Zustandsraumdarstellung

Gast #5188476
Lesenswert?

Hallo Leute!

Ich müsste ein System in Zustandsraumdarstellung bringen.

Das System ist nichtlinear und wird durch zwei Gleichungen dargestellt:

Wobei der Zustandsvektor
 wäre.

Nun kann ich ein System mit nur einer Gleichung problemlos lösen, 
verzweifle aber daran, wie das mit zwei Gleichungen gehen soll.

Nehme ich nur eine Gleichung? Wenn ja welche?
Oder soll ich aus beiden Gleichungen eine machen, indem ich einsetze? 
Aber dann verschwindet eine Zustandsvariable.
Oder muss ich ein Verfahren anwenden, den ich vielleicht noch nicht 
kenne?

Ich hoffe, jemand kann mir den entscheidenden Hinweis geben!

Jetzt schon herzlichen Dank!
#5188486
Lesenswert?

Über das Lösen von Gleichungsysstemen sind schon ganze Bücher 
geschrieben worden. "Gilbert Strang - Lineare Algebra" beschäftigt sich 
nur mit linearen Gleichungsystemen, hat 672 Seiten, und keine davon ist 
langweilig (wie der Autor auch schon im Vorwort korrekt ankündigt).
#5188516
Lesenswert?

Das Problem ist, daß x_3 sowohl im ln() als auch im tan() vorkommt. 
Damit wird eine analytische Lösung, falls ich nichts übersehen habe, 
ziemlich schwierig (es sei denn, \dot{x}_2 = g).

Deswegen löst man solche Gleichungssystem für gewöhnlich numerisch, z.B. 
mit dem Newton-Verfahren. "Residuum" ist das nicht-gelöste 
Gleichungssystem, (ein Vektor mit den Gleichungen übereinander). Ist das 
Residuum Null, hat man die Lösung gefunden.

Aus welchem Bereich kommt diese Zustandsraumdarstellung?
Gast #5188670
Lesenswert?

Das System möchte ich natürlich nummerisch lösen.

Mein Problem ist das überführen von ZWEI Gleichungen in EIN Residuum der 
Form

damit ich dann mit der Software weitermachen kann.

Mit einer einzigen Gleichung wäre das auch gar kein Problem, aber mit 
zwei Gleichungen weiß ich leider nicht, wie das geht. Dazu bräuchte ich 
den entscheidenden Hinweis.

Die Gleichungen waren Angabe.

Danke!
Gast #5189691
Lesenswert?

Zunächst braucht man Hilfvariablen um diese ZRD aufstellen zu können.

dot x1 = x2
dot x2 = 1/k1 *(...)
dot x3 = x4
dot x4 = 1/k4 * (...)

Die Linearisierung in der Ruhelage kann man auch mittels 
Taylorreihenentwicklung durchführen.
Gast #5189752
Lesenswert?

Entweder wie oben geschrieben. Das selbe System solltest du erhalten 
wenn du die zweite Gleichung auflöst nach:

und diesen Ausdruck in die erste Gleichung einsetzt:

Dann hast du wieder ein System mit einer Gleichung.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren