erste Frage:
Quarzer schrieb:
> Man kann in
> Datenblättern lesen was die maximale kapazitive Last ist, beispielsweise
> 15pF wie in dem Beispiel unten.
die Lastkapazität könnte durch die äußere Beschltung in weitem Bereich
geändert werden.
nur: bei zu kleinem C-L gewinnen die unvermeidlichen andren Kapazitäten
die Oberhand: Cein des Verstärkers, Caus des Verstärkers,
Leitebahnkapazität usw. die alle nicht so sehr stabil sind. Nicht
umsonst wurde früher 30pF gewählt.
Heutzutage hat man winzige Oszillatortransistoren auf dem Chip, für die
würden 30 pF eine viel zu große Blindleistung bedeuten. µC-Oszillatoren
fühlen sich bei 15pF Last-C viel wohler.
Je kleiner der C-L Wert ist, desto stärker ist aber auch die
Transformation des Quarzverlustwiderstandes als Lastwiderstand für den
Oszillator, sodass der dann u.U.nicht mehr anschwingt.
zweite Frage:
Quarzer schrieb:
> Was passiert nun wenn man ein RC-Glied (Tiefpass) anstelle des reinen
> Kondensators als Last anschließt? Ändert dass die maximale kapazitive
> Last, da der Phasengang nun anders ist, oder bleibt diese gleich?
Antwort: fast nichts
Frequenzverschiebungen durch die zusätzliche Phasenverschiebung der
RC-Glieder sind meist sehr gering.
bei ausreichender Schwingreserve werden diese Widerstände toleriert,
erhöhen aber die Verluste in der Oszillatorschaltung. Man nimmt sie
manchmal, um ein "Tröpfeln" des Oszillators zu verhindern, dh. dass bei
Verschiebungen des Arbeitspunktes durch sehr große HF der Oszillator
anfängt, "paketweise" zu schwingen oder dass der Quarz ungewollt in
Grund- anstatt in Oberschwingung arbeitet.
Die Rs im Schwingkreis aus Quarz und C-L erhöhen die Verluste und
belasten die Oszillatorschaltung. Man sollte sie also so gut wie möglich
vermeiden, wenn man Quarze oberhalb 1MHz hat.
Bei tieffrequent arbeitenden Quarzen muss sowohl die Schwingamplitude
des Quarzes verringert werden, auch muss man verhindern, dass der Quarz
in einer ungewünschten Schwingungsform arbeitet. z.B. die Zunge eines
Uhrquarzes in irgendeiner Torsionsform anstatt in Biegeschwingung, also
falscher Frequenz.
Manchmal dient so ein R in der Schaltung nur dazu, den Mosfet in den
linearen Arbeitsbereich zu bringen, durch Gegenkopplung von aus auf ein.