Hi, hätte ich diese Frage richtig beantwortet wäre ich eine Note besser
gewesen. Deshalb frage ich ob das rechtens ist dass man so die Frage
stellt
Was ist das Resultat einer Parallelschaltung mit zwei Widerständen mit
jeweils null Ohm. Begründe das Ergebnis
Da hab ich geschrieben R=(R1*R2)/(R1+R2 )
R= (0*0)/(0+0) =0 Ohm
Da schreibt der mit rot groß division mit null verboten. Warum ist das
meine Schuld dass die Formel nicht greift bei null? Ich hab ihn gefragt
was ich hätte anders machen sollen und der ... sagte nur Kopf benutzen.
Also was ist denn die Lösung und ist die Frage zulässig für normale
Berufsschule?
> Da schreibt der mit rot groß division mit null verboten
Erbsenzähler. Aber Mathe Lehrer müssen so sein.
> sagte nur Kopf benutzen
Vermutlich wollte er, dass du gar nicht rechnest. Du hättest schreiben
sollen, dass ein 0 Ohm Widerstand durch Parallelschaltung nicht
verändert werden kann, da es schon der minimal mögliche Wert ist.
> ist die Frage zulässig für normale Berufsschule
Ja ist sie. Da gibt's noch einige andere gemeine Fangfragen. Immer
wieder gerne genommen sind scheinbar komplexe Widerstands-Netzwerke, die
sich mit ein bisschen Nachdenken in etwas ganz einfaches auflösen.
Stefan U. schrieb:>> Da schreibt der mit rot groß division mit null verboten>> Erbsenzähler. Aber Mathe Lehrer müssen so sein.>>> sagte nur Kopf benutzen>> Vermutlich wollte er, dass du gar nicht rechnest. Du hättest schreiben> sollen, dass ein 0 Ohm Widerstand durch Parallelschaltung nicht> verändert werden kann, da es schon der minimal mögliche Wert ist.
Dann muss ich mich nicht verarschen lassen von dem Sadist. Ich zeig das
hier dem Rektor
Stefan U. schrieb:> Vermutlich wollte er, dass du gar nicht rechnest. Du hättest schreiben> sollen, dass ein 0 Ohm Widerstand durch Parallelschaltung nicht> verändert werden kann, da es schon der minimal mögliche Wert ist.
Die rechnung ist halt einfach falsch, da teilen durch null nicht geht.
So gesehen ist das schon ok. Auch wenn das ergebnis nicht falsch ist,
stimmt die Lösung einfach nicht. Immerhin wird ja nach einer Begründung
gefragt.
Besser zu sagen null parallel irgendwas wird immer ein kurzschluss sein.
... oder mach eine Abschätzung der oberen Grenze und setzte dazu einen
der beiden Widerstände mit R>0 an.
Dann geht die Formel wieder ohne Divisionsproblem :-)
dunno.. schrieb:> falsch, da teilen durch null nicht geht.> So gesehen ist das schon ok. Auch wenn das ergebnis nicht falsch ist,> stimmt die Lösung einfach nicht. Immerhin wird ja nach einer Begründung> gefragt.
Alles was über Trigonometrie hinaus geht, kannst du an einer
Berufsschule an Vorwissen nicht erwarten. Eigentlich muss man die
Erwartungen noch weiter runterschrauben, denn bei vielen scheitert es
schon an einfachem Formelumstellen.
R2D2 schrieb:> Stefan U. schrieb:>>> Da schreibt der mit rot groß division mit null verboten>>>> Erbsenzähler. Aber Mathe Lehrer müssen so sein.>>>>> sagte nur Kopf benutzen>>>> Vermutlich wollte er, dass du gar nicht rechnest. Du hättest schreiben>> sollen, dass ein 0 Ohm Widerstand durch Parallelschaltung nicht>> verändert werden kann, da es schon der minimal mögliche Wert ist.>> Dann muss ich mich nicht verarschen lassen von dem Sadist. Ich zeig das> hier dem Rektor
Nach meinem Satz eben würde ich das wohl nicht mehr vorzeigen. Aber ist
nicht nur meine Meinung zu dem Lehrer. Was mich auch stört ist dass das
doch nix mit Praxis zu tun hat. Wo würde man zwei null Ohm Widerstände,
gibts garnicht, parallel schalten und dann läuft die Schaltung nicht?
Das ist kein Filosofie Studium und ist auch kein E Technik Studium
Mir kam gerade noch eine Idee ohne höhere Mathematik auszukommen:
Beide Widerstände sind gleich groß, dann wird deine Formel zu
Rp=(R*R)/(2*R)
Das kann man kürzen durch R
Rp=(R)/(2)
R eingesetzt als 0
Rp=0/2=0
Gut, eine Matheprof könnte jetzt wieder reingrätschen. Aber vielleicht
ist dein Lehrer nicht ganz so schlau. Mach den Test :-)
>>R=(R1*R2)/(R1+R2)
Da gilt R1=R2 lösst sich das zu R=R1/2 auf was mit einsetzen von R1=0
den Lehrer sicher glücklich gemacht hätte.
Ansonsten ist das mathematisch sauber tatsächlich nur über eine
Grenzwertbetrachtung zu machen.
deine Antwort war in der Tat unsauber. 0/0 ohne Grenzwertbetrachtung
liefert keine Lösung - tut mir Leid.
Eine einfache Antwort mit R=0 Ohm => Kurschluss, daher ist die
Parallelschaltung auch kurzgeschlossen und somit 0 Ohm.
Oder sauberer:
Der Gesamtwiderstand einer Parallelschaltung ist kleiner, als der
kleinste Widerstand in der Parallelschaltung. Da einer (sogar beide) 0
Ohm besitzt, kann der Gesamtwiderstand nicht größer als 0 Ohm sein.
Punktabzug von daher gerechtfertigt.
Man kann sich auch einfach merken:
1/0 ist unendlich
1/unendlich ist 0
Die Formel 1/Rp=1/R1+1/R2 wird dann ganz einfach.
(Hochschulniveau jetzt außen vor bitte)
Obige Formel könnte man übrigens mithilfe von NaN-Zahlen auf ner FPU
rechnen lassen. Es würde das richtige Ergebnis rauskommen.
Abdul K. schrieb:> Les die Klammer. [Mod: Beleidigung gelöscht]
Nun, mit oder ohne Klammer, 1/0 ist eben nicht unendlich. Egal ob auf
der Sonderschule, im Mathestudium oder in der Realität.
Die Division durch Null ist nun mal ganz einfach nicht definiert.
Da kannst Du brüllen und rumzicken wie Du willst, Du liegst einfach nur
falsch.
R2D2 schrieb:> Da hab ich geschrieben R=(R1*R2)/(R1+R2 )> R= (0*0)/(0+0) =0 Ohm> Da schreibt der mit rot groß division mit null verboten. Warum ist das> meine Schuld dass die Formel nicht greift bei null?
Naja, die Formel "greift" auch in Deinem Fall. Du hättest begründen
können:
Rp = (Ra*Rb) / (Ra+Rb)
Rp = R*R / (2*R) [Mit: Ra = R, Rb = R]
Rp = R / 2
Rp = 0 / 2 [Mit: R = 0]
Rp = 0
Belehrer schrieb:> Naja, die Formel "greift" auch in Deinem Fall
Nein, denn die Definitionsmenge für die erste schließt aus, dass Ra+Rb =
Null ist.
Nur der Grenzübergang ist zulässig.
Belehrer schrieb:> Die Division durch Null ist nun mal ganz einfach nicht definiert.
Und ein Null-Ohm R ist auch nicht definiert.
Den gibt es nicht.
Eine Berechnung ist verboten.
Eine andere Möglichkeit wäre, die Leitwerte zu addieren.
Unendlich + Unendlich + Unendlich + ....
Da braucht man nicht durch Null teilen.
:-)
Belehrer, laß diesen Blödsinn mit mir einfach. Wenn du wirklich was in
Mathe drauf hättest, hättest du sofort die Kürzung mit R wenn R=0
moniert. Selbst meinen Hint dazu, hast du nicht wahrgenommen.
Belehrer schrieb:> Rp = R*R / (2*R) [Mit: Ra = R, Rb = R]> Rp = R / 2> Rp = 0 / 2 [Mit: R = 0]> Rp = 0
Ziemlich dummer "Beweis".
Wenn R=0, dann ist 2R?
Der Kommentar des Lehrers "Division mit Null verboten" ist falsch.
Allerdings wirst Du Dich vermutlich auch nicht glaubhaft darauf berufen
können, dass Du die Grenzwertbetrachtung meintest und lediglich
schlampiger Art aufnotiert hast.
Somit hat ihr beide unrecht.
meckerziege schrieb:> Grenzwert Betrachtung muss explizit per Limes hingeschrieben werden.> Punktabzug völlig zurecht.
Prinzipiell ja. Aber mit "Division mit Null verboten" disqualifiziert
sich der Lehrer ein Stück weit selbst. Man möchte meinen, er ist gar
nicht berechtigt, einen Punktabzug vorzunehmen.
Und wenn wir das Niveau akzeptieren "Division mit Null verboten", dann
darf ich auch schlampig den Grenzwert ohne Limes notieren, weil etwas
anderes gar nicht gemeint sein kann...
R2D2 schrieb:> Was ist das Resultat einer Parallelschaltung mit zwei Widerständen mit> jeweils null Ohm. Begründe das Ergebnis> Da hab ich geschrieben R=(R1*R2)/(R1+R2 )> R= (0*0)/(0+0) =0 Ohm
Wenn 2 Wasserschläuche parallel geschaltet werden und beide mit
einem Absperrventil auf Null Durchfluss (abgesperrt) sind, wie ist
dann das Ergebnis?
Willst Du das auch mit einer Formel und einer sinnlosen Rechnung
begründen, oder reicht der Hausverstand?
Bitte siehe es meinerseits nicht als "Anzipf"!
Aber ich kann den Lehrer schon verstehen:
R2D2 schrieb:> schreibt der mit rot groß division mit null verboten. Warum ist das> meine Schuld dass die Formel nicht greift bei null? Ich hab ihn gefragt> was ich hätte anders machen sollen und der ... sagte nur Kopf benutzen.
Dein Lehrer ist sicher nicht dumm oder will schikanieren, er hat
vollkommen recht!
Wenn Etwas Null oder Unendlich ist, dann bleibt das auch so und es
hilft weder Parallel- noch Serienschaltung, um diese Werte zu
verändern - folglich braucht man auch nichts auszurechnen...
Viel Glück
Namaste
R2D2 schrieb:> Da schreibt der mit rot groß division mit null verboten.
Was ja mathematisch korrekt ist, hier aber nicht greift. Der Dividend
ist nicht vorhanden (die null ist ein Platzhalter und keine Zahl). Somit
ist es auch keine Division und das Argument unzulässig.
Das es die Art von einigen oberschlauen Lehrern ist so etwas sinnloses
in der Berufsschule zu bringen ( es verunsichert den Schüler nur da er
kein Mathestudium sondern den Umgang mit Formeln anstrebt) ist leider
weit verbreitetes pädagogisches Nerdtum.
Lars R. schrieb:> Kommentar d. Lehrers "Division mit 0 verboten" ist falsch.
Guten Morgen... Eine Art "Eselsbrücke" meinst Du? :)
Ich versuche jetzt mal, in der Thematik völlig ohne Hochschulgedöns
(davon verstehe ich eh kaum etwas - ich war dort nicht, und habe davon
höchstens eine Kleinstmenge nahe 0 ... irgendwann danach mal
aufgeschnappt)
eine Hilfestellung zum Verständnis zu geben ("Uni-Eselsbrücke"?), da ich
eh nicht schlafen kann, und zufällig ausnahmsweise der DHCP-Client
funzt:
So, wie ich das aus reiner Logik betrachte, ist die Division durch 0
nicht einfach "verboten", auch nicht "nicht definiert". Sondern auch,
wenn man es erlauben und definieren wollen würde, wäre das Ganze
unlösbar. Was hier nicht definiert, weil nicht definierBAR, ist, ist das
Ergebnis ...
>> "0" ist nämlich IMHO einfach das Äquivalent zu "(gar) nichts". (!)
Also leerer Raum, wie man so schön umschreibt. (Und "davon" auch noch
undefiniert "viel", also einer undefinierten Menge "davon".)
Aber zumindest ist die 0 ("das Nichts") REAL.
Stellen wir uns die Realität mal als Kartoffel-Lagerkeller vor:
Man kann tatsächlich 0 Kartoffeln im Keller haben.
Dagegen sind z.B. negative Zahlen natürlich ein rein mathematisches
Hilfsmittel --- Anti-Kartoffeln im Keller sind nicht wirklich real...
Man kann aber auch weder unendlich viele K. im Keller haben, noch
unendlich wenige... schlechtes Beispiel, die Menge Kartoffeln ist über
die Größe der Erde nach oben begrenzt, und über die einzelne (aber
ganze) Kartoffel nach unten.
Definieren wir dazu zuerst mal unendlich:
Es ist entweder unendlich viel (unendlich große Zahl), oder aber
unendlich wenig (unendlich kleine Zahl).
Die Unendlichkeit, bzw. unendlich, ist eine Umschreibung für etwas, das
man sich genaugenommen eben nicht vorstellen kann.
Man erinnere sich: Die Null war einfach nichts... so schön einfach.
Doch jetzt komme ich zum Punkt, der IMHO relativ "durchschaubar" eine
Unterscheidung zuläßt.
(Eine beliebige vorstellbare Zahl, z.B. ... :) ... eins dividiert durch
eine unendlich hohe ... ergibt eine unendlich niedrige Zahl. Und
umgekehrt.
Um also als Ergebnis "unendlich hohe Zahl" zu erhalten, muß man nur
(z.B.) 1 (oder jede beliebige) durch eine unendlich kleine Zahl teilen.
Unendlich klein ist nun zwar UNVORSTELLBAR klein, aber eben nicht
NICHTS...
Unendlich groß ist auch UNVORSTELLBAR groß, aber eben nicht die Negation
von Nichts, sondern doch real vorhanden.
(Einfache Beispiele wären für ersteres mal - extrem simpel - eine nicht
endende Aneinanderreihung immer der gleichen, oder auch von Zufalls-,
-Ziffern. Für zweiteres - minimal komplexer - Null komma periodisch
Null, gefolgt von beliebiger Ziffer.
Ganz unterschiedliche Unendlichkeiten - man lese und staune. :)
0 ist zwar nicht "invertierbar", nicht teilbar oder sonstig besonders
brauch-bar, aber ... das Nichts ist real. [Die nächst-mögliche
Annäherung an das "Gegenteil" von Null wäre vielleicht, einen
unendlichen Raum mit dem dichtesten Element/ Molekül des Universums
randvoll aufzufüllen. Ha, ha.]
Doch ich bin sicher, ohne die 0 (+/- der negativen Zahlen... :)
...wäre die ganze Mathematik wohl "nahe NULL".
[Solange nicht jeder einzelne die Bedeutung von "nichts" verstanden
hat...
...brauchen wir doch mit der Suche nach Antimaterie auch gar nicht zu
beginnen. Somit kein Warp, noch weniger Trans-Warp.
Also über eventuell irgendwo (!)vorhandene
(Wir-wolln-alles-Du-kriegst-nix-)BORG(-er) muß man sich noch lange nicht
sorgen.
Aber zumindest für Deutschland bin ich zuversichtlich, die nächsten
Jahrzehnte bringen da bestimmt Fortschritte... "es hat ja schon
begonnen".]
Man könnte ja so argumentieren:
Wenn man 2 (gleiche) Widerstände R mit 0 Ohm in Reihe schalten würde,
hätte der Gesamtwiderstand 2R=0Ω.
Schaltet man sie parallel, hätte man nur noch R/2 ;-
Eine Nullnummer schrieb:> Lars R. schrieb:>> Kommentar d. Lehrers "Division mit 0 verboten" ist falsch.>> Guten Morgen... Eine Art "Eselsbrücke" meinst Du? :)>> Ich versuche jetzt mal, in der Thematik völlig ohne Hochschulgedöns> [...]
Das kannst Du Dir alles sparen.
1. 0/12 ist eine Division mit Null. Die Null steht im Zähler.
2. Division durch Null ist nicht verboten. Wo steht das? Und was ist die
Strafe? Wer sollte das auch verboten haben, der Lehrer persönlich? Bei
einer Division durch Null ist das Ergebnis nicht definiert.
> Und ein Null-Ohm R ist auch nicht definiert.
Das stimmt nicht. Die kann man kaufen und sind in zahlreichen Geräten
auch eingebaut.
Aber die Division durch 0 ist per Definition nicht zulässig. Du wirst
keinen Taschenrechner kaufen können, der diese Operation zulässt.
Lars R. schrieb:> 2. Division durch Null ist nicht verboten. Wo steht das? Und was ist die> Strafe? Wer sollte das auch verboten haben, der Lehrer persönlich? Bei> einer Division durch Null ist das Ergebnis nicht definiert.
Eben. Und genau deswegen ist es falsch zu schreiben:
R2D2 schrieb:> R= (0*0)/(0+0) =0 Ohm
Ganz konkret ist das zweite Gleichheitszeichen falsch. Und weil das
falsch ist, gibt es einen Punkt Abzug.
Mathematisch korrekt würde man an dieser Stelle mit einer Grenzwert-
betrachtung weiter machen. Allerdings wird der TE das nicht gelernt
haben (zumindest nicht in der Berufsschule) und es wird deshalb wohl
auch nicht von ihm erwartet werden.
Dann wäre es sinnvoll, einen anderen Lösungsweg zu wählen. Der IMHO
einfachste ist folgende Betrachtung: die Parallelschaltung zweier
gleicher Widerstände R hat den Widerstand R/2. Jetzt noch R=0 einsetzen
und fertig.
Stefan U. schrieb:> Das stimmt nicht. Die kann man kaufen und sind in zahlreichen Geräten> auch eingebaut.
das ja - aber 0 Ohm haben bestenfalls nur Supraleiter
tja schrieb:> das ja - aber 0 Ohm haben bestenfalls nur Supraleiter
Sehr schlau. Der TO soll den Wert der Parallelschaltung nicht messen,
sondern berechnen. Hauptsache mal was dazu geschrieben, stimmts?
R2D2 schrieb:> Was ist das Resultat einer Parallelschaltung mit zwei Widerständen mit> jeweils null Ohm. Begründe das Ergebnis> Da hab ich geschrieben R=(R1*R2)/(R1+R2 )> R= (0*0)/(0+0) =0 Ohm> Da schreibt der mit rot groß division mit null verboten.
Ja, das mit der "Begründung" war eine Fangfrage, eine Falle.
Grundlegende mathematische Regeln gelten ausnahmslos auch in der
Berufsschule.
Tippgeber schrieb:> Sehr schlau. Der TO soll den Wert der Parallelschaltung nicht messen,> sondern berechnen. Hauptsache mal was dazu geschrieben, stimmts?
Der Bezug war auf den vorherigen Schreiber, der meint, man kann einen 0
Ohm Widerstand kaufen und dieser hat auch 0 Ohm - das ist schlichtweg
falsch!!!
Suche um den 14. Eintrag "Autor: tja (Gast)Datum: 25.11.2017 22:52", da
habe ich eine qualifizierte Antwort gegeben!
Kann Dich nur wiederholen "Hauptsache mal was dazu geschrieben,
stimmts?"
Stefan U. schrieb:>> Und ein Null-Ohm R ist auch nicht definiert.>> Das stimmt nicht. Die kann man kaufen und sind in zahlreichen Geräten> auch eingebaut.
hier gehe ich implizit davon aus, dass bei Stefan U. ein 0 Ohm
Widerstand auch den Widerstandswert 0 Ohm besitzt.
Wenn ich im Mathe Unterricht aufgefordert werde, für x die Zahl 0
einzusetzen, dann mache ich das. Ob es diese Bauteile wirklich gibt, ist
vollkommen egal. Da wird auch mit idealen 100V Batterien gerechnet, die
gibt es auch nicht.
0 Ohm Widerstände sind genauso real, wie offene Kontakte und Isolatoren.
Dass die Mathematik ein bisschen an der Realität vorbei geht ist klar,
war aber nicht Bestandteil der Aufgabe.
tja schrieb:> hier gehe ich implizit davon aus, dass bei Stefan U. ein 0 Ohm> Widerstand auch den Widerstandswert 0 Ohm besitzt.
Aha, implizit. Die Behauptung war, dass 0 Ohm Widerstände nicht
definiert sind. Seine Antwort: Das stimmt nicht, die kann man kaufen.
Hat er recht, denn ich habe hier Widerstände zu liegen, die einen
Aufdruck 0 haben und somit als nominell 0 Ohm definiert sind. Dass die
in der Realität mit unseren verfügbaren Meßmitteln keine 0 Ohm haben,
ist irrelevant und wurde auch nicht bestritten. Definiert sind sie und
darauf kam es im Kontext an.
Hineinimplementieren ("implizit") kann ich vieles in eine fremde
Antwort.
Stefan U. schrieb:> Das stimmt nicht. Die kann man kaufen und sind in zahlreichen Geräten> auch eingebaut.
Ich habe mal gesehen das auf einer Rolle SMD folgendest in etwa drauf
stand: Widerstand 1206 0R 5% 1/4 Watt
Marc H. schrieb:> Ich habe mal gesehen das auf einer Rolle SMD folgendest in etwa drauf> stand: Widerstand 1206 0R 5% 1/4 Watt
Ja, das war bei uns in der CAE-Datenbank auch so hinterlegt. Später ging
man dann zu 50mΩ ±5% über ...
Dann hätte der TO auch korrekt rechnen können :-).
R2D2 schrieb:> Was ist das Resultat einer Parallelschaltung mit zwei Widerständen mit> jeweils null Ohm.> ...> Warum ist das meine Schuld dass die Formel nicht greift bei null?
Und - recht hat er. Du verwendest irgendeine Formal, die für das Problem
nicht nutzbar ist, weil sie eben nur den Wertebereich von Widerständen
echt größer als Null abdeckt.
Abgesehen davon, dass ein Widerstand von 0Ω bestimmt nicht null Ohm hat,
sondern irgendwo im Bereich 0..0,4999...Ω liegt.
> Per Definition ist etwas mit 0 Ohm kein Widerstand.
Dann gibt es nach deiner Logik "per Definition" auch keine Isolatoren.
Wo kann man diese Definition denn nachlesen, die du meinst?
Paul B. schrieb:> Erstaunlich, was ein Hirni von einem Berufsschullehrer an einem> Sonntag-Morgen für eine Menge Leute mobilisieren kann.>> Staun
Ja. Genau. Ich bin auch gerade erst aus dem Bett aufgestanden und mache
jetzt auch noch mit. Das Frühstück lasse ich sogar dafür ausfallen, oder
ich frühstücke erst heute Abend, pünktlich zum Tatort. :-)
Paul B. schrieb:> Erstaunlich, was ein Hirni von einem Berufsschullehrer an einem> Sonntag-Morgen für eine Menge Leute mobilisieren kann.
Gerade der Sonntag ist doch dazu da, um über völlig sinnlose Dinge zu
diskutieren.
Die einen heulen sich über die Fußballergebnisse vom Vortag aus, obwohl
sie sowieso nichts mehr daran ändern können. Die anderen echauffieren
sich über die letzten Entscheidungen der Bundeskanzlerin, obwohl diese
ihnen gar nicht zuhören kann. Da bringt doch die Diskussion um das
Rechnen mit 0Ω-Widerständen deutlich mehr Erkenntnisgewinn :)
Die Aufgabe ist einerseits ziemlich praxisfremd, andererseits zu
unpräzise gestellt, um sie von theoretischer (d.h. mathematischer) Seite
her sinnvoll anzugehen.
Mich würde die Musterlösung des Lehrers interessieren, denn ich bin mir
sicher, dass man – wenn man nur pingelig genug ist – auch darin einen
Fehler entdecken kann. Somit stellt sich die Frage, ob die Aufgabe ohne
zusätzliche Informationen überhaupt eine (eindeutige) Lösung hat.
R2D2 schrieb:> Also was ist denn die Lösung und ist die Frage zulässig für normale> Berufsschule?
Ich empfinde die Aufgabe zumindest als sehr grenzwertig.
Hier noch ein paar Pingelkommentare, die die Problematik vielleicht
etwas verdeutlichen:
R2D2 schrieb:> Da schreibt der mit rot groß division mit null verboten.
Wie schon einige geschrieben haben, ist in der Mathematik nichts
verboten. Es gibt Zahlenmodelle, in denen die Division durch Null
durchaus sinnvoll definierbar ist. Eines davon ist die Riemannsche
Zahlenkugel als geometrische Repräsentation der Menge der komplexen
Zahlen erweitert um die Zahl ∞:
https://de.wikipedia.org/wiki/Riemannsche_Zahlenkugel
Laut dem englischen Wikipedia-Artikel
https://en.wikipedia.org/wiki/Riemann_sphere
ist es auf der Riemannschen Zahlenkugel sogar üblich,
z / 0 = ∞ (für z≠0) und
z / ∞ = 0 (für z≠∞)
zu definieren. Wer mit komplexen Zahlen nichts am Hut hat, kann das
Ganze auch auf die reellen Zahlen reduzieren, dann wird aus der Kugel
eben ein Kreis.
Allerdings hilft das bei der vorliegenden Aufgabe nicht viel weiter, da
man bei der Lösung nicht um die Berechnung von 0/0 oder ∞+∞ herumkommt,
was auf der Riemannschen Zahlenkugel beides nicht definiert ist.
Stefan U. schrieb:> Du wirst keinen Taschenrechner kaufen können, der diese Operation> zulässt.
Taschenrechner sehen das i.Allg. nicht vor, aber die IEEE 754 (Standard
for Floating-Point Arithmetic) schon:
1 / +0 = +inf,
1 / -0 = -inf,
1 / +inf = +0 und
1 / -inf = -0
Aber auch hier sind ein paar Dinge wie 0/0 oder inf-inf nicht definiert.
Solche Operation liefern NaN (Not an Number) als (Pseudo-)Ergebnis.
Folgende C-Funktion berechnet die Parallelschaltung zweier Widerstände:
1
doublepar(doubler1,doubler2){
2
doubleg1=1/r1;
3
doubleg2=1/r2;
4
doublegp=g1+g2;
5
doublerp=1/gp;
6
returnrp;
7
}
Der Ausdruck par(0.0, 0.0) liefert das vom Lehrer vermutlich erwartete
Ergebnis 0.0, ebenso par(-0.0, -0.0), nicht aber par(0.0, -0.0) und
par(-0.0, 0.0). Die letzten beiden Ausdrücke ergeben jeweils -nan, sind
also undefiniert.
Damit wird so langsam die eigentliche Problematik deutlich: Die Funktion
f mit
f(R1, R2) = R1 · R2 / (R1 + R2)
hat an der Stelle (0, 0) eine Singularität. Anders als bspw. bei der
Funktion g mit g(x) = sin(x) / x, deren Singularität an der Stelle 0
stetig behebbar ist, ist dies bei f nicht der Fall. Versucht man also,
das Problem über eine Grenzwertbetrachtung zu lösen, hängt das Ergebnis
davon ab, in welcher Weise man die beiden Widerstände gegen 0 wandern
lässt. Nähert sich der eine Widerstand von der positiven und der andere
von der negativen Seite der Null an, kann man jedes beliebige Ergebnis
von -∞ bis +∞ als Gesamtwiderstand erhalten.
Einfaches Beispiel: Beide Widerstände haben den gleichen (und zunächst
endlichen) Leitwert, aber mit unterschiedlichen Vorzeichen¹. Parallel
geschaltet ist der Gesamtleitwert 0. Daran ändert sich auch nichts,
wenn man die Widerstände gegen 0 (d.h. die Leitwerte gegen +∞ bzw. -∞)
gehen lässt. Der Gesamtwiderstand ist also bei dieser Betrachtungsweise
nicht 0, sondern ±∞.
Die Aufgabe ähnelt stark der Frage nach dem Ergebnis von 0/0 oder 0⁰.
Auch dort ist die Lösung mehrdeutig, weswegen sich die Mathematiker zu
keiner einheitlichen Definition durchringen können, was auch gut so ist.
Hätte der Lehrer die Aufgabe um den Hinweis erweitert, dass es sich um
passive Widerstände (die immer ≥0 sind) handelt, wäre das Ergebnis der
Grenzwertbetrachtung eindeutig 0. Alternativ hätte er hinzufügen können,
dass es sich im zwei identische Widerstände handelt. In diesem Fall
nähern sie sich bei der Grenzwertbetrachtung der Null von der gleichen
(positiven oder negativen) Seite, was ebenfalls zum Ergebnis 0 führt.
So, ich hoffe, der Aufwand hat sich gelohnt, um alle Klarheiten zu
beseitigen ;-)
———————————————
¹) Bevor jetzt jemand behauptet, es gebe keine negativen Widerstände:
Natürlich gibt es die, nur nicht als passives Bauteil:
https://de.wikipedia.org/wiki/Negativer_Impedanzkonverter
Man muss nur richtig Argumentieren. Ich stelle zunächst die Annahme auf,
dass es bei den Tests nicht um Schikane geht, sondern darum
herauszufinden, ob jemand mit einem Themenbereich umgehen kann.
Nun überlegen wir uns, welches Wissen der Lehrer bei der Frage testen
wollte:
- Wiederstände sind > 0 Ohm
- Der Wiederstand mehrerer parallelgeschalteter Wiederstände ist
kleiner oder Gleich dem Kleinsten dieser Wiederstände
- Schlussfolgernd kann der Wert des Wiederstands nur 0 Ohm sein, wenn
einer der Wiederstände der 0 Ohm war.
Die Allgemeine Formel zur Wiederstandsberechnung bei Parallelschaltungen
ist:
Es ist offensichtlich, dass f für f(0) undefiniert ist. Dies ist
konsistent mit unseren Anfangsannahmen, bei Rmin >= Rres > 0 ist Rres
L={} bei Rmin=0, es gibt keine Lösung. Wir müssen also eine von 2
Annahmen treffen:
1) Wiederstände dürfen 0 sein. In dem fall wäre Rmin >= Rres >= 0 und
damit Rres=0 für Rmin=0
Dafür müsten wir eine weitere Definition für f für diesen Fall
erstellen, wir haben somit die Gleichungen:
2) Der Wiederstand kann nicht 0 Ohm sein, sondern nur sehr nahe an 0.
Hier könnte man das limit verwenden, um zu schauen, gegen welchen Wert
das Resultat liefe, in diesem fall 0. Strengenommen gäbe es aber kein
Resultat, da die Werte nicht im Definizionsbereich liegen.
Schauen wir uns nun den Lösungsansatz des TO an:
1
R=(R1*R2)/(R1+R2)
2
R=(0*0)/(0+0)=0
Seine Formel ist equivelent zur ersten allgemeinen Formel für 2
Wiederstände aufgelöst. Er kannt somit die Formel. Nach dem einsetzen
ist es formal nicht Korrekt, aber das Resultat stimmt. Es ist eigentlich
das selbe als den Spezialfall zu definieren, wie wir es bei Formel 3
gemacht haben. Dies beweist, dass er den Spezialfall kennt. Diese 2
Informationen, Spezialfall und Formel zusammen, hat umgekehrt wieder
unsere Annahme Rmin >= Rres >= 0 zur Folge. Dies Beweist, das der TO das
Wissen, das hier auf die Probe gestellt wurde hatte, und damit die
Aufgabe praktisch gesehen richtig lösen konnte. Den Punkt wegen dem
Formfehler nicht zu geben wäre unverhältnismässig, da die formale
Korrektheit der Formel nicht teil des zu testenden Wissens war. Dies
wäre nicht der fall, wenn es sich um einen reinen Mathetest gehandelt
hätte.
PS:
Normalerweise ist es effektiver, wenn man einfach immer das Gefühl
verbreitet, man wüsste eigentlich genau was man tut. Wenn man es schaft
dass einem die Lehrer zusäzlich noch mögen und man diese bei laune
halten kann, geben sie einem automatisch mehr Punkte. Bei
unterschiedlichen sozialen Stellungen kommt man mit Logik und
Argumentation häufig nicht besonders weit.
Vllt. war es dem Lehrer nur darum gegangen, ob die Logik seiner Schüler
funktioniert (das als Lösung zu fordern ist allerdings etwas
grenzwertig, oder sollte das Ergebnis "nicht lösbar" heißen?).
Denn dann würde man auch durchfallen, sobald man die drei Kegelkugeln
anfasst die man übereinander stapeln soll.
Yalu X. schrieb:> Damit wird so langsam die eigentliche Problematik deutlich: Die Funktion> f mit>> f(R1, R2) = R1 · R2 / (R1 + R2)>> hat an der Stelle (0, 0) eine Singularität.
Das sehe ich nicht ganz so.
Grenzwertbetrachtung mit
R1 -> 0 und R1>0 und
R2 -> 0 und R2<0
Die Nulladdition ist leicht zu lösen:
(R1+R2) = 0+0 = 0
Es bleibt:
lim(R1 · R2 / 0)
Der hintere Teil (R2 /0) lässt sich getrennt betrachten, das Ergebnis
ist eine negative endliche Zahl (kleiner Null aber größer minus
unendlich), ich nenne sie r-.
Es bleibt:
lim(R1 · r-)
Eine endliche Zahl (egal ob positiv oder negativ) mal null ergibt aber
immer null, also
lim[R1 -> 0 und R1>0 und R2 -> 0 und R2<0] R1 · R2 / (R1 + R2) = 0
(!)
Die Formel ist allerdings zu unterscheiden zu
f(R1, R2) = 1/ (1/R1 + 1/R2)
Die Grenzwertbetrachtung mit
R1 -> 0 und R1>0 und
R2 -> 0 und R2<0
ergibt im Zähler
lim(1/R1 + 1/R2) = ∞ - ∞,
was sich nicht lösen lässt.
> Aber jetzt weiß ich wieviel Ohm ein Nullohmwiderstand hat,> also 50mOhm.
Der Widerstand selbst hat 0Ω.
Die 50mΩ kommen von den Anschlüssen.
Wenn man Vierleitertechnik anwendet, erhält man 0Ω. ;-)
Abdul K. schrieb:> Danke für deine Abhandlung Yalu! Obwohl es Perlen für die Säue war.
Sehe ich nicht so. Es war eine einfach und klare Antwort - nicht mehr
und nicht weniger ;-)
> R= (0*0)/(0+0) =0 Ohm
Also wenn Zähler und Nenner denselben Wert haben, dann ist das Ergebnis
1. Sollte mit Zähler=Nenner=0 demzufolge auch so sein, also:
R= (0*0)/(0+0) =1 Ohm
Wir erhalten also 1Ohm, wenn wir zweimal 0Ohm parallelschalten ...
;-)