Hallo, bei einer BLDC Motoransteuerung mittels PWM wirken ja die Windungen wie eine Spule. Im eingeschalteten Fall fließt ein Strom durch den Mosfet. Im ausgeschalteten Fall durch die Freilaufdiode bzw einen anderen Mosfet. Somit ist der Eingangsstrom des Reglers nicht gleich dem Motorstrom (RMS). Geht diese Spule nun in Sättigung würde man einen sehr schnellen Stromanstieg und Abfall bekommen. Das könnte die Mosfets zerstören. Kann man nun eine Aussage treffen ob oder ab wann der Kern des Motors in Sättigung geht? Die Angaben zum Motor sind ja meist soetwas wie 80A Dauer und 160A (3s). Kann man sagen, wenn man unter 80A bleibt geht der Kern noch nicht in Sättigung, da sonst die Erwärmung zu stark wäre?
Daniel S. schrieb: > Die Angaben zum Motor sind ja meist soetwas wie 80A ...und bei guten Datenblättern auch die Induktivität
Gast
#5250983
Daniel S. schrieb: > Geht diese Spule nun in Sättigung würde man einen sehr schnellen > Stromanstieg und Abfall bekommen. Ein Motor ist etwas komplexer als eine Spule mit einem Kern der in Sättigung gehen kann. Daniel S. schrieb: > Geht diese Spule nun in Sättigung würde man einen sehr schnellen > Stromanstieg und Abfall bekommen. Das könnte die Mosfets zerstören. Was denkst du was passiert wenn du den Motor vom Stillstand hochfährst, vor allem wenn er etwas antreibt mit einem hohen Trägheitsmoment? Wie sicherst du eine Blockierung ab? Daniel S. schrieb: > ann man sagen, wenn man unter 80A bleibt geht der > Kern noch nicht in Sättigung, was willst du mit so einer Aussage anfangen? Eine Sättigung des Statorpakets bringt dir keine Verluste und damit Wärme, die kommen durch Ummagnetisierungsverluste und vor allem durch den ohmschen Widerstand der Spulen. Du musst entweder dein Treiber so auslegen, daß er den Blockierstrom des Motors aushält oder aber den Strom entsprechend messen und mit in die Regelung integrieren.
mir ist klar dass ich den Strom begrenzen muss. Er wird ja eine Stromregelung haben. Mir ging es hauptsächlich um blockierten oder sehr langsam drehenden Motor. Mir ging es mit der Frage darum, ob ab einem gewissen Strom durch den Motor dieser schneller ansteigt bedingt durch die Sättigung des Kerns. Das müsste man dann ja in der Stromregelung berücksichtigen.
Gast
#5251026
Warum sollte die Sättigung da einen schnelleren Anstieg des Motorstroms bewirken? Der Motorstrom ergibt sich aus den Kenndaten der Wicklung (Induktivität, Serienwiderstand). Die Sättigung sagt nur aus, dass ein höherer Motorstrom keine höhere Feldstärke erzeugt. Wenn Dein Kern also in Sättigung ist, fließt Strom, der den Motor erwärmt, aber erzeugt nicht mehr Magnetfeld. Der Anstieg des Stromes hat damit wenig zu tun.
Gast
#5251050
Bei Sättigung bestimmt hauptsächlich nur noch der Ohmische Widerstand der Wicklung den Strom. Bei einem BLDC Motor würde ich die Motorinduktivität nicht für die PWM nutzen, weil ich vermute, daß das die elektronische Kommutierung durcheinander bringt. Ich würde einen Kondensator dem Motor parallel schalten und eine extra Speicherdrossel vorschalten.
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