Ich bin seit 12 Jahren durchgängig als Energieanlagenelektroniker in meinem Beruf tätig. Vor kurzem wurde ich zum technischen Leiter befördert. Ich würde gerne ein Fernstudium machen. Habe mir Infomaterial von SGD angefordert. Komme selber aus dem Ruhrgebiet. Gibt es hier vielleicht was in der Nähe? Hat einer Erfahrungen mit dem Fernstudium gemacht? Danke
Lass es mit SGD sein...ist der letzte Müll...geh an eine FH oder Uni, alles andere ist Quatsch...
Ich bin aber Vollzeit am arbeiten mit teils dreckigen Arbeitszeiten.
Cihan S. schrieb: > Ich bin aber Vollzeit am arbeiten mit teils dreckigen Arbeitszeiten. Dein Problem. Spar dir was an oder lebe von Bafög...alternativ bleib in deinem Job...das Studium wird sich für dich wahrscheinlich eh nicht lohnen...
Gast
#5158234
Mighty M. schrieb: > Lass es mit SGD sein...ist der letzte Müll...geh an eine FH oder Uni, > alles andere ist Quatsch... Ne, klar Industriemeister an FH oder Uni. Liest den eigentlich keiner den Text.
Gast
#5158238
Seit wann ist Industriemeister Elektrotechnik ein Studiengang? Geht das nichtmehr auf der Meisterschule? Meister berufsbegleitend als Abendschule war zu meiner Zeit üblich.
Horst schrieb: > Seit wann ist Industriemeister Elektrotechnik ein Studiengang? > Geht das nichtmehr auf der Meisterschule? > Meister berufsbegleitend als Abendschule war zu meiner Zeit üblich. Kenne ich auch so...kann man locker nebenbei machen...ist ja auch nicht so anspruchsvoll vom Stoff...
Der Lehrgang heißt Geprüfter Industriemeister Fachrichtung Elektrotechnik. Falls ich was falsches sage berichtigt mich. Unter Fernstudium stelle ich mir folgendes vor. Man wird vorbereitet auf die Abschlussprüfung. Kriegt das Material dazu und hat einen Ansprechpartner. Die Zeiten teile ich mir selber ein. Theoriestunden gibt es welche in Pflichtanzahl. Diese muss ich dann vor Ort sein. Ist doch so richtig, oder?
Gast
#5158269
Cihan S. schrieb: > Unter Fernstudium stelle ich mir folgendes vor. > > Man wird vorbereitet auf die Abschlussprüfung. Kriegt das Material dazu > und hat einen Ansprechpartner. > Die Zeiten teile ich mir selber ein. Theoriestunden gibt es welche in > Pflichtanzahl. Diese muss ich dann vor Ort sein. > > Ist doch so richtig, oder? Ja, genau so läuft das auch. Alternativ kann ich dir auch eine Fortbildung zum staatl. gepr. Elektrotechniker empfehlen. Das DAA-Technikum bietet solche Fernkurse an. http://www.daa-technikum.de/lehrgaenge/staatlich-gepruefter-elektrotechniker/
In Gelsenkirchen gibt es wohl eine Abendschule. 2 mal die Woche. Dann müsste ich durchgehend Frühschicht haben. Ob dies so machbar ist mag ich zu bezweifeln. Die Frage ist ja auch, wie reagiert der Arbeitgeber? Wird sich ja schließlich auch fragen was ich denn mit dem Meister will.
Gast
#5158590
Cihan S. schrieb: > In Gelsenkirchen gibt es wohl eine Abendschule. 2 mal die Woche. Dann > müsste ich durchgehend Frühschicht haben. Ob dies so machbar ist mag ich > zu bezweifeln. Schichtdienst und Präsenzweiterbildung sind zwei Erzfeinde... das wird nicht leicht. Ich frag mich allerdings ob du nicht lieber nen Bachelor machen möchtest, glaube der ist eher anerkannt als ein Meister - sofern du nicht ins Handwerk möchtest. Wie das in der Elektroindustrie aussieht kann ich nicht sagen, das weißt du vielleicht besser. Fernfachhochschulen für Elektrotechnik gibts einige, da musst du mal Googlen. Wie das Material von der SGD aussieht, weiß ich nicht. Das Material von "verwandten" Wilhelm-Büchner-Hochschule ist meistens okay, allerdings kommt man nicht dran vorbei sich den Kram auch über andere Medien anzueignen. Vom Ablauf denke ich, dass du Lernmaterial in großen Mengen zugeschickt bekommst das du selbstständig durcharbeitest. In gewissen Abständen wird es sicher Prüfungen geben und ich denke du kommst nicht drumherum auch was praktisches mal zu machen. > Die Frage ist ja auch, wie reagiert der Arbeitgeber? Wird sich ja > schließlich auch fragen was ich denn mit dem Meister will. Tja. Ich würde es an deiner Stelle davon abhängig machen wie gut du mit deinem Chef klarkommst, ob du ihm das sagst oder nicht. Wenn dein Arbeitgeber nicht positiv auf deinen Weiterbildungsdrang reagiert, dann weißt du, dass du dort in absehbarer Zeit kündigen solltest. Ein Arbeitgeber der das nicht wenigstens anerkennt (er muss es ja noch nichtmal fördern) ist es nicht Wert das du dir da Mühe gibst und dich verbessern möchtest. Wenn du jetzt schon technischer Leiter bist, stell ich mir die Frage: willst du das Studium bzw. die Weiterbildung zum Meister machen weil es dich interessiert oder weil du dich ohne den Schein "minderwertiger" fühlst? Was auch immer du machst: Weiterbildung schadet meiner Meinung nach nie. Lass dir das nicht von den Trolls hier einreden. Ob es dir am Ende finanziell was bringt (kosten vs. Nutzen) das steht auf einem anderen Blatt. Wenn du keine kleinen Kinder hast die du bemuttern/vatern musst (das wäre mir pers. wichtiger) und kein Lebenserfüllendes Hobby neben dem Berufausübst, dann hast du auch vermutlich Zeit dafür. Es wird viel Zeit drauf gehen, sei dir dessen bewusst.
Mitarbeiter schrieb: > oder weil du dich ohne den Schein "minderwertiger" > fühlst? Eher dies um ehrlich zu sein. Mein Umfeld besteht aus Menschen die ihren Techniker haben oder Akademiker sind. Ich finde da auch nicht schlimmes dran um ehrlich zu sein, eher einen Ansporn.
Cihan S. schrieb: > Falls ich was falsches sage berichtigt mich. Ein Studium, auch ein Fernstudium führt zu einem akademischen Abschluss. Industriemeister ist kein akademischer Abschluss. Daher schauen wir hier etwas verwirrt. Sollte dir eine Fernschule wie SDH oder ILS den Fernkurs zum Industriemeister als Fernstudium verkaufen wollen, dann hast du schon mal einen Grund bei dem Angebot vorsichtig zu sein. Das sind dann Blender, die schon in der Beschreibung des Kurses lügen. Du bist nicht der erste, der Vollzeit und im Schichtbetrieb arbeitet und einen Meisterkurs machen will. Rede mal mit der IHK was es in deiner Gegend gibt. Denke darüber nach deinen Urlaub für einen Vollzeitkurs zu nutzen. Spare Geld, kündige den Job oder lass dich freistellen, und mach den Meisterkurs in Vollzeit. Schiebe deine Schichten und mach den Kurs in Teilzeit.
Gast
#5158828
Cihan S. schrieb: > In Gelsenkirchen gibt es wohl eine Abendschule. 2 mal die Woche. Dann > müsste ich durchgehend Frühschicht haben. Ob dies so machbar ist mag ich > zu bezweifeln. > > Die Frage ist ja auch, wie reagiert der Arbeitgeber? Wird sich ja > schließlich auch fragen was ich denn mit dem Meister will. Die Weiterbildungskurse auf Abendschulbasis sind im Bereich Industrie in der Regel immer im 2 Wochen-Turnus. Dh. erste Woche wochentags Schule + Samstag, zweite Woche wochentags keine Schule, aber Samstag bleibt erhalten. Der IHK ist ja klar, dass in der Industrie geschichtet wird. Im Handwerk siehts wieder ander aus. Ruf dort mal an, wenn in dem Flyer nichts genaues drin steht. Wenn du es geschickt anstellst, hol deinen AG als Mitfinanzierer der Weiterbildung hinzu. Er profitiert ja auch davon. Lass dich aber auf keinen Deal ein wie: AG zahlt dir 50%, dafür gehörst du für die nächsten 5 Jahre ihm, bei Kündigung deinerseits musst du das Geld zurück zahlen. 5 Jahre mit guten Aussichten können verdammt ärgerlich sein.
Gast
#5158924
Die Fachschule für Technik in Bochum bietet die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Maschinenbautechnik neben Vollzeit und Abendform auch in Schichtform an. Auszug: Schichtform: acht Semester (vier Ausbildungsjahre) mit wöchentlich ca. 12 bis 15 Unterrichtsstunden. Die Studierenden wählen entsprechend ihres Schichtdienstes aus, ob sie morgens oder abends am Unterricht teilnehmen. https://www.tbs1.de/jcms/index.php?option=com_content&view=article&id=102&Itemid=83 Die Fachrichtungen Elektro- und Chemietechnik gibt es zwar auch, aber ich glaube nicht in Schichtform.
Gast
#5158933
Warum willst du das denn machen? Um mehr zu verdienen, um dein eigener Chef zu werden? Meinst du sonst keine Karriere machen zu können?
Gast
#5158952
Gibt es bei Dir in der Nähe eine "Technische Akademie"? Die bieten bei uns den Meister und Techniker in Teilzeit an. Ansonsten mal bei der örtlichen Handwerkskammer nachfragen.
Frag deinen Arbeitgeber was der davon hält. Eventuell rennst du offene Türen ein und du bekommst einen Teil finanziell erstattet und entsprechend zeit.
Antwort schreiben
Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.