Hallo.
Ich bin selbstständig tätig im Bereich Informatik. Es bietet sich
oft die Möglichkeit an, dass ich die Projekte von Firmen und privaten
Kunden
gut von zuhause aus bearbeiten kann.
Vor kurzem war ich in einem Ergonomie-Fachgeschäft für Büromöbel. Ich
hatte aus Spaß mal an einem Steh-Sitz-Tisch mit passenden Stuhl
gesessen. Es fühlte sich alles sehr gut an und ich glaube auch wirklich,
dass man mit so einer Ausstattung noch ein Bisschen besser arbeiten
kann.
Der Schreibtisch würd so 1200 Euro kosten und der Bürostuhl so knapp
1800 Euro. Ganz schön viel Geld finde ich. In meinem Büro zuhause habe
ich halt nur einen einfachen Schreibtisch und einen Drehstuhl für 150
Euro. Reicht mir momentan auch völlig aus...
Würdet ihr in teure ergonomische Möbel investieren? Oder habt ihr gute
Erfahrungen machen können oder ist das alles übertrieben und ich sollte
das Geld sparen?
Danke im Voraus.
Softwerker schrieb:> Würdet ihr in teure ergonomische Möbel investieren? Oder habt ihr gute> Erfahrungen machen können oder ist das alles übertrieben und ich sollte> das Geld sparen?
Man kann alles übertreiben, aber für Privat kaufe ich mir keinen
Bürostuhl für unter 100€, über 1000€ würde ich dafür aber auch nicht
ausgeben.
Softwerker schrieb:> Würdet ihr in teure ergonomische Möbel investieren?
Hohe Investitionen in Sachen die man täglich nutzt, sehe ich persönlich
als unproblematisch an. D.h. hochwertigen Stuhl + höhenverstellbarer
Tisch würde ich mir ohne schlechtes Gewissen zulegen.
Teure Geräte die zu 99% in der Ecke stehen, jedoch als finanziellen
Totalausfall.
Softwerker schrieb:> Würdet ihr in teure ergonomische Möbel investieren? Oder habt ihr gute> Erfahrungen machen können oder ist das alles übertrieben und ich sollte> das Geld sparen?
Regelmäßig Pausen machen und die Rückenmuskulatur entspannen ist
unbezahlbar. Auch ein teurer Bürostuhl sorgt nicht von allein für die
richtige Körperhaltung und -umgang. Das setzt eigenen Willen voraus.
> Würdet ihr in teure ergonomische Möbel investieren? Oder habt ihr gute> Erfahrungen machen können oder ist das alles übertrieben und ich sollte> das Geld sparen?
Ich gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder und erhebe keinen
Anspruch auf die absolute Wahrheit.
Alles maßlos übertrieben. Kauf dir einen Schreibtisch mit einer Höhe von
720 mm und dazu einen Drehsessel mit Höhenverstellung und meinetwegen
noch Synchronwippmechanik (feststellbar), aber zwingend mit Armlehnen
und gut isses. Der Sessel kostet dann max 500 EUR und der Schreibtisch
je nach Geschmack.
Ab und an mal aufstehen und ein paar Schritte tun wirkt besser als das
viele nutzlos verplemperte Geld.
Softwerker schrieb:> Würdet ihr in teure ergonomische Möbel investieren?
Wie schon gesagt, als Selbständiger ist das ohnehin etwas völlig anderes
als im Privatbereich.
Da Du die Anschaffung ohnehin steuerlich absetzen/abschreiben
kannst/darfst/musst, da es sich um Deine Betriebsausstattung handelt,
kann man hier vollkommen anders kalkulieren.
Dann nutzt Du diese Teile nahezu permanent, d. h. hier ist Sparen
definitiv der falsche Weg - gerade hier sollte es unbedingt schon
Qualität sein.
Und darüber hinaus empfiehlt es sich auch, schon präventiv auf die
eigene Gesundheit zu schauen, gerade als Selbständiger - denn wenn man
mal sechs Wochen wegen "Rücken" ausfällt, rechnet sich eine solche
Investition sehr schnell gegen.
Davon ab halte ich allerdings 1800,- € - rein subjektiv - für einen
Stuhl als zu teuer. Ich sitze hier z. B. auf einem 350-€-Modell (netto),
das schon seit einigen Jahren sehr gute Dienste tut, und auf dem ich
auch problemlos zehn Stunden am Stück sitzen könnte (davon ab, dass man
sowas nicht tun sollte, egal wie gut der Stuhl ist - regelmäßig
zwischendurch mal bewegen). Aber kannst Dich ja noch ein bisschen
umsehen - im Gegensatz zum Tisch muss der Stuhl tatsächlich zum Benutzer
"passen", d. h. ein vorheriges "Anprobieren" ist immer empfehlenswert.
Hinweis: Ab Anfang 2018 steigen die Grenzen für geringwertige
Wirtschaftsgüter von aktuell 410 auf ich glaube über 800 € (netto) - d.
h. wenn Du die Anschaffung noch gut einen Monat aufschieben kannst,
solltest Du schon etwas Gutes kaufen können, das Du auch direkt absetzen
kannst.
Nachtrag: Elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch: Ja, bitte!
Ich möchte nicht mehr ohne arbeiten - einfach mal zwischendurch vom
Sitzen ins Stehen wechseln zu können ist sehr angenehm. Klar, Luxus -
aber wenn man nach reiner Zweckmäßigkeit geht, reicht zum Arbeiten wohl
auch ein Spanplattenzuschnitt aus dem Baumarkt und ein paar Bierkästen
als "Tischbeine".
Toni Tester schrieb:> Nachtrag: Elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch: Ja, bitte!> Ich möchte nicht mehr ohne arbeiten - einfach mal zwischendurch vom> Sitzen ins Stehen wechseln zu können ist sehr angenehm. Klar, Luxus -> aber wenn man nach reiner Zweckmäßigkeit geht, reicht zum Arbeiten wohl> auch ein Spanplattenzuschnitt aus dem Baumarkt und ein paar Bierkästen> als "Tischbeine".
Naja Luxus ?
Wenn man erstmal Rücken hat, macht das den entscheidenden Unterschied.
Gruss
Axel
Bei unseren Arbeitsplätzen wurden beim letzten Umzug elektrisch
verstellbare Tische beschafft. Gleichzeitig kam eine Anweisung heraus,
man solle doch mindestens 30% im Stehen arbeiten. Ich habe es genau
einmal versucht, festgestellt, daß selbst auf größter Höhe das Tischchen
für meine knapp 2m zu niedrig ist, und ich gerade dann Rückenschmerzen
bekomme, wenn ich geringelt wie ein Fragezeichen vor dem Tisch stehe.
Seitdem ist die Motorik spannungsfrei geschaltet und der Tisch auf der
Höhe, die für mich sitzend paßt, festgesetzt.
Aber ich bin eh der Schrecken unserer Betriebsärztin. Jedes Mal, wenn
sie an meinem Arbeitsplatz vorbei kommt, geht das Mimimi los, meine
Monitore seien zu hoch. Ja, in irgendeinem Pamphlet steht Oberkante =
Augenhöhe. Aber wieso sollte ich die oberen 50% meines Blickfelds
verschwenden*? Ich gucke, wenn ich am Computer sitze, nur auf die
Monitore. Auf die Tastatur gucke ich nicht (wozu, ich kann blind
schreiben), und irgendwelche Zettel als Vorlagen liegen bei mir auf dem
Tisch auch nicht rum. Was ich brauche, habe ich entweder im Kopf oder
auf dem Bildschirm. (Nur zur Kaffeetasse müßte ich gucken, aber die hat
ihren festen Platz und wird blind gegriffen.)
Also habe ich die Mitte der Monitore auf Augenhöhe und habe seitdem
keine Nackenschmerzen mehr. (Nach viel Gejammer meinerseits durfte ich
sogar unlängst von je zwei Packungen Papier unter jedem Monitor
umsteigen auf einen richtigen Monitorhalter. Wow! 80 Euro Ausgaben
genehmigt! Is denn scho Weihnachten?)
*) Ganz davon abgesehen, daß wir hier im Eckbüro, egal, wie wir es
machen, immer entweder das Fenster hinter dem Monitor oder im Rücken
haben. So schirmen mich meine Monitore wenigstens von dem deutlich
helleren Licht draußen ab, das geht auf Dauer nämlich mächtig auf die
Rübe, über dem Monitor ein Feld viel größerer Helligkeit zu haben.
irrc
gibt es für "Drehtstuhl" und "Bürostuhl"
unterschiedliche Sicherheitskriterien.
Einer von den beiden (weiss nicht mehr welcher) darf sogar hinten
überkippen, wenn man sich zurück lehnt.
Da gabs mal so eine Ratgeber-Sendung im TV in der das beleuchtet wurde.
● J-A V. schrieb:> Einer von den beiden (weiss nicht mehr welcher) darf sogar hinten> überkippen, wenn man sich zurück lehnt.>> Da gabs mal so eine Ratgeber-Sendung im TV in der das beleuchtet wurde.
Ja, mit einem Spot-Scheinwerfer. :)
Wenn der fette Schreibtisch-Athlet wie ein Kartoffelkäfer auf dem Kreuz
liegt und mit den Extremitäten extreme Probleme hat.
Das war bestimmt bei "Pleiten, Pech und Pannen"
MfG Paul
Stehen vor dem Tisch hilft auch nicht wirklich.
Was hilft: Jede Stunde einige hundert Meter gehen.
Treppen sollte man aber meiden.
Damit man es nicht vergisst: Ein kleiner Erinnerungspiepser
vom Schlaufon...
--- schrieb:> Was hilft: Jede Stunde einige hundert Meter gehen.> Treppen sollte man aber meiden.
Um einige hundert Meter zu gehen, müßte ich entweder im Büro im Kreis
tigern, sehr zur Freude der Kollegen, oder unvermeidbar Treppe steigen,
um unten auszustechen und raus zu gehen.
> unvermeidbar Treppe steigen,> um unten auszustechen und raus zu gehen.
Es hat einen Fahrstuhl.
Ich bin Stundenschreiber.
Die Treppe muesste man dann wohl billigend in Kauf nehmen.
Vielleicht gibt es "unten" ja eine Toilette.