht
mit Wasser abspülen."
Die sind immer noch (gelegentlich) in Benutzung.
das Taschenradio (links auf dem Foto) wird gelegentlich angeworfen.
Das Radio ("Cosmos- M") ist Familienbesitz, gekauft 1969.
Und ja... es bildet sich nach langer Liegezeit eine dünne, weiße Schicht
an der Gummilippe, die mit Wasser abgeht.
> "> Ich habe eine Batterie (eine Batterie ist eine Zusammenstellung von>> Elementen)> Das hat die Welt noch nicht gewußt!*> * Ich mußte das loswerden."
hmm... meine Katjuscha-Batterie ist mir noch nie ausgelaufen, dafür
schon öfters losgeflogen
Und zwar immer genau 1x nach dem laden - unüberhörbar. Deutsch ist das
aber auch nicht.
Edi schrieb:> "Hast du dort ein Museum?> Mit Fixneu Politur im Hintergrund.">> Kein offizielles Museum.> http://edi.bplaced.net/
Absolute Spitze!
Ich merke mir die Seite. Sehr sehenswert.
Danke!