Hallo,
das Foto zeigt Eingang für das terrestrische Signals eines
Multischalters für eine Sat-Anlage. Dieser Multischalter ist defekt,
d.h. kein Empfang. Allerdings wird nicht der terrestrische sondern der
Sat-Eingang benutzt.
Das Netzteil ist OK und liefert 18V.
Bei der Fehlersuche fiel jetzt auf, dass der im Foto eingezeichnete
Widerstand (ist auf der andern Seite bestückt) sehr heiß wird.
Der Widerstandswert beträgt 120 Ohm, der Strom wurde mit knapp 60mA
gemessen. Da es sich um einen normalen Kohleschichtwiderstand
(Verlustleistung 0,5W) handelt, scheinen etwas über 0,4W ein bisschen zu
viel.
Dieser Strom fließt vom Widerstand durch die Spule und dann durch einen
4-beinigen Halbleiter mit dem Aufdruck N37??.
Um welches Bauteil handelt es sich hier? Wie kann das getestet werden?
Danke schon mal.
Gruß
Sören
Das gesuchte Bauteil wird übrigens auch sehr heiß. So heiß, dass man
sich den Finger daran verbrennt.
Da der terrestrische Eingang nicht benutzt wird, kann dieses Bauteil
bzw. der Widerstand entfernt werden, um diesen Strompfad zu
unterbrechen?
Den Widerstand habe ich jetzt einfach mal ausgelötet.
Die Spannung vom Netzteil steigt dann von 17,3V auf 19V.
Zur Funktion des Schalters kann ich noch nichts sagen. Es werden aber an
den Eingängen keine Spannungen gemessen:
Beitrag "Fehlersuche Multischalter"
Wenn der Widerstand 0.5 Watt verkraftet und 0.4 Watt fließen, dann wird
er heiß. Das ist nicht schön muss aber kein Problem darstellen. Je nach
Hersteller findest Du maximale Temperaturen von 150° bis über 200°. So
heiß wird er sicher nicht, oder?
Solange der Widerstand nicht obszön heiß wird und sich auf der Platine
schon Verfärbungen zeigen, dann würde ich gar nichts dran ändern. Die
Hersteller werden sich schon Gedanken gemacht haben.
Ansonsten: mach ein Upgrade auf einen 1 Watt Typ. Wenn auf der anderen
Seite der Platine bei den Anschlüssen nur wenig Kupfer (als Wärmeleiter)
zu sehen ist, dann sorge dafür, das der Widerstand nicht stramm auf der
Platine sitzt sondern etwa 1 bis 2 mm Luft zur Platine ist. Das
verbessert die natürliche Luftkonvektion und der Widerstand läuft
möglicherweise etwas kühler.
Ob Du den Widerstand einfach weglassen kannst wird Dir hier mangels
Schaltung niemand beantworten können.
Jetzt habe ich mal die n-p-n Übergänge des Transistors gemessen.
Wo er durchlässig sein soll, zeigt der Diodentester ca. 1V, in
Sperrrichtung ist kein Durchgang. Der Transistor scheint also OK zu
sein.
Der Widerstand kommt wieder rein. Evtl. sind die 19V für den LNB ja auch
etwas viel. Mit Widerstand sind es dann nur noch 17,3V, das passt
wahrscheinlich besser.
Dann muss ich den Fehler des Multischalters jetzt hier weiter suchen:
https://www.mikrocontroller.net/topic/goto_post/5227979
Das ist ein NPN-Transistor BFG540. Prinzipiell verträgt der zwar 60mA
Kollektorstrom, aber die maximale Verlustleistung ist mit 400mW
angegeben. Der 30-Ohm-Widerstand links ist der Emitterwiderstand der
Stufe. Wenn da 60mA durchfließen, müßte sich ein Spannungsabfall von
1.8V einstellen. Über dem Transistor müßten dann ja rund 15V anstehen -
bei 60mA Kollektorstrom wären das dann 0.9W Verlustleistung; irgendetwas
kann da nicht stimmen...
Gemessen habe ich nur den Strom durch den 120-Ohm Widerstand bzw. den
Spannungsabfall: Der beträgt 7,1V, bei 120-Ohm macht das 59 mA.
Wenn dieser Strom dann noch durch die 30-Ohm fließt, bleiben dort ca.
1,8 V hängen. Damit bleiben für den Transistor 17,3V - 7,1V - 1,8V =
8,4V übrig. Das macht dann eine Verlustleistung von 8,4V * 59mA = 495mW.
Das ist immer noch viel, liegt aber nicht ganz so weit über dem
erlaubten max.-Wert.
Wie gesagt, da mir das komisch vorkommt, habe ich die 120-Ohm mal
ausgelötet und versuche den Fehler jetzt an anderer Stelle zu finden
(siehe verlinkter Beitrag).
Sören schrieb:> Den Widerstand habe ich jetzt einfach mal ausgelötet.>> Die Spannung vom Netzteil steigt dann von 17,3V auf 19V.>
Ich würde den fehler im Netzteil suchen, bei +-60mA darf da nichts
zusamenbrechen den die LNBs wollen ja auch noch mal einige 100mA.
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