Elko parallel zur Verpolungsschutzdiode

Gast #5256526
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Hallo zusammen,

zum Kurzschluss- und Verpolungsschutz für einen LiIon-Akku verwende ich 
eine Diode, welche die Schaltung im Falle des Verpolens "kurzschliesst".
Den Kurzschluss erkennt ein Polyswitch (RGEF300, 3A) und wird hochohmig.

Nun frage ich mich wie das mit dem Elko aussieht. Ich habe einen mit 
1000uF eingebaut, zum Verhindern kurzer Spannungseinbrüche beim 
Zuschalten eines Spannungsreglers.
Wenn man einen Elko verpolt, explodiert er.

Nun fällt im Falle des Verpolens über der Diode trotzdem ca. 1V ab, also 
auch über dem Elko. Bedeutet das dann auch schon, dass der Elko 
explodiert?
Wenn ja, wie lässt es sich eleganter lösen?

Vielen lieben Dank,
Niine
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Gast #5256531
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Niine schrieb:
> Bedeutet das dann auch schon, dass der Elko
> explodiert?

Das kommt darauf an, wie schnell die Sicherung auslöst und wie schnell 
der Kondensator kocht.

Niine schrieb:
> Wenn ja, wie lässt es sich eleganter lösen?

Wenn der Elko kocht bevor die Sicherung auslöst brauchst Du eine 
schnellere Sicherung.
Oder Du schaltest Du Diode in Reihe mit Deiner Schaltung.
Gast #5256578
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Niine schrieb:
> zum Kurzschluss- und Verpolungsschutz für einen LiIon-Akku verwende ich
> eine Diode, welche die Schaltung im Falle des Verpolens "kurzschliesst".
> Den Kurzschluss erkennt ein Polyswitch (RGEF300, 3A) und wird hochohmig.

Der RHEF300 löst bei einem Nennstrom von 3A sicher erst bei einen Strom 
> 6A aus und braucht selbst bei 5x Nennstrom (15A) bis zu 5 Sekunden bis 
zur Auslösung.

Siehe. z.B. Datenblatt Tabell auf S. 143
http://www.farnell.com/datasheets/1482689.pdf

Deine 1A Diode ist in der Zeit längst in Rauch aufgegangen, als nächstes 
geht es dann deinem Kondensator an den Kragen.

Nimm einen verpolungssicheren Stecker oder eine entsprechend kräftige 
Diode oder Thyristor/Transitor Crowbar.
Gast #5256759
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Durch die parallel geschaltete Diode würde sich der Elko sowieso nur mit 
0,7 Volt falsch aufladen. Der größere Spannungsabfall findet an der 
Polyfuse statt. Also alles im grünen Bereich.
Gast #5256785
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Horst schrieb:
> Oder Du schaltest Du Diode in Reihe mit Deiner Schaltung.

Das mag ich nicht unbedingt, da verliere ich ja schon 0,7V des LiIon. 
Ich würd gern das maximale rausholen.

Der Andere schrieb:
> Nimm einen verpolungssicheren Stecker

Es soll einfach ein 18650 Halter werden. Und du weisst ja, da ist 
schnell die Batterie mal falschrum reingedrückt, wenn man keine Ahnung 
hat...

Lothar M. schrieb:
> Wenn...

Von deiner Webseite habe ich die Schutzschaltung :-)
Wäre diese hier geeigneter?:
http://www.lothar-miller.de/s9y/uploads/Bilder/Verpolschutz_3-15V.gif
Dort fällt im Normalzustand ja auch Spannung über dem Mosfet ab, oder?
Also wäre vll einfach eine größere Diode am besten?

Danke, Niine :)
#5256794
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Niine schrieb:
> Wäre diese hier geeigneter?:
> http://www.lothar-miller.de/s9y/uploads/Bilder/Verpolschutz_3-15V.gif
> Dort fällt im Normalzustand ja auch Spannung über dem Mosfet ab, oder?

Natürlich fällt da Spannung ab!

> Also wäre vll einfach eine größere Diode am besten?

Die Frage ist aber: wie groß ist die Spannung?
Je nach Strom und Mosfet-Typ kannst Du bestimmt einen deutlich kleineren 
Spannungsabfall als bei einer Diode erreichen.
Gast #5256946
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Niine schrieb:
>> Oder Du schaltest Du Diode in Reihe mit Deiner Schaltung.
> Das mag ich nicht unbedingt, da verliere ich ja schon 0,7V

Bei einer Schottkydiode nur 0,3..0,4 Volt, aber auch die will man nicht.

Ich sehe wenig, was gegen Sicherung und Antiparalleldiode spricht, das 
baue ich auch so auf.

Bei mir darf es gerne eine Schmelzsicherung sein und die Diode hat dann 
ein TO-220 Gehäuse, derzeit käme z.B. 
https://www.pollin.de/p/schottky-diode-140140 in Frage.

Und: Die Quelle muß immer genug Strom liefern, die Sicherung tatsächlich 
auszulösen!
Gast #5257718
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Manfred schrieb:
> Bei mir darf es gerne eine Schmelzsicherung sein und die Diode hat dann
> ein TO-220 Gehäuse

Ich hab mich jetzt für eine S10M Diode entschieden. Das ist SMD, nicht 
zu groß im SMC Package und sollte mit 10A und bis zu 200A Peak groß 
genug dimensioniert sein, bis die Fuse hochohmig wird :-)

Danke an alle! :-)
#5257746
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@ Niine (Gast)

>> Bei mir darf es gerne eine Schmelzsicherung sein und die Diode hat dann
>> ein TO-220 Gehäuse

>Ich hab mich jetzt für eine S10M Diode entschieden. Das ist SMD, nicht
>zu groß im SMC Package und sollte mit 10A und bis zu 200A Peak groß
>genug dimensioniert sein, bis die Fuse hochohmig wird :-)

Man kann es auch übertreiben. Eine einfach 3A Diode im SMB Gehäuse würde 
locker reichen, denn die kann meitens um die 20-30A Pulsstrom (halbe 
Sinuswelle mit 10ms) Da ist die Polyfuse längst hochohmig.

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